Der Wille des Menschen - Seite: Inhalt - 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - 10 - 11 - 12 - 13 - 14 - 15

Das Buch: "Der Wille des Menschen"
Teil I
© Regina F. Rau


I. DER WEG

1. Prolog - Vorwort

Die Menschen suchen fortwährend nach dem Sinn und der Erfüllung des Lebens. Auf die Frage, woher wir kommen und wohin wir gehen, sagte mir einmal jemand: ''alle Menschen sind auf dem geistigen Weg''. Doch wir verzagen auf diesem Weg, bleiben stehen, gehen sogar zurück. Immer wieder werden wir an Weggabelungen vor die freie Wahl gestellt, in welche Richtung wir weitergehen wollen. Wir dürfen uns dieser freien Willensentscheidung bewusst werden und lernen, verantwortlich darüber zu verfügen. Möglicher Weise geht es nicht darum, zu entscheiden, was als nächstes passieren wird. Aber wir können uns entscheiden, ob wir den Weg, der vor uns liegt positiv oder negativ gestalten. Es ist entscheidend für unser Lebensgefühl, ob wir das, was uns passiert, positiv oder negativ sehen wollen...

Alle sind auf dem Weg - doch wir sind uns dessen nicht bewusst! Wir dürfen erkennen, dass wir auf dem Weg sind. Wir alle haben die freie Entscheidung - jeder für sich selbst: wir können den Weg der Finsternis, der Zerstörung, der Lüge und des Hasses - den Weg in den Tod oder den Weg ins Licht, zur Wahrheit, zur Liebe Gottes - ins Leben wählen.

Doch wir, mühen uns ab, um selbst ''Sicherheiten'' zu ''erarbeiten'', weil wir mangelndes Vertrauen und ungenügenden Glauben in Gott haben. Für diese Sicherheiten und für, unsere Wünsche brauchen wir Geld. Alles muss bezahlt werden. Wir schuften und rackern schwitzend und pustend - und zerstören mit all unserer ''Arbeit'' doch nur unseren eigenen Lebensraum, ja sogar uns selbst.

Wir arbeiten nur, um Geld zu verdienen, damit wir uns das, was wir glauben zu benötigen, damit kaufen können. Wir, wollen uns damit unsere Nahrung kaufen, unsere Sicherheit, und unsere Freiheit....Dabei könnten die Beschäftigungen einen wahren Inhalt haben. Wir könnten unseren Geist entwickeln, unsere Seele befreien... zu Gott finden. Unsere Tätigkeiten könnten auch anderen Menschen und allen Lebewesen ermöglichen, diesen Weg zu gehen. Unsere Handlungen bestimmen die Beschaffenheit unseres Weges zu Gott!

Die, Sicherheit, die Nahrung und die Freiheit, die Gott uns bietet, kostet nichts. Sie kostet auch nicht das Leben! Wer sich in die Geborgenheit Gottes begibt, erhält das ewige Leben. Diese Geschenke hängen wie reife Früchte an einem hohen Baum - wir brauchen uns nur danach auszustrecken und sie zu pflücken..


2. Menschlicher Irrweg

Hier eine kleine Geschichte, die erzählt, wie wir mit unserer Industrie nach Afrika kamen. Sie erzählt, wie wir uns bemühen, glücklich lebenden Menschen das zu verkaufen, was wir heute unter Glück verstehen. Sie sagt auch, wie es dazu kommt, dass Menschen ihre eigenen Landsleute verkaufen ...

Es trug sich zu, dass im tiefsten Afrika - wo die Menschen einst noch glücklich waren, eines Tages ein Mann mit blasser Haut auftauchte, der immer eine geheimnisvolle Tasche bei sich hatte und mit einer dicken Zigarre viel Rauch um sich her wirbelte. Er ging geradewegs auf die erstaunten Bewohner eines Dorfes zu, die sich neugierig versammelt hatten.

Zuerst setzte er sich nieder und blieb ganz still. Er wartete, bis die Menschen ein wenig zutraulicher geworden waren und anfingen ihn zu fragen, wo er herkäme. Er erzählte ihnen vom 'goldenen Land', in dem man alles nur erdenkliche bekommen konnte. Sie erzählten ihm, dass sie glücklich seien. Sie hätten die Sonne und das Firmament über ihren Köpfen und den Frieden im Lande. Sie hätten genug zu leben und litten keinen Mangel.

Dann breiteten sie ihre Geschenke vor ihm aus. Er tat sehr freundlich und sagte ihnen, dass sie doch gar nicht glücklich sein könnten, wo sie doch nichts hätten außer der Erde und dem Himmel über sich. Er erzählte ihnen von schnellen Autos, vom Fernsehen und von vielen Dingen mehr. Sie wollten ihm nicht glauben, da sie solche Dinge noch nie gesehen hatten und auch nie das Gefühl gehabt hatten, dass ihnen etwas fehle. Der blasse Herr erklärte, dass man mit einem schnellen Auto überallhin fahren könne, um in der Ferne seine Freunde zu besuchen oder andere Länder zu sehen. Die Menschen widersprachen, dass sie doch gar keine Freunde in der Ferne hätten und somit ein Auto keinen Sinn hätte. Aber der graue Herr war sehr geübt im Verkauf und so schilderte er in den buntesten Farben, wie toll es wäre, Freunde auf der ganzen Welt zu haben, die Wüste und den Dschungel ungefährdet befahren zu können und vieles mehr. Er erzählte ihnen auch vom Fernsehen. Damit könne man Bilder von der ganzen Welt sehen. Man wisse immer und jederzeit alles, was auf der Welt vorginge ..

Nach einer Weile wurden die Eingeborenen neugierig und fragten, wie sie denn diese wundersamen Dinge bekommen könnten. Da wusste der freundliche blasse Herr sogleich Rat und bot ihnen an, mit ihm zu kommen, um im fernen Land in seiner Wunderfabrik zu arbeiten. Wenn sie das täten, könnten sie sich auch all die schönen Dinge leisten, die er ihnen versprochen hatte.

Nun gab es viele, die mit ihm gingen. Es gab aber auch welche, die erkannten, mit wem sich ihre Angehörigen eingelassen hatten und versuchten zu kämpfen. Als die blassen Männer des fremden Staates sahen, dass sie durchschaut waren, gingen sie erneut in das Land der glücklichen Menschen. Diesmal erzählten sie jedoch den Menschen nicht mehr von den schönen Dingen der Welt. Sie erzählten ihnen nun von Gott und seiner furchtbaren Strafe, die auf sie kommen würde, wenn sie nicht an dieser Welt des Glanzes und des Prunks 'teilhaben' wollten.

Diese Geschichte hat sich wirklich zugetragen und ist heute so weit fortgeschritten, dass wir die Menschen aus den Ländern, in denen sie einst glücklich waren, fast gänzlich vertrieben haben oder mit vielen schönen Worten anlockten, damit sie in unsere Länder der Technik und Industrie - des sogenannten 'Fort'-Schritts gingen.

Wir selbst haben einst glücklich und zufrieden ein Leben in Harmonie und Liebe gelebt. Bis zu dem Tag, an dem eine ''fremde'' Stimme uns etwas einflüsterte. Wir ließen uns beibringen, dass wir ohne Geld nicht versorgt seien, dass wir uns nichts kaufen könnten. Wir bekamen Angst. Wir verschlossen unsere Herzen. Wir konnten uns an das 'Paradies', das wir vordem hatten, nicht mehr erinnern. Wir wurden wirklich unglücklich. Wir fürchteten uns nun vor 'Gott und der Welt'! Denn nun konnten wir uns all den Glanz und die Sicherheit kaufen, die uns in dieser 'neuen' Welt als lebensnotwendig erschien. Dadurch vergaßen wir, dass wir zuvor glücklich und gottverbunden mit und in der Natur gelebt hatten.

Wir hatten unter dem Sternenhimmel geschlafen, unter dem Schatten der Bäume. Wir hatten aus den sprudelnden Quellen der Berge und aus munteren Bächen frisches Wasser getrunken. Wir hatten gegessen, was Gott uns in frohen Farben mit süßem Geschmack und Duft in den Wäldern und Dschungeln bereitete. Wir atmeten die würzige Luft, badeten uns im Licht der Sonne und in den kristallklaren Seen ... Alles bildete eine Einheit.

Wir waren es gewohnt, auf uns selbst zu achten und verantwortlich zu handeln. Wir achteten das Leben aller Wesen. Wir ehrten unseren höchsten Vater und unsere Erden-Mutter.

Erst, als wir uns von der fremden Stimme leiten ließen, begannen wir, uns selbst innerlich und unsere Umgebung äußerlich zu verändern. Immer mehr eigensinnige Wünsche wurden in uns wach. Wir bekamen Angst, dass die Natur uns vernichten wolle. Das Dach des Himmels schien uns nicht mehrsicher genug. Die Nahrung, die uns von unserem Schöpfer gegeben war, schien uns nicht mehr nahrhaft genug. Das klare Wasser in den Bächen schien uns nicht mehr schmackhaft genug. Die Wälder, Flüsse und Berge schienen uns voller Gefahren und nicht begehbar. Wir fingen an, alles nach unseren 'neuen' Wünschen zu verändern. Wir bauten uns Häuser, kochten unser Essen, machten uns unsere 'eigenen' Getränke. Wir begradigten die Flüsse und machten die Wälder 'begehbar'. Die Tiere darin erschienen uns zu wild und dazu geschaffen, einen Schmuck in unserer Stube an der Wand abzugeben. Das Land, in dem wir wohnten, schien uns nicht mehr groß genug. Wir schnitten in die Wälder und bauten uns große Schiffe. Wir befuhren die Meere und beraubten die arglosen Völker, die uns in den 'entdeckten' Ländern freundlich begrüßten. Wir sahen Gold, Silber und Edelsteine. Wir wurden blind für alles Leben und sannen danach wie wir den 'Reichtum' für uns allein 'gewinnen' könnten. Tiere, Menschen mit anderer Hautfarbe und Naturkräfte wurden als wild, als gefährlich und menschenfeindlich befunden. Wir ersannen uns Listen, wie wir sie uns 'gleich' machen könnten, damit die 'fremden Wesen' unsere Idee vom 'goldenen' Leben befürworteten und wir so ihre Schätze ungehindert ausgraben könnten. Unser von uns so verstandener 'Glaube' erlaubte, ja gebot uns sogar, jeden Menschen mit allen Mitteln zu bekehren. So hatten wir einen Grund, gegen sie in den 'Kampf' zu ziehen. Einen Kampf in 'Feindschaft', von der unsere Gastgeber noch nichts wussten, weil wir sie mit freundlichen Worten täuschten, um sie zu überwältigen.

Wir selbst hatten uns schon so sehr an unser fremdes Leben gewohnt, dass wir gar nicht mehr erkennen konnten, in welcher Harmonie und in welchem Glauben die Menschen zur Natur und zu Gott lebten, die wir nun missionieren wollten ...


Diese Geschichte hat sich wirklich zugetragen und ist heute so weit fortgeschritten, dass wir die Menschen aus den Ländern, in denen sie einst glücklich waren, fast gänzlich vertrieben haben oder mit vielen schönen Worten anlockten, damit sie in unsere Länder der Technik und Industrie - des sogenannten 'Fort'-Schritts gingen.

Wir selbst haben einst glücklich und zufrieden ein Leben in Harmonie und Liebe gelebt. Bis zu dem Tag, an dem eine ''fremde'' Stimme uns etwas einflüsterte. Wir ließen uns beibringen, dass wir ohne Geld nicht versorgt seien, dass wir uns nichts kaufen könnten. Wir bekamen Angst. Wir verschlossen unsere Herzen. Wir konnten uns an das 'Paradies', das wir vordem hatten, nicht mehr erinnern. Wir wurden wirklich unglücklich. Wir fürchteten uns nun vor 'Gott und der Welt'! Denn nun konnten wir uns all den Glanz und die Sicherheit kaufen, die uns in dieser 'neuen' Welt als lebensnotwendig erschien. Dadurch vergaßen wir, dass wir zuvor glücklich und gottverbunden mit und in der Natur gelebt hatten.

Wir hatten unter dem Sternenhimmel geschlafen, unter dem Schatten der Bäume. Wir hatten aus den sprudelnden Quellen der Berge und aus munteren Bächen frisches Wasser getrunken. Wir hatten gegessen, was Gott uns in frohen Farben mit süßem Geschmack und Duft in den Wäldern und Dschungeln bereitete. Wir atmeten die würzige Luft, badeten uns im Licht der Sonne und in den kristallklaren Seen ... Alles bildete eine Einheit.

Wir waren es gewohnt, auf uns selbst zu achten und verantwortlich zu handeln. Wir achteten das Leben aller Wesen. Wir ehrten unseren höchsten Vater und unsere Erden-Mutter.

Erst, als wir uns von der fremden Stimme leiten ließen, begannen wir, uns selbst innerlich und unsere Umgebung äußerlich zu verändern. Immer mehr eigensinnige Wünsche wurden in uns wach. Wir bekamen Angst, dass die Natur uns vernichten wolle. Das Dach des Himmels schien uns nicht mehrsicher genug. Die Nahrung, die uns von unserem Schöpfer gegeben war, schien uns nicht mehr nahrhaft genug. Das klare Wasser in den Bächen schien uns nicht mehr schmackhaft genug. Die Wälder, Flüsse und Berge schienen uns voller Gefahren und nicht begehbar. Wir fingen an, alles nach unseren 'neuen' Wünschen zu verändern. Wir bauten uns Häuser, kochten unser Essen, machten uns unsere 'eigenen' Getränke. Wir begradigten die Flüsse und machten die Wälder 'begehbar'. Die Tiere darin erschienen uns zu wild und dazu geschaffen, einen Schmuck in unserer Stube an der Wand abzugeben. Das Land, in dem wir wohnten, schien uns nicht mehr groß genug. Wir schnitten in die Wälder und bauten uns große Schiffe. Wir befuhren die Meere und beraubten die arglosen Völker, die uns in den 'entdeckten' Ländern freundlich begrüßten. Wir sahen Gold, Silber und Edelsteine. Wir wurden blind für alles Leben und sannen danach wie wir den 'Reichtum' für uns allein 'gewinnen' könnten. Tiere, Menschen mit anderer Hautfarbe und Naturkräfte wurden als wild, als gefährlich und menschenfeindlich befunden. Wir ersannen uns Listen, wie wir sie uns 'gleich' machen könnten, damit die 'fremden Wesen' unsere Idee vom 'goldenen' Leben befürworteten und wir so ihre Schätze ungehindert ausgraben könnten. Unser von uns so verstandener 'Glaube' erlaubte, ja gebot uns sogar, jeden Menschen mit allen Mitteln zu bekehren. So hatten wir einen Grund, gegen sie in den 'Kampf' zu ziehen. Einen Kampf in 'Feindschaft', von der unsere Gastgeber noch nichts wussten, weil wir sie mit freundlichen Worten täuschten, um sie zu überwältigen.

Wir selbst hatten uns schon so sehr an unser fremdes Leben gewohnt, dass wir gar nicht mehr erkennen konnten, in welcher Harmonie und in welchem Glauben die Menschen zur Natur und zu Gott lebten, die wir nun missionieren wollten ...


>>> zum Inhaltsverzeichnis

3. Der Blick nach innen

Wir engagieren uns heute in Gruppen, Vereinen und Parteien, die sich nach außen hin der Natur und der Umwelt widmen. Wir bemerken jedoch leider meist nicht, dass wir bei uns selbst noch nicht sehr viel verändert haben. Wir haben unseren Blick nach außen gerichtet und können so das Chaos in uns selbst nicht erkennen.

Die meisten von uns können nicht erkennen, dass wir alle - jeder Einzelne von uns - Mitgestalter des Weltbildes sind. Es ist uns noch weniger bewusst, dass das Steinchen, das wir mit unserem Leben in das große Mosaik der Welt setzen, die Farbe unseres Seelenzustandes trägt!

Kosmischer Plan © Regina F. Rau Zuerst dürfen wir lernen, ruhiger zu werden. Das können wir, wenn wir uns einmal Zeit für unsere Seele nehmen: bei einem Waldspaziergang, beim Lauschen der Vogelgesänge oder dem Säuseln des Windes in den Baumwipfeln, beim Atmen der würzigen Luft der Wiesen und der Erde, bei einer Wanderung an einem stillen Ufer oder im Garten sitzend... wir öffnen unsere Sinne - unser Herz. Wir können die Welt betrachten, die sich in unserem Inneren vor uns auftut. Dann erst bemerken wir, wie vieles in uns unverarbeitet, unaufgeräumt und disharmonisch geblieben ist. Wir bemerken, dass wir allem voran eine Änderung in uns selbst beginnen müssen, bevor wir wirklich auch nach außen positive Schritte machen können. Wir bekommen Verständnis für unsere eigene Seele. Wir lernen die Beziehung zwischen unserer inneren Welt und der nach außen sichtbaren Welt kennen. Wir lernen, unsere Seele zu erhören.

Niemand muss von sich denken, nutzlos oder ungebraucht zu sein. Wir alle haben eine Bestimmung und können mitwirken, unsere Erde liebevoll und harmonisch zu gestalten. Es kommt nicht darauf an, was wir gelernt haben, wo wir herkommen oder wie viel Geld wir haben. Es kommt nicht darauf an, ob wir berühmt und reich oder unbekannt und arm sind. Es kommt darauf an, dass wir zuerst den Balken in unserem eigenen Auge sehen und herausziehen, bevor wir den Balken im Auge unseres Bruders herauszuziehen versuchen (Matth. 7: 3-5) . Mit einem Balken im Auge sehen wir nicht besonders gut. Unsere Sichtweise ist dadurch so behindert, dass wir das bisschen, das wir sehen gar nicht oder falsch bewerten.

Es ist besser, wenn wir zuerst unsere eigenen Fehler erkennen. Wir sehen jedoch immer nur die Fehler der Anderen und zeigen mit dem Finger auf sie. Zeigen nicht zur selben Zeit drei Finger unserer eigenen Hand auf uns selbst?! Wir hindern uns auf diese Weise daran, unser eigenes Leben positiv zu verändern. Wir können nicht aus unseren eigenen Fehlern lernen, wie wir es besser machen können - weil wir sie gar nicht bemerken.

Wir entschuldigen vieles damit, dass wir sagen: ''Wenn der Andere nicht zuerst anfängt, dann will ich auch keinen Schritt tun''. Oder wir sagen: ''Die Anderen sind ja auch nicht besser''... Damit geben wir uns selbst das Recht, nach unseren alten Gewohnheiten fortzufahren. Wir blockieren mit dieser Einstellung unsere eigene geistige Entwicklung!



An drei kleinen Beispielen wird es anschaulicher:


Im Fernsehen läuft ein Film. Ein Ehepaar sitzt davor, als seien es zwei sich vollkommen unbekannte Menschen, die sich nichts zu sagen haben. Wenn sie einmal nicht fernsehen, streiten sie sich oder gehen sich aus dem Weg.
Plötzlich zeigen sie gegenseitig auf sich und sagen: ''Da siehst du! Du bist auch immer so ekelhaft zu mir. So machst du es auch immer mit mir. Wenn du es nur endlich merken würdest. Gut, dass es einmal jemand im Film zeigt. Das solltest du dir gut ansehen, damit du weißt, was du immer falsch machst!'' Und die einstimmige Antwort beider, die fast gleichzeitig zu hören ist: ''Ach was, tu doch nicht so. Du bist selbst immer so ekelhaft zu mir. Das machst du selber auch immer so!'' Damit ist das 'Gespräch' beendet.

Eine Hausfrau kommt zu ihrer Freundin und sieht, wie diese ihren Haushalt hält. Sie selbst hat sich vorgenommen, etwas für die Umwelt zu tun und benutzt seit einiger Zeit nur noch 'umweltfreundliche' Putz- und Waschmittel. Sie ist Fallschirmspringerin. Mindestens vier mal im Monat 'steigt sie in die Luft'. Sie sieht nun ihre Freundin beim Hausputz und bemerkt: ''Was, du nimmst immer noch diese alten 'umweltschädlichen' Produkte. Da bin ich ganz anders. Ich habe schon seit über einem Jahr einen umweltfreundlichen Haushalt!'' Die Freundin sieht sie resigniert an und sagt: ''Und du mit deiner Fliegerei! Ist das nicht eine viel schlimmere Belastung für die Natur? Das bisschen Spül- und Scheuermittel gegen die vielen Liter Sprit, die du wegen deiner Springerei wöchentlich in die Luft pustest. Sieh' du erst mal zu, wie du das regeln willst, bevor du meinen Haushalt kritisierst!'' Achselzuckend wechselt die Freundin das Thema ...

Zwei alte Schulkameraden treffen sich nach langer Zeit in einem Gasthof wieder. Der eine trinkt ein paar Weißbier, der andere Sprudel und er sagt: ''Mensch, du weißt doch, wie schädlich Alkohol ist. Und wenn du nachher Auto fährst, gefährdest du damit sogar das Leben anderer!' 'Später bestellen sie sich etwas zu essen. Der Freund mit dem Sprudel bestellt .sich ein Steak, der andere wählt eine vegetarische Mahlzeit und er sagt: 'Na - also zuerst sagst du zu mir, dass ich Leben gefährde, wenn ich Bier trinke und dann sehe ich, dass du das Leben anderer nicht gerade besonders achtest. Vielleicht solltest du dir zuerst einmal über das Leben allgemein Gedanken machen, bevor du mir erzählst, was ich trinken soll!'' Leicht gekränkt gehen die beiden auseinander ...

>>> zum Inhaltsverzeichnis

Dieses Verhalten kann nicht die Lösung sein! Ist es nicht vielmehr so, dass viele Dinge, die wir bei unseren Mitmenschen entdeckt haben, sich auch bei uns irgendwo versteckt halten, vielleicht in einer anderen Form! Unsere Einstellung ist sehr lieblos und ohne Einfühlung. Sie ist wie eine Krankheit, die wir anfänglich kaum bemerken. Später kann sie jedoch zu einem richtigen Geschwür anwachsen, wenn wir es nicht rechtzeitig bemerken und nichts dagegen tun.

Wir können etwas tun, wenn wir zuerst bei uns selbst beginnen. Wir können uns darin üben, indem wir Menschen liebevoll zuhören und nicht gleich mit schroffen Antworten 'zurückschießen', wenn uns etwas nicht gefällt. Wir können damit 8 beginnen, unsere eigenen Fehler zu beheben und auch innere Ordnung zu schaffen.

Es gibt noch einen Grund, warum wir oft verzagen, an uns selbst etwas zu verändern: jemand sprach zu uns mit wunderbaren Worten. Wir hörten ihm aufmerksam zu. Alles, was er sagte, erschien uns richtig und sinnvoll. Er sprach von innerer Harmonie, von der Ruhe und Überlegtheit im Tun, von positiven Gedanken und Schwingungen... Doch mit der Zeit bemerkten wir, dass er selbst gar nicht so lebte wie er sprach und waren sehr enttäuscht. Wir bekamen Zweifel. ''Wenn so ein Mensch es nicht schafft, wie sollte ich es dann schaffen?'' haben wir gesagt und resigniert.

Es ist wunderbar, wenn wir zuhören können. Wenn wir Erzählungen, Vorschläge, Ratschläge, Mahnungen oder andere Dinge hören, können wir alles Gehörte mit unserem 'Herzen' erfühlen und prüfen. Wenn es etwas Positives war, etwas das wir in uns aufnehmen oder befolgen können, dann dürfen wir die Worte annehmen und in positive Taten und Gedanken umwandeln. Wir brauchen nicht so sehr auf das zu sehen, was der Andere tut. Wenn wir imstande sind, emotionslos zu reagieren, können wir ihn einmal bei passender Gelegenheit sanft auf seinen Fehler hinweisen.

Wichtig ist, wie wir mit dem umgehen, was wir täglich hören, sehen, fühlen ... Auch, wenn wir etwas noch nicht in die Tat umsetzen können, obwohl es uns sinnvoll erscheint, brauchen wir uns nicht selbst zu belügen. Wenn wir uns noch nicht gewachsen fühlen - ist der erste Schritt doch schon, dass wir etwas in uns annehmen.

Vergangenheitsbewältigung © Regina F. RauWenn wir fähig geworden sind, alles in positive Schwingungen umzusetzen, nämlich in positive Handlungen und Gedanken, dann haben wir schon Grosses für die Welt gewonnen!

Wir brauchen nicht ungeduldig oder aggressiv zu werden, wenn andere Fehler machen oder etwas nicht verstehen. Wir können es im positiven Sinne z.B. als Gedulds-Übung sehen. Wir brauchen auch nicht alles kritik- und tatenlos mit anzusehen. Doch wir sollten in jedem Fall vermeiden, in einer Sache, die uns widerstrebt gegen einen Mitmenschen unfair oder sogar fanatisch vorzugehen. Das gilt sowohl im Bereich unserer engsten Mitmenschen, als auch im Betrieb, in der Politik, Religion oder in Lebensfragen allgemein. Etwas anders ist es, wenn jemand in unsere persönliche Sphäre eindringt. Auch dann können wir uns klar abgrenzen, ohne den anderen mit unfairen Argumenten zu bombardieren.

Achten wir stets darauf, dass unser Handeln in Liebe geschieht - dass wir einer Kritik offen zuhören, bevor wir unsere Meinung dazu äußern. Wir dürfen Mitmenschen auf ihre Fehler hinweisen und darauf achten, dass dies nicht auf 'ungerechte' oder 'unnötig' harte Weise geschieht.

4. Die enge Beziehung zwischen Mensch und Erde

Wir Menschen gehen nicht nur mit unseren Mitmenschen rüde um, sondern auch mit unserer Mutter Erde auf der wir eigentlich nur Gäste sind. Als Gast darf man sich besonderer Bewirtung erfreuen und sich wohlfühlen. Jedoch tritt man seinen Wirt nicht mit Füßen oder beutet ihn gar aus. Wir Menschen machen uns das Leben selbst schwer. Viele von uns sagen: ''ist doch egal, ich habe viele Wirte.'' Doch, wenn wir auch dem letzten Wirt Übel zugesetzt haben, was dann?

Ich möchte ein wenig über die Verbindung unserer Mutter Erde mit den Menschen erzählen. Wir können mit dem Herzen, mit Gefühl lauschen.

Ich möchte keine wissenschaftliche Abhandlung mit vielen unbekannten Worten und Fakten halten. Es ist eine einfache Darstellung vom Verhältnis zwischen Mensch und Erde, ihrem Glück und Unglück, von Hass und Liebe, Krieg und Frieden, Zerstörung und Aufbau.


5. Lebendige Zellen: Mutter Erde und wir Menschen auf ihr

In jedem Menschen fließt Blut. Und wir brauchen dieses Blut zum Leben. Es dient als Strom für die Schiffchen,. die darauf fahren, um den Körper mit den nötigen Stoffen zu versorgen und um Ballaststoffe wieder abzutransportieren. Es transportiert die Luft und den Stickstoff, es reinigt den Körper und vieles mehr. Ohne dieses Blut würde der Mensch sterben. Auch bei starker Verunreinigung seines Blutes wird er sterben. Das Blut kann auch verglichen werden mit der seelischen Energie eines Menschen, mit der Kraft des Lebens.

Die Erde hat auch etwas vergleichbares. Sie hat Wasser. Wir verschmutzen und missachten es und machen daraus undefinierbare Flüssigkeiten. Wir gehen gedankenlos und würdelos damit um. Wir haben es noch nicht als lebensnotwendiges Elixier erkannt. In Indien und anderen Teilen der Welt sind die Flüsse so verschmutzt, dass sie brennen, wenn man ein Streichholz hineinwirft. Sie fließen nicht mehr. Sie schieben sich wie ,schwarze Schlammassen vor sich hin! Unsere Moore haben wir wegen 'landwirtschaftlicher Nutzung' größtenteils ausgetrocknet.. Die Vielfalt an Leben musste einer monotonen 'Wirtschafts-Landschaft' weichen. Der 'rettende Regen' ist angereichert mit lebenszerstörenden Stoffen, die durch unsere Industrie, durch unsere Kriege, durch unsere eitlen Wünsche entstanden und in die Luft 'stiegen'...

Wie belebend ist es, während einer ausgiebigen Bergwanderung das Wasser aus einer lebendigen Quelle zu trinken. Wie beruhigend ist es, abends die würzige Luft der Wälder zu atmen. Auch die Luft ist voll von lebensspendendem Wasser, das in Nebelschwaden von der Erde hochsteigt. Wie beglückend ist es, die Tiere beim Trinken von reinem Wasser zu beobachten. Sie trinken es mit einer Hingabe und mit einer Lebensfreude voller Dank an ihren Schöpfer...

Wie erschreckend ist es, wenn wir uns eingestehen müssen, dass wir das Wasser nur noch trinken können, wenn es zuvor zu braunen aufputschenden Flüssigkeiten gebrüht, zu betäubenden Liquiden gebrannt oder mit klebrigen Massen zu Genuss-Getränken verarbeitet wurde ... Die Erde hat noch eine andere Flüssigkeit. Sie hat Öl. Es wird unablässig gefördert. Riesige Hohlräume bleiben zurück.

Das Öl wird in große Tanks gefüllt und über die Verbrennung in Motoren als Abgase in die Luft abgeführt. Täglich, stündlich, minütlich - tonnenweise. Wenn ein Tanker oder eine Ölbohrinsel birst, legt sich das Öl wie ein Mantel des Todes über alles Leben, das sich darunter befindet. Wir können die 'dicke' Luft in den Ballungszentren nur noch schwer atmen. Die Ozonschicht wird aus vielerlei Gründen - die wir alle selbst verschuldet haben - immer dünner und kann die Haut der Erde - und somit auch unsere Haut nicht mehr schützen. Es ist dasselbe als wenn wir den ph-Wert unserer Haut zerstören. Die Haut reagiert empfindlich und verletzt!

Die Erde windet sich und hustet. Sie möchte leben. Wir dagegen entziehen ihr ihre lebensnotwendigen Mineralien, schürfen ihr die Haut auf und graben uns tief in ihr Fleisch ein - um sogenannte 'lebensnotwendige' Dinge für uns herzustellen.

Die Erde hat ein anderes Aussehen als wir. Sie hat einen runden Körper. Sie hat keine Hände, so wie wir und keine für uns erkennbaren Augen. Und dennoch ist sie ein lebendiges Wesen. Das Wasser ist ihr Blut. Die Gesteine sind ihre Gebeine. Die Metall- und Gesteins-Adern in der Erde sind ihre Adern! Die Augen aller Wesen sind ihre Augen! Die Ohren aller Wesen sind ihre Ohren... Die Kräfte der Natur sind ihre Arme ...


6. Krankheit - das Zeichen der Vernachlässigung


Wir sind Menschen. Wir haben auch eine Haut. Wir haben Organe und viele Körpersäfte, die wir alle lebensnotwendig brauchen. Und wenn uns jemand die Haut aufschürft, uns ein Organ wegnimmt oder uns lebensnotwendigen Körpersaft entzieht, leiden wir Schmerzen und unsere Lebenskraft nimmt ab. Wir haben viele Zellen, die alle eine ganz bestimmte Aufgabe erfüllen sollen. Sie arbeiten auch gemäß diesen Aufgaben, bis wir von irgendeiner selbstsüchtigen Idee geplagt werden. Diese Idee dringt bis zu den Zellen vor - durch falsche Handlung, degenerierte Nahrung, durch Bewegungslosigkeit, durch negative Gedanken ... Das eine folgt auf's andere. Alles bildet eine Einheit. Wenn wir unsere Erde vernachlässigen, wird sie krank. Wenn es ihr schlecht geht, erkranken auch wir. Und wenn wir an der Seele krank oder traurig sind, so sind es auch unsere Zellen. Je ärger wir unserer Mutter Erde zusetzen - mit allem Leben, was auf ihr ist - umso stärker leidet unsere Seele. Die Zellen in unserem Körper zeigen uns dies. Sie sind wie ein Spiegel. Sie werden zu Krebszellen, bilden Geschwüre ... unser Leben ist bedroht

Wenn wir ein Geschwür haben, können wir verschiedene Dinge tun. Wir können zum Beispiel so tun, als bemerkten wir es gar nicht. Wir können versuchen, die Krankheit 'wegzudenken' oder darauf hoffen, dass sie von ganz alleine wieder verschwinden wird. Wir können zu einem Arzt gehen, der das Geschwür operativ entfernen wird. Damit ist jedoch die Ursache allen Übels längst nicht beseitigt und es wird an anderer Stelle wieder ein Übel auftreten. Anfangs ist es wohl möglich, die Krankheit zu verdrängen. Erst, wenn sie sich weit genug ausgedehnt hat, und die Bakterien anfangen, die toten Zellen aufzufressen, fangen wir endlich an, nach der wahren Ursache unseres Zustandes zu suchen. Wir erinnern uns an die Quelle unseres Ursprungs und fangen wieder an zu beten... Ich werde später bei: ''Bakterien und Viren - die göttliche 'Abrisstruppe''' noch näher darauf eingehen.

Es ist unser Segen, wenn wir den Weg zu Gott finden, denn Er ist es, der uns die Antworten auf alle Fragen geben kann. Er gibt uns die Kraft und den Willen - wenn wir Ihn darum bitten - damit wir den richtigen Weg gehen und genesen!

Das innere Auge, die innere Stimme, unsere Gefühle - unser Glaube an Ihn verbindet uns mit Gott.

7. Unsere Welt

Wir sind fast alle erkrankte Zellen. Gott hat es in der Natur so eingerichtet, dass alles kranke Leben aufgelöst wird, damit neues Leben entstehen kann ...

Wir streben nach Reichtum und Macht. Wir steigern unsere Lust nach materiellen Werten. Wir maskieren uns und verstecken uns hinter wackeligen 'Kulissen'. Wir wollen grelle Farben, schrille Klänge, betörende Düfte ... Dadurch verwirren wir unsere Sinne und haben nur noch Augen für den falschen Glanz, für den falschen Duft, für die blechern tönenden Geräusche. Der falsche Duft soll den üblen Geruch übertönen, der von unseren Fabriken und artfremden, geballten Lebensräumen kommt - damit wir nicht aufmerksam werden. Die schrillen Farben sollen unsere Augen von den traurigen Zuständen abwenden, die sich dahinter verbergen. Und doch ist alles um uns herum der Ausdruck unserer unglücklichen Seele: sie ruft uns. Sie möchte angehört werden. Sie möchte uns
etwas mitteilen. Unsere Seele - empfindsam und empfänglich - fängt wie ein Kind zu schreien an, wenn sie nicht erhört wird.

Gedanken-Formen © Regina F. Rau

 


Der Wille des Menschen - Seite: Inhalt - 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - 10 - 11 - 12 - 13 - 14 - 15