|
I.
DER WEG
1. Prolog
- Vorwort
Die
Menschen suchen fortwährend nach dem Sinn und der Erfüllung
des Lebens. Auf die Frage, woher wir kommen und wohin wir
gehen, sagte mir einmal jemand: ''alle Menschen sind auf
dem geistigen Weg''. Doch wir verzagen auf diesem Weg, bleiben
stehen, gehen sogar zurück. Immer wieder werden wir
an Weggabelungen vor die freie Wahl gestellt, in welche
Richtung wir weitergehen wollen. Wir dürfen uns dieser
freien Willensentscheidung bewusst werden und lernen, verantwortlich
darüber zu verfügen. Möglicher Weise geht
es nicht darum, zu entscheiden, was als nächstes passieren
wird. Aber wir können uns entscheiden, ob wir den Weg,
der vor uns liegt positiv oder negativ gestalten. Es ist
entscheidend für unser Lebensgefühl, ob wir das,
was uns passiert, positiv oder negativ sehen wollen...
Alle sind auf dem Weg - doch wir sind uns dessen nicht bewusst!
Wir dürfen erkennen, dass wir auf dem Weg sind. Wir
alle haben die freie Entscheidung - jeder für sich
selbst: wir können den Weg der Finsternis, der Zerstörung,
der Lüge und des Hasses - den Weg in den Tod oder den
Weg ins Licht, zur Wahrheit, zur Liebe Gottes - ins Leben
wählen.
Doch wir, mühen uns ab, um selbst ''Sicherheiten''
zu ''erarbeiten'', weil wir mangelndes Vertrauen und ungenügenden
Glauben in Gott haben. Für diese Sicherheiten und für,
unsere Wünsche brauchen wir Geld. Alles muss bezahlt
werden. Wir schuften und rackern schwitzend und pustend
- und zerstören mit all unserer ''Arbeit'' doch nur
unseren eigenen Lebensraum, ja sogar uns selbst.
Wir
arbeiten nur, um Geld zu verdienen, damit wir uns das, was
wir glauben zu benötigen, damit kaufen können.
Wir, wollen uns damit unsere Nahrung kaufen, unsere Sicherheit,
und unsere Freiheit....Dabei könnten die Beschäftigungen
einen wahren Inhalt haben. Wir könnten unseren Geist
entwickeln, unsere Seele befreien... zu Gott finden. Unsere
Tätigkeiten könnten auch anderen Menschen und
allen Lebewesen ermöglichen, diesen Weg zu gehen. Unsere
Handlungen bestimmen die Beschaffenheit unseres Weges zu
Gott!
Die,
Sicherheit, die Nahrung und die Freiheit, die Gott uns bietet,
kostet nichts. Sie kostet auch nicht das Leben! Wer sich
in die Geborgenheit Gottes begibt, erhält das ewige
Leben. Diese Geschenke hängen wie reife Früchte
an einem hohen Baum - wir brauchen uns nur danach auszustrecken
und sie zu pflücken..
2. Menschlicher Irrweg
Hier
eine kleine Geschichte, die erzählt, wie wir mit unserer
Industrie nach Afrika kamen. Sie erzählt, wie wir uns
bemühen, glücklich lebenden Menschen das zu verkaufen,
was wir heute unter Glück verstehen. Sie sagt auch, wie
es dazu kommt, dass Menschen ihre eigenen Landsleute verkaufen
...
Es
trug sich zu, dass im tiefsten Afrika - wo die Menschen
einst noch glücklich waren, eines Tages ein Mann
mit blasser Haut auftauchte, der immer eine geheimnisvolle
Tasche bei sich hatte und mit einer dicken Zigarre viel
Rauch um sich her wirbelte. Er ging geradewegs auf die
erstaunten Bewohner eines Dorfes zu, die sich neugierig
versammelt hatten.
Zuerst
setzte er sich nieder und blieb ganz still. Er wartete,
bis die Menschen ein wenig zutraulicher geworden waren
und anfingen ihn zu fragen, wo er herkäme. Er erzählte
ihnen vom 'goldenen Land', in dem man alles nur erdenkliche
bekommen konnte. Sie erzählten ihm, dass sie glücklich
seien. Sie hätten die Sonne und das Firmament über
ihren Köpfen und den Frieden im Lande. Sie hätten
genug zu leben und litten keinen Mangel.
Dann
breiteten sie ihre Geschenke vor ihm aus. Er tat sehr
freundlich und sagte ihnen, dass sie doch gar nicht
glücklich sein könnten, wo sie doch nichts
hätten außer der Erde und dem Himmel über
sich. Er erzählte ihnen von schnellen Autos, vom
Fernsehen und von vielen Dingen mehr. Sie wollten ihm
nicht glauben, da sie solche Dinge noch nie gesehen
hatten und auch nie das Gefühl gehabt hatten, dass
ihnen etwas fehle. Der blasse Herr erklärte, dass
man mit einem schnellen Auto überallhin fahren
könne, um in der Ferne seine Freunde zu besuchen
oder andere Länder zu sehen. Die Menschen widersprachen,
dass sie doch gar keine Freunde in der Ferne hätten
und somit ein Auto keinen Sinn hätte. Aber der
graue Herr war sehr geübt im Verkauf und so schilderte
er in den buntesten Farben, wie toll es wäre, Freunde
auf der ganzen Welt zu haben, die Wüste und den
Dschungel ungefährdet befahren zu können und
vieles mehr. Er erzählte ihnen auch vom Fernsehen.
Damit könne man Bilder von der ganzen Welt sehen.
Man wisse immer und jederzeit alles, was auf der Welt
vorginge ..
Nach
einer Weile wurden die Eingeborenen neugierig und fragten,
wie sie denn diese wundersamen Dinge bekommen könnten.
Da wusste der freundliche blasse Herr sogleich Rat und
bot ihnen an, mit ihm zu kommen, um im fernen Land in
seiner Wunderfabrik zu arbeiten. Wenn sie das täten,
könnten sie sich auch all die schönen Dinge
leisten, die er ihnen versprochen hatte.
Nun gab es viele, die mit ihm gingen. Es gab aber auch
welche, die erkannten, mit wem sich ihre Angehörigen
eingelassen hatten und versuchten zu kämpfen. Als
die blassen Männer des fremden Staates sahen, dass
sie durchschaut waren, gingen sie erneut in das Land
der glücklichen Menschen. Diesmal erzählten
sie jedoch den Menschen nicht mehr von den schönen
Dingen der Welt. Sie erzählten ihnen nun von Gott
und seiner furchtbaren Strafe, die auf sie kommen würde,
wenn sie nicht an dieser Welt des Glanzes und des Prunks
'teilhaben' wollten.
Diese
Geschichte hat sich wirklich zugetragen und ist heute
so weit fortgeschritten, dass wir die Menschen aus den
Ländern, in denen sie einst glücklich waren,
fast gänzlich vertrieben haben oder mit vielen
schönen Worten anlockten, damit sie in unsere Länder
der Technik und Industrie - des sogenannten 'Fort'-Schritts
gingen.
Wir selbst haben einst glücklich und zufrieden
ein Leben in Harmonie und Liebe gelebt. Bis zu dem Tag,
an dem eine ''fremde'' Stimme uns etwas einflüsterte.
Wir ließen uns beibringen, dass wir ohne Geld
nicht versorgt seien, dass wir uns nichts kaufen könnten.
Wir bekamen Angst. Wir verschlossen unsere Herzen. Wir
konnten uns an das 'Paradies', das wir vordem hatten,
nicht mehr erinnern. Wir wurden wirklich unglücklich.
Wir fürchteten uns nun vor 'Gott und der Welt'!
Denn nun konnten wir uns all den Glanz und die Sicherheit
kaufen, die uns in dieser 'neuen' Welt als lebensnotwendig
erschien. Dadurch vergaßen wir, dass wir zuvor
glücklich und gottverbunden mit und in der Natur
gelebt hatten.
Wir hatten unter dem Sternenhimmel geschlafen, unter
dem Schatten der Bäume. Wir hatten aus den sprudelnden
Quellen der Berge und aus munteren Bächen frisches
Wasser getrunken. Wir hatten gegessen, was Gott uns
in frohen Farben mit süßem Geschmack und
Duft in den Wäldern und Dschungeln bereitete. Wir
atmeten die würzige Luft, badeten uns im Licht
der Sonne und in den kristallklaren Seen ... Alles bildete
eine Einheit.
Wir waren es gewohnt, auf uns selbst zu achten und verantwortlich
zu handeln. Wir achteten das Leben aller Wesen. Wir
ehrten unseren höchsten Vater und unsere Erden-Mutter.
Erst, als wir uns von der fremden Stimme leiten ließen,
begannen wir, uns selbst innerlich und unsere Umgebung
äußerlich zu verändern. Immer mehr eigensinnige
Wünsche wurden in uns wach. Wir bekamen Angst,
dass die Natur uns vernichten wolle. Das Dach des Himmels
schien uns nicht mehrsicher genug. Die Nahrung, die
uns von unserem Schöpfer gegeben war, schien uns
nicht mehr nahrhaft genug. Das klare Wasser in den Bächen
schien uns nicht mehr schmackhaft genug. Die Wälder,
Flüsse und Berge schienen uns voller Gefahren und
nicht begehbar. Wir fingen an, alles nach unseren 'neuen'
Wünschen zu verändern. Wir bauten uns Häuser,
kochten unser Essen, machten uns unsere 'eigenen' Getränke.
Wir begradigten die Flüsse und machten die Wälder
'begehbar'. Die Tiere darin erschienen uns zu wild und
dazu geschaffen, einen Schmuck in unserer Stube an der
Wand abzugeben. Das Land, in dem wir wohnten, schien
uns nicht mehr groß genug. Wir schnitten in die
Wälder und bauten uns große Schiffe. Wir
befuhren die Meere und beraubten die arglosen Völker,
die uns in den 'entdeckten' Ländern freundlich
begrüßten. Wir sahen Gold, Silber und Edelsteine.
Wir wurden blind für alles Leben und sannen danach
wie wir den 'Reichtum' für uns allein 'gewinnen'
könnten. Tiere, Menschen mit anderer Hautfarbe
und Naturkräfte wurden als wild, als gefährlich
und menschenfeindlich befunden. Wir ersannen uns Listen,
wie wir sie uns 'gleich' machen könnten, damit
die 'fremden Wesen' unsere Idee vom 'goldenen' Leben
befürworteten und wir so ihre Schätze ungehindert
ausgraben könnten. Unser von uns so verstandener
'Glaube' erlaubte, ja gebot uns sogar, jeden Menschen
mit allen Mitteln zu bekehren. So hatten wir einen Grund,
gegen sie in den 'Kampf' zu ziehen. Einen Kampf in 'Feindschaft',
von der unsere Gastgeber noch nichts wussten, weil wir
sie mit freundlichen Worten täuschten, um sie zu
überwältigen.
Wir selbst hatten uns schon so sehr an unser fremdes
Leben gewohnt, dass wir gar nicht mehr erkennen konnten,
in welcher Harmonie und in welchem Glauben die Menschen
zur Natur und zu Gott lebten, die wir nun missionieren
wollten ...
Diese Geschichte hat sich
wirklich zugetragen und ist heute so weit fortgeschritten,
dass wir die Menschen aus den Ländern, in denen sie einst
glücklich waren, fast gänzlich vertrieben haben
oder mit vielen schönen Worten anlockten, damit sie in
unsere Länder der Technik und Industrie - des sogenannten
'Fort'-Schritts gingen.
Wir selbst haben einst glücklich und zufrieden ein Leben
in Harmonie und Liebe gelebt. Bis zu dem Tag, an dem eine
''fremde'' Stimme uns etwas einflüsterte. Wir ließen
uns beibringen, dass wir ohne Geld nicht versorgt seien, dass
wir uns nichts kaufen könnten. Wir bekamen Angst. Wir
verschlossen unsere Herzen. Wir konnten uns an das 'Paradies',
das wir vordem hatten, nicht mehr erinnern. Wir wurden wirklich
unglücklich. Wir fürchteten uns nun vor 'Gott und
der Welt'! Denn nun konnten wir uns all den Glanz und die
Sicherheit kaufen, die uns in dieser 'neuen' Welt als lebensnotwendig
erschien. Dadurch vergaßen wir, dass wir zuvor glücklich
und gottverbunden mit und in der Natur gelebt hatten.
Wir hatten unter dem Sternenhimmel geschlafen, unter dem Schatten
der Bäume. Wir hatten aus den sprudelnden Quellen der
Berge und aus munteren Bächen frisches Wasser getrunken.
Wir hatten gegessen, was Gott uns in frohen Farben mit süßem
Geschmack und Duft in den Wäldern und Dschungeln bereitete.
Wir atmeten die würzige Luft, badeten uns im Licht der
Sonne und in den kristallklaren Seen ... Alles bildete eine
Einheit.
Wir waren es gewohnt, auf uns selbst zu achten und verantwortlich
zu handeln. Wir achteten das Leben aller Wesen. Wir ehrten
unseren höchsten Vater und unsere Erden-Mutter.
Erst, als wir uns von der fremden Stimme leiten ließen,
begannen wir, uns selbst innerlich und unsere Umgebung äußerlich
zu verändern. Immer mehr eigensinnige Wünsche wurden
in uns wach. Wir bekamen Angst, dass die Natur uns vernichten
wolle. Das Dach des Himmels schien uns nicht mehrsicher genug.
Die Nahrung, die uns von unserem Schöpfer gegeben war,
schien uns nicht mehr nahrhaft genug. Das klare Wasser in
den Bächen schien uns nicht mehr schmackhaft genug. Die
Wälder, Flüsse und Berge schienen uns voller Gefahren
und nicht begehbar. Wir fingen an, alles nach unseren 'neuen'
Wünschen zu verändern. Wir bauten uns Häuser,
kochten unser Essen, machten uns unsere 'eigenen' Getränke.
Wir begradigten die Flüsse und machten die Wälder
'begehbar'. Die Tiere darin erschienen uns zu wild und dazu
geschaffen, einen Schmuck in unserer Stube an der Wand abzugeben.
Das Land, in dem wir wohnten, schien uns nicht mehr groß
genug. Wir schnitten in die Wälder und bauten uns große
Schiffe. Wir befuhren die Meere und beraubten die arglosen
Völker, die uns in den 'entdeckten' Ländern freundlich
begrüßten. Wir sahen Gold, Silber und Edelsteine.
Wir wurden blind für alles Leben und sannen danach wie
wir den 'Reichtum' für uns allein 'gewinnen' könnten.
Tiere, Menschen mit anderer Hautfarbe und Naturkräfte
wurden als wild, als gefährlich und menschenfeindlich
befunden. Wir ersannen uns Listen, wie wir sie uns 'gleich'
machen könnten, damit die 'fremden Wesen' unsere Idee
vom 'goldenen' Leben befürworteten und wir so ihre Schätze
ungehindert ausgraben könnten. Unser von uns so verstandener
'Glaube' erlaubte, ja gebot uns sogar, jeden Menschen mit
allen Mitteln zu bekehren. So hatten wir einen Grund, gegen
sie in den 'Kampf' zu ziehen. Einen Kampf in 'Feindschaft',
von der unsere Gastgeber noch nichts wussten, weil wir sie
mit freundlichen Worten täuschten, um sie zu überwältigen.
Wir selbst hatten uns schon so sehr an unser fremdes Leben
gewohnt, dass wir gar nicht mehr erkennen konnten, in welcher
Harmonie und in welchem Glauben die Menschen zur Natur und
zu Gott lebten, die wir nun missionieren wollten ...
>>>
zum Inhaltsverzeichnis
3.
Der Blick nach innen
Wir
engagieren uns heute in Gruppen, Vereinen und Parteien,
die sich nach außen hin der Natur und der Umwelt
widmen. Wir bemerken jedoch leider meist nicht, dass wir
bei uns selbst noch nicht sehr viel verändert haben.
Wir haben unseren Blick nach außen gerichtet und
können so das Chaos in uns selbst nicht erkennen.
Die meisten von uns können nicht erkennen, dass wir
alle - jeder Einzelne von uns - Mitgestalter des Weltbildes
sind. Es ist uns noch weniger bewusst, dass das Steinchen,
das wir mit unserem Leben in das große Mosaik der
Welt setzen, die Farbe unseres Seelenzustandes trägt!
Zuerst
dürfen wir lernen, ruhiger zu werden. Das können
wir, wenn wir uns einmal Zeit für unsere Seele nehmen:
bei einem Waldspaziergang, beim Lauschen der Vogelgesänge
oder dem Säuseln des Windes in den Baumwipfeln, beim
Atmen der würzigen Luft der Wiesen und der Erde,
bei einer Wanderung an einem stillen Ufer oder im Garten
sitzend... wir öffnen unsere Sinne - unser Herz.
Wir können die Welt betrachten, die sich in unserem
Inneren vor uns auftut. Dann erst bemerken wir, wie vieles
in uns unverarbeitet, unaufgeräumt und disharmonisch
geblieben ist. Wir bemerken, dass wir allem voran eine
Änderung in uns selbst beginnen müssen, bevor
wir wirklich auch nach außen positive Schritte machen
können. Wir bekommen Verständnis für unsere
eigene Seele. Wir lernen die Beziehung zwischen unserer
inneren Welt und der nach außen sichtbaren Welt
kennen. Wir lernen, unsere Seele zu erhören.
Niemand muss von sich denken, nutzlos oder ungebraucht
zu sein. Wir alle haben eine Bestimmung und können
mitwirken, unsere Erde liebevoll und harmonisch zu gestalten.
Es kommt nicht darauf an, was wir gelernt haben, wo wir
herkommen oder wie viel Geld wir haben. Es kommt nicht
darauf an, ob wir berühmt und reich oder unbekannt
und arm sind. Es kommt darauf an, dass wir zuerst den
Balken in unserem eigenen Auge sehen und herausziehen,
bevor wir den Balken im Auge unseres Bruders herauszuziehen
versuchen (Matth. 7: 3-5) . Mit einem Balken im Auge sehen
wir nicht besonders gut. Unsere Sichtweise ist dadurch
so behindert, dass wir das bisschen, das wir sehen gar
nicht oder falsch bewerten.
Es ist besser, wenn wir zuerst unsere eigenen Fehler erkennen.
Wir sehen jedoch immer nur die Fehler der Anderen und
zeigen mit dem Finger auf sie. Zeigen nicht zur selben
Zeit drei Finger unserer eigenen Hand auf uns selbst?!
Wir hindern uns auf diese Weise daran, unser eigenes Leben
positiv zu verändern. Wir können nicht aus unseren
eigenen Fehlern lernen, wie wir es besser machen können
- weil wir sie gar nicht bemerken.
Wir entschuldigen vieles damit, dass wir sagen: ''Wenn
der Andere nicht zuerst anfängt, dann will ich auch
keinen Schritt tun''. Oder wir sagen: ''Die Anderen sind
ja auch nicht besser''... Damit geben wir uns selbst das
Recht, nach unseren alten Gewohnheiten fortzufahren. Wir
blockieren mit dieser Einstellung unsere eigene geistige
Entwicklung!
An
drei kleinen Beispielen wird es anschaulicher:
Im Fernsehen läuft
ein Film. Ein Ehepaar sitzt davor, als seien es zwei sich
vollkommen unbekannte Menschen, die sich nichts zu sagen
haben. Wenn sie einmal nicht fernsehen, streiten sie sich
oder gehen sich aus dem Weg.
Plötzlich zeigen sie gegenseitig auf sich und sagen:
''Da siehst du! Du bist auch immer so ekelhaft zu mir.
So machst du es auch immer mit mir. Wenn du es nur endlich
merken würdest. Gut, dass es einmal jemand im Film
zeigt. Das solltest du dir gut ansehen, damit du weißt,
was du immer falsch machst!'' Und die einstimmige Antwort
beider, die fast gleichzeitig zu hören ist: ''Ach
was, tu doch nicht so. Du bist selbst immer so ekelhaft
zu mir. Das machst du selber auch immer so!'' Damit ist
das 'Gespräch' beendet.
Eine Hausfrau kommt zu ihrer
Freundin und sieht, wie diese ihren Haushalt hält.
Sie selbst hat sich vorgenommen, etwas für die Umwelt
zu tun und benutzt seit einiger Zeit nur noch 'umweltfreundliche'
Putz- und Waschmittel. Sie ist Fallschirmspringerin. Mindestens
vier mal im Monat 'steigt sie in die Luft'. Sie sieht
nun ihre Freundin beim Hausputz und bemerkt: ''Was, du
nimmst immer noch diese alten 'umweltschädlichen'
Produkte. Da bin ich ganz anders. Ich habe schon seit
über einem Jahr einen umweltfreundlichen Haushalt!''
Die Freundin sieht sie resigniert an und sagt: ''Und du
mit deiner Fliegerei! Ist das nicht eine viel schlimmere
Belastung für die Natur? Das bisschen Spül-
und Scheuermittel gegen die vielen Liter Sprit, die du
wegen deiner Springerei wöchentlich in die Luft pustest.
Sieh' du erst mal zu, wie du das regeln willst, bevor
du meinen Haushalt kritisierst!'' Achselzuckend wechselt
die Freundin das Thema ...
Zwei alte Schulkameraden
treffen sich nach langer Zeit in einem Gasthof wieder.
Der eine trinkt ein paar Weißbier, der andere Sprudel
und er sagt: ''Mensch, du weißt doch, wie schädlich
Alkohol ist. Und wenn du nachher Auto fährst, gefährdest
du damit sogar das Leben anderer!' 'Später bestellen
sie sich etwas zu essen. Der Freund mit dem Sprudel bestellt
.sich ein Steak, der andere wählt eine vegetarische
Mahlzeit und er sagt: 'Na - also zuerst sagst du zu mir,
dass ich Leben gefährde, wenn ich Bier trinke und
dann sehe ich, dass du das Leben anderer nicht gerade
besonders achtest. Vielleicht solltest du dir zuerst einmal
über das Leben allgemein Gedanken machen, bevor du
mir erzählst, was ich trinken soll!'' Leicht gekränkt
gehen die beiden auseinander ...
>>>
zum Inhaltsverzeichnis
Dieses
Verhalten kann nicht die Lösung sein! Ist es nicht
vielmehr so, dass viele Dinge, die wir bei unseren Mitmenschen
entdeckt haben, sich auch bei uns irgendwo versteckt
halten, vielleicht in einer anderen Form! Unsere Einstellung
ist sehr lieblos und ohne Einfühlung. Sie ist wie
eine Krankheit, die wir anfänglich kaum bemerken.
Später kann sie jedoch zu einem richtigen Geschwür
anwachsen, wenn wir es nicht rechtzeitig bemerken und
nichts dagegen tun.
Wir können etwas tun, wenn wir zuerst bei uns selbst
beginnen. Wir können uns darin üben, indem
wir Menschen liebevoll zuhören und nicht gleich
mit schroffen Antworten 'zurückschießen',
wenn uns etwas nicht gefällt. Wir können damit
8 beginnen, unsere eigenen Fehler zu beheben und auch
innere Ordnung zu schaffen.
Es gibt noch einen Grund, warum wir oft verzagen, an
uns selbst etwas zu verändern: jemand sprach zu
uns mit wunderbaren Worten. Wir hörten ihm aufmerksam
zu. Alles, was er sagte, erschien uns richtig und sinnvoll.
Er sprach von innerer Harmonie, von der Ruhe und Überlegtheit
im Tun, von positiven Gedanken und Schwingungen... Doch
mit der Zeit bemerkten wir, dass er selbst gar nicht
so lebte wie er sprach und waren sehr enttäuscht.
Wir bekamen Zweifel. ''Wenn so ein Mensch es nicht schafft,
wie sollte ich es dann schaffen?'' haben wir gesagt
und resigniert.
Es ist wunderbar, wenn wir zuhören können.
Wenn wir Erzählungen, Vorschläge, Ratschläge,
Mahnungen oder andere Dinge hören, können
wir alles Gehörte mit unserem 'Herzen' erfühlen
und prüfen. Wenn es etwas Positives war, etwas
das wir in uns aufnehmen oder befolgen können,
dann dürfen wir die Worte annehmen und in positive
Taten und Gedanken umwandeln. Wir brauchen nicht so
sehr auf das zu sehen, was der Andere tut. Wenn wir
imstande sind, emotionslos zu reagieren, können
wir ihn einmal bei passender Gelegenheit sanft auf seinen
Fehler hinweisen.
Wichtig ist, wie wir mit dem umgehen, was wir täglich
hören, sehen, fühlen ... Auch, wenn wir etwas
noch nicht in die Tat umsetzen können, obwohl es
uns sinnvoll erscheint, brauchen wir uns nicht selbst
zu belügen. Wenn wir uns noch nicht gewachsen fühlen
- ist der erste Schritt doch schon, dass wir etwas in
uns annehmen.
Wenn
wir fähig geworden sind, alles in positive Schwingungen
umzusetzen, nämlich in positive Handlungen und
Gedanken, dann haben wir schon Grosses für die
Welt gewonnen!
Wir brauchen nicht ungeduldig oder aggressiv zu werden,
wenn andere Fehler machen oder etwas nicht verstehen.
Wir können es im positiven Sinne z.B. als Gedulds-Übung
sehen. Wir brauchen auch nicht alles kritik- und tatenlos
mit anzusehen. Doch wir sollten in jedem Fall vermeiden,
in einer Sache, die uns widerstrebt gegen einen Mitmenschen
unfair oder sogar fanatisch vorzugehen. Das gilt sowohl
im Bereich unserer engsten Mitmenschen, als auch im
Betrieb, in der Politik, Religion oder in Lebensfragen
allgemein. Etwas anders ist es, wenn jemand in unsere
persönliche Sphäre eindringt. Auch dann können
wir uns klar abgrenzen, ohne den anderen mit unfairen
Argumenten zu bombardieren.
Achten wir stets darauf, dass unser Handeln in Liebe
geschieht - dass wir einer Kritik offen zuhören,
bevor wir unsere Meinung dazu äußern. Wir
dürfen Mitmenschen auf ihre Fehler hinweisen und
darauf achten, dass dies nicht auf 'ungerechte' oder
'unnötig' harte Weise geschieht.
4.
Die enge Beziehung zwischen Mensch und Erde
Wir Menschen gehen nicht nur mit
unseren Mitmenschen rüde um, sondern auch mit unserer
Mutter Erde auf der wir eigentlich nur Gäste sind.
Als Gast darf man sich besonderer Bewirtung erfreuen
und sich wohlfühlen. Jedoch tritt man seinen Wirt
nicht mit Füßen oder beutet ihn gar aus.
Wir Menschen machen uns das Leben selbst schwer. Viele
von uns sagen: ''ist doch egal, ich habe viele Wirte.''
Doch, wenn wir auch dem letzten
Wirt Übel zugesetzt haben, was dann?
Ich
möchte ein wenig über die Verbindung unserer
Mutter Erde mit den Menschen erzählen. Wir können
mit dem Herzen, mit Gefühl lauschen.
Ich
möchte keine wissenschaftliche Abhandlung mit vielen
unbekannten Worten und Fakten halten. Es ist eine einfache
Darstellung vom Verhältnis zwischen Mensch und
Erde, ihrem Glück und Unglück, von Hass und
Liebe, Krieg und Frieden, Zerstörung und Aufbau.
5. Lebendige Zellen:
Mutter Erde und wir Menschen auf ihr
In jedem Menschen fließt Blut. Und wir brauchen
dieses Blut zum Leben. Es dient als Strom für die
Schiffchen,. die darauf fahren, um den Körper mit
den nötigen Stoffen zu versorgen und um Ballaststoffe
wieder abzutransportieren. Es transportiert die Luft und
den Stickstoff, es reinigt den Körper und vieles
mehr. Ohne dieses Blut würde der Mensch sterben.
Auch bei starker Verunreinigung seines Blutes wird er
sterben. Das Blut kann auch verglichen werden mit der
seelischen Energie eines Menschen, mit der Kraft des Lebens.
Die Erde hat auch etwas vergleichbares. Sie hat Wasser.
Wir verschmutzen und missachten es und machen daraus
undefinierbare Flüssigkeiten. Wir gehen gedankenlos
und würdelos damit um. Wir haben es noch nicht
als lebensnotwendiges Elixier erkannt. In Indien und
anderen Teilen der Welt sind die Flüsse so verschmutzt,
dass sie brennen, wenn man ein Streichholz hineinwirft.
Sie fließen nicht mehr. Sie schieben sich wie
,schwarze Schlammassen vor sich hin! Unsere Moore haben
wir wegen 'landwirtschaftlicher Nutzung' größtenteils
ausgetrocknet.. Die Vielfalt an Leben musste einer monotonen
'Wirtschafts-Landschaft' weichen. Der 'rettende Regen'
ist angereichert mit lebenszerstörenden Stoffen,
die durch unsere Industrie, durch unsere Kriege, durch
unsere eitlen Wünsche entstanden und in die Luft
'stiegen'...
Wie belebend ist es, während einer ausgiebigen
Bergwanderung das Wasser aus einer lebendigen Quelle
zu trinken. Wie beruhigend ist es, abends die würzige
Luft der Wälder zu atmen. Auch die Luft ist voll
von lebensspendendem Wasser, das in Nebelschwaden von
der Erde hochsteigt. Wie beglückend ist es, die
Tiere beim Trinken von reinem Wasser zu beobachten.
Sie trinken es mit einer Hingabe und mit einer Lebensfreude
voller Dank an ihren Schöpfer...
Wie erschreckend ist es, wenn wir uns eingestehen müssen,
dass wir das Wasser nur noch trinken können, wenn
es zuvor zu braunen aufputschenden Flüssigkeiten
gebrüht, zu betäubenden Liquiden gebrannt
oder mit klebrigen Massen zu Genuss-Getränken verarbeitet
wurde ... Die Erde hat noch eine andere Flüssigkeit.
Sie hat Öl. Es wird unablässig gefördert.
Riesige Hohlräume bleiben zurück.
Das
Öl wird in große Tanks gefüllt und über
die Verbrennung in Motoren als Abgase in die Luft abgeführt.
Täglich, stündlich, minütlich - tonnenweise.
Wenn ein Tanker oder eine Ölbohrinsel birst, legt
sich das Öl wie ein Mantel des Todes über
alles Leben, das sich darunter befindet. Wir können
die 'dicke' Luft in den Ballungszentren nur noch schwer
atmen. Die Ozonschicht wird aus vielerlei Gründen
- die wir alle selbst verschuldet haben - immer dünner
und kann die Haut der Erde - und somit auch unsere Haut
nicht mehr schützen. Es ist dasselbe als wenn wir
den ph-Wert unserer Haut zerstören. Die Haut reagiert
empfindlich und verletzt!
Die
Erde windet sich und hustet. Sie möchte leben.
Wir dagegen entziehen ihr ihre lebensnotwendigen Mineralien,
schürfen ihr die Haut auf und graben uns tief in
ihr Fleisch ein - um sogenannte 'lebensnotwendige' Dinge
für uns herzustellen.
Die
Erde hat ein anderes Aussehen als wir. Sie hat einen
runden Körper. Sie hat keine Hände, so wie
wir und keine für uns erkennbaren Augen. Und dennoch
ist sie ein lebendiges Wesen. Das Wasser ist ihr Blut.
Die Gesteine sind ihre Gebeine. Die Metall- und Gesteins-Adern
in der Erde sind ihre Adern! Die Augen aller Wesen sind
ihre Augen! Die Ohren aller Wesen sind ihre Ohren...
Die Kräfte der Natur sind ihre Arme ...
6. Krankheit - das Zeichen der Vernachlässigung
Wir sind Menschen. Wir haben auch eine Haut. Wir haben
Organe und viele Körpersäfte, die wir alle lebensnotwendig
brauchen. Und wenn uns jemand die Haut aufschürft,
uns ein Organ wegnimmt oder uns lebensnotwendigen Körpersaft
entzieht, leiden wir Schmerzen und unsere Lebenskraft
nimmt ab. Wir haben viele Zellen, die alle eine ganz bestimmte
Aufgabe erfüllen sollen. Sie arbeiten auch gemäß
diesen Aufgaben, bis wir von irgendeiner selbstsüchtigen
Idee geplagt werden. Diese Idee dringt bis zu den Zellen
vor - durch falsche Handlung, degenerierte Nahrung, durch
Bewegungslosigkeit, durch negative Gedanken ... Das eine
folgt auf's andere. Alles bildet eine Einheit. Wenn wir
unsere Erde vernachlässigen, wird sie krank. Wenn
es ihr schlecht geht, erkranken auch wir. Und wenn wir
an der Seele krank oder traurig sind, so sind es auch
unsere Zellen. Je ärger wir unserer Mutter Erde zusetzen
- mit allem Leben, was auf ihr ist - umso stärker
leidet unsere Seele. Die Zellen in unserem Körper
zeigen uns dies. Sie sind wie ein Spiegel. Sie werden
zu Krebszellen, bilden Geschwüre ... unser Leben
ist bedroht
Wenn
wir ein Geschwür haben, können wir verschiedene
Dinge tun. Wir können zum Beispiel so tun, als
bemerkten wir es gar nicht. Wir können versuchen,
die Krankheit 'wegzudenken' oder darauf hoffen, dass
sie von ganz alleine wieder verschwinden wird. Wir können
zu einem Arzt gehen, der das Geschwür operativ
entfernen wird. Damit ist jedoch die Ursache allen Übels
längst nicht beseitigt und es wird an anderer Stelle
wieder ein Übel auftreten. Anfangs ist es wohl
möglich, die Krankheit zu verdrängen. Erst,
wenn sie sich weit genug ausgedehnt hat, und die Bakterien
anfangen, die toten Zellen aufzufressen, fangen wir
endlich an, nach der wahren Ursache unseres Zustandes
zu suchen. Wir erinnern uns an die Quelle unseres Ursprungs
und fangen wieder an zu beten... Ich werde später
bei: ''Bakterien und Viren - die göttliche 'Abrisstruppe'''
noch näher darauf eingehen.
Es
ist unser Segen, wenn wir den Weg zu Gott finden, denn
Er ist es, der uns die Antworten auf alle Fragen geben
kann. Er gibt uns die Kraft und den Willen - wenn wir
Ihn darum bitten - damit wir den richtigen Weg gehen
und genesen!
Das
innere Auge, die innere Stimme, unsere Gefühle
- unser Glaube an Ihn verbindet uns mit Gott.
7.
Unsere Welt
Wir sind
fast alle erkrankte Zellen. Gott hat es in der Natur
so eingerichtet, dass alles kranke Leben aufgelöst
wird, damit neues Leben entstehen kann ...
Wir
streben nach Reichtum und Macht. Wir steigern unsere
Lust nach materiellen Werten. Wir maskieren uns und
verstecken uns hinter wackeligen 'Kulissen'. Wir wollen
grelle Farben, schrille Klänge, betörende
Düfte ... Dadurch verwirren wir unsere Sinne und
haben nur noch Augen für den falschen Glanz, für
den falschen Duft, für die blechern tönenden
Geräusche. Der falsche Duft soll den üblen
Geruch übertönen, der von unseren Fabriken
und artfremden, geballten Lebensräumen kommt -
damit wir nicht aufmerksam werden. Die schrillen Farben
sollen unsere Augen von den traurigen Zuständen
abwenden, die sich dahinter verbergen. Und doch ist
alles um uns herum der Ausdruck unserer unglücklichen
Seele: sie ruft uns. Sie möchte angehört werden.
Sie möchte uns
etwas mitteilen. Unsere Seele - empfindsam und empfänglich
- fängt wie ein Kind zu schreien an, wenn sie nicht
erhört wird.
|