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Das Buch: "Der Wille des Menschen"
Teil II
© Regina F. Rau


I. GOTT IST ÜBERALL

1. Gott ist überall


... wir glauben nur, Ihn nicht wahrnehmen zu können, weil wir uns von Ihm abge-wandt haben. Gott ist überall - und jene, die Ihn sehen möchten, brauchen Ihn nur zu rufen. Wenn wir Ihn von ganzem Herzen aus Liebe anrufen - wird Er kommen und dann können wir Seine Liebe fühlen und die wunderbar heilende Wärme, die von Ihm ausströmt.

''Das Universum hatte einen Anfang, doch den Grund dafür können die Wissenschaftler nicht erklären.
Die Antwort lautet Gott... Hinter der Komplexität des Lebens muss einfach eine Intelligenz stecken.''
Ken Tanaka, Astrogeologe am U.S. Geological Survey

''Die Kluft zwischen den verschiedenen Arten der Erkenntnis (wissenschaftlich und religiös) ist ziemlich konstruiert. ... Erkenntnis über den Schöpfer und Erkenntnis über die Schöpfung sind eng miteinander verbunden.''
Enrique Hernández, Wissenschaftler und Professor an der Fakultät für Physik und theoretische Chemie der Universidad Nacional Autónoma de México

''Wenn wir nach und nach all diese Informationen [über das menschliche Genom] entschlüsseln, werden sie uns enthüllen, wie komplex und verwoben das ganze Material ist. Sie werden darauf hindeuten, dass alles ursprünglich durch einen intelligenten Schöpfer... zustande kam.''
Duane T. Gish, Biochemiker

''Wissenschaft und Religion sind nicht unvereinbar. Sie forschen beide nach derselben Wahrheit. Die Wissenschaft zeigt, dass Gott existiert.''
D.H.R. Barton, Professor für Chemie, Texas

Wir können uns Gott als ein empfindsames Wesen von sehr sensibler Natur vorstellen. Er wartet unermüdlich auf uns. Er ist fern von Gewalt, Zwang und Strafe. Das sind die Auswüchse unserer eigenen Gedankenwelt.

Er kommt zu uns, wann immer wir Ihm Gedanken und Taten der Liebe widmen. Er kommt zu uns, wenn wir unser Herz, unsere Gedanken und Taten in Liebe erfüllen - wenn wir mit Ihm kommunizieren. Das heißt, wenn wir uns mit Ihm verständigen: durch Gebete, Meditation, spirituelle Geistes- und Körperübungen, und richtige Ernährung. Er liebt es, wenn wir frische Luft atmen, göttliche Anblicke betrachten, göttliche Musik hören und göttliche Nahrung schmecken - wenn wir unsere Sinne mit reinen Eindrücken und unveränderten natürlichen Substanzen versorgen.

Unser Geist wird von göttlichen Strahlen und Schwingungen ernährt. Alles, was wir sehen, alles was wir hören, alles was wir fühlen - selbst unsere Taten und Gedanken - sind Schwingungen. Manche sind sehr fein und manche sind sehr grob. Alle diese Schwingungen, die wir durch unsere Augen, Ohren, Tast- und Fühlsinne von unserer Haut oder von unserem Herzen wahrnehmen ... sind 'Informationen'. sie alle werden in unserem Gehirn gespeichert. Durch entsprechende Impulse werden diese Informationen verglichen, verbunden oder ausgetauscht. Das Ergebnis kommt zu unserem 'Speicher'. Dort wird es als abrufbares Erlebnis festgehalten.

Mit der Ernährung unseres Körpers ist es ähnlich. Mit Roh-Materialien kann ein wunderschönes Haus gebaut werden: der Tempel, in dem eine Seele sich zu Hause fühlen kann - in dem Gott verweilen möchte.

Stattdessen bieten wir Schleim, Kleister, Feuer, Rauch und Gift. Wir haben diese Substanzen hergestellt, indem wir Gottes Geschenke denaturierten. Wir haben alles mit Feuer und Hitze behandelt und chemische Experimente an ihnen gemacht. Wir haben denaturierte Produkte davon hergestellt, die wir jetzt Nahrungs- und Lebensmittel nennen. Wir inhalieren den Rauch der Zigaretten und des Räucherwerks - die Asche der zuvor natürlichen, lebenden Organismen, die wir verbrannten.

Gott wird in den Momenten, in welchen wir uns von seiner Schöpfung abwenden und unsere eigene Welt machen, unsichtbar für uns und lässt uns frei mit experimentieren - bis wir uns aus freiem Willen wieder seiner Existenz erinnern und ihn einladen, uns zu helfen. Er wartet auf das Zeichen, dass wir seine Nähe und seine Liebe von ganzem Herzen wollen!

Auch dann, wenn Hass, Eile, Hast, Eifersucht, Ärger, Wut, Gier und Begierde, Gelüste, Neid, Geiz, Gemeinheit, Übel, Hartherzigkeit, Verschlossenheit, Leidenschaften*, Gewalt und Gnadenlosigkeit herrschen - verschwindet die Fähigkeit des 'Sehens' sogleich. Und dann regieren die Kräfte der Dunkelheit ungezügelt. Es wird unfreundlich und dunkel in uns selbst und um uns herum. (* Leidenschaften sind Energiewellen, die uns - wie das Wort selbst sagt: Leiden schaffen).

Wir glauben, dass es uns an nichts fehlt - außer an mangelndem Geld oder Erfolg. Wir werden uns gerne den Momenten bewusst, in welchen wir materielles Glück, wie zum Beispiel Erfüllung und Erfolg in der Arbeit, im Liebesleben, im finanziellen Bereich und ähnlichem erleben. Wenn wir uns dagegen traurig, unverstanden, ungeliebt und depressiv fühlen und Unglück haben, so neigen wir dazu, dies in die tiefsten Gründe unserer Seele zu verdrängen. Dabei ist es uns allen gefühlsmäßig (instinktiv) längst klar, dass Verdrängtes wieder an die Oberfläche kommt - so wie der Ball, den ein Kind versucht unter Wasser zu halten.

Dabei gilt: je stärker der Druck von oben, desto größer der Auftrieb 'von unten' . Nach dem Motto: wir sind alle glücklich, doch keiner ist zufrieden!

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Geklärte LiebeDie Gabe zu erkennen, dass wir unsere Schwierigkeiten verdrängen und der Illusion erliegen, zufrieden und 'wunschlos' zu sein, wird gefangengehalten vom Kleister, mit dem wir uns mittels toter Nahrung, toter Information (Medien) und toten Emotionen (Befriedigung von Gelüsten, Neid, Hass...) bedecken. Über die Gabe des Erkennens verfügt jeder Mensch durch seinen freien Willen selbst!

EnergiestürmeWir haben eine Menge an uns zu tun, damit wir wieder fähig werden zu sehen - damit Gott uns leiten und begleiten kann. Wir können Ihn jederzeit rufen uns zu helfen, in Liebe, Weisheit, Geduld, Kraft, Freude, Verständnis, Harmonie, Frieden, Freiheit und Glauben zu leben. Ein gerechter Mensch zu sein bedeutet: in der richtigen Weise zu handeln und zu denken. Gott ist in uns und um uns herum. Er ist sichtbar innen und außen. Innen: durch Wahrnehmung, wenn wir in uns gehen und unsere Gedanken, Träume, Visionen, Gefühle, etc. betrachten. Außen: wenn wir die Geschehnisse außerhalb von uns selbst betrachten. Gott ist in unserem Geist, in unseren Gedanken, in unserem Herzen... Er ist in unserem Körper, in jeder kleinsten Zelle. Er ist um uns herum, gerade so, wie wir es in der noch unberührten Welt um uns herum sehen können. Doch wir sind nicht mehr in ihm...

Die meisten können seine Anwesenheit nur schwer oder gar nicht mehr wahrnehmen. Wir vermochten es, als wir Kinder waren. Dies ist so, weil wir einen dunklen Belag mit unseren Gedanken und Taten gebildet haben. Wir haben uns eine dunkle Welt und einen schwerfälligen Körper gemacht. Sogar unsere Zellen sind schwer beladen mit unserer Unwissenheit und mit unserem egoistischen Verlangen - alles besser zu wissen, besser zu sein ... Wir versuchen Gott zu sein, doch wir sollten alle 'Kinder' Gottes sein - das, was wir ursprünglich waren!

Wenn wir richtig denken und handeln, wird das Licht Gottes sichtbar bleiben. Es wird für uns und aus uns heraus leuchten.

Solange wir uns Ihm aufmerksam und bewusst nähern, solange wir uns um Reinheit und Echtheit bemühen - wird Er uns am Leben erhalten: seelisch, geistig und körperlich. Der Körper muss sich einigen reinigenden und verfeinernden Transformationen unterziehen. Aber dies muss nicht zwingender Weise über den Wechsel eines alten 'Kleides' - unseres Körpers - zu einem neuen Kleid (Tod und Wiedergeburt) geschehen. Wenn wir unsere Existenzweise ganzheitlich reinigen, so können wir diese Umwandlung bewusst erleben. Das bedeutet: Reinigung auf geistiger und physischer Ebene. Es bedeutet, dass wir neben unserem Körper auch unsere Handlungen und Gedanken reinigen.

Selbst-Gefängnis © Regina F. RauDas Licht Gottes leuchtet auch an dunkle Orte, wenn es mit ehrlichem Herzen gerufen wird. Wenn wir die Herkunft unserer Kraft und Energie vergessen - wird das Licht vom 'Belag' der Unbewusstheit verdunkelt. Dann fühlen wir, wie schnell sich das Licht verdunkelt - besser gesagt: wie weit wir uns vom Licht abwandten.

Das Licht ist da - Gott ist hier - und wartet geduldig.

Und Du hast Deinen freien Willen.

Gott will uns in unserem Eigensinn und Trotz nicht stören. Es ist häufiger, dass wir uns an die Regeln der Dunkelheit halten - indem wir Energien negativ nutzen - anstatt nach den Prinzipien des Lichtes und der Liebe zu handeln - Energien positiv zu nutzen und positiv zu umwandeln.

So verursachen wir blind einen Schmerz nach dem anderen für uns selbst. Und dann sagen wir: ''Gott bestraft!'', oder ''Gott ist gnadenlos!'', oder sogar: ''Das war der Wille Gottes, dass dies passierte. Doch warum ausgerechnet mir? Warum ausgerechnet ich!'' Wir sagen es ganz besonders dann, wenn jemand unserer näheren Verwandten oder jemand, den wir 'liebten' verunglückte. Wir sagen es auch, wenn eine uns wertvoll und wichtig erscheinende Sache, wie z.B. Geld, Auto, Haus, etc. verloren geht.

Nein - Gott ist nicht gnadenlos und es ist auch nicht Sein Wille, dass wir Schmerzen haben oder seelisch leiden. Wir selbst verursachen all dies, indem wir unserem 'eigenen' Willen folgen und die Regeln der Liebe missachten. Er will sich nur nicht in unseren Trotz hineinmischen. Sein Wille ist es, dass wir ein langes Leben in Harmonie und Frieden leben. Es ist sein Wunsch, dass wir uns Ihm wieder zuwenden. Er will, dass wir es tun, weil wir es aus Liebe tun - weil wir es selbst wollen! Aber Er will es nicht, weil wir uns fürchten, sonst in der Hölle braten zu müssen, wenn wir uns nicht seinen Regeln fügten!

Welchen Sinn würde es für Gott ergeben - der die reine Liebe ist - uns mit Strafen zu schlagen und Gewalt auf uns auszuüben? Welchen Sinn ergebe es, Aufmerksamkeit und Gehorsam durch den Gebrauch von Strafen und Gewalt zu erreichen und auf solche Weise ein Königreich zu regieren? Es sind unsere eigenen kranken Erfindungen, es ist eine Erdenkung von uns Menschen, denn wir haben unser Angesicht von Gott abgewandt. Und wenn wir uns vom Licht abwenden, sehen wir doch automatisch Dunkelheit!

Der Mensch sägt Zeit seines Lebens an dem Ast, auf dem er sitzt. Ist er dann endlich durch und fällt der verdutzte Mensch dann herunter, spricht er sofort von Gottes Strafe und Ungnade - voll vom Unverständnis darüber, was er sich selber antat!

Wir spüren nicht Gottes Zorn als Strafe, wenn wir leiden. Wir spüren unsere Abgewandtheit von Gott, wenn wir Schmerzen haben und Leid erfahren.

Wir können Gott als Licht der Liebe verstehen, das unter dem Belag der Unwissenheit und Blindheit geduldig leuchtet und wartet. Er lässt uns alle Schmerzen erleben, die wir uns selbst mit unseren eigenen Handlungen verursacht haben - solange, bis wir erkennen, dass wir uns besser fühlen, Ihn wahrzunehmen: Ihn zu sehen und zu fühlen - bis wir Ihn rufen. Das heißt: solange, bis wir anfangen unsere Schale aufzubrechen!

Gott wartet auf einen Impuls, auf ein kleines Zeichen von uns - wie klein es auch immer sein mag.

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In den folgenden Zeilen möchte ich Euch ein paar Ermutigungen geben und Möglichkeiten aufzeigen, wie Ihr Euer Zwiegespräch mit Gott beginnen könnt. Es ist für solche, die es nicht gewohnt sind, mit Ihm zu sprechen, oder für solche, die es noch nie versucht haben. Ich selbst habe meinen Kontakt mit Ihm auf diese einfache Weise begonnen.

Die Worte können sehr einfach sein und gerade so, wie sie aus Euren Herzen kommen. Sie müssen nicht gleich so glanzvoll und glorreich sein, wie wir es in heiligen Schriften oder in den Lehren großer Gelehrter und weiser Menschen finden ...

    "Mein Vater (oder wie immer ihr ihn nennen wollt) - ich bin so rastlos. Ich führe meinen Geist fort zu tausend wertlosen Dingen. Ich lasse mich pausenlos unterhalten. Ich bin mit sinnlosen Beschäftigungen ausgelastet und habe meine Gedanken in tausend Interessen verstreut. Aber all das ist nur eine Entschuldigung, um mich nicht zu konzentrieren und der Stimme zu lauschen, die tief in meinem Herzen flüstert. All dies ist nur eine Entschuldigung, dass ich fortfahre die Dinge zu tun,, die ich immer tat und an den Gewohnheiten festzuklammern, die mich fern von dir halten, wie ich es immer tat."
Du könntest sagen: "Meine Freunde haben mir geraten, dies und jenes zu tun - und ich habe darauf gehört. Aber jetzt will ich auf meine innere Stimme hören, jetzt will ich mich Dir zuwenden!", oder
    " Ich hab mein Leben "so" gelebt, weil es meine berufliche Aufgabe war, aber jetzt habe ich erkannt, dass es gegen meine innere Stimme ist..." oder
    "ich musste dies alles tun, um mich selbst zu unterhalten, weil ich mich so schwach und traurig fühlte - ich wollte diese Leere in mir nicht mehr spüren! ... Ich kann den Ausweg nicht finden. Bitte hilf Du mir zu erkennen, wie ich den ersten Schritt zu Dir tun kann. Hilf mir, den ersten Schritt zu tun. Zeige mir den richtigen Weg, damit die Stille und Deine Liebe in mein Herz kommen. Zeige mir, wie ich mein Leben gestalten kann. Hilf mir, mit dem zufrieden zu sein, was ich habe und zu verstehen, warum ich unter diesen Umständen lebe. Bring Dein Licht und Deine Liebe in mein Herz und Leben und leite mich auf meinem Weg! Ich danke dir für die Hilfe, für den Segen, für die Lebensfreude und für den inneren Reichtum, den du mir schenkst!"

    "Mein Gott - hilf mir den Mut zu finden, mit Dir zu sprechen und Dich um Deine Hilfe zu fragen (bitten). Als die Jahre vergingen, wurde ich überheblich und nahm mich selbst sehr wichtig. Deshalb bin ich nun sehr überrascht zu erkennen, dass ich nichts ohne die Kraft und Energie vermag, die Du mir gabst und gibst. Jetzt schäme ich mich und fühle mich scheu, Dich um etwas zu bitten. Ich habe nie gelernt, um etwas zu fragen - oder ich sollte besser sagen: ich habe es mit den Jahren vergessen. Nun bin ich hier, um Dich zu bitten, mir zu helfen zu Dir zu kommen. Ich bitte dich, zeige Du mir, wie ich leben kann, damit Deine Liebe in meinem Herzen und Leben leuchtet und dass Du nicht mehr länger auf mich warten musst!"
Für manche mag es sehr wichtig sein, wenigstens einen kleinen Schritt zu wagen. Wir fühlen uns wertlos, schuldig aus welchem Grunde auch immer. Wir fühlen uns sinnlos. Manche sind auch ärgerlich und vergrämt wegen einem Fehlschritt. Es ist sehr schwer für sie, wenigstens sich selbst zu vergeben und noch einmal neu zu beginnen. Auch dann können wir mit Gott sprechen - denn Er ist immer bereit, uns zu hören, wenn wir mit ernsthaften Absichten zu Ihm kommen:
    "...Ich kann die richtigen Worte nicht finden, weiß nicht, was ich sagen oder fragen soll. Du weißt ja, was passiert ist. Ich kann es vor anderen verbergen, aber ich fühle, dass es da etwas gibt, vor dem ich nichts verstecken kann. Bist Du es?
    Gibt es Dich denn wirklich? Wie kann ich mit Dir sprechen, wenn ich dich nicht hören oder sehen kann? Kann ich Dich fühlen - wahrnehmen? So viele Dinge habe ich gesehen und getan, die mich innerlich schmerzten - und deshalb zweifle ich an Deiner Existenz!
    Und auf der anderen Seite fühle ich irgendwo tief in mir, dass es mehr im Leben geben muss, als das, was ich sah und gelernt habe. Ich will den Versuch machen und glauben, dass es Dich gibt. Hilf mir, Dich zu fühlen, Dich wahrzunehmen, Dich zu erkennen wo immer Du auch bist. Zeige mir die Schritte heraus aus meiner Misere (aus meiner Dunkelheit) und führe mich wieder, wenn ich stolpere!"

Am stärksten sind die Gebete, in welchen wir uns unseres göttlichen Ursprungs schon ganz bewußt sind. Wir danken Gott und den himmlischen Mächten für die Lebensfreude, für das Licht und die Liebe - für alles, was wir uns wünschen. Wir danken für den Wohlstand, für die Erfüllung, für die Liebe und Geborgenheit...

Wir können ganz schlicht beginnen. Wir dürfen mit Gott gerade so sprechen, wie wir es von Herzen empfinden und können. Wir dürfen Ihn fragen, mit Ihm sprechen, Ihm erzählen ... und wir können Ihm danken, wann immer wir es wünschen. Dies wird uns helfen, uns leicht und frei zu fühlen.
Besonders das Gefühl des Dankes bewirkt Veränderungen. Das Gefühl, dass wir bereits erhört sind, dass uns bereits geholfen ist. Wir kennen es unter dem Begriff Vertrauen. Wir dürfen üben, unserem Leben - unserer Schöpfung zu vertrauen.

Unsere Maske © Regina F. Rau Es ist sehr wichtig, dass wir uns vor Gott genau so zeigen, und wie wir uns innerlich wirklich fühlen. Wir brauchen nichts zu übertünchen und uns nicht zu verstellen. Er kennt uns ja schon. Wenn wir anfangen irgendetwas anderes zu zeigen, als das, was wir sind - besser oder schlechter, schöner oder hässlicher - dann fühlen wir uns nicht wohl und Er weiß es auch! Gott liebt offene, 'nackte' Menschen. Das heißt, Er liebt offenbare Menschen, weil Er selbst offenbar ist.

Gott ist das Leben selbst. Es macht für Gott keinen Unterschied, wie wir aussehen, wenn wir uns Ihm in aufrichtiger Absicht nähern. Wir dürfen zu Ihm gerade so sprechen, wie wir es in unserer Schüchternheit, Angst oder sogar Arroganz schon können. Wir können diese Offenheit auch in unserem täglichen Leben üben. Viele unserer Missverständnisse, Ärgernisse, Ungeduldigkeiten und Unfreundlichkeiten rühren daher, dass wir versuchen, uns mit allen möglichen Mitteln, Methoden und Masken zu verstellen. Auf diese Weise beleben wir mehr und mehr unsere aufgesetzte Maske, anstatt unser wahres Selbst.

Das wird am Beispiel des Krieges besonders deutlich. Ein Mensch nimmt sich eine Bombe zur Seite und gibt vor, größer und stärker zu sein, als er wirklich ist. Entblößt würde er ziemlich genauso scheu, sensitiv, verängstigt, gepeinigt und schüchtern aussehen, wie seine vermeintlichen 'Feinde'.

Weil ein Mensch sich fürchtet und Gott nicht kennt, benutzt er die Angst seiner 'Brüder' und 'Schwestern', um mächtig zu werden. In dieser Dunkelheit der Angst und des Gefühls, ungeliebt zu sein, hat der Mensch die Vorstellung und Hoffnung, dass Macht und Gewalt ihm das Loch auffüllen könnten, das er tief in sich fühlt ...

Lebensfreude © Regina F. Rau Sei nicht traurig, ärgerlich oder ungeduldig, wenn Du von ganzem Herzen gerufen hast und nicht sofort eine Antwort zurückbekommst. Gib' nicht auf, wenn Du nach allen Anstrengungen wieder das getan hast, was Du nicht tun wolltest und wenn Du unterlassen hast, was Du tun wolltest. Früchte reifen nicht an einem einzigen Tag.

Was immer Du auch wünschen magst, wenn es würdevoll und weise ist - was immer Du in diesem Sinne tun möchtest - oder von was immer Du absehen möchtest: frage Gott, Dir zu helfen. Gib' nicht auf. Du kannst es jeden Tag neu beginnen. Vergib' Dir selbst einen Fehler und versuche es noch einmal.
Hör' nicht auf, von ganzem Herzen zu rufen - wie miserabel, elend oder würdelos Du Dich auch fühlen magst! So kommen wir innerer Ausgeglichenheit, Harmonie, Frieden und Freude näher. Jeder Schritt bringt uns Gott näher. Mit jedem Ziel, das wir mit ihm zusammen erreichen, werden wir uns ruhiger, fröhlicher und leichter fühlen.

Wir haben uns selbst von der Wesenheit abgewandt, die reines Licht und reine Liebe ist. Reines Licht, das einmal durch uns strömte, als wir noch in seiner Liebe standen. Es war die Zeit, als wir seine Liebe aus freiem Willen noch wollten! Es war die Zeit der Unbefangenheit und Unbeschwertheit unserer Kindheit. Es war auch die Zeit lange vor unserer jetzigen 'Zeit', an die zu erinnern uns unmöglich scheint.

Dann zog uns etwas anderes in den Bann. Es schien uns sinnvoll, unsere 'eigene' Welt zu machen. Und so kamen wir zu dem Schatten unseres Selbst.

Während wir Gott näherkommen - geduldig schrittweise, mit positiven Gedanken und Taten - werden wir das wärmende und wundervoll heilende Licht wiedersehen. Wir können uns selbst langsam darauf vorbereiten, dieses Licht völlig in uns aufzunehmen - mit unserem Geist, unserem Herzen und unserem Körper. Dann sehen wir unser leuchtendes Selbst - unsere Lichtgestalten... wir sehen in allem Gott.

Dieser Planet ist wie eine Schule, in der jeder in eine höhere 'Klasse' bzw. Ebene steigen kann, nachdem er die Unterrichtsstunden besucht und vor jeder höheren Stufe die entsprechenden Prüfungen bestanden hat.
Wir sind hier, um unseren Geist zu entwickeln - besser gesagt: um unsere Seele zu befreien. Der Geist kann 'sehen' aber er kann nicht handeln. Er kann die Impulse setzen, damit wir mit unserem Körper handeln. Daher muss unsere Seele und unser Geist in einen Körper inkarniert werden (lat.: carne = Fleisch).

Der Körper ist das Fortbewegungsmittel, ohne das wir auf diese Weise nicht leben könnten. In diesem Falle bedeutet 'leben': Erfahrungen machen, handeln. Ohne den Körper könnten wir nicht handeln und ohne Handlung könnte unser Geist sich nicht zur Vollkommenheit entwickeln. Durch Handlung machen wir Erfahrungen.


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2. Der Kompass

Kompass Der Körper bekommt Impulse über die Sinne. Er sendet sie zum Gehirn. Das Gehirn sendet das Ergebnis als Ausgabe an den Geist. Der Geist nimmt es wahr, beobachtet es und speichert das 'Gesehene' (Wahrgenommene, die 'Daten') wieder über das Gehirn ab.

Wenn wir demnach richtig handeln - gemäss unserer inneren Stimme - werden wir eine schnelle Entwicklung haben. Alle unsere bisherigen Erfahrungen passen dann nahtlos in das große Puzzle der Vollkommenheit. Wir können auch sagen: in die 'lebendige Wahrheit'. Wenn wir anstatt dessen nicht gemäss unserer inneren Stimme handeln, wird es eine längere bis lange Zeit zur Entwicklung brauchen.

Dieser Vorgang ist vergleichbar mit dem Kompass eines Wanderers. Wenn er ihn nicht benützt, kann es sein, dass er ganz woanders hingeht, als er es vorgehabt hatte. Es kann sein, dass er in die Wüste oder in den Sumpf geht, die auf seiner Karte eingezeichnet waren - und die er mit Hilfe des Kompasses leicht hätte umgehen können. Nun erleidet er Durst und die Qualen großer Hitze - oder er versinkt im Sumpf und erfährt die Natur als ein grausames Wesen. Aber diese Auswertung seines Erlebnisses kam, weil er seinen Kompass nicht benützte. Aber selbst in dieser 'Hölle' könnte er sich wieder zurecht finden, wenn er sich seiner inneren Stimme - seinem inneren Kompass anvertrauen könnte, anstatt vor Angst zu sterben.

Mit dem Körper, dem Geist und dem Herzen (nicht das physische Herz) bzw. der Seele eines Menschen ist es ähnlich. Der Körper und die Seele sind mit perfekten Kompassen ausgestattet, die absolut zuverlässig funktionieren, solange wir es verstehen, damit umzugehen. Wenn wir sie unangemessen benutzen, bekommen wir wertlose und falsche Ausgabedaten für den 'Beobachter' - für unseren Geist. Die Erfahrung, die wir gemacht haben, wird unvollkommen und lückenhaft, falsch oder überhaupt nicht ausgewertet.

''Sold Out'' © Regina F. RauUm den richtigen Weg zu finden, richtig zu denken und zu handeln, wurden wir von unserem Erschaffer mit einem zuverlässig arbeitenden 'Kompass' oder Pfadfinder beschenkt. Er ist genauestens geeicht und kann nicht beeinflusst werden. Wenn wir die Skala dieses 'Instrumentes' nach unserem eigenen Ermessen übermalen, brauchen wir nicht überrascht zu sein, wenn wir Schwierigkeiten, Probleme und Krankheiten gegenüberstehen, die uns ungerechtfertigt und unfair erscheinen. Die erlebte 'Unfairness' ist die 'kleine' Abweichung, die wir auf der Skala vorgenommen haben. Dies bedeutet noch lange nicht, dass wir nun nicht mehr die Probleme zu lösen hätten, die uns durch unser Karma und unsere Bestimmung gegeben wurden. Es bedeutet lediglich, dass wir es uns selbst schwerer gemacht haben, zu unterscheiden - Situationen richtig einzuschätzen - den richtigen Weg zu finden. Ich werde später noch näher darauf eingehen.

Es ist ziemlich einfach zu erkennen, wann wir einen falschen Weg gewählt haben: wir werden krank, unpässlich, verrückt, müde oder rastlos.

Das Wort verrückt sagt ja schon, dass hier etwas von seiner Stelle gerückt wurde ... Wir werden böse und nervös, fühlen Schmerzen, kämpfen gegen sogenannte Feinde oder leiden ... Wir quälen uns mit Depressionen herum. All diese Tatsachen sind wie Leitplanken. Sie alle zeigen uns, dass wir den falschen Weg gingen.

Eines schönen Tages fingen wir Menschen an, auf eine andere Stimme zu hören - auf unseren sogenannten 'eigenen' Willen. Das heißt: wir ließen uns einsuggerieren, dass wir alles, was wir nun täten, aus unserem eigenen Willen heraus tun. Auf diese Weise wurden wir von unserem inneren Balancehalter - der Stimme innerer Ausgeglichenheit - fortgezogen.

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3. Der Wille des Menschen

Wir stellen unseren 'eigenen' Willen höher als den Willen unseres Schöpfers ...

Unser sogenannter 'eigener' Wille, nämlich das, was uns davon abhält, unseren ureigenen Weg zu gehen, das richtige zu tun, ist nicht unser 'eigener Wille', sondern zu einem Großteil Fremdsuggestion von Störgeistern, aufgenommene negativen Gedanken und Schwingungen von Mitmenschen, Angst vor der Macht unserer Mitmenschen... Und die nehmen wir auf, weil wir selbst Macht ausüben, selbst unsere Mitmenschen suggerieren...

Wir können nicht verhindern, dass Energien auf uns einwirken. Aber wir können etwas an uns selbst tun. Wir haben jeden Moment die Möglichkeit, das was wir erleben zu negativen Gedanken und Taten zu nützen - oder zu positiven Gedanken und Taten zu umwandeln. Wir haben sogar die Fähigkeit negative Energien in positive zu transformieren.

Viele sagen, dass sie den richtigen Weg nicht wissen; dass sie die innere Stimme nicht haben oder hören können. Sie ist in uns allen: beobachten wir die Ergebnisse unserer Handlungen. Beobachten wir die Handlungen und Ergebnisse unserer Mitmenschen. Sehen wir uns an, was uns umgibt! Wenn wir der Bereitschaft Platz machen und dem Zweifel keine Nahrung mehr geben, werden wir schnell erkennen, was falsch ist. Jeder wird für sich erkennen, was er anders machen kann. Es ist nicht wichtig, was andere für uns für richtig oder falsch ersinnen. Es ist wichtig, was wir wirklich fühlen! Es ist auch wichtig, dass wir erkennen, dass uns nichts wirklich schmerzlich treffen kann, was wir nicht selbst irgendwann einmal gesät haben. Es geht auch nicht darum, diese schmerzlichen Erfahrungen zu umgehen oder künstlich zu reduzieren. Es geht darum, alles was wir erfahren, bewusst zu erleben - wahrzunehmen - wertlos und urteilslos. So hören wir auch auf über andere zu urteilen und werden Schritt für Schritt frei...

Um den rechten Weg zu finden, müssen wir zuerst ruhig und geduldig werden. Wir dürfen mit Gott sprechen und es zulassen, dass er unser Freund ist. Nun - der Kompass oder 'Pfadfinder' in uns ist da, um uns gesund und wohl erhalten durchs Leben zu führen: seelisch, geistig und körperlich - damit wir bewusst wahrnehmen können - bis wir vollkommen gereinigt sind!

Wenn wir unseren Körper nicht recht behandeln, wird er zerfallen. Er wird alt, spröde, unzuverlässig und unbrauchbar. Er kann seine Arbeit nicht mehr verrichten. In einem zerfallenen Auto können wir nicht mehr fahren. Wir könnten es vielleicht reparieren - aber in den meisten Fällen müssen wir uns ein neues Vehikel besorgen. Das Gleiche ist es mit unserem Körper. Wenn er einmal verbraucht - und unser Geist noch nicht voll entwickelt ist - besser gesagt: unsere Seele noch nicht von der Dunkelheit gereinigt ist, dann ist es Zeit, ein neues Vehikel oder Kleid zu bekommen.


Den Panzer brechen © Regina F. Rau Der Karneval, bzw. Fasching hat sehr viel mit dem Ablegen des Körpers zu tun. Das ausgelassene Treiben ist sicherlich noch aus der Zeit der Heimsuchungen von der Pest übriggeblieben, in der die Menschen sich vor ihrem Ableben 'noch einmal so richtig haltlos austoben' wollten, weil sie befürchteten, dass es nach dem Sterben 'aus und vorbei' sei (lat: carne vale = Fleisch, lebe wohl).

Wir benötigen unser Vehikel 'Körper', um unsere Seele zu Gott zu tragen. Dieses 'Anziehen' eines neuen Körpers wird Reinkarnation genannt. Übersetzt bedeutet es: Wiedergeburt im Fleische. Wir sind alle Seelen und haben Körper, um uns damit durch Erfahrungen von der Unbewusstheit zu befreien.

Das bedeutet also, dass wir unseren Körper mit ganzer Aufmerksamkeit und gewissenhaft behandeln müssen. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Wir sollen ihm die gleiche Aufmerksamkeit gestatten, die wir haben, wenn wir uns unseren nachdenklichen Zeiten, Yogaübungen oder unseren tiefen Meditationsübungen hingeben. Der Körper soll uns lange Zeit tragen, damit wir in unserer Reinigung möglichst viele Schritte vorangehen können.

Für einen Menschen, der sich selbst noch nicht so weit entwickelt hat, ist es sehr wichtig, dass er sein 'Fahrzeug' in gutem Zustand hält, damit er sich nicht ein neues besorgen muss. Diese Besorgung ist eine sehr langwierige
und mühsame Angelegenheit. Jeder Tag, den wir länger leben, verbessert die Chance, durch richtige Gedanken, Wünsche und Handlungen den rechten Weg zu finden und zu gehen.
Es nützt auch nichts, den Körper künstlich möglichst lange am Leben zu erhalten. Denn das Wort künstlich sagt ja auch schon, dass wir es uns mit künstlichen Mitteln 'ergaunert' haben, länger zu leben und nicht durch den Verdienst von natürlich richtigen Handlungen!

Richtige Handlungen und Gedanken verändern als Ergebnis die Einstellung zum Leben. Dies hebt uns zu der höheren Stufe empor. Auch ein Geist, der noch nicht voll entwickelt ist, kann durch positive Handlung zu guten, das heißt brauchbaren Erlebnissen und Erfahrungen kommen. Auch ein solcher Geist geht auf diese Weise in kleinen Stufen auf der hohen Leiter empor.

Unser Körper ist also sehr wichtig für uns, solange wir nicht vollkommen gereinigt sind. Dies bedeutet nun nicht, dass wir von morgens bis abends über die Behandlung unseres Körpers nachdenken müssen. Es bedeutet vielmehr:

  1. richtige Nahrung zur rechten Zeit, in der richtigen Menge - wenn wir bewusst essen, erfahren wir, was uns wann wirklich gut tut - und wie viel
  2. spirituelle Übungen in Verbindung mit Meditation - In-sich-Gehen
  3. Entspannung des Körpers und Entlastung der Seele
  4. Gottverbundenheit
  5. Aufgehen und Hingabe an den Moment: Loslösung vom Gestern und Loslassen des Morgen

Es bedeutet ganz einfach, den Körper mit genügend Sauerstoff zu versorgen, ihn mit frischem Wasser zu baden, ihn von der Sonne, vom Wind und Wasser umarmen zu lassen, so oft es geht und wann immer wir das Bedürfnis danach haben. Es bedeutet, so zu handeln, dass wir auch allen anderen Wesen, die neben uns diese Erde bewohnen den Freiraum lassen, diese Lebensnotwendigkeiten und Freuden zu genießen, die uns der Schöpfer zur Erfüllung unseres Lebens schenkt.

Wenn wir nach diesen Regeln leben, denken wir auch nicht ständig und alle Augenblicke über diese Lebensnotwendigkeiten nach. Dann wird es nicht zum unnatürlichen Zwang, der uns dazu treibt, alles zwanghaft zu tun, alles besser wissen und machen zu wollen - als Gott. Wie oft habe ich schon den Satz gehört: "Das ist ja päpstlicher als der Papst!"

Solche Aussagen entstehen dann mit Recht, wenn uns unser Gewissen mahnt, dass wir etwas vernachlässigt haben. Wenn wir vor lauter Unaufmerksamkeit und Stress - um dem künstlichen Ziel, dem wir hinterherlaufen gerecht zu werden - nicht mehr spüren, was uns eigentlich fehlt, fangen wir an zu sezieren, fangen wir an Tabellen mit Lebensregeln zu erstellen und voller Ungeduld zu handeln.

Lebensnotwendige Angelegenheiten werden selbstverständliche verrichtet, wie z.B. die Säuberung der Zähne oder der Gang zur Toilette. Da fragen wir uns auch nicht, ob wir uns nun entleeren sollen oder nicht! Wenn wir gleich auf unser Gefühl hören, brauchen wir nicht so viel zu denken ...

Warum denken wir also so viel darüber nach, wenn es darum geht, unsere Gedanken zu reinigen, unsere Gefühle? Tun wir es doch einfach! Manche mögen sagen, dass es nicht so wichtig sei, auf sich selbst acht zu geben, wenn wir ja doch wiedergeboren würden.

Erinnern wir uns, dass mit dem Grad der Entwicklung unseres Geistes und der Behandlung des Körpers - auch der Körper eine Umwandlung erfährt. Seine Verfassung wird leichter und leichter werden. Er wird ähnlich wie der Ebene unseres Geistes umwandelt - er wird transparenter! Bedenken wir, wie viel weniger 'Verkörperungen' wir benötigen, wenn wir gleich der Entwicklung unseres Geistes - auch unseren Körper mit 'entwickeln' , bzw. umwandeln - genau gesagt: unsere Seele vom schweren Ballast reinigen!

***

Dies kann nur durch die richtige Behandlung aller Organe und Sinne geschehen. Erinnern wir uns an die Worte Jesu: "Wie oben so unten - wie innen, so außen!"

Manche mögen sagen, dass sie aber ganz gerne dieses Leben leben, wie sie es gerade leben. Ist es tatsächlich dieses mehr oder weniger leiderfüllte Leben, das wir fristen wollen? Wegen ein paar materiellen vergänglichen Erquicklichkeiten? Ist es nicht viel erstrebenswerter, ein Leben erfüllt von Liebe, Freude, Licht und Harmonie zu leben und zu sehen, wie es durch die eigene Veränderung auch mehr und mehr die Wesen um einen herum tun!

Wir Menschen werden nicht nur von den inneren Werten geformt und charakterisiert, die uns geschenkt sind - oder von welchen wir bei unserer Neugeburt belastet wurden. Ich werde später noch näher darauf eingehen. Wir werden auch fortwährend von Werten und Erfahrungen geprägt, die von Außen auf uns einwirken. Ebenso von den Vorstellungen, Wünschen und Ideen, die von Innen kommen. Diese Informationen werden gebildet durch die Erlebnisse mit den eigenen Eltern, der Familie, den Freunden, Kindern, Nachbarn, den Lehrern, dem Vorgesetzten, dem Lebenspartner, ebenso wie Eindrücken durch die Gesellschaft, Umwelt, etc., die uns umgeben.

Abhängig von unserer eigenen Neigung und beeinflusst von diesen 'äußeren' Einflüssen werden wir wohlmöglich erneut die Schale aller Illusionen, der Unwissenheit und Dummheit (Dunkelheit) brechen müssen - den dunklen Belag, der uns vom Licht und von der Liebe Gottes trennt, wenn wir uns neu inkarnieren müssen.

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4. Als wir noch Kinder waren - Teil 1

... hatten viele von uns keinen Zweifel an der Existenz Gottes. Wir wussten, dass Er in unserem Herzen lebt. wir konnten Ihn und die Engel sehen und konnten mit ihnen sprechen.

"Das Kind im Herzen" ©  Regina F. RauAls ich ein kleines Mädchen war, wusste ich, dass ich darauf acht geben müsse, dass mein Heiland einbequemes und sauberes 'Haus' habe. Ich wollte, dass er sich willkommen fühlt und dass er in meinem 'Herzen' zu Hause ist. Er war mein Freund.

In meiner Vorstellung war mein Herz ein kleiner, heller Raum und ich konnte immer ein kleines Wesen dort sitzen sehen, das in so etwas wie weiße Stoffe oder helles Licht gehüllt war. Ein sanftes Licht ging von ihm aus und es hatte immer ein mildes Lächeln auf den Lippen. Wenn immer ich es sah, fühlte ich mich sicher, geliebt und geschützt. Nichts auf der Welt konnte mich dann ängstigen. Wir sprachen miteinander über meine Sorgen und Freuden - über den Mond und die Sterne und den Abendgesang der Vögel.

Es gab ein Gebet, das mein Vater jeden Abend mit mir zu beten pflegte: "Lieber Gott - ich bin so klein, mein Herz ist rein, darf niemand drin wohnen, als Du allein!"

Die Tage vergingen und ich vergaß all diese wunderbaren Dinge und auch das kleine Gebet. Die Jahre wurden lang und das Leben wurde irgendwie automatisch und gedankenlos. Aber da war immer die insgeheime Suche nach der tiefen Bedeutung unseres Daseins. Wann immer ich anfing von Gott zu sprechen, lachten alle. Ich wurde unsicher und traurig.

Bewusste Seele - © Regina F. RauAls ich 28 Jahre alt war, saß ich eines Tages wieder in Suche nach den Geheimnissen über das Leben und den Tod. Ich bat Gott in meiner Verzweiflung darum, mir zu helfen und mir die Zusammenhänge des Lebens zu zeigen.

Und plötzlich überwältigte mich ein wahrer Ansturm von imaginären Bildern und Eindrücken. Zuerst war es ähnlich wie bei einer Film-Collage. Dann wurde es ruhiger.

Ich sah ein friedvolles hellstrahlendes Wesen in meinem Herzen sitzen, gehüllt in weißes Licht und mit einem milden Lächeln auf seinen Lippen. Wogen von hellem Licht und Liebe gingen von ihm aus und hüllten mich ein...

Ich spürte, wie es in meinem Herzen "sprach":

"Du hast mich gerufen und dein Herz geöffnet ...

Schau dich um, Ich bin überall - ich habe viele Gestalten und bin sichtbar für jene, die geöffnete Augen haben. Ich bin hörbar für jene, die geöffnete Ohren haben. Ich bin mit und in jenen, die geöffnete Herzen haben. Ich scheine in jedem Wesen - doch nur jene mit einem offenen Herzen können mich sehen und fühlen.

Als du ein kleines Kind warst, war dein Herz voller Liebe und wollte über das Leben wissen. Deshalb konntest du mich sehen und fühlen. Ich war die ganze Zeit bei dir. Du wolltest, dass ich dich begleite und führe. Ich war dein Freund.

Innere Führung" © Regina F. Rau"Als du älter wurdest, erfuhrst du von der Existenz des Todes und es flößte dir Angst ein. Langsam verschloss sich dein Herz und so konntest du mich nicht mehr sehen. Du gingst zum Kindergarten, in die Schule, zur Arbeit ... Mehr und mehr liehest du dein Ohr den Worten, die die Welt sprach. Du horchtest auf die 'Welt' und konntest so meine feine Stimme nicht mehr wahrnehmen. Die Welt der Menschen ist eine Welt sehr fern von meiner Schöpfung und sehr fern von meiner Liebe.

Ich schuf den Menschen und gab ihm seinen freien Willen. Er missbrauchte ihn, um seine eigenen, selbstsüchtigen Wünsche zu befriedigen. Der Mensch tat, was immer ihm in den Sinn kam und missbrauchte meinen Namen.

Ich gab den Menschen die Freiheit, selbst zu entscheiden - und das bedeutete Verantwortung für jeden über sich selbst. Es bedeutete, dass er auch die Auswirkungen seiner Wünsche, Gedanken und Taten tragen, fühlen und sehen soll. Das ist der Grund, warum der Mensch leidet.

Als du ein Kind warst wusstest du nichts über die Sorgen und Ängste der Welt. Du warst rein und empfänglich. Du hattest nur Augen für winzige Insekten und für die Blumen, die im Garten wuchsen. Du saßest unter den Obstbäumen, die Früchte im Überfluss trugen und wundertest dich, wie aus einer Blüte ein Apfel werden konnte, oder wie wohl das winzige Heim eines Apfelwurmes aussehen mochte - und ich war bei dir.

In jedem Blatt atme ich. Durch jede Blume scheint meine Liebe für dich. In jeder Frucht verbirgt sich meine Energie, bereit für dich, dass du sie aufnimmst, um deinen Körper zu stärken, um deinen Geschmackssinn mit ihrem süßen Nektar zu erfreuen. Sie sind eine Freude für die Augen und nähren den Geist mit meinem Licht. Ich habe meine grenzenlose Liebe in sie gelegt, damit ihr eure hungernden Herzen damit nährt. Wenn immer du eine Frucht hingebungsvoll isst, trittst du mit mir in Verbindung.

Kommunikation - Kommunion; © Regina F. Rau Dies bewahrt Dich vor Schmerz, Krankheit und qualvollen Leiden - und meine Liebe ist mit dir. Als du ein Kind warst, hast du oft auf diese Weise mit mir Verbindung aufgenommen. Die Menschen nennen diese Verbindung Kommunion.

Du hattest Freude daran, an den Blumen zu riechen und probiertest ein winziges Stückchen von jedem Gras, von jedem Blatt, von jeder Blüte und Frucht, ja sogar on der Erde in den Beeten. Du fühltest dich mir sehr nahe und wusstest, dass ich da war.

Du hast mit den Tieren gespielt und mit ihnen gesprochen. Sie verstanden dich und du verstandest sie. Du hattest Freude daran, in dem plätschernden Bach einer Waldlichtung zu baden, während die Sonne goldene Flecken auf dein glänzendes Haar malte. Du liebtest es, die frische Morgen- und Abendluft zu atmen und liefst über die Felder und durch die Waldhaine.

natürliches Licht - © Regina F. RauAls der Abend dämmerte, saßest du stundenlang am Fenster deines Zimmers und beobachtetest das Ziehen der Wolken. Dein Herz verstand die Geschichten, die sie dir von ihren Reisen erzählten.

Sie erzählten dir von den Steppen Asiens und von den Dschungeln Afrikas. Du konntest alle Tiere an einem See in der Dämmerung trinken sehen. Alle waren in Frieden und Harmonie beieinander. Du konntest sogar das Reigen der Engel im Himmel sehen. Du sahst das Gesicht des Windes und den König der Wolken...

Du riefst mich im Sonnenaufgang und so war ich den ganzen Tag mit dir. Du riefst mich beim Abenddämmern und so bewachte ich deinen Schlaf und geleitete dich durch die Nacht.

Doch als du älter wurdest, hattest du viele Schwierigkeiten. Dein Herz wurde vom Interesse für die 'Welt' fortgerissen. Diese Welt war vom Menschen gemacht. Du vergaßest mich und riefst mich nicht mehr. Ich habe dich nie verlassen. Doch du konntest mich nicht mehr sehen. Spalt für Spalt hast du die Türe Deines Herzens verschlossen.

Schau, welche Gründe und Ursachen dich zu diesem Leben führten: viele Schwierigkeiten, die du schon während deiner Kindheit hattest, waren die Auswirkungen, die du zu sehen hattest, nach der Art, wie du dein letztes Leben führtest. Diese Konsequenzen findest du nun in den Umständen deiner Geburt. Betrachte den Ort, die Zeit, die Art der Verwandten. Beachte deinen Vater und deine Mutter, deine Geschwister ... du kannst alle Auswirkungen sehen in der Art deiner Heimat, deines Zuhauses, deiner Nachbarn, Freunde, Lehrer, Vorgesetzten, Umwelt und vor allem auch am Zustand deines Körpers. Manche Menschen werden taub, blind oder behindert geboren ...

Die Schwierigkeit liegt für die meisten Menschen darin, zu wissen und zu erkennen, dass selbst der kleinste Gedanke, der kleinste Wunsch, die kleinste Handlung - ob 'gut' oder 'schlecht' sich für Ort, Zeit, Talente, Verfassung, Familie, Umgebung und Umwelt der nächsten Wiedergeburt auswirken und auf die Ebene des Daseins. Talente sind Fähigkeiten. Es sind Geschenke, die einem jeden aufgrund seiner fruchttragenden Handlungen mit ins Leben gegeben werden. Sie sollen ihm helfen, damit die Liebe auf der Welt weiterzuleiten, mir zu folgen und in mir zu wandeln.

Jeder Moment eines Lebens ist geprägt von den Wünschen, Gedanken und Handlungen eines Menschen. Er kann so Talente für sich freimachen oder er kann sie ungenützt verschütten!

Viele wissen nicht, dass ihnen das Leid täglich begegnet, das sie selbst gesät haben. Es kommt nicht immer in der Form zurück, wie es verursacht wurde. Ein Bettler, eine Mücke, ein Unglück - sie alle kommen zu den Menschen und sagen: "Sieh' nur, ich bin gekommen, um dir zu zeigen, dass ich da bin. Du hast mich ins Leben gerufen. Ich werde dir in den verschiedensten Formen begegnen, solange du Leid auf der Welt sähst. Ich werde in Formen erscheinen, die dich fühlen und erkennen lassen, was du getan hast. Ich werde in der Gestalt erscheinen, die dir die Gelegenheit zur Veränderung deiner Fehler bietet. Wenn du mich erkennst und dein Herz öffnest, löst sich meine Gestalt auf und du wirst wieder Frieden finden..." Solches und anderes werden diese Erscheinungen zu den Menschen sprechen, denn sie sind die Spiegelbilder ihrer eigenen Seele.

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Viele glauben erst gar nicht, dass es mich gibt. Andere glauben, dass ich sie für jeden Fehler, den sie begehen, bestrafe.

Aber ich liebe alle Wesen, die ich erschaffen habe! Wie könnte ich ihnen ein Leid zufügen! Ich lasse sie frei - wie eine Mutter es tun würde, deren Kind sich weigert, an der führenden Hand zu gehen. Dann bleibe ich im Hintergrund und warte geduldig, bis es wieder kommt und mir ein Zeichen gibt, dass es meine Führung möchte.

Nun kannst du verstehen, dass die Schwierigkeiten, die dir begegneten und die du unfair fandest - gerechtfertigt waren. Die Weise, wie deine Eltern dich großzogen und lehrten; der Ort, an dem du leben musstest; die Schule, die du besuchtest ... All dies war dem angemessen, wie du dein letztes Leben geführt hast und wie du dieses Leben meistertest. Du fandest es unfair - so, wie viele Menschen ihr Schicksal als unfair empfinden. Dies ist so, weil du und weil jene die Handlungen ihrer Vergangenheit nicht sehen konnten.

Du sagst, du seist noch ein Kind gewesen, unfähig zu unterscheiden ... Erinnere dich: war es nicht vielmehr so, dass du schon als kleinstes Kind gut fühlen konntest, was du tun tatest und ob du ehrlich warst mit deinen Geschwistern, Eltern und anderen Kindern, oder ob du wegen manchen Umständen zu Worten und Taten übergingst, die du selbst als unehrlich empfandest. Hattest du nicht auch manchmal das Gefühl, du tätest vieles einfach zum Trotz, damit du auch einmal beachtet würdest, damit man dich auch einmal in Schutz nähme ... Dabei warst du nicht selten ungerecht und kurzsichtig. So hast du selbst dein Herz und dein Leben Tag für Tag mehr und mehr verhärtet ...

Und erinnere dich: du hast dir deine Umgebung und die Umstände für dieses irdische Leben noch im Jenseits selbst ausgesucht. Du hast darum gebeten, wieder auf die Erde zu kommen, damit du deine Fehler korrigieren kannst. Du wolltest es in der Situation - die durch all die Umstände der Führung deines letzten Lebens gebildet war - schaffen, aus der Unbewusstheit und Verblendung herauszukommen, die darin verborgen lagen.

Und aufgrund des Unverständnisses und der Missdeutung all deiner Erlebnisse und Erfahrungen, konntest du den Weg nicht mehr gut erkennen. Und dein Leben führte über so manchen holprigen Stein. Du musstest den Auswirkungen begegnen, die du zuvor selbst verursacht hattest.

Die Eltern, die natürlich auch an die Prinzipien der Liebe gebunden sind - haben auf dieselbe Weise ihr eigenes Verstehen über das Leben. Sie zogen dich - so gut sie es vermochten - danach groß, wie sie es ihren Umständen nach auch verstanden. Natürlich wurden auf diese Weise neue Probleme erzeugt.

Erinnere Dich: alles war, ist und wird erzeugt von deinem eigenen Willen, von deinen Gedanken und Taten.

Du hast dich oft gewundert, warum du nicht imstande warst, deine letzten Leben oder nur ein paar der Erfolge oder Fehler zu sehen ... Siehe - du kannst noch nicht einmal deine letzten Erfahrungen vergessen oder dir darum vergeben, die du selbst verursacht hattest oder die dir von anderen verursacht erschienen. Dies fällt den Menschen unendlich schwer. Wie könnten sie also die Vorkommnisse von letzten Leben ertragen?

Menschen, die noch nicht von eigensinnigen Wünschen, Verlangen und Emotionen gereinigt sind - Menschen, die noch besitzstrebend, machtstrebend und trotzig sind, sind noch nicht fähig zu sehen! Ihre Augen und alle inneren und äußeren Sinne sind mit dem dunklen Belag der Unwissenheit und damit des Unverständnisses beschwert - bis diese Menschen ihre Herzen wieder öffnen und es zulassen, dass ich sie führe. Manche kommen schnell und rufen nach mir. Und bei vielen reicht die Spanne eines Lebens nicht..."

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5. Als wir noch Kinder waren - Teil 2

Das leuchtende Wesen sprach weiter:

"Als du ein Kind warst, mochtest du das Essen, die Kleidung und das heiße Badewasser nicht. Du versuchtest, es deinen Eltern mitzuteilen - aber niemand nahm Notiz davon. Sie sagten dir, dass du dich bald 'gewöhnen' würdest und dass es sich nicht schicken würde, deshalb zu weinen.

Gerade so, wie du kämpfen die meisten Babies in ihrer ersten Zeit gegen den Lebensstil ihrer Eltern. Sie möchten ihren Eltern etwas mitteilen. Die Wahrnehmungsfähigkeit eines Kindes ist noch intakt und rein - und die Natur des Kindes kämpft um Freiheit von allem Unechten. Es sucht danach, natürliche Nahrung - reine Nahrung - zu bekommen. Es möchte mit reinem Wasser ohne Zusätze gebadet werden, nur von der Sonne erwärmt. es möchte unter dem Schatten eines Baumes, unter den blinkenden Sternen und dem Mondschein schlafen ...

Warum dies alles bei einem Kind nicht erhört wird? Erinnere dich: du sollst deine Fehler sehen und aus ihnen lernen. Dazu musst du dich wenn nötig wieder verkörpern. Du hattest einmal ein taubes Ohr, ein hartes Herz gegen andere Wesen und hast es manchmal immer noch, auch wenn es dir oft nicht bewusst ist. Dasselbe widerfährt dir nun am eigenen Leib, an der eigenen Seele. Nur so kannst du durch die Erkenntnis zur wahren Liebe gelangen!

Deine Eltern wurden aus demselben Ursprung auch von ihrem Traum unbelastet zu leben fortgerissen. Sie wurden von den Zwängen fortgerissen, die sie umgaben. Zwänge, die nun in Gestalt von Gesellschaft, sogenannten 'Verpflichtungen', Grenzen und Gesetzen erschienen. Zwänge, die sie sich einmal selbst geschaffen hatten ... Sieh nur einmal genau hin auf das Leben in großen Städten - wo ihr Menschen Fröhlichkeit und Erfüllung sucht, indem ihr 'ein bisschen mehr' verdienen wollt, indem Ihr Ablenkung in lauten und betäubenden Dingen sucht ...

Die Eltern hatten Angst, dass du hungern könntest, dass du frieren oder an einer Krankheit leiden könntest. Sie liefen zum Doktor und nahmen seinen Rat an. Der Doktor war von anderen Doktoren und Professoren belehrt worden. Und jene wiederum von ihren Lehrern... Und nie bezweifelten oder hinterfragten sie die Lehren ihrer 'Meister'. Und ebenso hatten die Eltern keinen Zweifel über die Richtigkeit der Erklärungen und des 'Wissens' des Arztes! Wohl aber bezweifelten sie meine Existenz und mein Wohlwollen, meine Liebe auch gegenüber dem unscheinbarsten Wesen.

Es wurde ihnen von Vitaminen, Mineralen, Proteinen und Kalorien berichtet. Sie wurden vor Krankheiten, Schmerzen und Leiden gewarnt und vor den 'furchtbaren' Feinden - die Ihr Bakterien und Viren nennt. Ich werde später noch näher darauf eingehen.

Auf solche Weise belehrt und motiviert gab die Mutter euch Milch von den Kühen - die ihr alle auf das Beste verabscheutet. Sie gab euch Gekochtes, angereichert mit Gewürzen... Später fandest du etwas auf deinem Teller, was sie Fleisch nennen. Deine Nase fand keinen Gefallen am Geruch und deine Augen mochten den Anblick nicht Als du deine Eltern über den Ursprung befragtest, sagten sie, dass es ein Tier sei und sie fügten schnell hinzu, dass du es aber für deine Gesundheit bräuchtest! Du erinnertest dich, dass du immer mit ihnen gespielt hattest und dass du sie liebtest. Du warst tief in deinem Herzen betroffen, du warst verwirrt über Liebe und Vertrauen. Du versuchtest zu vermeiden es zu essen, wolltest weglaufen. Später vergaßest du all die schmerzlichen Gefühle, als du über die Wichtigkeit dieser Nahrungs-Quelle für deine Gesundheit belehrt wurdest. Und man brachte dir auch den Unterschied zwischen 'Lieblingstieren' und 'Esstieren' bei!

Deine Eltern taten alles aus ihrem Verständnis von Liebe heraus. Was dich selbst anbetrifft, so hilft es dir nicht besonders viel zu sagen: "sie haben Schuld daran, dass ich nun so geworden bin ..." Was sie sich selbst antaten, müssen sie eines Tages auch für sich selbst verantworten. So, wie du alle deine Handlungen vor dir selbst verantworten musst!"

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All dies war es, was ich in meinem Herzen vernahm, und ich sah all die Dinge, die mir deutlich vor Augen geführt wurden ...

Und so verstand ich plötzlich, aus welchem Grunde so viele verängstigte Eltern die Dinge taten, die sie aus Furcht um ihre Kinder zu tun 'gezwungen' waren. Auf diese Weise haben viele Eltern ihre Kinder überzeugt, das Essen anzunehmen, das sie verweigert hatten: indem sie ihnen erzählten, welch schreckliche Folgen es hätte, wenn sie sich weigerten, diese Art der 'Nahrung' zu sich zu nehmen. Fast jeder von uns kann sich sicherlich noch an den einen oder anderen Kampf um das Essen erinnern. Und es lag und liegt tatsächlich an uns selbst, ob wir der inneren Stimme in uns mehr Glauben schenken oder den Worten der unwissenden Menschen ...

Wir wurden ermahnt, dass wir heikel seien und essen müssten, was auf den Tisch käme. Es wurde uns gesagt, dass Gott auf uns böse wäre, wenn wir dies und jenes nicht aufessen würden. Manchen von uns wurde sogar mit bösen Geistern gedroht, wenn wir nicht folgsam seien ...

Manche Eltern versuchen ihre Kinder, indem sie beim Essen "mmh" und "aah" sagen oder indem sie dem Essen 'Appetitmacher' beifügen. Andere erlauben ihren Kindern erst vom Tisch aufzustehen, wenn alles aufgegessen ist.

Viele Eltern zwingen ihre Kinder, weil sie voller Angst sind, dass ihre kleinen Lieblinge schlimme Krankheiten bekommen können, von denen ihnen der Arzt oder Freunde erzählt haben.

Sie zwingen ihre Kinder körperlich oder seelisch dazu, das zu tun, was ihnen ihr Instinkt - ihre innere Stimme gebietet, zu verweigern. Es ist offensichtlich, dass diese Erziehungsmaßnahmen Folgen für das Leben und für die Art des Verstehens für das Kind haben. Der Ursprung für all unser Fehlverhalten liegt an der mangelnden Verbundenheit mit Gott. Alles wollen wir selber machen, wollen wir selber wissen - wo ist unser Vertrauen und unser Gespräch mit Ihm?! Wir können liebevoll und ohne Tadel auf die Fürsorge blicken, die uns auch durch unsere Eltern zuteil wurde. Und wir können die wiedergefundenen Erkenntnisse unseren Kindern liebevoll weitergeben.

Nur ein sauberer Organismus kann Grundlage für gute Gesundheit und einen klaren Geist sein - für jedes individuelle Wesen! Gleich einem Menschen, der sich nur in einem behaglichen, sauberen Heim zu Hause und wohl fühlt. Und wer ein sauberes, behagliches Heim hat, der kann auch besser seine täglichen Aufgaben verrichten, als einer, der im Unrat lebt. Unser Körper ist so ein 'Heim'. Das Kind spürt sofort, wenn etwas mit seinem Körper nicht in Ordnung ist, oder wenn es etwas hineintun soll, was dem Körper nicht gut tut...

Es ist leicht zu beobachten, dass fast alle Kinder - und noch offensichtlicher neugeborene Babies - jedes gekochte Essen verabscheuen, wenn sie nicht mit viel 'Geduld' dahingebracht werden, es zu essen. Ich spreche nicht vom so-und-so-vielten Tag des Fütterns oder vom hundertsten Löffel, sondern vom allerersten Löffelchen denaturierter Nahrung. Das Kind wird es nicht so ohne weiteres annehmen. Wir verwenden gerne alle möglichen Geschmacksverstärker und Appetitanreger - besonders in modernen Baby-Nahrungsmitteln, um den Babys und Kindern die denaturierte Nahrung schmackhaft zu machen.

Haben wir denn unsere erste Zigarette so ohne weiteres vertragen oder gar angenommen? Musste man uns nicht mit Sprüchen locken: dass wir sonst in der Gruppe nichts wert seien, dass wir Angsthasen und Außenseiter seien. Oder machten es uns die Großen nicht selbst vor? Oder man versuchte es mit Drohungen ... Und später, als es schon 'zu spät' war, merkten wir, dass wir diese Mittel nicht mehr loslassen konnten, ohne dabei seelische und körperliche 'Schmerzen' zu empfinden. Wir sind süchtig nach allen möglichen und unmöglichen Mitteln.

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6. Die Reinheit der Neugeborenen und Kinder

Wenn man all diese Dinge berücksichtigt, ist es verständlich, warum manche besonders empfindlichen Säuglinge sogar die Muttermilch verweigern. Ich möchte einer solchen Mutter sagen, dass sie versuchen kann, ihre Eßgewohnheiten auf frische Nahrung möglichstrohbelassen - umzustellen. Sie sollte auch während der Zeit des Stillens, genauso wie in der Zeit der Schwangerschaft möglichst keine anderen veränderten Substanzen wie Kaffee, Zigaretten, Alkohol (Suchtmittel) zu sich nehmen. Wenn die Mutter sich an natürliche Ernährung hält, und wenn das seelische Verhältnis der Mutter zu ihrem Baby stimmt, wird das Baby dann bestimmt trinken!

Ein Neugeborenes kommt 'blind' zur Welt und es hört in den ersten Tagen nichts. Das einzige, was sie haben, sind ihre Empfindungen, ihre Gefühle. Sie spüren sofort, ob die Eltern missgestimmt oder verzweifelt auf das Baby wirken - oder wenn sie es vertrauensvoll und in Liebe umsorgen. Eine Mutter kann ihr Kind freundlich säugen, es wickeln, und eine Weile im Arm wiegen. Wenn sie jedoch mit sich und ihrer Umwelt im Unreinen ist, wird sie das Kind nicht beruhigen können. Das Kind spürt die Unruhe und die Unsicherheit und fühlt sich nicht geborgen. Nur, wenn die Liebe ungebrochen und frei von belastenden Gedanken und Gefühlen ist, wird sich das kleine Wesen in den Armen der Mutter geborgen fühlen und kann Vertrauen fassen. Nicht nur über geistige Schwingungen kann das Kind erfühlen, wie es aufgenommen wird. Diese Signale erfährt das Kind auch über die Muttermilch.

Schon die Kleinsten beginnen damit, ihre Umwelt zu erforschen. Dabei haben sie noch direkte Verbindung mit Gott. Sie fürchten sich kaum vor etwas, es sei denn, sie haben in diesem kurzen Leben schon eine schmerzliche oder traurige Erfahrung gemacht. Oder sie haben etwas erlebt, was sich mit der Erfahrung eines früheren Lebens deckt. Wenn diese Erfahrung schmerzhaft war, ist es gut wenn das Kind spürt, dass die Eltern oder ein Betreuer von der Existenz des Jenseits wissen. Es ist gut, wenn die Erwachsenen wissen, dass unerklärliche Reaktionen des Kindes mit früheren Erlebnissen aus anderen Existenzen zusammenhängen können. Das Kind kann Vertrauen fassen und sich über sein Problem ausdrücken.

Ein Kind ist noch voll von Vertrauen, voll vom Willen, es den Erwachsenen gleichzutun. Und alles - ob nützlich oder unbrauchbar, was wir ihnen beibringen und vorleben, werden sie später selbständig nachvollziehen. Jede Seele hat eine ureigene Form, die in den Äther dieser Welt einfließt. Sie alle haben Sehnsucht danach, endlich den Weg ins Licht antreten zu dürfen - ihre vergangenen Fehler zu beheben; die Aufgaben, die sie für dieses Leben gestellt bekamen auch zu erfüllen. Sie haben Sehnsucht nach einer Chance für einen Beweis ihres guten Willens ... Wir dürfen ihnen diese Chance geben. Durch unsere Zuneigung und liebevolle Leitung können wir ihnen helfen.

Viele Kinder weinen, wenn sie etwas tun sollen, was ihrem innersten Wesen widerspricht. Doch wir verstehen es nicht und 'erziehen' ...

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Ein Kind verweigert unter normalen Umständen zu Beginn jegliche Aufnahme von Tierprodukten. Es verweigert Milch, Käse, Butter, Buttermilch, Sahne, Quark, Yoghurt, Eier und jede Art von Fleisch und Fisch, auch wenn es als Salami oder Pastete verarbeitet ist. Sogar eine, dem Gemüseessen beigemengte Fleischbrühe erkennt ein gesundes Kind sofort und verweigert die Annahme.

Viele Kinder erzählen mir, dass sie die Augen und die Nase zuhalten und schlucken, weil ihre Eltern sonst verzweifeln oder sogar Strafmaßnahmen ergreifen, wenn sie es nicht trinken oder essen. Diese Kinder kommen aus den verschiedensten Klassen, Schichten und Religionen. Sie sind in allen Ländern gleichgesinnt!

Wenn du ein Kind hast und kein Vegetarier bist, hast du sicherlich die misstrauischen Blicke deines Kindes bemerkt, wenn ein Tier auf dem Teller lag. Und wenn das Kind dich befragte, und du ehrlich warst, hat es sicherlich ganz am Anfang verweigert, den Rest weiterzuessen.

Kinder, die von ihren Eltern belogen wurden, fühlen dennoch die Wahrheit. Es kommt zu einem großen Bruch, was das Vertrauen gegenüber ihren wohlmeinenden Eltern anbetrifft, die dann ratlos nach der Ursache des mangelnden Vertrauens grübeln ...

Ich habe auch muslimische Freunde und Verwandte - in den verschiedensten Ländern. Die meisten von ihnen haben die Opferungszeremonie des Kurban-Festes gesehen, bei der ein Schaf geopfert wird. Dieses Fest wird jedes Jahr gefeiert. Das Brauchtum sagt, dass jede Familie mit einem Sohn ein Tier opfern soll. Versucht Euch einmal die Tragödie für die Tiere vorzustellen, die während dieser Tage stattfindet. Stellt euch die Menschenmasse der Muslime vor - dann könnt ihr euch auch vorstellen, wie viel Blut für dieses Ritual fließt.

Oder blicken wir auf unsere Brauchtümer im Christentum: Jedes Jahr verschlingen wir am 'Fest der LIEBE' Millionen von Gänsen, Enten und vor allen Dingen Lämmern - unschuldigen Tieren, die keine Schuld an unserem Verständnis von Liebe tragen. Und am Osterfest, der Auferstehung Christi wiederholt sich das traurige Ritual mit dem 'Lamm Gottes'. Zu jedem festlichen Anlass muss das Tier für uns Haut und Leib lassen, damit für uns der Rahmen des Anlasses angemessen erscheint! Noch bevor wir im Gedenken an die Geburt Jesu, Jesus die 'Welt erblicken' lassen, töten wir ihn durch unserer eigener Werke Hand im Lamm, im Kalb, im Hammel; im Tier, das wir am Geburtsgedenktage des 'Lammes Jesu' verspeisen...

Ich selbst kann mich noch gut daran erinnern, wie schlecht mir wurde, wie übel es mir tagelang bei dem Gedanken an Fleisch wurde, als ich bei einer Schlachtung selbst dabei war. Stets sah ich das blutende, kopflose Tier vor mir. Danach wollte ich keine Tiere mehr essen. Aber die Angst meiner Eltern und anderen Bezugspersonen größer und mein kindlicher Widerstand reichte nicht aus...

Ich fragte viele Menschen nach ihren Gefühlen, die sie hatten, wenn sie die Zeremonie der Schlachtung oder Schächtung (islamisch) das erste Mal sahen. Ich spreche ausdrücklich von Gefühlen, nicht von Emotionen! Die meisten waren noch Kinder, als sie es das erstemal sahen, manche waren schon älter. Nahezu alle gestanden sich ein, dass sie das Gefühl hatten weinen zu müssen und davonzulaufen, dass ihre Eltern ihnen aber erzählt hatten, dass es ein 'freudiges' Sterben für das Tier sei und dass sie es 'wie ein Mann' hinnehmen sollten. Besonders Männer und Jungen hätten nicht zu weinen. Dies sei nun mal der Brauch. Sie berichteten von der Erklärung, dass die geopferten Kreaturen sich freuen würden, Gott auf solch würdevolle Weise dienen und ehren zu dürfen. Man erzählte mir, dass man nun daran gewöhnt sei, dass aber immer noch ein depressives und trauriges Gefühl aufstiege, wenn sie es sähen.

Wer sich näher interessiert, kann dazu einmal im alten Testament nachlesen:
Bibel: Kapitel, Verse: Moses: 1.1:29, 2.20:13 - Jesaja: 1:11-17, 5:20, 9:19, 22:12-14, 28:7-8, 43: 23-24, 65:3-5+21, 66:3 - Jeremia:7:22-23 - Daniel: 1:8-17

Ist es nicht ein Gebot Gottes: '
'Du sollst nicht töten''
Bibel - Matth. 19:18
- [vergleiche: 2 Moses 20:13]

An anderer Stelle können wir lesen:
''... willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote.
Da fragte der Jüngling ihn: welche?''
Jesus aber sprach: ''Du sollst nicht töten;...'''
Matthäus 19:18

Auch im Qur-ân, dem heiligen Buch des Islam gibt es wichtige Hinweise:
Koran: Suren: 2:23+26+127 -- 14:38 -- 15:21+46 -- 19:26+63 -- 61:13 -- 74:40 -- 81:25 -- 87:7 -- 98:9 ...

Die Bhagavadgita: ein Ausschnitt aus den indischen Upanischaden, sagt uns dies:
Bhagavad Gita: Gesänge: 4:30+33 -- 5:22 -- 7:20 -- 9:26 -- 17:6-10

 

Es ist an uns alle gerichtet und soll uns daran erinnern, dass damit das Leben aller Lebewesen gemeint ist - und nicht etwa nur das von uns Menschen ... Haben wir da nicht etwas gründlich missverstanden?!

Auf diese Weise lassen wir unsere reine Wahrnehmung (die Skala unseres Kompasses) - unsere innere Stimme - beeinflussen und manipulieren. Wir werden vom 'Wissen' beeindruckt. So hat eine Fehlhandlung, die durch Unwissenheit begangen wurde - die nächste Fehlhandlung zur Folge. Dieser Kreislauf wiederholt sich so lange, bis wir durch Beobachtung bewusst werden - und etwas an unserem Verhalten ändern.

Wir dürfen lernen, Gott wieder zuzuhören, anstatt ihm das Wort im Mund 'abzuschneiden'... für unseren Gaumen, unsere Gelüste: durch das Gemetzel an jeglichem Wesen durch unsere eigene Hand. Wir dürfen lernen, Gott aussprechen zu lassen: im Baum, in der Luft, auf der Erde, in den Meeren; im springenden, fliegenden, schwimmenden und im entstehenden Wesen!

Erinnern wir uns: es war nicht unser Schöpfer, der sich von uns abwandte - wir waren es, die uns zur 'Welt' hinwandten!

 


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