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II. Unsere Freunde - die Tiere
1. Unsere Freunde - die Tiere
Sie
waren einmal unsere Freunde und das sollten sie immer noch
sein. Auch sie haben einen Weg der Entwicklung auf dieser
Erde vor sich. Wir schneiden ihnen diesen Weg ab. Wir stellen
ihre Empfindungen in Frage.
Wir
rauben Müttern ihre Kinder, wir rauben Müttern
die Nahrung für ihre Kinder. Können wir der Verzweiflung
der Waisen-Kinder der Tiere ins Auge
sehen? Könnten wir das Leid, das wir unseren Mit-Bewohnern
antun, ertragen?
Die Tiere werden aus allen erdenklichen Gründen auf
sehr skrupellose Weise ausgenutzt. Sie müssen uns bei
Rennen, Kämpfen, Ausstellungs-Wettbewerben und als
Schoßhündchen 'erfreuen'. Sie sollen ein Augenschmaus
im Zoo, hinter Gittern für uns sein, damit wir lernen,
was es so alles auf unserer Welt zu sehen gibt - was wir
alles ausrotten. In den Arenen sollen sie Künste zeigen
' die ihrem angeborenen Art-Verhalten völlig fremd
sind. Sie sollen ein Gaumenschmaus auf unterhaltsamen Festen
sein. (Sie sollen im 'religiösen' Sinne unsere 'Opferbereitschaft'
symbolisieren ...
Doch
nicht wir sind es, die hier in Wahrheit etwas opfern, das
uns selbst eine echte Anstrengung wert ist oder uns selbst
etwas kostet. Sondern wir nehmen das Leben eines Mitgeschöpfes
und nennen das unser eigenes Opfer! Wäre da z.B. einen
Tag auf Fleisch zu verzichten nicht das eigentliche Opfer,
zumal uns dies echte Anstrengung - nämlich den Verzicht
auf den Genuss abverlangt! Ein echtes Opfer bedeutet Eigeninitiative,
etwas von sich selbst zu geben!
siehe auch auf meiner HP
unter Gedichte:
"Und Gott sprach"
''In
der Geschichte ist viel zu wenig von den Tieren
die Rede. Die Wissenschaft hat sie verraten, indem
sie sie sich zum Selbstzweck gemacht hat.''
Rias Canetti
''Die Hauptsache ist immer, dass der Mensch nicht
seine verstümmelte Hand angelegt hat: Ein Pferd,
dem Schweif und Mähne abgeschnitten, ein Hund
mit gestutzten Ohren und dergleichen sind Dinge,
von denen sich der gute Geschmack abwendet.'''
Goethe
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Als
Haustiere hätscheln wir die Tiere zu Tode. Oft sitzen
sie den ganzen Tag ohne einen Atemzug frischer Luft. Viele
mögen ihre Tiere lieben und sich ernsthaft um ein glückliches
Zusammensein bemühen. Aber viel zu viele sind zu bequem
oder schon zu spröde, sie an dem kurzen Stück
'Freiheit' an der Leine, auf dem handbreiten Rasenstreifen
ein bisschen 'Natur' schnuppern zu lassen. Weil wir unsere,
von uns selbst gemachte graue Welt nicht alleine ertragen
können, machen wir uns die Tiere als Mitleidende abhängig.
Als
Umhängetasche, Aschenbecher und Zigarettenetui, als
Pelzmantel und Lederrock sollen Tiere unser Prestige aufmöbeln.
Auf Werbeplakaten sollen sie mit ihrer eigenen Haut die
neueste Lederpflege anpreisen oder gar die neueste Ledermode
todschick finden...
Tiere
brauchen Freiheit - das ist kein Problem, wir machen uns
Tiere, die keine Freiheit, keine Federn brauchen... siehe
auch auf meiner HP unter Tierschutz:
die
Qual der Tiere, gestern wie heute
Wir
haben uns die Tiere unterjocht. Dabei sollten wir uns ihrer
annehmen. Sie haben für uns schwere Lasten und Wagen
zu schleppen, müssen unsere Reisfelder pflügen
und müssen ihre Haut und ihren Kokon 'zu Markte' tragen.
Meistens haben wir nicht einmal angemessene Nahrung für
sie und wir schlagen und treten sie gnadenlos. Oder wir
lassen es zu, dass andere dies tun, während wir 'nur'
die Produkte genießen. Wir schließen unsere
Augen und sagen: "wir waren es nicht...". "Ich
würde so etwas nie tun..." Doch wir benutzen gedankenlos
die Produkte, die man aus ihnen herstellt, wir benutzen
die Dinge, die durch ihre Kraft gewonnen wurden. Müssen
wir hier nicht vielmehr von verlieren sprechen!
"Wir
sollen die lebende Kreatur nicht behandeln wie Schuhe
oder tote Haushaltsgegenstände,
die wir fortwerfen, wenn wir sie nicht mehr brauchen
können."
Plutarch
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Wir
leben ein gedankenloses und naturwidriges Leben und wenn
wir daran an Leib und Seele erkranken, müssen die Tiere
herhalten. Wir verarbeiten sie zu 'Medizin', diese nehmen
wir dann ein, um unsere Fehler damit glatt zubügeln.
Oder wir testen unsere Mittel an ihnen aus, bis wir etwas
gefunden haben, von dem wir hoffen, dass es uns heilt. Und
wenn dann endlich ein scheinbarer Erfolg eintrifft, haben
wir bereits unüberschaubare Massen an Tieren getötet,
um ein Menschenleben für kurze Zeit zu verlängern...
Wir hoffen, durch Medikamente, die mit und durch sie produziert
werden, zu gesunden! Wir haben vergessen, dass dabei nur
das Symptom - die Alarmglocke beseitigt wurde, nicht aber
der Grund des Alarms. Wir wachsen also nicht wirklich weiter,
sondern wir ermogeln uns ein längeres Leben - um es
nicht einmal wirklich sinnvoll zu nützen, sondern um
noch länger das genießen zu können, was
uns ursprünglich krank gemacht hat...
Wir
nehmen die Bibel und lesen den Satz:
''macht Euch die Erde untertan.''
Moses
Damit entschuldigen wir, was wir tun. Dann lesen
wir:
''Du sollst nicht töten!''
2. Moses 20:13
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Wir
nehmen die Bibel und lesen den Satz: "macht Euch die
Erde untertan." Moses. Damit entschuldigen wir, was
wir tun. Dann lesen wir: 'Du sollst nicht töten!"
2. Moses 20:13, und sagen: "ich habe meine Hand nicht
an das Leben dieser Kreaturen gelegt", aber wir bestellen
unser tägliches Steak - oder unseren Fisch am Freitag.
Oder wir sagen: "Mit dem Töten war sicherlich
nur gemeint, dass wir keine Menschen töten sollen.
Die Tiere sind doch nur dazu da, um uns zu dienen und uns
zu erhalten ... Wozu sonst leben sie?" Wie oft habe
ich diesen Satz schon gehört!
Ja wirklich - die
Tiere sind uns dienlich: durch die Freude, die eine gesunde
Seele dabei empfindet, ihre Lebensfreude zu betrachten;
die Weise zu beobachten, wie sie dem Schöpfer für
ihr 'kleines' Leben danken. ...
Doch wir benutzen sie zur Show. So können wir vorgeben
besser, schneller, größer und schöner zu
sein als andere. Dabei haben wir selbst dabei gar nichts
großartiges geleistet. Wir haben weder geschwitzt,
noch Angst gehabt, noch mussten wir unser Leben für
den 'Gewinn' hingeben, den wir einsteckten als sie ihr Leben
gaben. Wir wollen all unsere eigensinnigen Wünsche
erfüllt haben.
''Eine
göttliche Kraft zeigt sich in der Empfindung
des geringsten Insektes wie in dem Gehirn Newtons.
Dennoch können tausend Tiere vor Deinen Augen
sterben,
ohne dass Du Dich darum bekümmerst,
was aus ihrer Fähigkeit zu empfinden werden
wird,
obgleich diese Fähigkeit das Werk des Wesens
aller Wesen ist.
Du betrachtest sie als Maschinen der Natur, um anderen
Platz zu machen.''
Voltaire
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Für
mich erhebt sich bei diesen Betrachtungen immer wieder die
Frage: brauchen wir wirklich hochluxuriöse Taschen,
Kleider, Schuhe, Ketten, Armreifen, Ohrringe und Bettvorleger
- für die Millionen unschuldige Kreaturen jeden Tag
ihr Leben lassen müssen?
Brauchen wir heute wirklich noch den Braten auf dem Teller,
um zu 'überleben' ... oder um zu 'genießen' oder
'Festlichkeit' empfinden zu können?
Brauchen wir wirklich falsche Schönheit, um es wert
zu finden, uns gegenseitig anzusehen - odergar in den Spiegel
zu sehen. Sind wir so hässlich und missraten, dass
wir all dies brauchen, um die Aufmerksamkeit von unserem
'bloßen' Selbst abzulenken? Glauben wir denn wirklich,
dass Gott ein Fehler unterlaufen ist, als er uns schuf?
Oder glauben wir gar, dass die Opferung und Verarbeitung
von Tieren Gott in guter Stimmung und gnädig halten
kann?
Erfreuen wir uns wirklich
an Rennen, Kämpfen, Festmahlen... - oder haben wir
nicht auch unentwegt ein leise nagendes Gefühl dabei!
Mahnt uns nicht ständig das (gute) Gewissen? Schlägt
nicht unaufhörlich die Nadel unseres Kompasses bis
zum Anschlag aus?
Die innere Stimme mahnt uns, zu unseren Sinnen zurückzufinden,
während wir all dies tun! So viele Dinge tun wir täglich,
die unsägliches Leid für die stummen Kreaturen
schaffen, die sich nicht gegen uns wehren können.
Hätten wir Courage, auch nur eine Sekunde der Qualen
zu ertragen, die wir unseren Freunden antun, nur um unsere
Leidenschaften erfüllt zu sehen?
Und was ist mit unserem Geist - mit unserer Seele! Was füllen
wir da hinein! Wir könnten die Liebe walten lassen
und gefühlvoll handeln. Wir könnten die Erde leben
lassen und wieder ein zu Hause für alle Kreaturen sein!
2. Angst in der Seele
Mein
kleiner Sohn spielte gerne mit 'gefährlich' großen
Tieren, die viermal größer waren als er selbst.
Er hatte große Freude dabei - und die Tiere offensichtlich
mit ihm - bis ihn eines Tages jemand fortzog und ihm erklärte,
dass die Tiere böse seien und beißen! Seitdem
fürchtet er sich vor kleinen und großen Tieren
...
Er spielte gerne mit Erde und Sand. Er hatte großes
Vergnügen dabei, alles mit seinen Händen zu erfühlen
- bis jemand ihm erzählte, dass es schmutzig sei. Das
traf ihn schwer in seiner empfindlichen Seele. Schmutzig
sein wollte er nicht! Von diesem Tag an weinte er immer,
wenn er Erde an den Händen hatte und wir konnten ihn
kaum beruhigen. Wer wird ihm wohl von den Gefahren berichten,
die ihm - von uns Menschen verursacht - bevorstehen?
Meine Mutter schimpfte mich, als sie mich eines Tages im
Garten die Blätter, Blüten und Erde probieren
sah. Sie erklärte mir, dass sie Angst um mich habe,
denn es seien auch giftige Beeren dabei: "es ist gefährlich,
du könntest daran sterben..." Sie meinte es fürsorglich
und besorgt ...
Doch wer erklärt mir, dass ich von gekochtem Essen,
von künstlicher Medizin und an den krankhaften Erfindungen
der Menschen leiden und sterben muss?
Wir sterben nicht sofort daran, es ist ein sehr langsamer
Prozess - wir nennen es Altern - und darum wird die meisten
Menschen noch eine Weile benötigen - um zu verstehen
und ihr Leben entsprechend einzurichten...
Wir
könnten diesen furcht- und machtregierten Planeten
wieder einen Ort der Freude und
des Friedens werden lassen...
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