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Das Buch: "Der Wille des Menschen"
Teil III
© Regina F. Rau


III. Übergang zur fröhlichen Frischkost


1. Erster Schritt - Fasten

a) Für Schnellentschlossene

Wer fest entschlossen ist, den Schritt zur Ernährungsumstellung konsequent zu wagen, kann sich auf das Fasten vor der Umstellung vorbereiten. Man kann das Fasten langsam einleiten - oder auch in 3 Tagen vorbereiten.

Langsame Vorbereitung
1. Drei Tage leicht gedünstete Gemüse, leichte Salate und Früchte essen; frische Säfte, leichte Suppen oder Wasser trinken.
2. Drei Tage leichte Salate und Früchte essen; frische Säfte, leichte Suppen oder Wasser trinken.
3. Drei Tage Früchte essen; frische Säfte oder Wasser trinken.

Kurze Vorbereitung
1. Tag: leichte Salate und Früchte essen; frische Säfte oder Suppen und Wasser trinken.
2. Tag: Früchte essen; frische Säfte, leichte Suppen oder Wasser trinken.
3. Tag: frische Säfte, Wasser und in heißen' Klimazonen auch die Milch frischer Kokosnüsse trinken. Bitte nicht die Nuss essen!

Das Fasten für Schnellentschlossene
Am Morgen jeden Tages einen Tee-Löffel feinkörnige "Luvos Heilerde" mit ein wenig Wasser vermengt einnehmen. Drei Tage frisches, klares - nicht extra angereichertes Wasser trinken. Langsam trinken. öfter mal im Freien baden oder eine Dusche nehmen. Entspannen. Regelmäßig Dehn- und Streckübungen machen. Hastige, überanstrengende Übungen und Bewegungen vermeiden. An ruhigen, zurückgezogenen Orten meditieren und Gespräche mit Gott führen. Reaktionen des Körpers, der seelischen Gefühlswelt und der geistigen Erkenntnisse beobachten. Nähere Anleitungen gibt es im Thema "Fasten" nachzulesen.

Das Fastenbrechen
1. Tag: am Morgen ein Glas frisch gepressten Fruchtsaft mit einem Teelöffel schlürfen. Nach ca. 4 Stunden ein weiteres Glas Fruchtsaft trinken. Gut mit Speichel vermischen! Nach weiteren 4 Stunden können saftige FrÜchte gegessen werden.
2. Tag: Leichte Früchte essen: Äpfel, Birnen, Kirschen, Weintrauben, Melonen ... Mit dem Wassertrinken 15 Minuten nach dem Früchteessen warten oder 15 Minuten vor dem Essen trinken. Sonst können Bauchweh und Durchfall folgen.
3. Tag: Es können alle Früchte nach Herzenslust gegessen werden. Auch ein paar konzentrierte Früchte, wie Datteln, Feigen Bananen, Rosinen, getrocknete Aprikosen (ohne Zusatzmittel), etc. Gut mit Speichel vermengen. Mit dem Verzehr von Nüssen sparsam umgehen und darauf achten, dass die Nüsse nicht erhitzt oder anders behandelt sind! Cashewnüsse z.B. sind immer stark erhitzt, um sie aus der Schale auszulösen.

b) Für diejenigen, die sich Zeit nehmen wollen

Manche mögen sich noch nicht ganz sicher sein, ob die Form der Rohkost-Ernährung für sie der richtige Weg sein könnte. Vielleicht wollen sie dennoch einmal hineinschnuppern in diese Lebensweise. Auch für die Unentschlossenen ist das Fasten ist in jedem Fall sinnvoll. Das Fasten hilft uns, den Organismus und den Körper zu reinigen. Es hilft uns seelische Konflikte zu bereinigen und geistige Fort-Schritte zu machen. Es motiviert und trägt dazu bei, dass wir uns fröhlich, zufrieden, harmonisch, leicht und vital fühlen. Wir lösen alles Kranke und Negative aus unseren Körper, aus unserem Geist und aus unserer Seele - und schwemmen es fort - damit das Licht Gottes uns erfüllen kann...

Wer sich zum Fasten entschlossen hat, kann die oben oder wie auf den Seiten beim Thema "Das Fasten" beschrieben Anleitungen befolgen. Danach geht es wie folgt weiter:

4. Tag: Suppen mit wenig Salz und scharfen Gewürzen und leichte Salate essen. Der Salat sollte noch keine Wurzeln, Knollen oder Gemüse aus der Kohl-Familie enthalten!
5. Tag: Ab heute können leicht gedünstete oder knackig gedämpfte Gemüse jeglicher Art gegessen werden.
6. Tag: Nun kann man wieder essen, wie gewünscht, oder noch ein paar Tage mit leichtem Essen dranhängen.

Wenn man wieder dazu übergeht, das zu essen, was man vor dem Fasten gegessen hat, dann ist es gut, von jetzt an den eigenen Körper und Organismus genau zu beobachten! Es ist leicht möglich, dass der Körper nun nach der Reinigung manche Dinge nicht mehr so gerne annimmt oder sogar verweigert. Nur Mut und lasst Euch führen ...

Dieses Fasten kann gerne 1-4 mal jährlich wiederholt werden.

Wer sich gleich nach dem Fasten für die Frohkost entschieden hat, kann bei Schritt drei weiterlesen.

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2. Zweiter Schritt - weniger und milder kochen

Von jetzt an kochen wir die Nahrung jeden Tag kürzer - und auf kleiner Flamme. Jeden Tag fügen wir dem Essen weniger Gewürze und Geschmacksverstärker zu. Diese Appetitanreger, Geschmacksverstärker und Suchtmittel bestehen aus: zu viel Salz, isoliertem Zucker und scharfen Gewürzmischungen. Viele von ihnen sind sogar gesundheitsschädlich, wie das weitverbreitete giftige Natriumglutamat, das in fast allen Packungssoßen, Suppen und Gewürzmischungen zu finden ist. Es verursacht starke Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche und Müdigkeit...

Wir reduzieren die Menge von verarbeiteten Fetten und Öl beim Zubereiten der Nahrung. Zubereitungsarten wie Frittieren, Grillen, Braten, Öldünsten, Gerichte mit stark öligen Soßen werden durch solche schonendere Zubereitungen ersetzt. Man kann die Nahrung schonend garen, dämpfen, im Backofen bei geringer Hitze backen.
Erhitztes Öl ist eine der schädlichsten Substanzen, die wir unserem Organismus zuführen können. Wenn wir Salat anmachen, können wir kaltgepresstes Öl benützen - und wer möchte, kann das Öl ganz fortlassen.

Avokado mit einer Tomate vermischt oder mit Zitrone beträufelt ergibt ein wunderbares und fetthaltiges Dressing. Salate mit der Beigabe von kleinen geschmacksintensiven Tomaten benötigen nach einer Zeit der Umstellung zur Rohkost keine Nachsalzung mehr...

Wenn wir wirklich erfahren wollen, wie uns ein bestimmtes Gemüse schmeckt, können wir das Experiment wagen, es so zu essen, wie es wuchs. Wir können auch den Versuch machen, Gemüse, die wir sonst kochen - oder Gewürze ganz für sich allein zu essen, um einmal ganz hineinzuschmecken und zu fühlen, wie wir darauf im puren Zustand reagieren. Rohbelassenen schmecken die meisten Gemüse und Gewürze völlig anders als im gekochten Zustand. Wir können feststellen, dass wir nach dem Genuss von rohen Schotenbohnen oder Erbsen Bauchschmerzen bekommen, auf rohe Zwiebeln Blähungen... Wir sehen, dass diese sogenannte Nahrung für uns Menschen eigentlich gar nicht essbar ist.

Der Gedanke liegt nahe, dass Menschen in Notzeiten begannen, durch Feuer Dinge essbar zu machen, die sie in Zeiten des Überflusses vielleicht gar nicht gegessen haben... Aber solche Mutmaßungen sind eher Gedankenspiele. Für mich zählt, dass es für uns heute nicht nötig ist, Dinge zu essen, die roh belassen nicht essbar sind. Es wäre möglich, dass sie uns schmecken, wenn wir bestimmte Krankheiten haben - gewisser Maßen als Heilmittel. Das wäre auszuprobieren.

Jeder kann es so machen, wie es ihm Freude bereitet. Dabei sollten wir immer wieder darauf achten, dass wir unser Ziel im Auge behalten und Schritte darauf zu gehen.
Es ist sehr hilfreich, wenn wir in der Übergangszeit alle alten Mahlzeiten oder Gewohnheiten, die wir ablegen wollen - durch wertvolle Nahrung, positive Gedanken und sinnvollen Ersatz austauschen. Wenn wir z.B. das Rauchen aufgeben wollen, können wir in der schwierigen Phase anstatt uns eine Zigarette anzuzünden, z.B. ein paar Weintrauben, Datteln oder Rosinen essen.

Für mich war es eine Weile sehr hilfreich, wenn ich die Gemüse, die ich früher gerne reichlich gewürzt und in aufwendigen Gerichten auf den Tisch brachte - nun lediglich in einem Topf mit Dampfeinsatz legte und im Wasserdampf wenige Minuten garte (3-5), so dass sie noch einen Biss hatten und ihre strahlende Farbe voll entwickelt war. Auch im elektrischen, asiatischen Wok garte ich meine Gemüse sehr kurz auf sehr schonende Weise - mit sehr wenig - und zuletzt ganz ohne Öl.

Als Beigabe kann man sich noch Nudeln, Reis oder Kartoffeln machen. Man kann auch Brot dazu essen. Zu achten ist nur darauf, dass der Rohkostanteil größer ist als die Zugeständnisse (Beigaben). Eine zeitlang bat ich meinen Bäcker, mir Brot ohne Zusätze zu backen. Oder ich trocknete mir selbst "Essener Brot" im Backofen. Meine eigene Erfahrung ist, dass Brot mir stets einen heftig knurrenden Magen bereitet hat und für den Übergang zur Rohkost für mich nicht geeignet war. Am besten schmeckte es mir, wenn es schon mehrere Tage alt war, dann war es auch bekömmlicher. Nach dem Genuss von Brot bekam ich meistens Lust auf andere Dinge - oder Lust auf mehr. Deshalb strich ich es während des Übergangs wieder von meiner Nahrungsliste. Aber das kann jeder halten, wie er möchte.

3. Dritter Schritt - vegetarische Nahrung

Der nächste Schritt sollte genau genommen der erste Schritt sein. In meinen Augen gehören die Tiere dieser Welt in die Natur und nicht auf unseren Teller.

Fangen wir gleich damit an, alle tierischen Produkte einschließlich: Fleisch, Wurst, Innereien, Pasteten, Milch, Joghurt, Butter, Buttermilch, Kefir, Honig und alle Tiere der Erde; Geflügel, Eier und alle Tiere der Luft; Fisch, Fischeier, Krebse, Muscheln, Tintenfisch und alle Meerestiere; von unserer Nahrungsliste zu streichen!

Es ist nicht so einfach, wie es aussieht, wirklich überzeugter Vegetarier aus Liebe zum Geschöpf und aus Achtung zum Leben zu sein. Denn in unserer Nahrungsmittelindustrie verarbeiten wir sehr viele der aufgeführten tierischen Produkte. Wir finden sie wieder in Gebäck und Kuchen (Eier); in der Marmelade (Gelatine = Verdickungsmittel aus Schweine- bzw. Kalbsknochen), in Suppen und Soßen und Fertiggerichten (tierische Fette); in der Margarine, und in Chips (tierische Aromastoffe). Die meisten Rohköstler außer bei den Instinktos nach Guy-Claude-Burger sind Vegetarier. Viele von ihnen haben sich sogar dazu entschieden, auch die Milch und Käseprodukte von ihrem Speiseplan zu streichen. Aber die Entscheidung, veganer Rohköstler zu werden, liegt bei jedem einzelnen selbst.

Überwiegend viele industrieverarbeiteten Nahrungsmittel enthalten bei näherem Betrachten irgendein tierisches Produkt. Dies ist jedoch nicht immer gleich klar und offen zu erkennen. Meistens verstecken sich diese Produkte hinter Bezeichnungen wie: Verdickungsmittel, Emulgatoren, Fette, natürliche Aromastoffe, Emulsionen, Gewürze, Würze, Würzmittel, Geschmacksverstärker, Gelatine, Lebensmittelfarbe, etc..
Nebenbei erwähnt, enthalten z.B. viele Shampoos Eigelb, die meisten Seifen und Waschsubstanzen werden aus tierischen Produkten hergestellt, der Großteil unserer Kosmetik basiert auf tierischen Produkten (bzw. Abfallstoffen der Nahrungsmittelindustrie) und die Fotos in unserem Album bestehen aus einem mit Gelatine beschichteten Film... ohne Schweinegelatine gäbe es die Buchdruckerei nicht....

Jesus ermahnte uns, das Leben aller Geschöpfe zu achten und darauf zu sehen, was wir tun:

"Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan."
Matth. 25:40

Was immer wir nicht möchten, das uns getan würde, sollten wir darum auch nicht unserem Mitgeschöpfen tun! Diese Worte haben ihre Gültigkeit nicht nur bei den Menschen. Sie gelten für unsere gesamte Welt und alle Kreaturen auf ihr!

Lauschen wir unseren Herzen und öffnen unsere Augen für die Wunder des Lebens dieser Erde. Welch ein Frieden wird es sein, wenn wir die schreckliche Gewohnheit es Tötens, Schlachtens, Zerstörens und Nachahmens abgelegt haben...

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4. Vierter Schritt - leichte Kost

Der nächste Schritt zum Ziel ist, alle schweren, belastenden Lebensmittel und Produkte, die aus ihnen hergestellt wurden, gegen vitale Kost einzutauschen.

Hierzu gehören:

  • Getreide, Reis, Kartoffeln, Nudeln, Spätzle und Knödel.
  • Mehlspeisen und Backwaren, wie z.B. alle Sorten von Brot wie Knäcke bis Vollkorn, Weißbrot, Semmeln oder Brötchen bis Toast; Gebäck und Kuchen aller Art;
  • Nudelgerichte wie Spaghetti, Makkaroni, Lasagne, Ravioli...; Mehlspeisen aller Art wie Pfannkuchen, Strudel, Spätzle, Kaiserschmarrn;
  • eingedickte Soßen und Suppen; Mehlschwitzen oder Mondamin, etc.
  • Reis- und Körnergerichte: Reispfannen, Puffreis und das beliebte Pop-Corn .
  • Bohnen-, Linsen und Erbsengerichte, wie: Mexikanische Chilly-Bohnen, Kichererbsen und Linseneintopf;
  • Kartoffelgerichte, Bratkartoffeln, Kartoffelpuffer und Püree, Salzkartoffeln, Finger-nudeln, Chips, Pommes-Frites;

Die Aufzählung kann endlos fortgesetzt werden, doch mit diesen paar Beispielen möchte ich die Liste schließen.

Getreide, speziell Weizen, Hafer und Reis sind mit die größten Schleim-Lieferanten unserer täglichen Nahrung. Sie sind mit die Hauptverursacher für unsere Grippe, Bronchitis...


5. Fünfter Schritt - FRohkost

Nachdem wir es geschafft haben, unsere Eßgewohnheiten so weit umzustellen, können wir den nächsten größeren Schritt wagen: der Eintausch jeglicher gekochter Gerichte durch frische Gemüse und Blattsalate, Früchte und frisch gepresste Säfte.

Es lassen sich auch ohne die Beigabe von Geschmacksverstärkern wunderbare Rohkost-Gerichte erstellen. Mit Zitrone kann man den Essig ersetzen. Das bisherige Salatöl wird durch native, kaltgepresste Öle - am besten Olivenöl oder Sonnenblumenöl - ersetzt. Die Tomate gibt immer einen würzigen, deftigen Hintergrundgeschmack ab. Petersilie und Dill runden den Geschmack auch von ungesalzenen Salaten wundervoll ab. Avocados ergeben herrlich cremige Dips und Beigaben.

Es darf ganz der Nase und dem natürlichen Geschmacks-Sinn nach zusammengestellt werden. Jeder findet für sich die beste Kombination, wenn er seinen Sinnen und seiner inneren Stimme ernsthaft folgt.

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