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Das Buch: "Der Wille des Menschen"
Teil III
© Regina F. Rau


V. Transformierte ganzheitliche Liebe

1. Sechster Schritt - Sonnenkost
für Sonnenkinder und Individualisten

Wenn wir uns schon bis hierher vorgearbeitet haben, schaffen wir sicherlich auch den letzten Sprung: alle Früchte, die uns gut tun, sind erlaubt. Diese Kostform wird vor allen Dingen diejenigen begeistern, die sich in wärmeren Ländern aufhalten - auch eine Kostform für den Sommer...

Früchtemandala  Ananas, Kiwi, Erdbeer
Früchtemandala Ananas, Physalis, Kiwi, Banane
Früchtemandala Ananas, Physalis, Kiwi, Erdbeer
Gemüsemandala Möhren, Champignon, Tomaten, Zuccini, Petersilie, Walnuss

Gemüsemandala  auf Ahornblättern: geriebene Karotten, Rote Beete, Sellerie, Weisskraut, Tomaten, Salat
Wüstenmandala: Dattelbällchen mit Feige, Banane, Kokosflocken, Melisse

Kräutermahlzeit mit Champignon, Tomaten, Walnuss




Kräutermahlzeit mit Löwenzahn, kriechender Günsel, Wegerich,  Vogelmiere, Avocado
Kräutermahlzeit mit Avocado, Banane und Erdbeere

Wenn wir uns schon bis hierher vorgearbeitet haben, schaffen wir sicherlich auch den letzten Sprung: alle Früchte, die uns gut tun, sind erlaubt. Diese Kostform wird vor allen Dingen diejenigen begeistern, die sich in wärmeren Ländern aufhalten - auch eine Kostform für den Sommer...

Als frischgeborene Früchte-Esser können wir uns der wunderbar heilenden und erneuernden Wirkungen der Früchte erfreuen und uns einem Leben innerer Ausgeglichenheit und Harmonie mit unserer Umwelt hingeben und widmen. Die täglichen Übungen, Meditationen und Gespräche mit Gott werden uns dabei helfen. Wir können unsere Freude an andere Menschen weitergeben und Gottvertrauen vermitteln. Wir werden zum Lichtträger.

  • Unser Körper wird erneuert.
  • Unser Geist Wird gereinigt. Die Seele wird geheilt.
  • Unsere Haut braucht keine Seife mehr für die Reinigung. Die Haut erzeugt ihre Creme selbst.
  • Das Haar wird wieder glänzen und wachsen und die ursprüngliche Farbe zurückerhalten.
  • Krankheiten jeglicher Art werden geheilt, wenn dieser Weg von Zuversicht und starkem Glauben begleitet ist.
  • Die Zähne werden erneuert.
  • Haut, Haare und Knochen werden erneuert.
  • Die Leistungsfähigkeit für Geist und Körper steigt.
  • Neues Leben - ein Baby - wird in Reinheit geboren und kann sich in Gottverbunden-heit entwickeln.
  • Freudige Erfüllung von göttlichen Aufgaben tritt anstelle des schweren Abtragens von Sühneschuld.
  • Müdigkeit, Schwäche, Unbewusstheit, Halbherzigkeit, Unaufmerksamkeit, Freudlosigkeit und Depressionen verschwinden
  • und unser Herz öffnet sich der Bewusstheit, Harmonie, Achtsamkeit, Freude und Liebe.

Wir öffnen uns dem Licht Gottes

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2. Die Monatsblutung der Frau

Dieses Thema spreche ich absichtlich ein wenig abgesondert an. Wenn die Blutung aufgrund der Ernährungsumstellung auf Roh-Kost nachlässt oder aufhört, ist das ein Grund zur Freude für die Frau. Die Frau erlebt die Reinigung und positive Veränderung buchstäblich. Wie sich das verhält, will ich gleich beschreiben.

Die Frauen, die sich schon länger von der Roh-Kost oder gar von Früchten ernähren, haben sicher alle schon die Zeit hinter sich, in der sie feststellten, dass die monatliche Regelblutung immer schwächer wurde, bis sie ganz ausblieb. Die Veränderung kann schon nach dem ersten Monat beobachtet werden, mindestens jedoch nach dem 4. bis 5. Monat. Bei regelmäßigem Fasten von noch nicht umgestellten Frauen kann es auch vorkommen, dass die Regel sich verschiebt. Es ist sehr wichtig, dass dies für das Liebesleben berücksichtigt wird, wenn kein Kinderwunsch vorhanden ist!

Es gibt eine sehr ernste Aufgabe auf dieser Erde, die der Schöpfer den Frauen zugedacht hat. Es ist dies die Ermöglichung der Verkörperung für eine Seele auf diese Erde: die Geburt! Dazu hat er die Frauen ganz sorgfältig mit allen nötigen körperlichen Vorrichtungen ausgestattet. Eine solche Vorrichtung ist die Gebärmutter. Damit das reinkarnierte Wesen alle Voraussetzungen für eine bestmögliche Entwicklung hat, muss die Gebärmutter immer rein sein. Das heißt, sie muss sauber sein, von körperfremden Substanzen, von Giften und toten Zellen. Da wir Menschen uns jedoch von Tot-Kost ernähren, lagern sich in unserem ganzen Körper diese zugeführten toten und schädlichen Substanzen ab, Zellen unseres eigenen Körpers sterben ab ... Der Empfangsraum, in dem der neue Gast der Erde erwartet werden soll, wird also von der Natur zwangsweise gesäubert. Dies tut der Organismus der Frau mittels Flüssigkeiten, die sich im eigenen Körper befinden. Während der normalen Zeit hat deshalb fast jede Frau durchsichtigen bis gelblichweißen Ausfluss, durch den ein Teil der beschriebenen Stoffe aus dem Körper transportiert wird. Doch diese Maßnahme reicht zur Entgiftung des Körpers nicht aus. Beobachten wir z.B. eine Frau mit verstärkter Akne. Jeden Monat wenn sie ihre Regelblutung hat, scheint sich ihre Akne vorübergehend zu bessern. Einmal im Monat blutet die Frau, damit alles Unsaubere durch die Waschung mit dem Blut aus dem Körper transportiert wird. Diese Vorgänge der Ausscheidung von Giftstoffen, die dem Körper aufgezwungen sind und ihn erheblich schwächen, sind schon so zur Gewohnheit geworden, dass wir sie als normal bezeichnen. Dabei ist es tatsächlich das genaue Gegenteil davon. Jeden Monat hat die Frau einen Blut- und Gewebeverlust, der erneuert werden muss. Dieser Vorgang geht meist mit Wärme- und Völlegefühl im Leib, Blähungen, leichten Kreuzschmerzen, Unbehagen und Unwohlsein vor sich. Das ist auch ein Grund, warum die Mehrheit der Frauen während oder kurz vor dieser Zeit in leicht gereizte, depressive oder traurige Stimmung verfallen. Tief in ihrer Seele spürt die Frau den Wunsch zu erkennen, warum ihr dieses körperliche und seelische Leid widerfährt!

Der Mutterkuchen muss immer intakt und sauber sein, damit das Wesen, das durch ihn bestimmt ist, diese Erde zu betreten, auch in ihm empfangen werden kann. Es darf nicht durch harmvolle Substanzen verletzt oder behindert werden in seiner Entwicklung. Weil aber trotz der monatlichen Reinigung so viele Schadstoffe zurückbleiben und die Frau nicht aufhört, ständig neue nachzuliefern, kann dieser Raum nicht schadstofffrei gehalten werden. Es kommt zu schweren Unglücken wie Behinderung, Missbildung und seelischem Trauma des Neugeborenen. Und die Frau selbst erleidet oft große Schmerzen, Blutverlust. Sie soll nebenbei auch noch Arbeiten gehen. Diese Blutung der Frau wird Reinigung genannt... "Reinigung von was?" haben sich sicherlich die meisten Frauen mindestens einmal in ihrem Leben gefragt!

Vielleicht können sich einige daran erinnern, dass Mutter Maria's Empfängnis in der Bibel als die unbefleckte Empfängnis bezeichnet wird. Dies ist sicherlich nicht nur rein symbolisch zu verstehen ... Allein bei der Erhitzung von Lebensmitteln entstehen unzählige Gifte, die dem Körper fremd sind, und die er gerne wieder loswerden möchte. Bleibt zu raten, wie sich Maria vermutlich ernährt hat, wenn sie also unbefleckt war. Ihre Kost bestand vermutlich aus Früchten und rohbelassenem Gemüse, das im rohen Zustand für den Menschen zuträglich ist. Vielleicht hat sie auch zu bestimmten Zeiten die Milch von Kühen oder Ziegen zu sich genommen. Allerdings tat sie das ganz bestimmt nicht jeden Tag und die Milch war frisch - also nicht erhitzt.

"Wie weiß ich nun, wann ich empfängnisbereit bin und wann nicht, bzw. wann es für mich gefährlich ist und wann nicht" werden sich viele Frauen fragen.

Der Eisprung geht in der Regel mit einem leichten Temperaturanstieg des Körpers einher. Es ist deshalb zu empfehlen, dass die Frau schon vor ihrem Entschluss zur Ernährungsumstellung ihren Körper gut beobachtet. Den Tag des Eisprungs kann die Frau durch Beobachtung ihres Körpers und anfänglich auch durch Hilfestellung des Thermometers sehr bald selbst feststellen.

Basal-Temperatur-Kurve

Die Frau kann ihren Zervix-Schleim dabei jeden Morgen bei der ersten Toilette beobachten. Wenn das Papier, mit dem sie sich nach der kleinen Toilette abwischt leicht über die Vagina gleitet, und sich leicht feucht bis schleimig anfühlt, folgt die nächste Prüfung. Die Frau nimmt mit dem Finger aus der Scheide eine kleine Probe des Schleims und prüft dann die Beschaffenheit des Sekrets zwischen Daumen und Zeigefinger. Wenn nun ein sich ziehender durchsichtig bis weißer 1-3 cm langer elastischer Faden zu erkennen ist, so zeigt dies den Eisprung an. Ist es lediglich eine flockende, oder klumpende milchigweiße bis weiß-gelbliche Substanz, so handelt es sich um Ausfluss. Mit der Zeit wird die Frau durch Beobachtung ihres Körpers, des Fadens und der Körpertemperatur in der Lage sein, ihren Eisprung auch ohne Thermometer sicher zu bestimmen.

Dabei sind während der ersten Zeit das Fieberthermometer und der Periodenplan, der in jeder Apotheke erhältlich ist sehr hilfreich. Allmorgendlich zu gleicher Zeit und möglichst vor dem Aufstehen soll die Körpertemperatur im After gemessen werden. Die Aufzeichnung über längere Zeit auf einem Kurvenblatt zeigt den Temperaturan-stieg (0,3 - 0,6°C) ca. zwei Tage nach dem Eisprung an. Daraus lässt sich die für eine Empfängnis günstige Zeit und die Zeit, in der wahrscheinlich keine Empfängnis stattfinden kann, ersehen. Bleibt der Temperaturanstieg aus, so hat kein Eisprung stattgefunden. Ca. 14 Tage vor dem Eisprung sinkt die Temperatur wieder ab. Weil nach der Ernährungsumstellung Krankheiten mit ihren speziellen Temperaturbildern so gut wie ausgeschlossen sind, wird die Kurve sehr gut erkennbar sein.
(Wunderbare Bücher zum Thema der Empfängnisverhütung:
Inge Trobisch "Mit Freuden Frau sein" - Band I. und II. nachlesen).

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2. Liebe, Sexualität und die Sonnenkost

Mit der neuen Ernährungsform stellt sich auch ein neues Gefühl in Bezug auf die Sexualität ein. Viele Rohköstler haben inzwischen davon berichtet, dass sie diesbezüglich eine angenehme Veränderung an sich beobachtet hätten. Sie fühlen sich von sexuellen Gefühlen weniger getrieben, und erleben sich selbst bei der körperlichen Liebe zärtlicher und einfühlsamer. Sie hätten nicht mehr diesen Drang, in erster Linie auf den Höhepunkt zuzusteuern und könnten Zärtlichkeiten intensiver genießen. Auch ich selbst habe die Erfahrung dieser wunderbaren Veränderung gemacht, nachdem ich schon ein paar Monate konsequent bei der neuen Ernährungsform geblieben war.

Wie wunderbar beglückend und erfrischend sind Liebesbeziehungen, in welchen die zärtliche Hinwendung mehr im Vordergrund steht, als das gegenseitige Verschaffen eines Höhepunktes. Wie erleichternd wird es für viele Frauen sein, wenn sie endlich vom Zwang, einen Höhepunkt vortäuschen zu müssen befreit sind, den sie bisher vorgaben, um die Eitelkeit und den Stolz des Mannes nicht zu verletzen. Wie bereichernd wird es für viele Männer sein, wenn sie sich endlich der Liebe hingeben können, ohne die quälende Angst im Nacken zu spüren, ein Versager zu sein! Wir können uns Zärtlichkeiten, Liebkosungen, Vertrauen und innige Liebe geben. Ein wirklich harmonisches, glückliches Liebesleben ist nicht geprägt vom Orgasmuszwang. Das heißt, es ist nicht geprägt vom zwanghaften Hinsteuern auf dieses ekstatische Ziel oder von der Vorstellung, versagt zu haben oder etwas zu versäumen - wenn dieses Ziel nicht erreicht oder verfolgt wird. Viele werden erstaunt sein, wie viel mehr das neue Hinwenden zum Partner an Freuden und Lust bringt - im Vergleich zu unserem vorigen Sexualleben.

Auch für Paare mit Kinderwunsch gibt es wunderbare uralte Neuigkeiten mit der Rohkost. Eine Frau, die sich während der Schwangerschaft von Sonnenkost ernährt, hat eine wunderbar leichte, schmerzlose Geburt. Ein Baby, das durch eine reine Frau auf die Welt kommen durfte, braucht nicht wegen Unterleibsschmerzen und dergleichen zu weinen. Das Ungeborene genießt eine perfekte Nahrung, die es stärkt und aufbaut. Auch das Vertrauen eines auf solche Weise heranwachsenden Babys zur Mutter und zur Welt ist durch die körperliche Reinheit der Mutter, die es mittels der Nahrungsaufnahme über die Nabelschnur wahrnehmen kann - noch ungebrochen. Ein solches Baby kann sich rundherum glücklich und geborgen fühlen. Es fühlt, dass die Mutter selbst gestärkt und gesund ist, dass sie das Licht des All-Vaters in sich trägt und an sich weitergibt...

4. Die Menstruation für den Mann

Die Männer werden sich nun fragen, ob es denn bei ihnen auch so ein Ablass-Ventil für Giftstoffe gibt, wie es bei der Frau die Monatsblutung oder der Ausfluss ist. Und tatsächlich: Es gibt solch ein Ventil, auch wenn es nicht so eine starke Reinigungswirkung hat wie die Blutung der Frau. Im Samenerguss des Mannes ist ein großer Anteil von Giftstoffen in der Samenflüssigkeit enthalten, die durch die Ernährung oder auf andere Weise in den Körper gelangt sind. Auch der Geruch dieser Flüssigkeit kann von den Giftstoffen beeinflusst sein, die sich darin angesammelt haben. Ernsthafte Männer können sicherlich den Teil ihrer Verantwortung erkennen: auch ihre Samen haben im Sinne der Natur frei zu sein von Giftstoffen. Denn alles, was über den Körper an Fremdstoffen in die Samenflüssigkeit gelangt, kann das Erbgut des Neulings folgenschwer beeinträchtigen und auf irgendeine körperliche oder seelische Weise behindern!

Deshalb möchte ich dieses Wort besonders an alle Paare richten, die sich entschlossen haben, neuem Leben eine Chance auf dieser Erde zu geben...


5. Transformiertes Liebesleben

Ein lebhaftes Beispiel, welche Missverständnisse unter anderem durch falsche Nahrung entstehen, liefert das delikate Thema der Sexualität!

In den heiligen Schriften wird allerorts der Rat bzw. das Gebot gegeben, auf sexuellen Kontakt zu verzichten, wenn man zur geistigen Erleuchtung gelangen will. Auch die großen Propheten sagten so. Obwohl sie recht haben - wie ich im folgenden erkläre - war durch die Art unseres Verstehens große Verwirrung angerichtet:

Ein unreiner Organismus, welcher voll steckt mit toter Materie - gibt stetig süchtige Impulse an das Gehirn weiter. Das Wort Sucht besagt schon, das wir etwas suchen! Wir dürfen also sagen, dass suchende Signale gesetzt werden. Das Gehirn bzw. Gedächtnis eines solchen Menschen ist vergiftet und verlangt daher nach der Erfüllung von krankhaften Wünschen, die durch falsche Vorstellungen entstanden - in der Hoffnung, damit die große Leere zu füllen, die er tief in sich fühlt. Nicht der Wunsch, der im Grunde die Suche nach Geborgenheit, Friede, Zärtlichkeit und Liebe ist, ist krank - sondern die verdrehte Sichtweise und Erfüllungs- Vorstellung ist das Problem.

Das Essen von toter Materie lässt uns wünschen, wenigstens für einen Augenblick von dem inneren Druck, von der inneren Desorientiertheit auszuspannen, die uns nun umgibt. Zu diesen Substanzen zählen speziell tierische Produkte, Zucker, chemische Produkte, schwere Mahlzeiten, etc. Dieser Druck und dieses Leeregefühl entsteht, wenn die gesamte Energie für die Abarbeitung der schweren Kost von unserem Körper benötigt wird. Er hat also kaum noch Reserven, um in unserer Seele das Licht anzuknipsen! Dies gibt uns ein leeres, finsteres, ausgepumptes Gefühl. Um dieses Gefühl zu vergessen, futtern wir noch mehr, sehen fern, hoffen auf Befriedigung durch sexuellen Kontakt.

Das Wort Befriedigung sagt sehr schön, dass wir in uns und um uns herum Frieden suchen! Doch die Tatsache, dass wir überlastet sind, hindert uns daran, diesen Frieden auch wirklich einkehren zu lassen!

Es ist lediglich eine kurze Flucht, die nur einen Körper befriedigen kann - und wenn wir ehrlich sind: kann sie nicht einmal das. Aber es kann niemals einem Herzen die Liebe geben, die es benötigt - weil in dieser Art der sexuellen Praktik - die göttliche Energie fehlt. Sie kann gar nicht durch die vielen schwerfälligen Massen durchdringen!

Die Schwierigkeit wächst weiter, wenn wir Menschen uns aus religiösen Gründen zugeknöpft wie Eskimos bekleiden. Dies soll vermeiden, dass besonders die Männer nicht verrückt werden, wenn auch nur ein bisschen Haut bei einer Frau sichtbar ist. Diese Idee wurde besonders in muslimischen Ländern verbreitet, weil die Sichtbarkeit von Haut unsittliche Wünsche wecken könnte. So werden die Männer, die in islamischen Ländern leben, geradezu dazu erzogen, unsittliche Gedanken zu hegen, wenn sie ein unbedecktes Stückchen Haut sehen: den Arm, den Hals, das Bein einer Frau ...

Ich selbst kenne ein paar Nackten-Zentren, in welchen die Gäste frische Nahrung zu sich nehmen, meditieren und Gespräche mit Gott führen. Es gibt zahlreiche Freikörperkultur- Badeorte. Niemand wird dort beim Anblick von nackter, bloßer Haut verrückt oder unsittlich! Die eigene Haut gilt als angemessene Bekleidung, in der man ohne anzuecken, erscheinen kann. Es gab da ein wunderbares Kindermärchen: des Kaiser's neue Kleider ...

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Blicken wir noch einmal auf unsere Ernährungsweise. Viele Männer erklärten mir, dass sie laszive, abgeartete und übersteigerte Wünsche gehabt hatten, als sie noch Fleisch aßen. Und als sie Vegetarier wurden und auch den Anteil frischer Nahrung erhöhten, besserte sich dieser Zustand sehr. Es wurde ihnen wieder möglich, Gespräche auf geistiger Ebene mit Frauen zu führen, ohne dass sexuelle Wünsche dabei aufstiegen. Ein Befragter erklärte mir, dass er beim zeitweiligen Übergang auf Fleisch-Kost jedes Mal aggressive, ungezügelte Gelüste bekommt ...

Kannst du dir vorstellen, wie ein echtes körperliches Liebeserlebnis aussehen kann, wenn wir dieses mit reinem Geist und mit reinem Körper erleben! Wie viele bekamen schon zu spüren, wie sehr eine tropfende oder verstopfte Nase, ein voller Darm, eine übermäßig schwitzende Haut, ein übelriechender Atem, ein nach Nikotin und Asche schmeckender Mund, übelriechende Füße, oder auch eine unerledigte Angelegenheit, eine störende Geräuschkulisse oder unangemessene Umgebung unser Liebesleben beeinträchtigte.

All dies belastet uns sehr, während wir uns lieben! Wir sind darin gestört, uns ganz den Gefühlen und Strömungen der Liebe hinzugeben. Wir hören, riechen, schmecken und fühlen dann die lauten Einflüsse, die alles andere förmlich übertönen. Wie können wir uns da zärtlich lieben. Wir spüren ja nicht einmal mehr uns selbst richtig!

Der reine Körper hilft den Geist zu reinigen und der klare Geist hilft uns durch positive Erkenntnisse zu richtigem Verhalten. Er führt uns dazu, dass wir uns die richtige Nahrung zuführen, dass wir uns in einer positiven Umgebung aufhalten, dass wir uns mit angenehmen Geräuschen umgeben.

Der Wald kann uns mit seinem würzigen Duft erfreuen. Er kann uns durch den Gesang der Vögel beglücken. Er kann uns mit dem leisen Säuseln seiner Baumwipfel beruhigen. Er kann uns mit dem Wasser eines klaren Baches erquicken... Im Wald sind so viele Energien der Kraft, des Lichtes und der Liebe - die wir nur aufzunehmen brauchen, damit wir uns durch sie erfüllen. Seele, Geist und Körper sind untrennbar miteinander verbunden. Jedes ist vom anderen abhängig bzw. alles bildet eine Einheit.

Wenn zwei Liebende sich im körperlich-geistig-seelisch im reinen Zustand einigen, kann dies in keiner Weise mit dem Vorgang verglichen werden, den wir allgemein als sexuellen Verkehr bezeichnen.
Das Verschmelzen von beiden Partnern findet dann auf körperlicher und seelischer Ebene statt. Ich habe einmal einen Satz gehört, den ich hier wiedergeben will: wenn zwei Menschen sich von der Erwartung an ihren Partner freigemacht haben und sich mit ganzem Körper und ganzer Seele der Gottheit im anderen öffnen, dann wird dieses Ereignis zum göttlichen Ereignis.
Wir entscheiden also, ob wir uns damit zufrieden geben wollen, uns rein körperlich abzureagieren, oder ob wir gemeinsam unseren göttlichen Wesenheiten in uns er-möglichen, sich durch unsere Körper miteinander zu vermählen. Wenn also in den Heiligen Schriften vom Verzicht auf Sexualität die Rede ist., ist nirgendwo die Rede vom Verzicht auf sexuelle Liebe im göttlichen Sinne..

Der bloße körperliche Kontakt - der blanke Sex - der die Liebe entbehrt, war also gemeint, wenn wir in den Schriften von Verzicht auf Sexualität lesen. Das war es, worüber die Propheten, die Geistlichen und die Heiligen Schriften sprechen! Vom Verzicht auf erquickende körperliche Liebe, die auf allen Ebenen in die Liebe eingebunden ist, ist nirgendwo die Rede!

III. Epilog

Noch ein paar Worte zum Abschluss:

... dieses Buche verstehe ich als Anregung, den eigenen Weg im Chaos unserer heutigen Fortschritts- und Bildungsflut zu finden... durch das Lauschen auf die eigene innere Stimme, die jeder in sich selbst trägt.

Durch die technischen Möglichkeiten, die sich uns heute bieten, sind wir einmal mehr verleitet, unser Wissen bequem aus den vielen Quellen zu schöpfen, die sich uns öffnen. Doch diese einseitige äußere Bildung ist gleichzeitig wie ein Schalldämpfer für die Weisheit, die sich uns aus unserem Inneren mitteilen möchte.

Es ist eine Aufmunterung, die Stimme der göttlichen Führung in sich selbst wieder zu entdecken und sich ihr anzuvertrauen. Es ist ein Aufruf einen Schritt auf unseren Schöpfer zuzugehen - innen, wie außen.


Singt den Namen Gottes immer:
sitzend, stehend, essend, gehend, schlafend
was immer ihr auch tut ...
Er wird Euch antworten und Euch mit seiner Liebe erfüllen
Seid achtsam und voller Demut ...

Zögert nicht
und springt ins Leben

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