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Kathrin Wiesensarter De Chávez
aus München
Kreidezeichnungen und Gedichte
Die Malerei ist für mich eine Art Lebensweise,
Lebensansicht - oder auch Lebensgefühl. Ich male, was ich in
der äußeren und meiner inneren Welt sehe und erlebe. Kurz gesagt:
Das Leben mit all seinen lichten und dunklen Seiten ist Thema der
Bilder.
Da Trauer, Wut und Verzweiflung Bestandteile der menschlichen
Existenz sind, will ich sie in meinen Bildern nicht verleugnen.
Dennoch befriedigt es mich nicht, in der Kunst das Hässliche in
der Welt und den Schatten der Seele widerzuspiegeln, ohne dem
Dunklen und Ausweglosen ein wenig Licht - vielleicht den Ansatz
einer Lösung entgegenzusetzen.
Mein Lebensgefühl ist gezeichnet von der ständigen Sehnsucht,
die materielle Lebenswirklichkeit mit dem Spirituellen zu verbinden.
Die Musik der südamerikanischen Folklore bringt für mich eine
ständige Suche nach dem Licht in besonderer Weise zum Ausdruck,
wobei menschliche Gefühle wie Freude und Traurigkeit eng miteinander
verknüpft sind.
"Erde getrennt vom Himmel,
das kann nicht gut sein,
das ist Ende vor dem Anfang -
Anfängt das Ewige, wo wir verbinden."
(Kathrin W. de Chávez)
Persönliche Motivation zur Malerei
Autodidaktischer Werdegang als Künstlerin : beeinflusst durch
das künstlerische Schaffen meiner Großeltern und Eltern hatte
ich schon immer Freude am Umgang mit den Farben.
Deshalb schlug ich auch während meiner Schulzeit die künstlerische
Richtung ein. In der Facharbeit thematisierte ich "Romantik
aktualisiert anhand der Illustrationen von Eichendorff-Literatur".
Es entstanden diverse Aquarelle, Zeichnungen durch Anreize aus
der Natur (Landschaftsmotive).
Inspiriert durch Musik begann freies Experimentieren mit Farben und
neuen Techniken (Acryl, Ölkreide, Aquarelle, Kohle und Mischformen).
Der Mensch als Thema gewann an Bedeutung. Kurs im Aktzeichnen im
Studio T. Zeiler, Schellingstraße. Zwischenmenschliche Erfahrungen
fanden Ausdruck in Form von Gedichten.
Bewegt und angeregt von der südamerikanischen Kultur meines Mannes,
offenbart sich mir nach und nach die Bedeutung meiner Malierei, die
sich zunehmend in einem individuellen Stil ausdrückt. Indianische
Folklore und das Lebensgefühl der Indios werden zu wichtigen Themen
in den Bildern.
Kontaktadresse:
Katrin Wiesensarter de Chávez
Bodenseestraße 3
81241 München
Telefon: 089 / 82908356
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Ahnung vom eigenen Stück Leben
Sie wandern im leeren Raum -
Sie setzen sich
und füllen den Raum
Das Stück beginnt,
geht über die Bühne
setzt sich fest in ihren
Gehirnen
füllt ihre Herzen mit
Anteilnahme...
Zurück bleibt ein leerer
Raum
und eine Ahnung vom eigenen Stück Leben
das über die Bühne geht
sich festsetzt im
Gehirn
und füllt das Herz
mit
Anteilnahme
am eigenen Schicksal...
© Kathrin Wiesensarter de Chávez
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Täuschend glaubhafte Lüge
Gleichsam durch eine Wand aus Glas
sehe ich, wo zu stehen
nicht die meisten längst verdrießt,
wo mein Platz, wenn nicht dieses -
fern alles Sichtbaren
Welche Sprache verleiht dem Form und Gestalt?
Nenn' ich es Verlangen oder Sehnsucht?
Unzulänglichkeit der Zunge,
dennoch rührt es in mir, bäumt sich auf,
dieses - ach so Spärliche, kaum Vorhandene,
wo scheinbar sinnhafte Nichtigkeit,
bäumt sich auf
gegen täuschend glaubhafte Lüge...
"Leben" nennen sie jene,
die ihr Gestalt verliehen,
"Leben" rufen sie,
nicht ohne Ehrfurcht vor dem eigenen Werk
und ihren Kehlen entweicht ein Klang,
der sich ihrem Hören verschileßt:
Beinahe nur scheinbar, gestaltlos und leise,
Fast wie ein Hauch, und dennoch da -
rührt sich die Sehnsucht nach diesem -
ach so Spärlichen, Kaum Vorhandenen,
wo Leben in Gestalt von Lüge scheinbar
sinnhaft gemacht.
10. April 1995
© Kathrin Wiesensarter de Chávez
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"La danza de los diablos ante Maria y Jesus"
"Der Tanz der Teufel vor Maria und Jesus"
(Fest in Peru)
© Katrin W. de Chávez
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Sterben ist nicht schwer
Sterben ist nicht schwer
ist Stehen an der Schwelle
ist Gehen zu der Quelle
Leben ist noch mehr...
© Kathrin Wiesensarter de Chávez
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Leben im Gestern
Schau nicht um
die Zeit geht rum
Wer dies im Leben
nicht beacht
und stets ans Gestern
nur gedacht
Hats Heut und Morgen
übersehn
Mit Gestern wird er
wieder gehn -
© Kathrin Wiesensarter de Chávez
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"Erde getrennt vom Himmel,
das kann nicht gut sein,
das ist Ende vor dem Anfang -
Anfängt das Ewige, wo wir verbinden."

"Erde getrennt vom Himmel"
© Katrin W. de Chávez
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Gestern - in meinem Traum
du warst gestern
in meinem traum
wie damals in meinem
leben,
so gegewärtig
gestern
wie damals -
ich suchte dich
gestern
wie damals -
und du beschenktest mich
mit blütenblättern
gestern,
wie damals -
und ich glaubte,
du liebst mich
gestern,
wie damals -
© Kathrin Wiesensarter de Chávez
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"Amigos en primavera de Amazonas"
"Freunde im Frühling des Amazonas"
(verkauft)
© Katrin W. de Chávez
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Deine Mitte
Inmitten der leeren Endlosigkeit
Inmitten der endlosen Leere
Inmitten der grauen Farblosigkeit
Inmitten dem farblosen Grau
Inmitten der unerträglichen Kälte
Inmitten dem kalten Untragebaren
DU-
eingebettet-endlos fühlend
Leere - Grauheit - Kälte - ...
tragend das Untragbare
weil dich in deiner Mitte
endlose Fülle
endlose Farbigkeit
endlose Wärme
tragen...
© Kathrin Wiesensarter de Chávez
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Einen kurzen Augenblick
Für einen kurzen Augenblick
an der eigenen Begrenztheit rütteln -
ertasten ihren Umfang,
das Fundament beklopfen.,
die Festigkeit prüfen,
an den Mauersteinen kratzen
Für einen kurzen Augenblick nur
ihr das Existenzrecht streitig machen -
die Ausmasse als anmassend empfinden,
die Standfestigkeit anzweifeln,
und sie aus den Fugen geraten lassen
Dann, für einen kurzen Augenblick
einen kleinen Hauch von Grenzenlosigkeit atmen -
ehe das grenzenlose Ausmass an Begrenztheit
das kurze Leben wieder eng umfängt.
© Kathrin Wiesensarter de Chávez
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"Depression"
© Katrin W. de Chávez
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Komm - tanz mit mir
Komm und tanz mit mir -
Auf der Strasse Stein und
Staub -
Komm und sing mit mir -
In den Armen der dornigen
Hecken -
woher der Ruf
des Paradiesvogels
Komm und trink mit mir -
vom Wasser des
Sumpfes
Bis die Sterne neu erglühn
und aus den Blumen der Duft
der Ewigkeit
strömt ...
© Kathrin Wiesensarter de Chávez
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"La fiesta en los Andes"
"Fest am heiligen Berg Ozangate in den Anden"
© Katrin W. de Chávez
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Den ersten Schritt tun
Sie konnten einander nicht binden
die Wunde war viel zu tief
Willst du den ersten Schritt tun,
sprach sie -
die Wunde war viel zu tief
Ein Lichtpunkt will ich für dich sein,
sprach sie -
Er tauchte ein so tief
in den Grund
seines SELBST
Den Schritt will ich tun und die
Wunde verbinden und
lichter werden, -
sprach er -
© Kathrin Wiesensarter de Chávez
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"Wiederverbunden" - Ausschnitt
© Katrin W. de Chávez
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Geburt
Als ich mit meiner Welt zu Dir kam, Welt,
erblickte ich dein Licht -
Bendende Helligkeit ringsumher,
gleißender Schimmer, lebendige Glut,
wollten die meine zum Leuchten bringen...
Als ich, ergriffen vonn Neugierde,
Deinen Umfang zu ertasten suchte
und geblendet von Deinem Licht, -
beinahe lüstern, brennend auf "mehr",
an der Stelle Deine Hülle durchdrang,
die meine Welt zu durchdringen vermochte,
erblickte ich Deinen Schatten...
Erstickende Dunkelheit ringsumher, -
taumelnd, schwankend, in tote Leere greifend,
wollte ich die Stelle an dir finden,
die meine Welt zu durchdringen vermochte,...
aber Deine dunklen Schichten
hatten mich ergriffen und ich rollte dahin,
- tiefer, - inmitten Dein Inneres -
© Kathrin Wiesensarter de Chávez
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"Im Geheimen - Mysterium" - Ausschnitt
© Katrin W. de Chávez
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Sag ein Wort
Sag ein Wort -
am Anfang war das Wort
heisst es...
Doch sei Reden Silber,
Schweigen Gold,
aber ein Wort aus deinem
Mund -
Doch tilge Worte der Regen
und Taten graben Furchen,
heisst es...
aber ein Wort aus deinem
Mund -
macht meine Seele
gesund -
© Kathrin Wiesensarter de Chávez
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"Gerardo triste"
© Katrin W. de Chávez
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Der letzte Rest Planet
verwetzt, zerfetzt
wird der letzte Rest Planet
gegeben denen
die leben
verwegen
der Erde überlegen
MACHT SIE EUCH UNTERTAN
sät an, setzt an
zum Pflegen
den letzten Rest
Planet
der lebt, uns zu geben
den menschen unterlegen
MACHT IHN EUCH UNTERTAN
© Kathrin Wiesensarter de Chávez
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Vergiß nicht Mutter Erde
Sing mir ein Lied
vom Tag
an dem sie Sonne vom
Himmel fällt,
die Erde festlich deckt
mit hellem Tuch, -
gesponnen aus goldnen
Fäden
An dem aus feuchtwarmem
Boden
grünes Leben sich streckt,
jungen Anfang, Kraft nach
oben entlädt, -
einlädt, -
Kostet und seht wie gut
der Herr ...
Nimm soviel du willst
von der Tafel aus goldnen
Fäden
vom jungen Anfang und frisch
geborener Kraft
Aber vergiss nicht die Mutter
die den Anfang geboren hat und
vergiss nicht den Spinner, aus
dessen Händen gesponnen das
helle Tuch -
© Kathrin Wiesensarter de Chávez
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"Vision von Susanna"
© Katrin W. de Chávez
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