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Matthias
Krohn
aus Geretsried
Gedichte und Zeichnungen
Das Schreiben ist für
mich eine Art Heiltherapie und Ausdruck der Freude
Ich heiße Matthias Krohn und bin 34 Jahre alt. Im Sommer 2005 kam
es zu einer Krise mit meiner damaligen Freundin Anja. Eine Bekannte riet
mir dazu, ein Gedicht darüber zu schreiben. Schnell merkte ich, dass
es eine sehr gute Möglichkeit für mich war, meine Eindrücke,
Gefühle und Gedanken zu verarbeiten. So schrieb ich auch eins für
die Sabine, die Tagesstätte u.s.w., sowie das Gedicht "Dank
der Familie", mit dem ich mich für ihre Unterstützung während
der jahrelangen Depressionen bedanken wollte.
Den dabei erwähnten
Adler habe ich kurz zuvor kaufen müssen, ohne zu wissen warum.
Da war plötzlich eine unsichtbare Macht, die Besitz von mir nahm
und mich in den Laden zog, und mich erst wieder frei gab, nachdem ich
diesen Adler aus Stein gekauft hatte.
Aber mein größtes
Grenzerlebnis war ein großer schwarzer Schmetterling, der auf
meiner Schulter landete und sich dann propellerartig auflöste.
Das war 2003.
In dieser Zeit lernte
ich Sabine kennen und ich glaube, dass sich damit meine Depressionen
und Selbstmordgedanken auflösten..
In meiner Kindheit
mußte ich leider sehr oft zusehen, wie mein Vater meine Mutter
schrecklich anbrüllte und ich konnte ihr nicht helfen. Dadurch
war ich sehr verängstigt - zuerst merkte ich nichts davon. Als
ich größer und älter wurde hat mich dann meine Kindheit
wieder eingeholt und ich wurde psychisch krank.
Persönliche Motivation
zum Schreiben
Nun
habe ich gemerkt, dass ich wieder auf mein Leben zugehen kann und habe
das hier in Form meiner Gedichte zum Ausdruck gebracht. Damit möchte
ich auch anderen betroffenen Menschen Mut machen, an die Liebe zu glauben
- und wieder auf ihr Leben zuzugehen... siehe dazu auch das Gedicht
Schicksalsmalerei
Kontaktadresse und Leitung der Selbsthilfe-Gruppe
OK. statt KO.
Matthias Krohn
82538 Geretsried
Tel. 08171-919483
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Liebe Sabine
wer hätte das gedacht,
aber Du hast mich für das Leben fit gemacht.
Dankbar schau ich auf unsere Zeit zurück
und wünsche Dir für die Zukunft viel Glück.
Oft gingst Du, oft schmiss ich Dich raus
aber nie hielten wir es lange ohne einander aus.
Ständig ging es mit uns auf und ab,
aber das hielt uns geistig voll auf Trab.
Unsere Zeit lässt sich nun nicht mehr zurückdrehen,
und wir werden jetzt getrennte Wege gehen.
Die Erinnerung an unsere gemeinsame Zeit,
ist, was uns jetzt für immer bleibt.
Für die Zukunft habe ich noch viel vor,
aber für dich und deine Sorgen habe ich immer ein offenes Ohr.
Geht was zu Ende, bedeutet es immer auch Neuanfang,
meine Genesung verdanke ich auch dem Medikamentenschrank.
Drum Liebe Sabine, sei auch Du gescheit,
und lass Dir helfen, sei dazu bereit.
Glaube mir, irgendwann lässt Dich sonst
keiner mehr herein,
und Du wirst Dich fühlen ganz allein.
Glaube mir, Veränderung macht immer auch Spaß,
ist das Leben nicht wie ein Auto, es gibt Bremse und Gas.
Die Richtung bestimmst Du durch den Kopf,
über das Lenkrad, ist der Weg auch noch so hart.
© Mattias Krohn
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Schicksalsmalerei
Ich glaube, dass ich mir mein Leben
hier auf Erden im Himmel ausgesucht habe,
als gerechte Folge für früheres gehabe.
Von meiner Art bin ich ein sehr vorlauter und
frecher Wicht,
dass ich glaube,
das gefiel den Herrschaften nicht.
Auch denke ich - habe ich vieles gewollt mit
Gewalt,
wie ein Spieler -
und jetzt hat mich dieses Schicksal ereilt.
Doch das Spiel des Lebens
in das man mich tat,
war nun wirklich besonders hart,
und das ich's hab halbwegs gepackt,
dass man mich jetzt wieder mag.
Auf den Weg zu mir trank ich so manches Bier,
rauchte so manche Zigarette,
obwohl ich lieber eine Freundin hätte.
Entweder :
legten mich Depressionen lahm,
oder ich verfiel dem Wahn.
An eine Freundin war da nie zu denken,
ich brauchte mir niemals meinen Kopf zu verrenken.
Es hat mir fast den Verstand geraubt,
weil: ich habe mich nie getraut!
Mit der Zeit entwickelte ich so viel Wut,
denn es fehlte mir zum Leben der Mut.
Das ich abschloss mit dem Leben
ich ging lieber einen heben.
Wollte springen aus dem elften Stock,
und verfluchte wütend jeden Rock
Ich bin froh, dass ich's nicht tat,
denn Frauen sind so sanft und zart.
Von der Ferne aus betrachtet,
hab ich alle nur verachtet.
Bis ich selber eine fand,
und ich nahm sie bei der Hand.
Und ich hatte viel zu geben,
und natürlich zu erleben.
Bis ich wieder Freude fand,
das heilte auch meinen Verstand.
Und ich stehe jetzt im Leben
und kann's jedem nur empfehlen.
Nur durch Liebe wird man alt
also - ihr da oben - bis bald!
©
Mattias Krohn
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Wer bin ich - und
wer bist du?
©
Matthias Krohn
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Alles
Liebe
Du warst von Geburt an, niemals blind.
Du konntest sehen, schon als Kind,
dass was in dieser Welt nicht stimmt.
Du träumtest davon mal was großes zu bewegen,
doch das ging leider voll daneben.
Der Frust lässt sich nur schwer beheben.
Tausend unbeantwortete Fragen,
schlagen dir auf Deinen Magen.
Darum bleibe Optimist,
weil es das beste für Dich ist.
Mattias Krohn
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Wer bin ich - und
wer bist du? - 2
© Matthias Krohn
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Dank der Familie
Die gute Nachricht für Dich und diese Welt
ist,
dass mir das Leben mit Euch wieder gefällt.
Denn ich habe das Gefühl ich fahre jetzt gut auf allen Strecken
und brauch' mich da auch vor niemandem mehr verstecken.
Dabei hilft mir meine Phantasie und mein Verstand,
mein langer Atem und meine ausgestreckte Hand.
Aber auch im Gelände schlage ich wieder munter meine Haken,
braucht ihr mich bin ich da, und lass' nicht lang auf mich warten.
In der Zwischenzeit reife ich zum Mann heran,
was mir von Euch keiner abnehmen kann.
Für meinen neuen Weg wünscht mir am besten alle viel Glück,
dann kann ich Euch auch allen wieder trauen
und komme auch gerne wieder zu Euch zurück.
Denn Ihr seid nun mal alle meine Freunde.
Die Spanne reicht da von Schmetterling bis hin
zur grauen Maus,
denn der eine schafft sich zu entfalten,
der andere verzieht sich in sein Schneckenhaus.
Dazu brauchen wir keine Helden sein.
Um das zu verstehen,
wir könnten alle gemeinsam durchs Leben gehen.
Ein Adler sitzt auf einem Stein,
es kann durchaus da unter seinen Füßen ein Paradiesvogel
sein,
und jeden holt irgendwann seine Vergangenheit ein,
es kann aber auch Deine Zukunft sein.
Liebe ist alles, öffne die Tür und
lass' sie rein.
Dann fühlst Du Dich auch nicht mehr innerlich so leer und allein.
Mattias Krohn
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Dank der Tagesstätte
Ob schrill, ausgeflippt
oder traurig und allein,
schau in die Tagesstätte hinein.
Wir sind ein ungezwungener, friedlicher Verein,
und viele wollen gar nicht mehr heim.
Denn während
vielfach das Leben zu Hause nicht so lief,
wird man hier wieder schnell aktiv.
Und alles kostet einem eigentlich fast kein Geld,
was mir besonders gut gefällt.
Langsam packen wir
das Leben wieder an,
und jeder bringt sich dabei ein so gut er kann.
Denn die Tagesstätte ist ein wahrer Schatz,
und jeder findet hier seinen Platz.
Auch zum Alkolhol-Verbot
nahm ich gerne Eure Tipps an,
bis ich merkte, dass ich auch ohne kann.
Dass ich mit Euch wieder Spaß am Leben habe,
ist Euer Verdienst meine Freund - keine Frage
Danke euch allen
©
Mattias Krohn
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Leben als sturer Bock
Wenn
man stur ist,
fehlt der Mut, alles einzusehen,
die Gefühle sind zwar da,
aber man kann sich nicht mehr drehen.
Was
dann die andere Seite leider auch nicht immer kann,
man sollte aber dann auf sein gutes Herz hören
und dem Menschen viel Liebe entgegenbringen mit Verstand.
Wir
leben heute in einer Zeit, wo es heißt,
der die das, ist zu dem, jenem oder jenem geboren.
Nehme das Leben in die Hand und spitz die Ohren.
Rede
doch einfach Tacheles oder am besten Klartext mit mir
und
vergiss alle Vorurteile in Dir, die jenseits des Verstandes
fleißig Namen und Daten in Steine ritzen
oder gegen Leute, die in der Sonne sitzen.
Alles,
was Du kannst, ist Übertreiben,
durchbrech' das gläserne Ich, oder putz mal Deine Scheiben.
Die
Welt ändert sich ständig,
und auch Dein Leid wird nicht für immer sein,
drum rede Dir doch "alles wird gut" mal wieder ein.
Du sagst
jetzt bestimmt, viel muss es gar nicht sein,
von allem zu befreien, denn die "SS",
die psychisch Kranken machten es uns vor,
aber Glück kann nicht auf Unrecht gebaut werden,
Gerechtigkeit geht vor.
Wenn
Du die Welt ändern willst,
fang bei Dir an,
was man muss und was man kann.
Dichte
Dir Deine eigenen Lieder,
denn wo gesungen wird,
da lass Dich nieder -
nur Mut!
Ich
zum Beispiel brauch' von allem was,
sonst macht das Leben mir keinen Spaß.
Auf
Eurem weiteren Weg
wünsche ich Euch viel Glück,
die Zeit war schön mit Euch,
ich komm bestimmt wieder gern zurück,
das ist mein Plan - ich bin davon entzückt.
©
Mattias Krohn
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Liebe Anja
Am Wochenende
ging es uns beiden nicht so gut.
Du merktest, dass mit Dir was nicht stimmt - und hattest Wut.
Und
natürlich hattest Du recht,
und auch mir ging es noch nie so schlecht.
Ich
fühlte mich wie im hellen Scheinwerferlicht
und hatte Angst, ich verliere Dich.
Nach
und nach habe ich dann alles gesagt,
es ar wohl besser, aber auch ganz schön hart.
Am Sonntag
haben wir uns trotzdem getroffen,
aber ich sag Dir ich hätte mich am liebsten besoffen.
Und
auch Du hast so furchtbar gelitten
und hättest dich am liebsten geschnitten.
Am Montag
war uns dann beiden wieder klar,
wir bleiben zusammen, wir bleiben ein Paar.
Eine
Beziehung brauch leider sehr viel Geduld,
aber ich geb' es zu, es war alles meine Schuld.
©
Mattias Krohn
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Liebesgedichte
Mir ist aufgefallen an Dir,
du redest mehr
und igelst Dich neuerdings nicht mehr so oft ein.
Und ich habe das gute Gefühl,
dass dadurch Deine Schicksalsnarben schneller verheilen.
Dass du jetzt mehr reden kannst,
wirkt so ähnlich wie ein Schrei,
es entlädt sich alles
und man fühlt sich wieder frei.
Was Dir dieser Mensch angetan hat,
als Du Dich nicht wehren konntest,
fraß sich tief in Dich rein.
Aber glaub mir der da oben
hat Dich gehört
und meine uns seine Liebe
werden Dich wieder heilen.
Denn ich seh Dich nicht nur als Frau
und wenn wir es wollen,
können wir uns gemeinsam heilen.
Und langsam zieht wieder Frieden in Dein Leben
ein,
denn mit mir und ihn bist Du nie allein.
©
Matthias Krohn
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Die
Robotermännchen
Du sagst, Du hast Angst vor der Nacht,
schwarze Robotermännchen kommen
und im Traum hast Du Dich vor Angst
immer umgebracht.
Ich
denk, es ist ein Zeichen für deine
geistige Verbindung zu einer dunklen Macht,
beschwör die Freiheit und Ruf die Sehnsucht
nach Liebe wieder in Dir wach.
Am Tag
fällt dir dann wieder
deine Lebensgeschichte ein
und Du möchtest am liebsten schreien.
Aber
Narben heilen nun mal nicht mit Gewalt
doch eine Narbe ist auch ein Zeichen dafür,
dass was verheilt.
Ich
bin Dein Freund und ich gebe auf Dich acht,
gute Nacht
©
Mattias Krohn
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Mein Wissen vom Sinn
des Lebens
Ich erträume mir den Sinn des Lebens - und
finde dabei zu mir
und das ist nicht vergebens.
Dabei stell' ich mir meine Ankunft im Jenseits
als Endziel vor,
also hör' gut zu - und leih' mir dein Ohr.
Im Himmel werde ich bestimmt so was wie ein König
sein,
da ich dann bereits weise das Gute und das Böse in mir verein.
Viele Ereignisse und meine Phantasie haben mir
diese Erkenntnis geschenkt,
mir geht's gut dabei, keiner hat mich je zu dieser Sichtweise gedrängt.
Und doch glaube ich - wird es kein Einzelschicksal
sein,
für mich bleibt das der Sinn des Lebens, Inflation schleicht sich
sonst ein
und man fühlt sich sonst schnell voll Hass, hilflos oder allein.
Denn das Leben ist kein klares und einfaches
Spiel,
und sich und andere lieben können - ist wohl dabei das größte
Ziel.
Durch Deinen Einsatz liegt das auch mit in Deiner
Hand,
handle klug, benutze Dein' Verstand.
©
Matthias Krohn
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Zum Davonlaufen
Wieder einmal sind die Gefühle stärker
als der Verstand,
ich fühle mich wie ein Kind,
und vermisse Deine ausgestreckte Hand.
Kein Mensch interessiert sich wie es mir geht,
muß erst ein Unglück geschehen,
aber dann ist es vielleicht schon zu spät.
Wir leben heute in einer hektischen Zeit,
und keiner soll über meinen Kopf hinweg entscheiden,
dass dadurch für mich entsteht größtes Leid.
Allein mit Macht stoß' ich schnell an meine
Grenzen,
und das zerstört in mir den ganzen Menschen.
Aber irgendwann sehe ich keine Gerechtigkeit
mehr im Leben,
schreie oder bleibe stumm,
und dann bringe ich mich oder womöglich andere um.
Oft sperrt einen das ganze denken selber ein,
ich bin wohl schon krank,
doch stur wollte ich nie sein.
©
Mattias Krohn
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