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Eine
Liebe geht zu Ende
... 2005
hatte mich ein Mann über meine Homepage kontaktiert -
und ich blieb 3Jahre mit ihm zusammen. Diese Beziehung war
sehr schwierig gewesen, da ich mit Verhaltensweisen konfrontiert
worden war, die mir bis dahin fremd gewesen waren. Manches
hatte mich an meine Kindheit erinnert, an das, was ich von
meinem Vater her kannte. Dennoch hatte ich mir gesagt, dass
es völlig "gleichgültig" (also gleich
gültig) sei, welchen Menschen ich vor mir hatte und wie
er sich verhielt. Immer wieder sagte mir eine innere Stimme,
dass es "mein Spiegel" sei, den ich da vorgesetzt
bekäme. Also wollte ich mir diesen Spiegel ansehen. Viele
Situationen schmerzten mich sehr im Herzen, im Bauch, in meinen
Gefühlen. Dennoch wußte ich, dass es gut war zu
bleiben - und mir alles genau anzusehen, zu lernen, damit
umzugehen.
Zu
Beginn dieser Beziehung gab es häufig Situationen, die
mich zutiefst erschreckten und ich hatte regelmäßig
aufwühlende Träume. Es gab viele Situationen, welchen
ich mich völlig hilflos gegenüberstehen sah. Doch
mit der Zeit lernte ich mit allem gut umzugehen. Ich erschrak
kaum noch, vieles wurde mir bewußt - ich konnte nun
verstehen, wie mein Partner sich fühlte und wie ich damit
umgehen konnte. Die vielen "Durststrecken" waren
jetzt nicht mehr so hart für mich - ich wußte,
dass auch für mich die Zeit kommen würde, wo ich
aus diesem "Umweg durch die Wüste" wieder heraustreten
würde. Es würde auch für mich wieder eine Begegnung
mit der Liebe geben. Zuletzt trennten sich unsere Wege. Mein
Partner fand eine neue Gefährtin und ich sammelte
mich wieder zusammen, fand wieder Freude an meinem Leben.
Eine
Neue LIEBE
Dann - im Juni 2006 - klickte ich bei einem Freu(n)de-Forum
einen Mann an, bei dessen Betrachtung ich nach so langer Zeit
wieder eine Flamme in meinem Herzen erglühen sah - und einen
wundersamen - sich ausweitenden Raum in mir fühlte, der sich
mit dem seinen über den Äther verband. "Helmut" Er hatte nicht
viel über sich geschrieben. Solche Männer mochte ich eigentlich
gar nicht, da ich mir schon wünschte, etwas über mein Gegenüber
zu erfahren. So schloss ich das Profil wieder - aber ich fühlte
mich wie magisch angezogen, schaute mir immer und immer wieder
dieses Profil an.
Und
einen Tag später hatte ich einen Brief von ihm in meinem Freundes-Postfach.
Ich las aufgeregt seine Zeilen... bald schrieben wir uns mehrmals
täglich. Dann kam der Tag, an dem er mich besuchte. Er stieg
aus dem Bus und ich fühlte mich seltsam. Am liebsten hätte
ich mich an ihn geschmiegt - gleich bei der Begrüssung.
Alles war so vertraut. Ich fühlte mich wie "verheiratet".
Zu Hause vergaß ich beim Geschäft für kleine
Mädchen" sogar meine WC-Türe zu schliessen.
Ein seit Jahren beobachtetes sicheres Zeichen für tiefes
Vertrauen und innere Verbundenheit. Das passiert auch Freundinnen
und Freunden mit Menschen, denen sie sich sehr verbunden fühlen...
Wir
lernen uns kennen
Helmut
Jürgen blieb drei Tage, wo wir uns vorsichtig kennenlernten.
Wir waren die ganzen Tage zusammen - schauten uns tief in
die Augen, glühten vor Glück und Liebe - konnten kaum genug
von uns bekommen. Und doch hatte jeder von uns Angst vor einer
näheren Begegnung. So gelobten wir uns feierlich Freundschaft
- und dass wir uns auf rein platonischer Ebene langsam kennenlernen
wollten. Wohl wissend, dass unser Herz eine andere Melodie
pochte...
Es
vergingen zwei Wochen, während der wir uns gelegentlich schrieben.
Immer wieder fühlte ich mich zutiefst über den Äther berührt.
Immer wieder fühlte ich, dass er mich wollte. Aber er traute
sich nicht. Und ich hatte Angst, mir "alles" nur
einzubilden. Plötzlich schrieb er mir, dass er am Wochenende
kommen würde - und brach sich den Fuß. Die
Übereinstimmung dieses Unfalles im spirituellen Sinn war die
Angst vor dem Neuen.
Am
Abend des Tages, an dem er mir schrieb, dass er kommen würde,
war ich bei einer Bäuerin (30 Jahre jung) bei uns in der Nähe,
für die habe ich ein paar Metatags in die HP eingebaut. Dann
haben wir uns herrlich unterhalten. Sie haben jede Menge Kühe
und Tiere - und sie ist "Vegetarierin" - isst viel frisches
Obst und hat mir unglaubliche Dinge erzählt, von welchen sie
Ahnung hat ... Wir redeten auch über die Liebe und körperliche
Liebe - und über meine schmerzliche Vergangenheit, was meine
Beziehungen anbetrifft. Und plötzlich fragte sie mich, ob
ich denn schon einmal darüber nachgedacht hätte, dass ich
vielleicht gar keinen Partner haben sollte in diesem Leben.
Ohne zu zögern antwortete ich ihr darauf, dass ich davon überzeugt
bin, dass ich nicht in die höheren Sphären gehen kann, wenn
ich nicht zuerst meine Verletzungen an der Wurzel geheilt
habe. Und dass ich sicher sei, dass es "meinen Mann" irgendwo
da draussen gäbe. Da sagte sie spontan: "Oooh Regina - ja
- ich verstehe dich! Ich wünsche dir jetzt sofort, dass dein
Seelenpartner in dein Leben treten wird! Ich bete heute abend
extra für dich - dafür!"
Und
ich fuhr mit einem seltsam feierlichen Gefühl und einer
Ahnung nach Hause...
Und
ich fuhr nach Hause und schrieb am nächsten Tag meinen Wunschzettel
für "meinen Mann" an das Universum, in Goldschrift und auf
besonderes Papier. Es sind 20 Punkte, mit welchen ich meinen
Mann visionär so genau wie möglich beschrieb. Das tat ich
dann in eine Folie, umhüllte es mit einem feierlichen,
kraftvollen Gebet - und legte es in meinem Zimmer unter den
Schreibtisch.
Ich
nahm mir vor, diesmal nicht so scheu zu sein - und Helmut
Jürgen ein wenig aus sich herauszulocken, weil ich klären
wollte, was diese Begegnung nun bedeuten sollte. Ich hatte
auch einem Freund erzählt, dass sich etwas Neues anbahnte,
dass ich aber nicht wüsste, was es nun sein solle, und dass
ich eher dazu tendieren würde, mich zurückzuziehen - und mein
Freund hatte gemeint, dass ich mich meiner Angst stellen müsse
- und hinfahren solle. "Nur so wirst du erfahren, was es ist!"
So zögerte ich die Fahrt noch einen Tag hinaus und fuhr dann
am Donnerstag Morgen endlich los. Bis ich dort ankam wurde
es leicht Nachmittag. Die Bahn fuhr nur bis zur Hälfte
der Strecke, auf die nächste hätte ich warten müssen.
Ich stieg aus und versuchte es zu Fuß, was sich als lange
"Wanderung" entpuppte. So ging ich weit über die Hälfte der
Strecke auf den Autostraßen zu Fuß und wurde wütend, dass
ich mich auf die Sache eingelassen hatte. Ich
ging am KZ Dachau vorbei.
Diese
Symbolik rüttelte mich wach! Meine eigenen inneren Soldaten,
(Befürchtungen und Ängste) standen in Reih und Glied
da und bedrohten mich mit ihren Blicken und Waffen. Und da
fühlte ich plötzlich, dass ich mich vor meinen eigenen Gefühlen
fürchtete - so wie Helmut vorher. Und ich nahm mir vor, mir
alles in Ruhe und Gelassenheit anzuschauen - und mit den kopfgesteuerten
Vorurteilen aufzuhören. Ich hatte doch immer wieder diese
wunderbaren Energien wahrgenommen und gesehen, die zwischen
uns geflossen waren. ...
und
Regina ging
zum Regenbogen...
Tempel der
Liebe
...
ein neuer Horizont erwacht
So
war ich 5 Tage bei Helmut Jürgen. Es war eine wunderschöne
Zeit, voller Spiritualität und Liebe.... auch auf der körperlichen
Ebene. Und ich erlebte mich selbst das erste Mal offen und
frei, erfuhr zärtliche körperliche Liebe, die ich
auch für mich annehmen konnte. Ich fühlte mich aufgefangen,
verstanden und geklärt.
Es
kam zu Spontan-Heilungen bei uns beiden. Ich sah vor meinem
inneren Auge, wie sich zwei Lichtkugeln in rosa-pinkfarbenen
Licht an einer Lichtsäule trafen. Wir hatten beide das
Gefühl, dass wir das alles erst mal verdauen - ja verinnerlichen
müssen. Helmut Jürgen erklärte mir, dass er so viel Angst
davor gehabt hatte, mich anzusprechen, und wirklich das zu
leben, was er mit mir erleben wollte, dass er erst mal zu
flüchten anfing. Er sagte, dass er schon als kleiner Junge
oft sich so gesehnt hatte, eine Frau anzusprechen - und dann
war er stattdessen geflüchtet, hatte sich verhalten wie der
"Fuchs mit den Trauben". Es ist unglaublich, wie sehr wir
beide uns während dieser letzten Tage öffnen konnten. Ich
habe Dinge gesagt und getan, die ich noch nie tun und sagen
konnte. Jetzt haben wir uns dazu entschieden, auf unsere Ängste
zuzugehen. Wir haben uns spirituell und körperlich vereinigt
... da haben sich unsere tiefsten, verborgenen Ängste und
Verletzungen der Vergangenheit gemeldet - und wir mussten
bitterlich weinen. In den folgenden Tagen konnten wir das
Geschenk des Himmels erfahren, was es bedeutet, mutig auf
diese Ängste und Schatten zuzugehen - und sich gegenseitig
dabei zu helfen sie zu überwinden Wir entschieden uns, "trauten"
uns, den weiteren Weg gemeinsam als Mann und Frau zu gehen.
Und die himmlischen Kräfte waren uns Geleit und Führung.
Einsichten
zweier Liebender
die Vergangenheit holt uns ein
nach
ca. 3 Monaten holte Helmut Jürgen die Vergangenheit ein.
Ein weiteres Mal entschied er sich tief in seiner Seele dafür,
seine Liebe zu töten. Aber ich blieb. Ich blieb die ganze
Zeit da, hörte mir die Worte an, sah die Blicke und die
Gesten. Manches Mal frohr ich - manches Mal verbrannte ich
darin. Doch ich fragte mich immer wieder nur eines: "liebe
ich noch?" Und die Antwort war JA. Also blieb ich. Immer
wieder ging ich zu ihm hin und entschuldigte mich, wenn ich
auf sein Verhalten mit Ungeduld oder Ärger reagiert hatte.
Er konnte das oft gar nicht glauben. Oft war es auch für
mich ein inneres Tauziehen. Etwas in mir sagte: "so darf
niemand mit dir umgehen!" Und eine andere Stimme sagte:
"Du hast recht - aber du musst einen anderen Weg finden,
es ihm zu signalisieren!"
Und
so gab es immer wieder wunderbare Momente der Zweisamkeit,
in welchen ich all die Mühe und Geduld vergaß,
die ich aufbringen hatte müssen. Er überwand viele
eingefahrene Dogmen und konnte sich auf vielen Ebenen öffnen
- und ich verarbeitete alte Ängste, konnte mich von vielen
inneren Zwängen befreien. Er öffnete sich den schönen
Dingen und Freuden des Lebens, wir verbrachten wundervolle
Ferien auf Madeira und am Rhein und in den Bergen Bayerns,
deren Erinnerung mein Herz stets erfreut und erwärmt.
Doch kaum waren wir wieder zu Hause, verschloß er sich
wieder, igelte sich ein, arbeitete er bis er umfiel, gab es
kaum noch Möglichkeit, an ihn heranzukommen. Zuletzt
meldete er sich wochenlang nicht.
Dann fuhr ich zu meiner Mutter, die eine Hüftoperation
hinter sich hatte. Ich pflegte zuerst 2 Wochen meinen Stiefvater,
der wegen seines Parkinson bereits einen Gehirnschrittmacher
hat. Dann pflegte ich beide, da meine Mutter wegen Komplikationen
im Krankenhaus schon frühzeitig entlassen wurde. Ich
war sehr traurig, weil Helmut Jürgen sich gar nicht meldete.
Aber ich fuhr meiner Trauer mit dem Fahrrad davon. Die ersten
3 Tage fielen mir sehr schwer. Ich fühlte mich träge,
bleischwer und müde und fuhr nur 10 km am Tag - zum Einkaufen.
Das steigerte sich dann während der Freizeit auf 30km...
dann 50km. Ich fühlte mich jeden Tag froher, leichter
und zuversichtlicher. Und ich fuhr zuletzt an die 100km täglich.
So legte ich ca. 1500 km in dieser Zeit mit dem Fahrrad zurück.
Ich konnte die Veränderung im Spiegel sehen. Da strahlte
mir eine fröhliche, beschwingte, positive Regina entgegen.
Ich
genehmigte mir gelegentlich fröhlich einen Cafe und beobachtete
zufrieden die Menschen um mich herum, sprach Menschen an und
wunderte mich, wie leicht es mir plötzlich fiel, welche
schönen Bekanntschaften und Erlebnisse sich dadurch ergaben.
So fuhr ich eines Tages nach Altötting, um dort in die
Pilgerkapelle zu gehen. Das waren hin und zurück ca.
100km. Unterwegs kreuzte zum dritten Mal ein Mann in einem
"Dreirad" meinen Weg, so daß ich ihn zuletzt
ansprach. Es stellte sich heraus, dass er ein ehemaliger Bergführer
in den Dolomiten gewesen war, bei einem Gleitflug abgestürzt
war - und als er aus dem Koma erwacht war, spastisch gelähmt
war. Er hatte es geschafft, seinem Leben wieder einen neuen
Inhalt zu geben. Er hatte sich von seinem Freund ein Handbike
bauen lassen, mit dem er nun überall in der Welt herumfuhr.
Er fuhr z.B. mit 39 Jahren im Jahr 2000 - 20.000 km. Mit ihm
(Walter Joseph) fuhr ich also nach Altötting und wieder
zurück - die Fahrt war für beide der reine Genuß.
Und ich konnte mir jetzt vorstellen, größere Touren
ohne weiteres auch alleine zu bewältigen.
Ich
fuhr wieder nach Hause und begann, meine Wohnung komplett
auszumisten. Von allem, was nicht mehr zu mir passte. Ich
brachte etliche Bananenkisten Kram zusammen und brachte sie
stückweise mit meinem Fahrradanhänger zum Roten
Kreuz.
Ich
versuchte noch ein paar Mal, Kontakt mit Helmut Jürgen
zu bekommen. Aber er ging weder ans Telefon, noch antwortete
er auf ein Fax, noch per E-Mail. Eines Tages spürte ich
für mich, dass ich "durch" war. Es war vorbei.
Ich fühlte mich plötzlich unsagbar leicht. Und ich
mistete weiter meine Wohnung aus.
Zwei
Wochen später - eine unerwartete Wende - ich begegne
meiner ersten Jugendliebe
2009-09-11
Freitag Eigentlich wollte ich morgen mit meiner Schwester
in die Berge nach Ehrwald fahren und zur Coburger Hütte
hinaufgehen. Aber ich habe ein deutliches Gefühl, dass
ich es nicht machen soll. Ich sage ihr schweren Herzens ab.
Danach geht es mir sehr gut!
Warum
fahre ich heute hier entlang?
Ich packe
die aussortierten Sachen aus meiner Wohnung für das Rote
Kreuz zusammen, die ich loswerden will. Ich will so gegen
3 Uhr losfahren. Heute fahre ich merkwürdiger Weise nicht
an der Isar entlang, wie ich es sonst mache. Und außerdem
fühle ich mich immer wieder von irgendwas zurückgehalten,
bis ich endlich losfahre. Ich wundere mich selbst, als ich
von der Alpenstraße am Stadion rechts abbiege und vorne
an der Adalbert-Stifter Straße hinauf nach Geretsried.
Ich sehe
Wolfgangs Vater im Garten stehen. Ich bin ganz aufgeregt ;-))
Eine Frau steht am Gartentor und Wolfgangs Vater sagt zu ihr:
"Also dann mein Schatz, bis später!" Ich wundere
mich, denn ich kenne sie nicht. Sie ist nicht Wolfgangs Mutter
- aber ich gehe hin, obwohl ich solche Gespräche normaler
Weise nicht unterbreche. Beide schauen mich an, als wäre
ich vom Mars. Ich frage, ob Wolfgang da ist. Und ich sehe
ein großes Motorrad vor der Garage stehen. Ich fühle:
es ist Wolfgangs Motorrad. Sein Vater sagt: "Ja, der
ist da!" Ich frage, ob ich ihn sehen könnte. Das
Gartentor "geht auf". Ich stelle mein Fahrrad im
Garten an den Zaun und warte vor der Türe. Der Vater
sagt: "kommen's doch rein!" Er öffnet die Haustüre
und Wolfgangs Bruder kommt die Treppen herunter. Er sagt,
Wolfgang sei da - aber er schlafe. Ich sage sofort: "Ach
lassen sie ihn schlafen, ich fahre wieder!" Aber Wolfgangs
Vater führt mich durch die Wohnung in den Garten, dort
soll ich auf Wolfgang warten. Es dauert ein paar Minuten.
Das
Wiedersehen
Da kommt
Wolfgang. Er schaut mich wie im Traum aus großen Augen
an und fragt: "Kennen wir uns?!" Ich mache ebenfalls
große Augen und lächle: "ich denke schon -
ich müsste so ungefähr 15 gewesen sein!"
Wolfgang's
Blick verändert sich derart, dass ich mich wundere, was
da gerade mit ihm geschieht. Er kommt sofort her, nimmt mich
an der Hand und sagt: wir gehen ein bisschen spazieren...
und schwupps ist er mit mir durch den Garten - hinter dem
Haus zum Sportplatz der Gesamtschule. Ich weiß nicht,
was er vor hat. Er hält meine Hand so innig und so fest...
Ich erwidere seinen starken Händedruck, der sich anfühlt,
als sei ich entweder im Moment "gerade zufällig"
seine "letzte Rettung" - oder - es fühlt sich
tatsächlich an, als sei ich schon immer seine Frau! Aber
so ganz bewußt ist es mir natürlich noch nicht.
Ich frage ihn, was er denn nun so alles gemacht hätte.
Er erzählt mir, dass er vor ... Jahren einen schweren
Unfall gehabt hatte - und sich seither mit Kinesiologie, Familienstellen,
Rückführungen, etc. etc. beschäftigt hätte.
Er sei da in einem Kreis in München gewesen.
Ich kann es kaum glauben: Wolfgang und die Metamorphose zum
Licht. Ich bin total begeistert von den Dingen, die er mir
erzählt.
Wolfgang erzählt mir von seinen Problemen mit einer Frau,
mit welcher er seit längerer Zeit zusammen gewesen sei.
Und dass er sich nun von ihr trennen wollte - und sie ihm
gesagt habe, dass sie sich dann umbringen würde, weil
sie ohne ihn nicht leben könne. Ich sage ihm, dass aber
wundere, für einen Meister für ihn, dass er damit
Probleme habe. Er drückt mich immer wieder, will mich
küssen. Das schreckt mich ab. Ich denke, dass er mich
schnell rumkriegen will, wie damals. Von Gefühlen hat
er damals nicht gesprochen, eher davon, dass Rosi ihn beim
Sex gebissen hatte. Das fühlte sich verdammt schal an
damals. Aber ich konnte nicht anders, ich ging damals mit
ihm mit. Er hatte so viel Tiefe, Güte, Zartheit, die
er nicht zeigen konnte. Das tat mir damals weh. Ich hoffte
immer, dass er mir mehr zeigen würde. Aber unsere Verbindung
riss ab, als ich nach Italien fuhr. Dort überlebte ich
mich knapper Not. Als ich zurückkam, sagte ich Mama ja,
dass sie mich nie wieder schlagen dürfe, wenn sie nicht
wolle, dass ich gehe. Und sie tat es doch. So haute ich mit
15 Jahren ab. Da ging ich zuerst nach Königsdorf, dann
nach Bad Heilbrunn, wo ich 3 Monate bei Elli Puth (Altenpflegeheim)
gearbeitet hatte. Ich war unglaublich traurig damals, konnte
mich kaum fangen. Die Arbeit dort hatte mir viel Freude gemacht.
Ich erlebte so etwas wie teilweise Entrückung, wenn ich
abends bei anbrechender Dunkelheit an den Schönauer Weiher
ging, um nackt zu baden. Die Menschen dort liebten mich -
ließen mich oft gar nicht mehr aus. Ich hörte mir
ihre Geschichten an, ihre Nöte und Ängste, streichelte
sie und sprach über ihre Tiefen mit ihnen. Ich liebte
diese Arbeit sehr. Weil ich die Umstände dort, wie mit
den Alten umgegangen wurde - und wie ich hätte mit ihnen
umgehen sollen (nicht mehr so viel zuhören, nicht zuwenden,
etc.) nicht mehr ertragen konnte, musste ich gehen. Ich ging
nach München...
So hatten
sich Wolfgangs und meine Wege verlaufen. Aber sobald ich in
späteren Jahren in Geretsried zu Besuch war (was sehr
selten passierte) - und in der Adalbert-Stifter-Straße
vorbeifuhr, schaute ich sehnsüchtig zum Haus und hoffte,
dass irgendwann einmal die Türe aufgehen würde -
und ich würde ihn endlich sehen... Wolfgang würde
dort stehen - mit seinem strahlenden Lächeln...
Dass da mehr war - und dass ich das nie wirklich fühlen
und wissen durfte - das wird mir erst jetzt klar! Es fühlt
sich an, als würde ich etwas sehr vermissen. Ganz ganz
tief in meinem Herzen spüre ich diesen Schmerz.
Er arbeitet
bei Linde - Geschäftsbereich
Engineering
Ich kann es kaum glauben. Es ist als ob mich jemand in ein
völlig neues Leben stellt - mit Elementen, die mich an
das alte Leben erinnern. Ich muss an Helmut Jürgen denken,
Tränen steigen hoch. Es sind Tränen der Reinigung.
Kaffe
bei Papa in der Küche
Kaffetrinken
bei Papa in der Küche. Ich nehme mir frech die große
Tasse aus der Schublade. Wolfgang strahlt. Ich trinke den
Kaffee noch aus und Wolfgang will mit mir zu den Gräbern
im Mühlthal fahren. Es wird schon dunkel. Ich esse 3
Prinzenrollen-Kekse, trinke meinen Kaffee aus. Ich muss auf
die Toilette. Kann die Treppen nach oben kaum hinaufsteigen.
Es ist eine fürchterliche Energie im Treppenhaus, eine
schreckliche Energie kommt aus dem Wohnzimmer. Sein Bruder
sagt mir oben noch kurz "Guten Tag". Im Zimmer (es
ist Wolfgangs Zimmer) ist eine gruselige Energie. Das ganze
Haus scheint belagert!
Wolfgang zeigt mir den Keller. Dort hat er Stapel um Stapel
Modelleisenbahnen... ich bin erstaunt. So eine große
Sammlung hatte ich bisher noch nicht gesehen. Er baut gerade
an einer Modelllandschaft für eine Ausstellung. Der Keller
sieht vollkommen "zugemüllt" aus, obwohl das
- nach einem ersten Augenschein nicht wirklich stimmt. Irgendetwas
stimmt hier nicht!
Die
Heilquelle
Wir fahren
mit Wolfgangs "Jenny" (hübscher Name für
seine Edel-Limousine) zum Mühltal - zuerst zur "Heilquelle".
Dort wasche ich mir mein Gesicht - und habe den Impuls - Wolfgang
auch sein Gesicht zu waschen. Er nimmt es so dankbar an, streckt
mir sein Gesicht entgegen. So viel Innigkeit, so viel Hingabe.
Ich bin zutiefst berührt von seiner Art, seinem strahlenden
Wesen, das er aus Angst vor Verletzung noch immer in einen
schwarzen dicken Panzer hüllt!
Er formt seine Hände zu einer Schale und lässt mich
daraus trinken. Ich bin so überwältigt von der Tiefe
seiner Gesten. So etwas schönes! Ich lasse mir von ihm
mein Gesicht waschen.... schön!
Das
Grab der "Seherin"
Wir fahren
zum Grab "der Seherin". Es ist stockdunkel. Aber
wir finden den Weg kinderleicht. Jetzt freu ich mich, dass
ich mich im Dunkeln so gut zurecht finde. Ich fühle einen
Stein auf einem Holzstumpf - und ich fühle, dass damals
etwas sehr ungutes passiert sein muss. Ich erfühle den
Boden und setze mich auf eine Stelle vor dem Holzstumpf, die
sich wie ein Thron anfühlt. Da bleibe ich sitzen. Wolfgang
steht hinter mir, kommt nach einer Weile und setzt sich auf
den Holzstumpf hinter mich, nimmt mich in den Arm. Es ist
so schön. Wir schauen nach vorn in den dunklen Wald,
auf den Himmel, der sich in der nur wenig helleren Lichtung
zeigt. Immer wieder kommt eine S-Bahn. Dann kommen sie zeitgleich
in kürzeren Abständen hintereinander von beiden
Seiten und das Licht "vereint sich von beiden Seiten"
direkt auf der Höhe, wo wir sitzen!!!
Erste
Nacht bei Wolfgang
Wir fahren
wieder zurück. Wolfgang hat beschlossen, dass wir heute
Nacht zusammen bleiben.
Später
klärt Wolfgang mich auf: ich war immer seine erste Frau
gewesen, er hatte nur an mich denken können. Meine Schwester
erzählte mir ein paar Tage später, dass Wolfgang
immer unten am an der Ecke vor unserem Haus auf mich gewartet
hatte. Aber wenn sie ihn gefragt hatte, hatte er immer behauptet,
dass er auf jemand anderen warte. Ich hatte das nie gewußt.
Man hatte mir noch lange erzählt, dass jemand immer auf
mich gewartet und ständig von mir gesprochen hätte,
aber der Name Wolfgang war dabei nie gefallen. In den wenigen
Momenten, in welchen wir zusammen gewesen waren, war Wolfgang
mir ständig ausgewichen, sobald ich mich näher auf
ihn einlassen wollte. Das hatte einen gewissen Abstand zwischen
uns geschaffen. Heute, wo er mir all seine Zärtlichkeit
zeigt und sagt - und mir erzählt, wie er früher
schon für mich empfand, begreife ich langsam, wie sehr
mich Wolfgang damals schon wirklich liebte und wollte - und
ich fühle plötzlich, dass mir etwas fehlt... zumindest
symbolisch: es ist der "Boden"
von damals. Wolfgang hatte wohl immer versucht, möglichst
cool zu wirken - aus Angst vor Zurückweisung von einer
Frau, für die er wirklich mehr empfand!
Schnell
entdecken wir, dass wir nur in der Lage sind, diese Gefühle
füreinander zu entwickeln und zum Erblühen zu bringen,
wenn wir beide bereit sind, die dunklen Emotionen unserer
Vergangenheit vollständig aufzulösen.
Transformation
alter Ängste, Blockaden
Wir
zeigen uns gegenseitig unsere tiefe Zuneigung, die ganze Palette
unserer Gefühle, ohne Vorbehalt. Liebe, Lust, Begehren...
Und da kommen Ängste hoch: Verwirrungen, Blockaden, Schmerzen,
Wut... alle unaufgeräumten Dinge, die in den Jahren angefallen
sind - und auch aus anderen Existenzen stammen.
Wir
erkennen unsere früheren gemeinsamen Leben, wir halten
uns gegenseitig, wenn der andere in ein "Loch" fällt.
Wir ermuntern uns gegenseitig. Wir stellen fest, dass wir
unglaublich viele gemeinsame Vorlieben haben und auch Dinge,
die wir offensichtlich mehr oder weniger parallel in den letzten
Jahren unternommen hatten. Auch unsere Vorgeschichte ähnelt
sich sehr, die Art, wie wir sie überwanden und auch viele
Orte, an welchen wir uns aufhielten. Manchmal scheint es,
als müssten wir uns immer wieder direkt begegnet sein,
ohne es wirklich gemerkt zu haben. Es gibt immer mehr Hinweise
(Träume, Zeichen und Bestätigungen im Alltag) darauf,
dass wir uns schon vor unserem Leben verabredet hatten - und
uns zuerst wieder fanden - um dann reif für die richtige
Begegnung zu werden. Aus den Rückführungen (in andere
Leben) weiss ich, dass Menschen sich in früheren Leben
ewige Treue schworen, dass sie immer zusammen bleiben würden,
dass sie sich immer beistehen würden, sich wiederfinden
würden... Generell lösen wir solche veralteten Eide
in der Rückführung auf, da sie oft dazu geführt
hatten, dass der Betroffene in seiner aktuellen Beziehung
nicht wirklich glücklich werden konnte. Für uns
beide scheint ein seltenes Schicksal geschenkt: wir
haben uns getroffen und bewußt wiedererkannt!
Und nun gehen wir beide offen aufeinander zu, um diesen
alten Schwur gemeinsam in Liebe abzulösen - und frei,
mit leichtem beschwingten Herzen den Weg gemeinsam zu gehen.
Und
es hatte mehrere Momente in unserem Leben gegeben, an welchem
wir frei gewesen wären - und eine "Lenkung von oben"
hätte stattfinden können, wenn wir uns nicht im
letzten Moment doch für das Festhalten an dem was war
entschieden hätten.
Wir
lieben uns auf wunderschöne Art, es gibt keinen Druck,
kein Hinarbeiten auf einen "Höhepunkt", keine
Hast... die Wellen kommen und gehen - und so nützen wir
sie. Oft stehen wir mitten im Liebesspiel auf um etwas anderes
schönes zu unternehmen - und uns später weiter zu
lieben. Ich hatte vor zwei Jahren bereits aufgehört,
meinen Trieben, die mich ein Leben lang gequält hatten,
abzusagen. Jetzt spüre ich, wie sich meine wahre Fähigkeit
zu fühlen und zu empfinden wieder voll entfaltet. Wir
gehen absolut offen miteinander um, erzählen uns unsere
Vergangenheit und halten uns gegenseitig, wo es noch schmerzt,
helfen uns gegenseitig aufzulösen. Wir schauen auch auf
unsere negativen Emotionen, wecken uns gegenseitig daraus
wach.
Wir
haben uns spirituell und körperlich vermählt. Dabei
treffen wir immer wieder alle Vorbereitungen, um die Liebe
zu einem feierlichen und "hohen" Augenblick unseres
Lebens zu machen. Ein ausgestecktes Telefon, Kerzen, Duft,
schöne Kissen und feines Bettzeug gehören mit zum
äußeren Rahmen. Oft, wenn wir draussen sind, läuten
die Glocken - egal, wo wir sind. Wir wurden in einen Hochzeitssaal
geführt - und wir haben uns das JA-Wort gegeben, wir
(ver)trauen uns!"
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