Auf dem Tanzboden der Liebe

© von Regina
immer wieder "JA" zur Liebe



© Carl-Walter  RöhrigEine Liebe geht zu Ende

... 2005 hatte mich ein Mann über meine Homepage kontaktiert - und ich blieb 3Jahre mit ihm zusammen. Diese Beziehung war sehr schwierig gewesen, da ich mit Verhaltensweisen konfrontiert worden war, die mir bis dahin fremd gewesen waren. Manches hatte mich an meine Kindheit erinnert, an das, was ich von meinem Vater her kannte. Dennoch hatte ich mir gesagt, dass es völlig "gleichgültig" (also gleich gültig) sei, welchen Menschen ich vor mir hatte und wie er sich verhielt. Immer wieder sagte mir eine innere Stimme, dass es "mein Spiegel" sei, den ich da vorgesetzt bekäme. Also wollte ich mir diesen Spiegel ansehen. Viele Situationen schmerzten mich sehr im Herzen, im Bauch, in meinen Gefühlen. Dennoch wußte ich, dass es gut war zu bleiben - und mir alles genau anzusehen, zu lernen, damit umzugehen.

Zu Beginn dieser Beziehung gab es häufig Situationen, die mich zutiefst erschreckten und ich hatte regelmäßig aufwühlende Träume. Es gab viele Situationen, welchen ich mich völlig hilflos gegenüberstehen sah. Doch mit der Zeit lernte ich mit allem gut umzugehen. Ich erschrak kaum noch, vieles wurde mir bewußt - ich konnte nun verstehen, wie mein Partner sich fühlte und wie ich damit umgehen konnte. Die vielen "Durststrecken" waren jetzt nicht mehr so hart für mich - ich wußte, dass auch für mich die Zeit kommen würde, wo ich aus diesem "Umweg durch die Wüste" wieder heraustreten würde. Es würde auch für mich wieder eine Begegnung mit der Liebe geben. Zuletzt trennten sich unsere Wege. Mein Partner fand eine neue Gefährtin und ich sammelte mich wieder zusammen, fand wieder Freude an meinem Leben.

Eine Neue LIEBE

Dann - im Juni 2006 - klickte ich bei einem Freu(n)de-Forum einen Mann an, bei dessen Betrachtung ich nach so langer Zeit wieder eine Flamme in meinem Herzen erglühen sah - und einen wundersamen - sich ausweitenden Raum in mir fühlte, der sich mit dem seinen über den Äther verband. "Helmut" Er hatte nicht viel über sich geschrieben. Solche Männer mochte ich eigentlich gar nicht, da ich mir schon wünschte, etwas über mein Gegenüber zu erfahren. So schloss ich das Profil wieder - aber ich fühlte mich wie magisch angezogen, schaute mir immer und immer wieder dieses Profil an.

Und einen Tag später hatte ich einen Brief von ihm in meinem Freundes-Postfach. Ich las aufgeregt seine Zeilen... bald schrieben wir uns mehrmals täglich. Dann kam der Tag, an dem er mich besuchte. Er stieg aus dem Bus und ich fühlte mich seltsam. Am liebsten hätte ich mich an ihn geschmiegt - gleich bei der Begrüssung. Alles war so vertraut. Ich fühlte mich wie "verheiratet". Zu Hause vergaß ich beim Geschäft für kleine Mädchen" sogar meine WC-Türe zu schliessen. Ein seit Jahren beobachtetes sicheres Zeichen für tiefes Vertrauen und innere Verbundenheit. Das passiert auch Freundinnen und Freunden mit Menschen, denen sie sich sehr verbunden fühlen...

Wir lernen uns kennen

Helmut Jürgen blieb drei Tage, wo wir uns vorsichtig kennenlernten. Wir waren die ganzen Tage zusammen - schauten uns tief in die Augen, glühten vor Glück und Liebe - konnten kaum genug von uns bekommen. Und doch hatte jeder von uns Angst vor einer näheren Begegnung. So gelobten wir uns feierlich Freundschaft - und dass wir uns auf rein platonischer Ebene langsam kennenlernen wollten. Wohl wissend, dass unser Herz eine andere Melodie pochte...

Es vergingen zwei Wochen, während der wir uns gelegentlich schrieben. Immer wieder fühlte ich mich zutiefst über den Äther berührt. Immer wieder fühlte ich, dass er mich wollte. Aber er traute sich nicht. Und ich hatte Angst, mir "alles" nur einzubilden. Plötzlich schrieb er mir, dass er am Wochenende kommen würde - und brach sich den Fuß. Die Übereinstimmung dieses Unfalles im spirituellen Sinn war die Angst vor dem Neuen.

Am Abend des Tages, an dem er mir schrieb, dass er kommen würde, war ich bei einer Bäuerin (30 Jahre jung) bei uns in der Nähe, für die habe ich ein paar Metatags in die HP eingebaut. Dann haben wir uns herrlich unterhalten. Sie haben jede Menge Kühe und Tiere - und sie ist "Vegetarierin" - isst viel frisches Obst und hat mir unglaubliche Dinge erzählt, von welchen sie Ahnung hat ... Wir redeten auch über die Liebe und körperliche Liebe - und über meine schmerzliche Vergangenheit, was meine Beziehungen anbetrifft. Und plötzlich fragte sie mich, ob ich denn schon einmal darüber nachgedacht hätte, dass ich vielleicht gar keinen Partner haben sollte in diesem Leben. Ohne zu zögern antwortete ich ihr darauf, dass ich davon überzeugt bin, dass ich nicht in die höheren Sphären gehen kann, wenn ich nicht zuerst meine Verletzungen an der Wurzel geheilt habe. Und dass ich sicher sei, dass es "meinen Mann" irgendwo da draussen gäbe. Da sagte sie spontan: "Oooh Regina - ja - ich verstehe dich! Ich wünsche dir jetzt sofort, dass dein Seelenpartner in dein Leben treten wird! Ich bete heute abend extra für dich - dafür!"

Und ich fuhr mit einem seltsam feierlichen Gefühl und einer Ahnung nach Hause...

Und ich fuhr nach Hause und schrieb am nächsten Tag meinen Wunschzettel für "meinen Mann" an das Universum, in Goldschrift und auf besonderes Papier. Es sind 20 Punkte, mit welchen ich meinen Mann visionär so genau wie möglich beschrieb. Das tat ich dann in eine Folie, umhüllte es mit einem feierlichen, kraftvollen Gebet - und legte es in meinem Zimmer unter den Schreibtisch.

Ich nahm mir vor, diesmal nicht so scheu zu sein - und Helmut Jürgen ein wenig aus sich herauszulocken, weil ich klären wollte, was diese Begegnung nun bedeuten sollte. Ich hatte auch einem Freund erzählt, dass sich etwas Neues anbahnte, dass ich aber nicht wüsste, was es nun sein solle, und dass ich eher dazu tendieren würde, mich zurückzuziehen - und mein Freund hatte gemeint, dass ich mich meiner Angst stellen müsse - und hinfahren solle. "Nur so wirst du erfahren, was es ist!"

So zögerte ich die Fahrt noch einen Tag hinaus und fuhr dann am Donnerstag Morgen endlich los. Bis ich dort ankam wurde es leicht Nachmittag. Die Bahn fuhr nur bis zur Hälfte der Strecke, auf die nächste hätte ich warten müssen. Ich stieg aus und versuchte es zu Fuß, was sich als lange "Wanderung" entpuppte. So ging ich weit über die Hälfte der Strecke auf den Autostraßen zu Fuß und wurde wütend, dass ich mich auf die Sache eingelassen hatte. Ich ging am KZ Dachau vorbei.

Diese Symbolik rüttelte mich wach! Meine eigenen inneren Soldaten, (Befürchtungen und Ängste) standen in Reih und Glied da und bedrohten mich mit ihren Blicken und Waffen. Und da fühlte ich plötzlich, dass ich mich vor meinen eigenen Gefühlen fürchtete - so wie Helmut vorher. Und ich nahm mir vor, mir alles in Ruhe und Gelassenheit anzuschauen - und mit den kopfgesteuerten Vorurteilen aufzuhören. Ich hatte doch immer wieder diese wunderbaren Energien wahrgenommen und gesehen, die zwischen uns geflossen waren. ...

und Regina ging zum Regenbogen...

Tempel der Liebe

... ein neuer Horizont erwacht

So war ich 5 Tage bei Helmut Jürgen. Es war eine wunderschöne Zeit, voller Spiritualität und Liebe.... auch auf der körperlichen Ebene. Und ich erlebte mich selbst das erste Mal offen und frei, erfuhr zärtliche körperliche Liebe, die ich auch für mich annehmen konnte. Ich fühlte mich aufgefangen, verstanden und geklärt.

Es kam zu Spontan-Heilungen bei uns beiden. Ich sah vor meinem inneren Auge, wie sich zwei Lichtkugeln in rosa-pinkfarbenen Licht an einer Lichtsäule trafen. Wir hatten beide das Gefühl, dass wir das alles erst mal verdauen - ja verinnerlichen müssen. Helmut Jürgen erklärte mir, dass er so viel Angst davor gehabt hatte, mich anzusprechen, und wirklich das zu leben, was er mit mir erleben wollte, dass er erst mal zu flüchten anfing. Er sagte, dass er schon als kleiner Junge oft sich so gesehnt hatte, eine Frau anzusprechen - und dann war er stattdessen geflüchtet, hatte sich verhalten wie der "Fuchs mit den Trauben". Es ist unglaublich, wie sehr wir beide uns während dieser letzten Tage öffnen konnten. Ich habe Dinge gesagt und getan, die ich noch nie tun und sagen konnte. Jetzt haben wir uns dazu entschieden, auf unsere Ängste zuzugehen. Wir haben uns spirituell und körperlich vereinigt ... da haben sich unsere tiefsten, verborgenen Ängste und Verletzungen der Vergangenheit gemeldet - und wir mussten bitterlich weinen. In den folgenden Tagen konnten wir das Geschenk des Himmels erfahren, was es bedeutet, mutig auf diese Ängste und Schatten zuzugehen - und sich gegenseitig dabei zu helfen sie zu überwinden Wir entschieden uns, "trauten" uns, den weiteren Weg gemeinsam als Mann und Frau zu gehen. Und die himmlischen Kräfte waren uns Geleit und Führung.

Einsichten zweier Liebender

die Vergangenheit holt uns ein

nach ca. 3 Monaten holte Helmut Jürgen die Vergangenheit ein. Ein weiteres Mal entschied er sich tief in seiner Seele dafür, seine Liebe zu töten. Aber ich blieb. Ich blieb die ganze Zeit da, hörte mir die Worte an, sah die Blicke und die Gesten. Manches Mal frohr ich - manches Mal verbrannte ich darin. Doch ich fragte mich immer wieder nur eines: "liebe ich noch?" Und die Antwort war JA. Also blieb ich. Immer wieder ging ich zu ihm hin und entschuldigte mich, wenn ich auf sein Verhalten mit Ungeduld oder Ärger reagiert hatte. Er konnte das oft gar nicht glauben. Oft war es auch für mich ein inneres Tauziehen. Etwas in mir sagte: "so darf niemand mit dir umgehen!" Und eine andere Stimme sagte: "Du hast recht - aber du musst einen anderen Weg finden, es ihm zu signalisieren!"

Und so gab es immer wieder wunderbare Momente der Zweisamkeit, in welchen ich all die Mühe und Geduld vergaß, die ich aufbringen hatte müssen. Er überwand viele eingefahrene Dogmen und konnte sich auf vielen Ebenen öffnen - und ich verarbeitete alte Ängste, konnte mich von vielen inneren Zwängen befreien. Er öffnete sich den schönen Dingen und Freuden des Lebens, wir verbrachten wundervolle Ferien auf Madeira und am Rhein und in den Bergen Bayerns, deren Erinnerung mein Herz stets erfreut und erwärmt. Doch kaum waren wir wieder zu Hause, verschloß er sich wieder, igelte sich ein, arbeitete er bis er umfiel, gab es kaum noch Möglichkeit, an ihn heranzukommen. Zuletzt meldete er sich wochenlang nicht.

Dann fuhr ich zu meiner Mutter, die eine Hüftoperation hinter sich hatte. Ich pflegte zuerst 2 Wochen meinen Stiefvater, der wegen seines Parkinson bereits einen Gehirnschrittmacher hat. Dann pflegte ich beide, da meine Mutter wegen Komplikationen im Krankenhaus schon frühzeitig entlassen wurde. Ich war sehr traurig, weil Helmut Jürgen sich gar nicht meldete. Aber ich fuhr meiner Trauer mit dem Fahrrad davon. Die ersten 3 Tage fielen mir sehr schwer. Ich fühlte mich träge, bleischwer und müde und fuhr nur 10 km am Tag - zum Einkaufen. Das steigerte sich dann während der Freizeit auf 30km... dann 50km. Ich fühlte mich jeden Tag froher, leichter und zuversichtlicher. Und ich fuhr zuletzt an die 100km täglich. So legte ich ca. 1500 km in dieser Zeit mit dem Fahrrad zurück. Ich konnte die Veränderung im Spiegel sehen. Da strahlte mir eine fröhliche, beschwingte, positive Regina entgegen.

Ich genehmigte mir gelegentlich fröhlich einen Cafe und beobachtete zufrieden die Menschen um mich herum, sprach Menschen an und wunderte mich, wie leicht es mir plötzlich fiel, welche schönen Bekanntschaften und Erlebnisse sich dadurch ergaben. So fuhr ich eines Tages nach Altötting, um dort in die Pilgerkapelle zu gehen. Das waren hin und zurück ca. 100km. Unterwegs kreuzte zum dritten Mal ein Mann in einem "Dreirad" meinen Weg, so daß ich ihn zuletzt ansprach. Es stellte sich heraus, dass er ein ehemaliger Bergführer in den Dolomiten gewesen war, bei einem Gleitflug abgestürzt war - und als er aus dem Koma erwacht war, spastisch gelähmt war. Er hatte es geschafft, seinem Leben wieder einen neuen Inhalt zu geben. Er hatte sich von seinem Freund ein Handbike bauen lassen, mit dem er nun überall in der Welt herumfuhr. Er fuhr z.B. mit 39 Jahren im Jahr 2000 - 20.000 km. Mit ihm (Walter Joseph) fuhr ich also nach Altötting und wieder zurück - die Fahrt war für beide der reine Genuß. Und ich konnte mir jetzt vorstellen, größere Touren ohne weiteres auch alleine zu bewältigen.

Ich fuhr wieder nach Hause und begann, meine Wohnung komplett auszumisten. Von allem, was nicht mehr zu mir passte. Ich brachte etliche Bananenkisten Kram zusammen und brachte sie stückweise mit meinem Fahrradanhänger zum Roten Kreuz.

Ich versuchte noch ein paar Mal, Kontakt mit Helmut Jürgen zu bekommen. Aber er ging weder ans Telefon, noch antwortete er auf ein Fax, noch per E-Mail. Eines Tages spürte ich für mich, dass ich "durch" war. Es war vorbei. Ich fühlte mich plötzlich unsagbar leicht. Und ich mistete weiter meine Wohnung aus.

Zwei Wochen später - eine unerwartete Wende - ich begegne meiner ersten Jugendliebe

Liebende2009-09-11 Freitag Eigentlich wollte ich morgen mit meiner Schwester in die Berge nach Ehrwald fahren und zur Coburger Hütte hinaufgehen. Aber ich habe ein deutliches Gefühl, dass ich es nicht machen soll. Ich sage ihr schweren Herzens ab. Danach geht es mir sehr gut!

Warum fahre ich heute hier entlang?

Ich packe die aussortierten Sachen aus meiner Wohnung für das Rote Kreuz zusammen, die ich loswerden will. Ich will so gegen 3 Uhr losfahren. Heute fahre ich merkwürdiger Weise nicht an der Isar entlang, wie ich es sonst mache. Und außerdem fühle ich mich immer wieder von irgendwas zurückgehalten, bis ich endlich losfahre. Ich wundere mich selbst, als ich von der Alpenstraße am Stadion rechts abbiege und vorne an der Adalbert-Stifter Straße hinauf nach Geretsried.

Ich sehe Wolfgangs Vater im Garten stehen. Ich bin ganz aufgeregt ;-)) Eine Frau steht am Gartentor und Wolfgangs Vater sagt zu ihr: "Also dann mein Schatz, bis später!" Ich wundere mich, denn ich kenne sie nicht. Sie ist nicht Wolfgangs Mutter - aber ich gehe hin, obwohl ich solche Gespräche normaler Weise nicht unterbreche. Beide schauen mich an, als wäre ich vom Mars. Ich frage, ob Wolfgang da ist. Und ich sehe ein großes Motorrad vor der Garage stehen. Ich fühle: es ist Wolfgangs Motorrad. Sein Vater sagt: "Ja, der ist da!" Ich frage, ob ich ihn sehen könnte. Das Gartentor "geht auf". Ich stelle mein Fahrrad im Garten an den Zaun und warte vor der Türe. Der Vater sagt: "kommen's doch rein!" Er öffnet die Haustüre und Wolfgangs Bruder kommt die Treppen herunter. Er sagt, Wolfgang sei da - aber er schlafe. Ich sage sofort: "Ach lassen sie ihn schlafen, ich fahre wieder!" Aber Wolfgangs Vater führt mich durch die Wohnung in den Garten, dort soll ich auf Wolfgang warten. Es dauert ein paar Minuten.

Das Wiedersehen

Da kommt Wolfgang. Er schaut mich wie im Traum aus großen Augen an und fragt: "Kennen wir uns?!" Ich mache ebenfalls große Augen und lächle: "ich denke schon - ich müsste so ungefähr 15 gewesen sein!"

Wolfgang's Blick verändert sich derart, dass ich mich wundere, was da gerade mit ihm geschieht. Er kommt sofort her, nimmt mich an der Hand und sagt: wir gehen ein bisschen spazieren... und schwupps ist er mit mir durch den Garten - hinter dem Haus zum Sportplatz der Gesamtschule. Ich weiß nicht, was er vor hat. Er hält meine Hand so innig und so fest... Ich erwidere seinen starken Händedruck, der sich anfühlt, als sei ich entweder im Moment "gerade zufällig" seine "letzte Rettung" - oder - es fühlt sich tatsächlich an, als sei ich schon immer seine Frau! Aber so ganz bewußt ist es mir natürlich noch nicht.
Ich frage ihn, was er denn nun so alles gemacht hätte. Er erzählt mir, dass er vor ... Jahren einen schweren Unfall gehabt hatte - und sich seither mit Kinesiologie, Familienstellen, Rückführungen, etc. etc. beschäftigt hätte. Er sei da in einem Kreis in München gewesen.
Ich kann es kaum glauben: Wolfgang und die Metamorphose zum Licht. Ich bin total begeistert von den Dingen, die er mir erzählt.
Wolfgang erzählt mir von seinen Problemen mit einer Frau, mit welcher er seit längerer Zeit zusammen gewesen sei. Und dass er sich nun von ihr trennen wollte - und sie ihm gesagt habe, dass sie sich dann umbringen würde, weil sie ohne ihn nicht leben könne. Ich sage ihm, dass aber wundere, für einen Meister für ihn, dass er damit Probleme habe. Er drückt mich immer wieder, will mich küssen. Das schreckt mich ab. Ich denke, dass er mich schnell rumkriegen will, wie damals. Von Gefühlen hat er damals nicht gesprochen, eher davon, dass Rosi ihn beim Sex gebissen hatte. Das fühlte sich verdammt schal an damals. Aber ich konnte nicht anders, ich ging damals mit ihm mit. Er hatte so viel Tiefe, Güte, Zartheit, die er nicht zeigen konnte. Das tat mir damals weh. Ich hoffte immer, dass er mir mehr zeigen würde. Aber unsere Verbindung riss ab, als ich nach Italien fuhr. Dort überlebte ich mich knapper Not. Als ich zurückkam, sagte ich Mama ja, dass sie mich nie wieder schlagen dürfe, wenn sie nicht wolle, dass ich gehe. Und sie tat es doch. So haute ich mit 15 Jahren ab. Da ging ich zuerst nach Königsdorf, dann nach Bad Heilbrunn, wo ich 3 Monate bei Elli Puth (Altenpflegeheim) gearbeitet hatte. Ich war unglaublich traurig damals, konnte mich kaum fangen. Die Arbeit dort hatte mir viel Freude gemacht. Ich erlebte so etwas wie teilweise Entrückung, wenn ich abends bei anbrechender Dunkelheit an den Schönauer Weiher ging, um nackt zu baden. Die Menschen dort liebten mich - ließen mich oft gar nicht mehr aus. Ich hörte mir ihre Geschichten an, ihre Nöte und Ängste, streichelte sie und sprach über ihre Tiefen mit ihnen. Ich liebte diese Arbeit sehr. Weil ich die Umstände dort, wie mit den Alten umgegangen wurde - und wie ich hätte mit ihnen umgehen sollen (nicht mehr so viel zuhören, nicht zuwenden, etc.) nicht mehr ertragen konnte, musste ich gehen. Ich ging nach München...

So hatten sich Wolfgangs und meine Wege verlaufen. Aber sobald ich in späteren Jahren in Geretsried zu Besuch war (was sehr selten passierte) - und in der Adalbert-Stifter-Straße vorbeifuhr, schaute ich sehnsüchtig zum Haus und hoffte, dass irgendwann einmal die Türe aufgehen würde - und ich würde ihn endlich sehen... Wolfgang würde dort stehen - mit seinem strahlenden Lächeln...
Dass da mehr war - und dass ich das nie wirklich fühlen und wissen durfte - das wird mir erst jetzt klar! Es fühlt sich an, als würde ich etwas sehr vermissen. Ganz ganz tief in meinem Herzen spüre ich diesen Schmerz.

Er arbeitet bei Linde - Geschäftsbereich Engineering
Ich kann es kaum glauben. Es ist als ob mich jemand in ein völlig neues Leben stellt - mit Elementen, die mich an das alte Leben erinnern. Ich muss an Helmut Jürgen denken, Tränen steigen hoch. Es sind Tränen der Reinigung.

Kaffe bei Papa in der Küche

Kaffetrinken bei Papa in der Küche. Ich nehme mir frech die große Tasse aus der Schublade. Wolfgang strahlt. Ich trinke den Kaffee noch aus und Wolfgang will mit mir zu den Gräbern im Mühlthal fahren. Es wird schon dunkel. Ich esse 3 Prinzenrollen-Kekse, trinke meinen Kaffee aus. Ich muss auf die Toilette. Kann die Treppen nach oben kaum hinaufsteigen. Es ist eine fürchterliche Energie im Treppenhaus, eine schreckliche Energie kommt aus dem Wohnzimmer. Sein Bruder sagt mir oben noch kurz "Guten Tag". Im Zimmer (es ist Wolfgangs Zimmer) ist eine gruselige Energie. Das ganze Haus scheint belagert!
Wolfgang zeigt mir den Keller. Dort hat er Stapel um Stapel Modelleisenbahnen... ich bin erstaunt. So eine große Sammlung hatte ich bisher noch nicht gesehen. Er baut gerade an einer Modelllandschaft für eine Ausstellung. Der Keller sieht vollkommen "zugemüllt" aus, obwohl das - nach einem ersten Augenschein nicht wirklich stimmt. Irgendetwas stimmt hier nicht!

Die Heilquelle

Wir fahren mit Wolfgangs "Jenny" (hübscher Name für seine Edel-Limousine) zum Mühltal - zuerst zur "Heilquelle". Dort wasche ich mir mein Gesicht - und habe den Impuls - Wolfgang auch sein Gesicht zu waschen. Er nimmt es so dankbar an, streckt mir sein Gesicht entgegen. So viel Innigkeit, so viel Hingabe. Ich bin zutiefst berührt von seiner Art, seinem strahlenden Wesen, das er aus Angst vor Verletzung noch immer in einen schwarzen dicken Panzer hüllt!
Er formt seine Hände zu einer Schale und lässt mich daraus trinken. Ich bin so überwältigt von der Tiefe seiner Gesten. So etwas schönes! Ich lasse mir von ihm mein Gesicht waschen.... schön!

Das Grab der "Seherin"

Wir fahren zum Grab "der Seherin". Es ist stockdunkel. Aber wir finden den Weg kinderleicht. Jetzt freu ich mich, dass ich mich im Dunkeln so gut zurecht finde. Ich fühle einen Stein auf einem Holzstumpf - und ich fühle, dass damals etwas sehr ungutes passiert sein muss. Ich erfühle den Boden und setze mich auf eine Stelle vor dem Holzstumpf, die sich wie ein Thron anfühlt. Da bleibe ich sitzen. Wolfgang steht hinter mir, kommt nach einer Weile und setzt sich auf den Holzstumpf hinter mich, nimmt mich in den Arm. Es ist so schön. Wir schauen nach vorn in den dunklen Wald, auf den Himmel, der sich in der nur wenig helleren Lichtung zeigt. Immer wieder kommt eine S-Bahn. Dann kommen sie zeitgleich in kürzeren Abständen hintereinander von beiden Seiten und das Licht "vereint sich von beiden Seiten" direkt auf der Höhe, wo wir sitzen!!!

Erste Nacht bei Wolfgang

Wir fahren wieder zurück. Wolfgang hat beschlossen, dass wir heute Nacht zusammen bleiben.

Später klärt Wolfgang mich auf: ich war immer seine erste Frau gewesen, er hatte nur an mich denken können. Meine Schwester erzählte mir ein paar Tage später, dass Wolfgang immer unten am an der Ecke vor unserem Haus auf mich gewartet hatte. Aber wenn sie ihn gefragt hatte, hatte er immer behauptet, dass er auf jemand anderen warte. Ich hatte das nie gewußt. Man hatte mir noch lange erzählt, dass jemand immer auf mich gewartet und ständig von mir gesprochen hätte, aber der Name Wolfgang war dabei nie gefallen. In den wenigen Momenten, in welchen wir zusammen gewesen waren, war Wolfgang mir ständig ausgewichen, sobald ich mich näher auf ihn einlassen wollte. Das hatte einen gewissen Abstand zwischen uns geschaffen. Heute, wo er mir all seine Zärtlichkeit zeigt und sagt - und mir erzählt, wie er früher schon für mich empfand, begreife ich langsam, wie sehr mich Wolfgang damals schon wirklich liebte und wollte - und ich fühle plötzlich, dass mir etwas fehlt... zumindest symbolisch: es ist der "Boden" von damals. Wolfgang hatte wohl immer versucht, möglichst cool zu wirken - aus Angst vor Zurückweisung von einer Frau, für die er wirklich mehr empfand!

Schnell entdecken wir, dass wir nur in der Lage sind, diese Gefühle füreinander zu entwickeln und zum Erblühen zu bringen, wenn wir beide bereit sind, die dunklen Emotionen unserer Vergangenheit vollständig aufzulösen.

Transformation alter Ängste, Blockaden

Wir zeigen uns gegenseitig unsere tiefe Zuneigung, die ganze Palette unserer Gefühle, ohne Vorbehalt. Liebe, Lust, Begehren... Und da kommen Ängste hoch: Verwirrungen, Blockaden, Schmerzen, Wut... alle unaufgeräumten Dinge, die in den Jahren angefallen sind - und auch aus anderen Existenzen stammen.

Ballonreise am MorgenWir erkennen unsere früheren gemeinsamen Leben, wir halten uns gegenseitig, wenn der andere in ein "Loch" fällt. Wir ermuntern uns gegenseitig. Wir stellen fest, dass wir unglaublich viele gemeinsame Vorlieben haben und auch Dinge, die wir offensichtlich mehr oder weniger parallel in den letzten Jahren unternommen hatten. Auch unsere Vorgeschichte ähnelt sich sehr, die Art, wie wir sie überwanden und auch viele Orte, an welchen wir uns aufhielten. Manchmal scheint es, als müssten wir uns immer wieder direkt begegnet sein, ohne es wirklich gemerkt zu haben. Es gibt immer mehr Hinweise (Träume, Zeichen und Bestätigungen im Alltag) darauf, dass wir uns schon vor unserem Leben verabredet hatten - und uns zuerst wieder fanden - um dann reif für die richtige Begegnung zu werden. Aus den Rückführungen (in andere Leben) weiss ich, dass Menschen sich in früheren Leben ewige Treue schworen, dass sie immer zusammen bleiben würden, dass sie sich immer beistehen würden, sich wiederfinden würden... Generell lösen wir solche veralteten Eide in der Rückführung auf, da sie oft dazu geführt hatten, dass der Betroffene in seiner aktuellen Beziehung nicht wirklich glücklich werden konnte. Für uns beide scheint ein seltenes Schicksal geschenkt: wir haben uns getroffen und bewußt wiedererkannt!
Und nun gehen wir beide offen aufeinander zu, um diesen alten Schwur gemeinsam in Liebe abzulösen - und frei, mit leichtem beschwingten Herzen den Weg gemeinsam zu gehen.

Und es hatte mehrere Momente in unserem Leben gegeben, an welchem wir frei gewesen wären - und eine "Lenkung von oben" hätte stattfinden können, wenn wir uns nicht im letzten Moment doch für das Festhalten an dem was war entschieden hätten.

Wir lieben uns auf wunderschöne Art, es gibt keinen Druck, kein Hinarbeiten auf einen "Höhepunkt", keine Hast... die Wellen kommen und gehen - und so nützen wir sie. Oft stehen wir mitten im Liebesspiel auf um etwas anderes schönes zu unternehmen - und uns später weiter zu lieben. Ich hatte vor zwei Jahren bereits aufgehört, meinen Trieben, die mich ein Leben lang gequält hatten, abzusagen. Jetzt spüre ich, wie sich meine wahre Fähigkeit zu fühlen und zu empfinden wieder voll entfaltet. Wir gehen absolut offen miteinander um, erzählen uns unsere Vergangenheit und halten uns gegenseitig, wo es noch schmerzt, helfen uns gegenseitig aufzulösen. Wir schauen auch auf unsere negativen Emotionen, wecken uns gegenseitig daraus wach.

Wir haben uns spirituell und körperlich vermählt. Dabei treffen wir immer wieder alle Vorbereitungen, um die Liebe zu einem feierlichen und "hohen" Augenblick unseres Lebens zu machen. Ein ausgestecktes Telefon, Kerzen, Duft, schöne Kissen und feines Bettzeug gehören mit zum äußeren Rahmen. Oft, wenn wir draussen sind, läuten die Glocken - egal, wo wir sind. Wir wurden in einen Hochzeitssaal geführt - und wir haben uns das JA-Wort gegeben, wir (ver)trauen uns!"


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