FRohkost - Urkost
roh essbare
Wild-/ Urkost-Kräuter
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© Regina F. Rau

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Kräuter Vorwort
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Vorwort

Urkost: Roh essbare Wildkräuter, Wildgemüse

Meine tollen Kräuter-Salate (Mandalas) findet ihr
hier

seit Ende 1988 befand ich mich auf dem Weg mit der Rohkosternährung. Im Jahr 1995 begann ich mich puristisch zu ernähren. Da war auch die drei-monatige Zeit nur mit Orangen. Zu dieser Zeit lebte ich auch lange in der Türkei, meistens in freier Natur im Zelt. Dort stellte ich mich auf die Rohkost um. Ich sammelte mir meist die herrlichen Malven (die ganze Pflanze ohne Wurzeln), Pfefferminz und Gänseblümchen. Anfangs kochte ich sie noch zusammen mit Reis, um mich und meinen Sohn auf die Rohkost einzustellen.

Das dauerte ein paar Wochen. Die Malvenblätter wirken sehr beruhigend im Magen und fühlen sich auch im Mund wunderbar an. Sie sind leicht zu kauen und leicht verdaulich. Da sie auch im rohen Zustand sehr angenehm zu essen sind und nicht so sehr wild schmecken wie andere Kräuter, waren sie für mich am Anfang während der Umstellung das geeignete Wildkraut überhaupt.

Zusammen mit den vielen Pfefferminzen, die ich hier fand, gab es wunderbare Mahlzeiten - immer mit einer handvoll Reis dazu, die ich täglich geringfügig reduzierte, bis wir am Schluß nur noch Kräutersalat mit einem hohen Anteil an Malven aßen. Dabei ging es uns sehr gut. In der Türkei beobachtete ich Frauen, die an den Berghängen irgendwelche Pflanzen pflückten. Ich ging hin und man sagte mir, es sei Eselskraut - und eine Art Ranke, wo sie die Spitzen davon nahmen. Diese schmeckten hervorragend - ein wenig sauer wie Sauerampfer. Aber es waren wie gesagt Ranken. Dazu kochte ich gelegentlich noch ein oder zwei Kartoffeln. Das ass mein Sohn, der damals gerade mall 3 Jahre alt war, auch gerne. Ansonsten ernährten wir uns von den Frucht-Gemüsen, die es dort auf den Märkten sehr günstig zu kaufen gab: wohlschmeckende und pralle Tomaten, Zuccini, Gurken, herrliche Salate, die wir hier nicht kennen, und damals noch jede Menge Frühlingszwiebeln - die ich ja heute kaum noch auf meinem Speiseplan stehen habe. Ich verwende seit einiger Zeit keine Lauch- und Zwiebelgemüse mehr. Nur noch im Frühjahr den Bärlauch und die Knoblauchrauke. Oder sehr selten eine weiße oder rote Zwiebel, wenn ich wirklich große auf Zwiebeln verspüre. Ich mag weder den für mich unerträglichen Geschmack den ich hinterher im Mund habe, noch das starke Durstgefühl, noch die starken Blähungen, die mich dann quälen. In buddhistischen Religions-Kreisen ist die Zwiebel überhaupt kein Gemüse auf dem Speisezettel. Ich selbst halte die Zwiebel für eher giftig. Als ich mir einmal einen Saft aus Zwiebeln gemacht hatte, den ich dann trinken wollte, war er gallebitter - und sofort trat die Instrinktsperre ein, so daß ich plötzlich verstand, dass die Zwiebel als Liliengewächs ja eigentlich giftig ist. Aber das sind nur meine Gedanken. Das kann jeder für sich halten, wie er will.

Als ich wieder in Deutschland war, begann ich mich selbst mehr für die Kräuter zu interessieren. Ich nahm viel Löwenzahn in den Salat und Gänseblümchen. Meine Mutter hatte zusammen mit diesen riesige Schüsseln voll Kartoffelsalat gemacht, als ich noch ein kleines Kind war. Und ich hatte ihn sooo gerne gegessen. Jetzt tat ich es wieder so - und ich fühlte immer große Glücksgefühle, wenn ich ihn aß. Auch hier reduzierte ich die Menge immer mehr, tat stattdessen die Kräuter dazu, die ich neu als essbar entdeckte. Das waren der Breit- und Spitzwegerich, Hirtentäschelkraut.

Ich kaufte mir zwei Bücher: das "Wildgemüse und Wildfrüchte" von Erich Heiß (Lebenskundeverlag) und den "Kosmos Naturführer - was blüht denn da?", diese beiden Bücher nahm ich auf meine ausgiebigen Spaziergänge mit und pflückte alle Pflanzen, mit welchen ich vom Gefühl her inneren Kontakt aufnehmen konnte. Da waren die Bunt-Nesseln, der Zaungiersch, die Brennesseln. Bald hatte ich das Gefühl, dass mir die Brennessel gut tun könnte, ja es gab Tage, das schien sie mit mir zu "sprechen". Und so überlegte ich mir eine Technik, wie ich sie gleich vor Ort pflücken und essen konnte - und sie schmeckten mir vorzüglich. Auch Löwenzahnblüten liebte ich sehr. Sie schmecken sehr süss und sind angenehm weich im Mund. Auch die Vogelmiere wurde bald eines meiner Lieblingskräuter im Salat, da diese eine sehr zarte Beschaffenheit hat und sich wie Salat wunderbar essen läßt.

Die Anzahl und Verschiedenartigkeit der Kräuter in meinen Salaten nahm weiter zu - und so hatte ich schon bald die kunterbuntesten Salate mit allen Farben von Blüten und Geschmacksrichtungen. Als ich dann gelegentlich mal einen Kopfsalat zubereitete, kam es mir im Vergleich zu meinen Kräutersalaten vor, als äße ich Papier.

Und wenn ich einmal ein paar Tage meine Brennesseln nicht bekam, wurde ich wirklich traurig,. Ich raspelte Zuccini und schnitt die Brennesseln in sehr feine Streifen, tat jede Menge sanfte Kräuter wie Zaungiersch und Vogelmiere hinzu - und würzte das ganze mit Bio-Madras-Curry und Bio-Gewürzsalt und kaltgepresstem Olivenöl.

Meine tollen Kräuter-Salate (Mandalas) findet ihr hier

Irgendwann begann ich, andere Kräuter, die ich noch nicht kannte, zu probieren - und ich stellte fest, dass es eine Art Sperre im hinteren Hals bei mir gab, wenn sie nicht so gut für mich - oder gar giftig waren. Ich probierte z.B. auch Früchte von Sträuchern und Bäumen, die niemand kannte. Ich probierte zunächst Mini-Mengen davon. Und wenn ich spürte, dass es keine Instinkt-"Sperre" gab, nahm ich sie mit nach Hause und schaute in den Kräuterbüchern und im Internet nach, ob ich sie finden konnte. Meist fand ich heraus, um welche Pflanze es sich handelte. Eine dieser Beeren ist meine geliebte Felsenbirne. Eine dunkelbläuliche bis lilarötliche Beere, die schmeckt wie eine Mischung aus Birnen und Blaubeeren. Sie leuchtet sehr geheimnisvoll und sieht sehr hübsch aus. Und bisher kannte ich noch niemand, der wußte, dass sie zu den essbaren Beeren gehört. Dabei hat sie fast jeder in seinem Garten stehen!

Auch mit den Kräutern konnte ich guten Kontakt aufnhemen. Meist erfuhr ich von ihnen, ob sie gut für mich waren. Ich probierte es mit dem Pendel - und zuletzt ohne, das fühlte sich stimmiger und echter an!

Das Beste aber an allem war meine Katze Bärli. Er hatte ohnehin schon einen für Katzen sehr denkwürdigen Faibel für meine Tomaten, Gurken und Paprika, die er sich höchst selbständig aus dem Regal holte, um dann herzhaft hineinzubeissen (ist wirklich wahr)! Als ich eines Tages meinen Löwenzahnsalat aß, der nur mit Olivenöl angemacht war und mit viel bitteren kleinen Blätter bestückt war, kam er angerannt und maunzte beleidigt, weil er nichts bekam. Ich stellte ihm zuletzt ein Schälchen hin und tat einen Esslöffel voll davon hinein. Er frass alles geschleckt sauber. Ich gab ihm noch einen Löffel,. Ich musste auf die Toilette. Als ich zurückkam, hatte er sich über meine Schüssel hergemacht und sie halb leergefressen.

Während vieler Jahre mit der Rohkost und vor allen Dingen den Sommer über mit den vielen Kräutern, wurde ich immer gesünder - viele meiner langjährigen chronischen Krankheiten verschwanden, ich war nicht mehr so endlos müde, fühlte, wie in meinen Körper langsam Leben kam. Ich leide seit meiner Kindheit an einer Eisenmangel-Anämie und konnte mich manchmal kaum wirklich anstrengenden Tätigkeiten wie z.B. Radfahren oder Bergwandern widmen. Über die Jahre wurde ich immer vitaler und gesünder. Und heute kann ich es kaum noch erwarten, wenn der Frühling beginnt - und die Kräuterwiesen wieder blühen - ich mein Rad aus dem Keller hole - und wieder bergauf, bergab durch die Landschaft fahren kann! Oder auf die herrlichen Bergwanderungen, wo es von tollen Kräutern nur so wimmelt - die übrigens in den Bergen oft um ein vielfaches größer und aromatischer sind und auch umso kräftigere Wirkung haben.


Wald- und Wiesen-Kräuter, die ich verwende
A - D

junger Adlerfarn

 

  • Adler-Farn - Pteridium aquilinum

Verzehr: die jungen Triebe, nicht zusammengerollt (von April bis Juni). leicht nussiger Geschmack - ich esse gerne auch die Spitzen von ausgerollten Blättern. Nicht verwechseln mit dem Wurmfarn: Sowohl die jungen Triebe des Wurmfarns, als auch die ausgewachsenen Farne sind eingerollt.

 

Wurmfarn
  • Wurm-Farn - Dryopteris filix-mas, Aspidium f.-m.

WurmfarnVerzehr: die noch zusammengerollten Triebe (von April bis Juni). leicht nussiger Geschmack - ich esse gerne auch die Spitzen von ausgerollten Blättern, aber nur sehr wenig und nicht so häufig!

Heil-Anwendung: Innerlich: Bei Eingeweidewürmern verwendet man die Wurzeln des Wurmfarns (hochwachsend und eingerollt). Allerdings ist diese Anwendung ohne fachärztlichen Rat wegen der gefährlichen Überdosierung meiner Meinung nach hier nicht zu raten.

Ampfer stumpfblättriger
  • Ampfer, stumpfblättriger, etc.. - Rumex obtusifolius

Verzehr: Die Blätter das ganze Jahr über. Ich esse diese Pflanze sehr gerne - vor allen Dingen frisch von der Wiese. Wenn er so saftig da steht, kann ich nicht widerstehen. Gelegentlich ist auch ein saurer Geschmack dabei wie bei Sauerampfer - nur nicht so stark - das macht ihn besonders lecker.

Heil-Anwendung: Innerlich: Bei Verstopfung, Hautleiden - die Wurzel verwenden. Bei Durchfall, Ekzemen und zur Blutreinigung die Samen:

Bärenklaue
  • Bärenklau, Wiesen-, - Heracleum sphondylium

Verzehr: Junge Blätter und Blattriebe (von April bis Oktober). und die Wurzeln (von März bis Mai). Diese Pflanze sollte man nicht in großen Mengen verzehren - aber als Beigabe schmeckt er mir sehr gut ! Hat einen würzigen Eigengeschmack. Vorsicht: Manche Bärenklauarten sind giftig - (Lichtkrankheit).

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Muskelkrämpfen, Verdauungsbeschwerden, Durchfall durch Erkältung, Epilepsie. Die Blätter und Samen innerlich bei Eingeweidewürmern verwenden. Äußerlich: Blätter zum Erweichen von Geschwüren verwenden.

 
  • Bärlauch, Waldknoblauch - Allium ursinum

Verzehr: die ganze Pflanze (von April bis Juni). Schmeckt herrlich wie Knoblauch, man riecht aber fast nicht - der Geruch verschwindet rasch wieder.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Arterienverkalkung, bei hohem Blutdruck, Bronchial Katarrh, Darmgrippe, Blähungen, Eingeweidewürmern, Hautleiden. Äußerlich: bei Geschwüren und Furunkeln.

Beifuss
  • Beifuss, echter; Wilder Wertmut, Estragon -
    Artemisa vulgaris

Verzehr: die Wurzeln (im Frühjahr und Herbst), die Blätter (von April bis September). Beifuß hat einen herbwürzigen Geschmack. Ich füge ihn gern als Gewürz meinen Kräutersalaten bei.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Magenverstimmung, Nervenschmerzen, allgemeiner Schwäche, Leberleiden, Menstruationsstörung, Eingeweidewürmern. Beifuss regt die Verdauung an.

Beinwell
  • Beinwell, echter - Symphytum officinale

BeinwellVerzehr: Wurzel (im Frühjahr und Herbst), Blätter (von April bis August) Wie Borretsch zählt der Beinwell zu meinen Lieblingskräutern. Die Blätter sind haarig - es kratzt ein bißchen und ist vielleicht am Anfang ungewohnt. Ich liebe neben dem leicht nussigen Geschmack dieses rauhe, volle Gefühl beim Essen.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Erkrankungen der Niere, bei Bluthusten, Magen- und Darmkatarrh, bei Paradentose! Es wirkt kreislaufanregend. Äußerlich: Wurzelbrei auf Krampfadern, Wunden, Geschwüre und Knochenbrüche auflegen. Bei Paradentose mit Tee den Mund und den Rachenraum gurgeln.

 
  • Blutwurz - Tormentill-Fingerkraut - Potentilla erecta

Verzehr: Blätter und Blüten (von April bis September).

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Blutungen, besonders bei zu starker Menstruation; Magen- und Darmkatarrh; bei Rheuma und Gicht; Gelbsucht, Hämorrhoiden. Äußerlich: Bei Ekzemen und Haut-Flechten, schlecht heilenden Wunden, Zahnfleischentzündungen (Parodentose), Mandelentzündung.

Boretsch
  • Boretsch, echter - Borango officinalis

Verzehr: oberirdische Teile der Pflanze (Mai bis Oktober). Wie Beinwell zählt der Boretschl zu meinen Lieblingskräutern. Die Blätter sind haarig - es kratzt ein bißchen und ist vielleicht am Anfang ungewohnt. Ich liebe neben dem leicht nussigen Geschmack dieses rauhe, volle Gefühl beim Essen.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Husten, Halserkrankungen, Nierenentzündung, Rheuma, Verstopfung, zur Herzstärkung, zur Blutreinigung, als fiebersenkendes Mittel, bei Melancholie. Äußerlich: feuchtwarme Umschläge auf die entzündeten Augen.

  • Braunelle, kleine - Prunella vulgaris

Verzehr: ganze Pflanze ohne Wurzeln (von April bis Oktober)

Heil-Anwendung: Innerlich: wirkt zusammenziehend, narbenbildend, wundheilend, bei Angina, bei Hämorrhoiden, bei Beschwerden im Mund, Äußerlich: den Brei der zerquetschten Pflanze auf Wunden auflegen.

Brennesseln
  • Brennessel, grosse und kleine l - Urtica dioica

Verzehr: Blätter, besonders der jungen Pflanzen. Diese kann man ganz verzehren. Es gibt eine Technik, wie man sie so essen kann: du faltest ein Blatt nach innen ein (von allen Seiten einklappen) und steckst es dir im Mund nach hinten, wo die Mahlzähne sind. Dann feste draufkauen - ich habe mich genau ein Mal verbrannt, das war beim ersten Mal - lach ! Heute kann ich die Brennessel auch gut so im Salat essen. Du brauchst sie nur ein paar Minuten liegen zu lassen - sie hören nach ca. 30 Minuten auf zu brennen! Das ist je nach Brennesselsorte verschieden - probier es aus!

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Blasenleiden, Blutungen aller Art, Hautbeschwerden, Gicht, Rheuma, Blutarmut, es fördert die Milchbildung bei stillenden Müttern, erzeugt Widerstandskraft gegen Infektionen. Äußerlich: bei Hautausschlägen äußerlich, bei Halsverschleimung damit gurgeln - bei Haarausfall die Wurzel leicht abkochen und die Kopfhaut damit einreiben.

 
  • Brunnenkresse, echte; Barbarakraut - Nasturtium officinale

Verzehr: die ganze Pflanze (das ganze Jahr über). Ist ziemlich scharf, reizt bei mir die Magenschleimhaut, daher nehme ich es nur selten, in kleineren Mengen. Bekannte schwören darauf.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Blutarmut, Erkrankungen der Atem-, Verdauungs- und Harnwege; bei Leberbeschwerden, Hautleiden, Kropf, Eingeweidewürmern, Skorbut und Zahnfäule. Äußerlich: Umschläge bei Ekzemen und anderen Hautleiden.

 
  • Distel, Ackerdistel - Cirsium arvense

Verzehr: junge Blätter (von März bis August). Blätter der grundständigen Blattrosette (das ganze Jahr) und die Wurzel (Frühjahr bis Herbst). Ich esse auch gerne die Blütenknospen, bevor sie stachelig werden.

Heil-Anwendung: Innerlich: Die Blätter der Ackerdistel wirken auf Leber und Galle und sind ein hervorragendes Mittel bei Eingeweidewürmern. Nach Kräuterpfarrer Künzle soll Ackerdisteltee (1 Teil Ackerdistel, 2 Teile Salbei) stark auf Leber, Galle und Nieren wirken - und sogar Steine auflösen! Äußerlich: zerquetsche ganze Pflanze (ohne Wurzel) auf giftige Insektenstiche auflegen, sowie bei schlecht heilenden Wunden.

 
  • Distel, Kohldistel - Cirsium olearaceum

Verzehr: die kleineren Blätter (von Mai bis Oktober). Die Wurzel (Frühjahr und Herbst). Ich esse auch gerne die Blütenknospen, bevor sie stachelig werden.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Entzündungen der Leber, bei Seitenstechen, Verdauungsschwäche, Butspeien, Gicht und Zahnschmerzen Äußerlich: bei rheumatischen Beschwerden zerdrückte Pflanze auf die schmerzenden Stellen legen.


Wald- und Wiesen-Kräuter, die ich verwende
E-H
  • Fetthenne, knollige - Sedum telephium

Verzehr: die Blätter und dünnen Stengel (von April bis September), die Wurzelknollen (im Frühjahr und Herbst). Hat einen zarten, unaufdringlichen Geschmack.

Heil-Anwendung: Äußerlich: zerdrückte Blätter auf Wunden und Geschwüre legen.

Frauenmantel
  • Frauenmantel, Alchemistenkraut -
    Alchemilla vulgaris

Verzehr: Blätter und den zart gelblichgrünen Blütenstand (von April bis September), ältere Blätter sind recht zäh.

Heil-Anwendung: Innerlich: Ein wahres Wunderminttel bei Frauenkrankheiten und Beschwerden aller Art ! Besonders bei Frauen vor und nach der Entbindung, bei zu häufiger und zu starker Menstruation, bei Weißfluss; Vermutlich auch hilfreich bei Beschwerden des Genitalbereichs bei Männern; Krampfadern; Arterienverkalkung, Darmkatarrh, Diabetes. Äußerlich: bei Geschwüren, Wunden.

Fünffingerkraut
  • Fünffingerkraut, kriechendes... - Potentilla reptans

FünffingerkrautVerzehr: Blätter und Blüten (das ganze Jahr über).

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Heiserkeit, Mandelentzündung, Milchmangel bei stillenden Müttern, Nierenbeschwerden, Durchfall.

Gänseblünchem - Blattrosetten
  • Gänseblümchen - Bellis perennis

GänseblümchenVerzehr: Alle oberirdischen Teile (das ganze Jahr über) Mit diesem Blümchen wußte meine Mutter früher schon uns sehr leckere Salate zuzubereiten, den ich allerdings so heute nicht mehr esse. Ich stelle das Rezept dennoch auf der Rezepte-Seite aus.

Heil-Anwendung: Innerlich: Innerliche Erkrankungen der Atemwege, Verstopfung, zu starke und schmerzhafte Menstruation, Leberbeschwerden, Nieren- und Blasenleiden. Im Frühjahr eignet sich ein Salat von Gänseblümchen zur Blutreinigung. Äußerlich: die zerquetschte Pflanze zur Wundbehandlung.

Gänsefingerkraut
  • Gänse-Fingerkraut - Potentilla anserina

Verzehr: Blätter und Blüten (von April bis Oktober)

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Krämpfen aller Art, bei inneren Blutungen; Magen- und Darmgrippe; bei zu starker und zu schmerzhafter Menstruation; Arterienverkalkung, Keuchhusten. Äußerlich: bei lockeren Zähnen: Mundspülungen!

  • Giersch, Zaungiersch, Geißfuß - Aegopodium podagraria

ZaungierschVerzehr: die Blätter (von April bis August), die Wurzeln (im Frühjahr). Giersch ist eine meiner Lieblingskräuter. Er hat einen sehr eigenen Geschmack. Er lässt sich gut auch in größeren Mengen essen.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Gicht, Rheuma, Ischias, Hämorrhoiden, er wirkt entgiftend, blutreinigend und harnsäureausscheidend. Ein Gierschsalat ist besonders für Rheumatiker zu empfehlen! Äußerlich: das frische, zerquetschte Kraut auf schmerzende Stellen bei Ischias, auf Insektenstiche und Wunden !

Gundermann
  • Gundermann - Glechoma hederaceum

Verzehr: Die ganze Pflanze (das ganze Jahr über). Ich esse Gundermann sehr gerne als Gewürz-Beigabe in meinen Kräutersalaten. Hat sehr stark würzende Eigenschaft - nussiger Geschmack.

Heil-Anwendung: Innerlich: Erkrankungen der Atemwege, wirkt Appetitanregend, bei Magen- und Darmbeschwerden, Lebererkrankungen, Nierensteinen. Äußerlich: Waschen von infizierten Wunden, als Badezusatz bei Ischias und Gicht.

 
  • Guter Heinrich - Chenopodium bonus-henricus

Verzehr: Blätter und Triebspitzen (von April bis September). wurde früher als Salat- und Spinatpflanze angebaut und verwendet.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Hautkrankheiten

 
  • Habichtskraut - Hieracium pilosella

Verzehr: Blätter, Knospen und Blüten (von April bis November)

Heil-Anwendung: Innerlich: bei chronischer Bronchitis, bei Magen- und Darmgrippe, Durchfall, Blasenbeschwerden, Eingeweidewürmern, bei unfreiwilligem Samenverlust.

Hirtentäschelkraut
  • Hirtentäschelkraut - Capsella bursa-pastoris

Hirtentäschelkraut - die nussartigen Blätter mit BlüteVerzehr: Blätter, die Blattrosette kann auch im Winter verzehrt werden. Der Geschmack ist recht nussig - angenehm. Ich garniere damit gerne meine Mischkräuter-Kombinationen.

Heil-Anwendung: Innerlich: Lungen- und Magenblutungen, bei zu niedrigem oder zu hohem Blutdruck, bei Nieren- und Blasenbeschwerden, bei zu starker Menstruation, Skorbut, bei Verstopfung (Samen). Äußerlich: hat stark blutstillende Wirkung.

Huflattich
  • HuflattichHuflattich - Tussilago farfara

Verzehr: Blüten mit Stil (von März bis April), Blätter (von April bis Juni). Hat einen sehr würzigen Eigengeschmack (ähnlich wie Zaungiersch)

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Erkrankung der oberen Luftwege, Darmentzündung, Skrofulose, zum Reinigen des Blutes. Wirkt entzündungshemmend und harntreibend. Äußerlich: bei Geschwüren, Quetschungen, Venenentzündung, Bindehautentzündung, bei Brandwunden und eitrigen Wunden - sehr gut bei Insektenstichen (Blätter zerquetschen und aufreiben)


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