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FRohkost
- Urkost
roh
essbare
Wild-/ Urkost-Kräuter -
Seite 1
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Vorwort
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Urkost:
Roh essbare Wildkräuter, Wildgemüse
Meine
tollen Kräuter-Salate (Mandalas) findet ihr
hier
seit
Ende 1988 befand ich mich auf dem Weg mit der
Rohkosternährung. Im Jahr 1995 begann ich
mich puristisch zu ernähren. Da war auch
die drei-monatige Zeit nur mit Orangen. Zu dieser
Zeit lebte ich auch lange in der Türkei,
meistens in freier Natur im Zelt. Dort stellte
ich mich auf die Rohkost um. Ich sammelte mir
meist die herrlichen Malven (die ganze Pflanze
ohne Wurzeln), Pfefferminz und Gänseblümchen.
Anfangs kochte ich sie noch zusammen mit Reis,
um mich und meinen Sohn auf die Rohkost einzustellen.
Das dauerte ein paar Wochen. Die Malvenblätter
wirken sehr beruhigend im Magen und fühlen
sich auch im Mund wunderbar an. Sie sind leicht
zu kauen und leicht verdaulich. Da sie auch im
rohen Zustand sehr angenehm zu essen sind und
nicht so sehr wild schmecken wie andere Kräuter,
waren sie für mich am Anfang während
der Umstellung das geeignete Wildkraut überhaupt.
Zusammen
mit den vielen Pfefferminzen, die ich hier fand,
gab es wunderbare Mahlzeiten - immer mit einer
handvoll Reis dazu, die ich täglich geringfügig
reduzierte, bis wir am Schluß nur noch Kräutersalat
mit einem hohen Anteil an Malven aßen. Dabei
ging es uns sehr gut. In der Türkei beobachtete
ich Frauen, die an den Berghängen irgendwelche
Pflanzen pflückten. Ich ging hin und man
sagte mir, es sei Eselskraut - und eine Art Ranke,
wo sie die Spitzen davon nahmen. Diese schmeckten
hervorragend - ein wenig sauer wie Sauerampfer.
Aber es waren wie gesagt Ranken. Dazu kochte ich
gelegentlich noch ein oder zwei Kartoffeln. Das
ass mein Sohn, der damals gerade mall 3 Jahre
alt war, auch gerne. Ansonsten ernährten
wir uns von den Frucht-Gemüsen, die es dort
auf den Märkten sehr günstig zu kaufen
gab: wohlschmeckende und pralle Tomaten, Zuccini,
Gurken, herrliche Salate, die wir hier nicht kennen,
und damals noch jede Menge Frühlingszwiebeln
- die ich ja heute kaum noch auf meinem Speiseplan
stehen habe. Ich verwende seit einiger Zeit keine
Lauch- und Zwiebelgemüse mehr. Nur noch im
Frühjahr den Bärlauch und die Knoblauchrauke.
Oder sehr selten eine weiße oder rote Zwiebel,
wenn ich wirklich große auf Zwiebeln verspüre.
Ich mag weder den für mich unerträglichen
Geschmack den ich hinterher im Mund habe, noch
das starke Durstgefühl, noch die starken
Blähungen, die mich dann quälen. In
buddhistischen Religions-Kreisen ist die Zwiebel
überhaupt kein Gemüse auf dem Speisezettel.
Ich selbst halte die Zwiebel für eher giftig.
Als ich mir einmal einen Saft aus Zwiebeln gemacht
hatte, den ich dann trinken wollte, war er gallebitter
- und sofort trat die Instrinktsperre ein, so
daß ich plötzlich verstand, dass die
Zwiebel als Liliengewächs ja eigentlich giftig
ist. Aber das sind nur meine Gedanken. Das kann
jeder für sich halten, wie er will.
Als
ich wieder in Deutschland war, begann ich mich
selbst mehr für die Kräuter zu interessieren.
Ich nahm viel Löwenzahn in den Salat und
Gänseblümchen. Meine Mutter hatte zusammen
mit diesen riesige Schüsseln voll Kartoffelsalat
gemacht, als ich noch ein kleines Kind war. Und
ich hatte ihn sooo gerne gegessen. Jetzt tat ich
es wieder so - und ich fühlte immer große
Glücksgefühle, wenn ich ihn aß.
Auch hier reduzierte ich die Menge immer mehr,
tat stattdessen die Kräuter dazu, die ich
neu als essbar entdeckte. Das waren der Breit-
und Spitzwegerich, Hirtentäschelkraut.
Ich
kaufte mir zwei Bücher: das "Wildgemüse
und Wildfrüchte" von Erich Heiß
(Lebenskundeverlag) und den "Kosmos
Naturführer - was blüht denn da?",
diese beiden Bücher nahm ich auf meine ausgiebigen
Spaziergänge mit und pflückte alle Pflanzen,
mit welchen ich vom Gefühl her inneren Kontakt
aufnehmen konnte. Da waren die Bunt-Nesseln, der
Zaungiersch, die Brennesseln. Bald hatte ich das
Gefühl, dass mir die Brennessel gut tun könnte,
ja es gab Tage, das schien sie mit mir zu "sprechen".
Und so überlegte ich mir eine Technik, wie
ich sie gleich vor Ort pflücken und essen
konnte - und sie schmeckten mir vorzüglich.
Auch Löwenzahnblüten liebte ich sehr.
Sie schmecken sehr süss und sind angenehm
weich im Mund. Auch die Vogelmiere wurde bald
eines meiner Lieblingskräuter im Salat, da
diese eine sehr zarte Beschaffenheit hat und sich
wie Salat wunderbar essen läßt.
Die
Anzahl und Verschiedenartigkeit der Kräuter
in meinen Salaten nahm weiter zu - und so hatte
ich schon bald die kunterbuntesten Salate mit
allen Farben von Blüten und Geschmacksrichtungen.
Als ich dann gelegentlich mal einen Kopfsalat
zubereitete, kam es mir im Vergleich zu meinen
Kräutersalaten vor, als äße ich
Papier.
Und
wenn ich einmal ein paar Tage meine Brennesseln
nicht bekam, wurde ich wirklich traurig,. Ich
raspelte Zuccini und schnitt die Brennesseln in
sehr feine Streifen, tat jede Menge sanfte Kräuter
wie Zaungiersch und Vogelmiere hinzu - und würzte
das ganze mit Bio-Madras-Curry und Bio-Gewürzsalt
und kaltgepresstem Olivenöl.
Meine
tollen Kräuter-Salate (Mandalas) findet ihr
hier
Irgendwann
begann ich, andere Kräuter, die ich noch
nicht kannte, zu probieren - und ich stellte fest,
dass es eine Art Sperre im hinteren Hals bei mir
gab, wenn sie nicht so gut für mich - oder
gar giftig waren. Ich probierte z.B. auch Früchte
von Sträuchern und Bäumen, die niemand
kannte. Ich probierte zunächst Mini-Mengen
davon. Und wenn ich spürte, dass es keine
Instinkt-"Sperre" gab, nahm ich sie
mit nach Hause und schaute in den Kräuterbüchern
und im Internet nach, ob ich sie finden konnte.
Meist fand ich heraus, um welche Pflanze es sich
handelte. Eine dieser Beeren ist meine geliebte
Felsenbirne. Eine dunkelbläuliche bis lilarötliche
Beere, die schmeckt wie eine Mischung aus Birnen
und Blaubeeren. Sie leuchtet sehr geheimnisvoll
und sieht sehr hübsch aus. Und bisher kannte
ich noch niemand, der wußte, dass sie zu
den essbaren Beeren gehört. Dabei hat sie
fast jeder in seinem Garten stehen!
Auch
mit den Kräutern konnte ich guten Kontakt
aufnhemen. Meist erfuhr ich von ihnen, ob sie
gut für mich waren. Ich probierte es mit
dem Pendel - und zuletzt ohne, das fühlte
sich stimmiger und echter an!
Das
Beste aber an allem war meine Katze Bärli.
Er hatte ohnehin schon einen für Katzen sehr
denkwürdigen Faibel für meine Tomaten,
Gurken und Paprika, die er sich höchst selbständig
aus dem Regal holte, um dann herzhaft hineinzubeissen
(ist wirklich wahr)! Als ich eines Tages meinen
Löwenzahnsalat aß, der nur mit Olivenöl
angemacht war und mit viel bitteren kleinen Blätter
bestückt war, kam er angerannt und maunzte
beleidigt, weil er nichts bekam. Ich stellte ihm
zuletzt ein Schälchen hin und tat einen Esslöffel
voll davon hinein. Er frass alles geschleckt sauber.
Ich gab ihm noch einen Löffel,. Ich musste
auf die Toilette. Als ich zurückkam, hatte
er sich über meine Schüssel hergemacht
und sie halb leergefressen.
Während
vieler Jahre mit der Rohkost und vor allen Dingen
den Sommer über mit den vielen Kräutern,
wurde ich immer gesünder - viele meiner langjährigen
chronischen Krankheiten verschwanden, ich war
nicht mehr so endlos müde, fühlte, wie
in meinen Körper langsam Leben kam. Ich leide
seit meiner Kindheit an einer Eisenmangel-Anämie
und konnte mich manchmal kaum wirklich anstrengenden
Tätigkeiten wie z.B. Radfahren oder Bergwandern
widmen. Über die Jahre wurde ich immer vitaler
und gesünder. Und heute kann ich es kaum
noch erwarten, wenn der Frühling beginnt
- und die Kräuterwiesen wieder blühen
- ich mein Rad aus dem Keller hole - und wieder
bergauf, bergab durch die Landschaft fahren kann!
Oder auf die herrlichen Bergwanderungen, wo es
von tollen Kräutern nur so wimmelt - die
übrigens in den Bergen oft um ein vielfaches
größer und aromatischer sind und auch
umso kräftigere Wirkung haben.
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Wald- und Wiesen-Kräuter, die ich verwende
A - D
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- Adler-Farn
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Pteridium aquilinum
Verzehr:
die jungen Triebe, nicht zusammengerollt
(von April bis Juni). leicht nussiger
Geschmack - ich esse gerne auch die Spitzen von ausgerollten
Blättern. Nicht
verwechseln mit dem Wurmfarn: Sowohl die jungen Triebe des
Wurmfarns, als auch die ausgewachsenen Farne sind eingerollt.
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- Wurm-Farn
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Dryopteris
filix-mas, Aspidium f.-m.
Verzehr:
die noch zusammengerollten Triebe (von
April bis Juni). leicht nussiger Geschmack
- ich esse gerne auch die Spitzen von ausgerollten Blättern,
aber nur sehr wenig und nicht so häufig!
Heil-Anwendung:
Innerlich:
Bei
Eingeweidewürmern verwendet
man die Wurzeln des Wurmfarns (hochwachsend und eingerollt).
Allerdings ist diese Anwendung ohne
fachärztlichen Rat wegen der gefährlichen Überdosierung
meiner Meinung nach hier nicht zu raten.
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- Ampfer,
stumpfblättriger, etc.. -
Rumex obtusifolius
Verzehr:
Die Blätter das ganze Jahr über.
Ich esse diese Pflanze sehr gerne
- vor allen Dingen frisch von der Wiese. Wenn er so saftig
da steht, kann ich nicht widerstehen. Gelegentlich ist auch
ein saurer Geschmack dabei wie bei Sauerampfer - nur nicht
so stark - das macht ihn besonders lecker.
Heil-Anwendung:
Innerlich:
Bei
Verstopfung, Hautleiden - die Wurzel verwenden. Bei Durchfall,
Ekzemen und zur Blutreinigung die Samen:
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- Bärenklau,
Wiesen-, -
Heracleum sphondylium
Verzehr:
Junge Blätter und Blattriebe (von
April bis Oktober). und die Wurzeln (von März bis Mai).
Diese Pflanze
sollte man nicht in großen Mengen verzehren - aber als
Beigabe schmeckt er mir sehr gut ! Hat einen würzigen
Eigengeschmack. Vorsicht: Manche Bärenklauarten
sind giftig - (Lichtkrankheit).
Heil-Anwendung:
Innerlich:
bei
Muskelkrämpfen, Verdauungsbeschwerden, Durchfall durch
Erkältung, Epilepsie. Die Blätter und Samen innerlich
bei Eingeweidewürmern verwenden. Äußerlich:
Blätter zum Erweichen von Geschwüren verwenden.
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- Bärlauch,
Waldknoblauch - Allium
ursinum
Verzehr:
die ganze Pflanze (von April bis Juni).
Schmeckt herrlich wie Knoblauch, man
riecht aber fast nicht - der Geruch verschwindet rasch wieder.
Heil-Anwendung:
Innerlich:
bei
Arterienverkalkung, bei hohem Blutdruck, Bronchial Katarrh,
Darmgrippe, Blähungen, Eingeweidewürmern, Hautleiden.
Äußerlich: bei Geschwüren und Furunkeln.
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- Beifuss,
echter; Wilder Wertmut, Estragon -
Artemisa vulgaris
Verzehr:
die Wurzeln (im Frühjahr und Herbst),
die Blätter (von April bis September).
Beifuß hat einen herbwürzigen Geschmack. Ich
füge ihn gern als Gewürz meinen Kräutersalaten
bei.
Heil-Anwendung:
Innerlich:
bei
Magenverstimmung, Nervenschmerzen, allgemeiner Schwäche,
Leberleiden, Menstruationsstörung, Eingeweidewürmern.
Beifuss regt die Verdauung an.
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- Beinwell,
echter - Symphytum
officinale
Verzehr:
Wurzel (im Frühjahr und Herbst),
Blätter (von April bis August)
Wie Borretsch zählt der Beinwell zu meinen Lieblingskräutern.
Die Blätter sind haarig - es kratzt
ein bißchen und ist vielleicht am Anfang ungewohnt.
Ich liebe neben dem leicht nussigen Geschmack dieses rauhe,
volle Gefühl beim Essen.
Heil-Anwendung:
Innerlich:
bei
Erkrankungen der Niere, bei Bluthusten, Magen- und Darmkatarrh,
bei Paradentose! Es wirkt kreislaufanregend. Äußerlich:
Wurzelbrei auf Krampfadern, Wunden, Geschwüre und Knochenbrüche
auflegen. Bei Paradentose mit Tee den Mund und den Rachenraum
gurgeln.
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- Blutwurz
- Tormentill-Fingerkraut -
Potentilla erecta
Verzehr:
Blätter und Blüten (von April
bis September).
Heil-Anwendung:
Innerlich:
bei
Blutungen, besonders bei zu starker Menstruation; Magen- und
Darmkatarrh; bei Rheuma und Gicht; Gelbsucht, Hämorrhoiden.
Äußerlich: Bei Ekzemen und Haut-Flechten,
schlecht heilenden Wunden, Zahnfleischentzündungen (Parodentose),
Mandelentzündung.
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- Boretsch,
echter -
Borango officinalis
Verzehr:
oberirdische Teile der Pflanze (Mai
bis Oktober). Wie
Beinwell zählt der Boretschl zu meinen Lieblingskräutern.
Die Blätter sind haarig - es kratzt
ein bißchen und ist vielleicht am Anfang ungewohnt.
Ich liebe neben dem leicht nussigen Geschmack dieses rauhe,
volle Gefühl beim Essen.
Heil-Anwendung:
Innerlich:
bei
Husten, Halserkrankungen, Nierenentzündung, Rheuma, Verstopfung,
zur Herzstärkung, zur Blutreinigung, als fiebersenkendes
Mittel, bei Melancholie. Äußerlich: feuchtwarme
Umschläge auf die entzündeten Augen.
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- Braunelle,
kleine - Prunella
vulgaris
Verzehr:
ganze Pflanze ohne Wurzeln (von April
bis Oktober)
Heil-Anwendung:
Innerlich:
wirkt
zusammenziehend, narbenbildend, wundheilend, bei Angina, bei
Hämorrhoiden, bei Beschwerden im Mund, Äußerlich:
den Brei der zerquetschten Pflanze auf Wunden auflegen.
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- Brennessel,
grosse
und kleine l
- Urtica
dioica
Verzehr:
Blätter, besonders der jungen Pflanzen.
Diese kann man ganz verzehren. Es gibt eine Technik, wie man
sie so essen kann: du faltest ein Blatt nach innen ein (von
allen Seiten einklappen) und steckst es dir im Mund nach hinten,
wo die Mahlzähne sind. Dann feste draufkauen -
ich habe mich genau ein Mal verbrannt, das war beim ersten
Mal - lach ! Heute kann ich die Brennessel
auch gut so im Salat essen. Du brauchst sie nur ein paar Minuten
liegen zu lassen - sie hören nach ca. 30 Minuten auf
zu brennen! Das ist je nach Brennesselsorte verschieden -
probier es aus!
Heil-Anwendung:
Innerlich:
bei
Blasenleiden, Blutungen aller Art, Hautbeschwerden, Gicht,
Rheuma, Blutarmut, es fördert die Milchbildung bei stillenden
Müttern, erzeugt Widerstandskraft gegen Infektionen.
Äußerlich: bei Hautausschlägen äußerlich,
bei Halsverschleimung damit gurgeln - bei Haarausfall die
Wurzel
leicht abkochen und die Kopfhaut damit einreiben.
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- Brunnenkresse,
echte; Barbarakraut - Nasturtium
officinale
Verzehr:
die ganze Pflanze (das ganze Jahr über).
Ist ziemlich scharf, reizt bei mir
die Magenschleimhaut, daher nehme ich es nur selten, in kleineren
Mengen. Bekannte schwören darauf.
Heil-Anwendung:
Innerlich:
bei
Blutarmut, Erkrankungen der Atem-, Verdauungs- und Harnwege;
bei Leberbeschwerden, Hautleiden, Kropf, Eingeweidewürmern,
Skorbut und Zahnfäule. Äußerlich:
Umschläge bei Ekzemen und anderen Hautleiden.
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Distel,
Ackerdistel -
Cirsium arvense
Verzehr:
junge Blätter (von März bis
August). Blätter der grundständigen Blattrosette
(das ganze Jahr) und die Wurzel (Frühjahr bis Herbst).
Ich esse auch gerne die Blütenknospen,
bevor sie stachelig werden.
Heil-Anwendung:
Innerlich:
Die Blätter der Ackerdistel wirken
auf Leber und Galle und sind ein hervorragendes
Mittel bei Eingeweidewürmern. Nach
Kräuterpfarrer Künzle soll Ackerdisteltee (1 Teil
Ackerdistel, 2 Teile Salbei) stark auf Leber,
Galle und Nieren wirken - und sogar
Steine auflösen! Äußerlich:
zerquetsche ganze Pflanze (ohne Wurzel) auf giftige
Insektenstiche auflegen, sowie bei schlecht heilenden
Wunden.
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- Distel,
Kohldistel -
Cirsium olearaceum
Verzehr:
die kleineren Blätter (von Mai
bis Oktober). Die Wurzel (Frühjahr und Herbst). Ich
esse auch gerne die Blütenknospen, bevor sie stachelig
werden.
Heil-Anwendung:
Innerlich:
bei
Entzündungen der Leber, bei Seitenstechen, Verdauungsschwäche,
Butspeien, Gicht und Zahnschmerzen Äußerlich:
bei rheumatischen Beschwerden zerdrückte Pflanze
auf die schmerzenden Stellen legen.
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Wald- und Wiesen-Kräuter, die ich verwende
E-H
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- Fetthenne,
knollige - Sedum
telephium
Verzehr:
die Blätter und dünnen Stengel
(von April bis September), die Wurzelknollen (im Frühjahr
und Herbst). Hat einen zarten, unaufdringlichen
Geschmack.
Heil-Anwendung:
Äußerlich:
zerdrückte Blätter auf
Wunden und Geschwüre legen.
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- Frauenmantel,
Alchemistenkraut -
Alchemilla vulgaris
Verzehr:
Blätter und den zart gelblichgrünen
Blütenstand (von April bis September),
ältere Blätter sind recht zäh.
Heil-Anwendung:
Innerlich:
Ein
wahres Wunderminttel bei Frauenkrankheiten und Beschwerden
aller Art ! Besonders bei Frauen vor und nach der Entbindung,
bei zu häufiger und zu starker Menstruation, bei Weißfluss;
Vermutlich auch hilfreich bei Beschwerden des Genitalbereichs
bei Männern; Krampfadern; Arterienverkalkung, Darmkatarrh,
Diabetes. Äußerlich: bei
Geschwüren, Wunden.
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- Fünffingerkraut,
kriechendes... -
Potentilla reptans
Verzehr:
Blätter und Blüten (das ganze
Jahr über).
Heil-Anwendung:
Innerlich:
bei
Heiserkeit, Mandelentzündung, Milchmangel bei stillenden
Müttern, Nierenbeschwerden, Durchfall.
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- Gänseblümchen
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Bellis perennis
Verzehr:
Alle oberirdischen Teile (das ganze
Jahr über) Mit
diesem Blümchen wußte meine Mutter früher
schon uns sehr leckere Salate zuzubereiten, den ich allerdings
so heute nicht mehr esse. Ich stelle das Rezept dennoch auf
der Rezepte-Seite aus.
Heil-Anwendung:
Innerlich:
Innerliche
Erkrankungen der Atemwege, Verstopfung, zu starke und schmerzhafte
Menstruation, Leberbeschwerden, Nieren- und Blasenleiden.
Im Frühjahr eignet sich ein Salat
von Gänseblümchen zur Blutreinigung.
Äußerlich: die zerquetschte
Pflanze zur Wundbehandlung.
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- Gänse-Fingerkraut
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Potentilla anserina
Verzehr:
Blätter
und Blüten (von April bis Oktober)
Heil-Anwendung:
Innerlich:
bei
Krämpfen aller Art, bei inneren Blutungen; Magen- und
Darmgrippe; bei zu starker und zu schmerzhafter Menstruation;
Arterienverkalkung, Keuchhusten. Äußerlich:
bei lockeren Zähnen: Mundspülungen!
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- Giersch,
Zaungiersch, Geißfuß -
Aegopodium podagraria
Verzehr:
die Blätter (von April bis August),
die Wurzeln (im Frühjahr). Giersch
ist eine meiner Lieblingskräuter. Er hat einen sehr eigenen
Geschmack. Er lässt sich gut auch
in größeren Mengen essen.
Heil-Anwendung:
Innerlich:
bei
Gicht, Rheuma, Ischias, Hämorrhoiden, er wirkt entgiftend,
blutreinigend und harnsäureausscheidend. Ein
Gierschsalat ist besonders für Rheumatiker zu empfehlen!
Äußerlich:
das frische, zerquetschte Kraut auf
schmerzende Stellen bei Ischias, auf
Insektenstiche und Wunden !
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- Gundermann
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Glechoma hederaceum
Verzehr:
Die ganze Pflanze (das ganze Jahr über).
Ich esse Gundermann sehr gerne als
Gewürz-Beigabe in meinen Kräutersalaten. Hat
sehr stark würzende Eigenschaft - nussiger Geschmack.
Heil-Anwendung:
Innerlich:
Erkrankungen
der Atemwege, wirkt Appetitanregend, bei Magen- und Darmbeschwerden,
Lebererkrankungen, Nierensteinen. Äußerlich:
Waschen von infizierten Wunden,
als Badezusatz bei Ischias und
Gicht.
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Guter
Heinrich -
Chenopodium bonus-henricus
Verzehr:
Blätter und Triebspitzen (von April
bis September). wurde früher als
Salat- und Spinatpflanze angebaut und verwendet.
Heil-Anwendung:
Innerlich:
bei
Hautkrankheiten
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- Habichtskraut
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Hieracium pilosella
Verzehr:
Blätter, Knospen und Blüten
(von April bis November)
Heil-Anwendung:
Innerlich:
bei
chronischer Bronchitis, bei Magen- und Darmgrippe, Durchfall,
Blasenbeschwerden, Eingeweidewürmern, bei
unfreiwilligem Samenverlust.
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- Hirtentäschelkraut
- Capsella
bursa-pastoris
Verzehr:
Blätter, die Blattrosette kann
auch im Winter verzehrt werden. Der Geschmack ist recht nussig
- angenehm. Ich garniere damit gerne
meine Mischkräuter-Kombinationen.
Heil-Anwendung:
Innerlich:
Lungen-
und Magenblutungen, bei zu niedrigem oder zu hohem Blutdruck,
bei Nieren- und Blasenbeschwerden, bei zu starker Menstruation,
Skorbut, bei Verstopfung (Samen). Äußerlich:
hat stark blutstillende Wirkung.
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Huflattich
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Tussilago farfara
Verzehr:
Blüten mit Stil (von März
bis April), Blätter (von April bis Juni). Hat
einen sehr würzigen Eigengeschmack (ähnlich
wie Zaungiersch)
Heil-Anwendung:
Innerlich:
bei
Erkrankung der oberen Luftwege, Darmentzündung, Skrofulose,
zum Reinigen des Blutes. Wirkt entzündungshemmend und
harntreibend. Äußerlich: bei Geschwüren,
Quetschungen, Venenentzündung, Bindehautentzündung,
bei Brandwunden und eitrigen Wunden - sehr
gut bei Insektenstichen (Blätter zerquetschen und aufreiben)
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