FRohkost - Urkost
roh essbare
Wild-/ Urkost-Kräuter
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© Regina F. Rau

FRohkost-Übersicht
Kräuter Vorwort
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Wald- und Wiesen-Kräuter, die ich verwende
J- L
 
  • Johanniskraut, Tüpfelhartheu - Hypericum perforatum

Verzehr: Die oberen Teile des blühenden Krautes - mit Blättern ( von Juli bis August). Hat einen knoblauchähnlichen Geschmack mit leicht bitterem Unterton - ähnlich wie Bärlauch oder wildwachsender Schnittlauch, nur nicht so stark. Besser die jungen Pflanzen nehmen - je älter, desto bitterer.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Blasen- und Nierenbeschwerden, Bettnässen, Leber- und Gallenerkrankungen, Magen- und Darmkatarrh, Menstruationsstörungen, Arterienverkalkung, zur Nervenstärkung (bei Depressionen und Traurigkeit), bei Schlaflosigkeit und Nervosität; bei Blutarmut, Gicht, Rheuma, Eingeweidewürmern (Johanniskraut-Öl).Äußerlich: Johanniskraut-Öl (Rotöl) auf schlecht heilende Wunden und Brandwunden auftragen.

Enthält Substanzen, nach deren Einnahme starke Lichteinwirkungen auf die Haut zu vermeiden sind (Lichtkrankheit).

Kamille
  • Kamille - echte-/ strahlenlose - Matricaria chamomilla

Verzehr: Obere Stengelblätter und Knospen (von April bis August).

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Harnbeschwerden, Blähungen, Magen- und Darmkrämpfen, schmerzhafter Menstruation, Rheuma, wirkt schweißtreibend, bei Asthma inhalieren, bei Erkältungskrankheiten. Äußerlich: bei Gerstenkorn (Augenbäder), bei Altersjucken als Badezusatz, bei Halsentzündungen gurgeln. Bei Blasenentzündungen (Sitzbad), Waschungen bei Hautleiden, bei Abszessen, Zahnfleischblutungen, Ekzemen, schwer heilenden Wunden, Verbrennungen, Unterschenkelgeschwüren, Nagelbetteiterungen.

 
  • Kanadisches Berufkraut; wilder Hanf -
    Erigeron canadensis

Verzehr: die Blätter (von Mai bis September)

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Bronchialkatarrh, beizu starker Menstruation, Gicht, Rheuma, Blasenentzündung. Hat blutstillende Wirkung; harntreibend.

Wiesenkerbel
  • Kerbel, Wiesenkerbel - Anthriscus sylvestris

Vorsicht: nicht verwechseln mit der Hundspetersilie: Aethusa cynapium aus der Familie Apiaceae - wird als äusserst giftig beschrieben und nur in der Heilkunde nur als homöopathische Verdünnung angewandt

Verzehr: die Blätter das ganze Jahr. Sehr leckere Beigabe in Salaten! Hat würzigen Eigengeschmack.

Heil-Anwendung: Innerlich: zur Blutreinigung (Tee), wirkt harntreibend. Äußerlich: auf chronische Ekzeme und Milchnoten bei abstillenden Müttern (frischer, angewärmter Kräuterbrei)

Knoblauchrauke
  • Knoblauch-Rauke - Alliaria petiolata

KnoblauchraukeVerzehr: Die ganze Pflanze - das ganze Jahr. Hat einen knoblauchähnlichen Geschmack mit leicht bitterem Unterton - ähnlich wie Bärlauch oder wildwachsender Schnittlauch, nur nicht so stark. Besser die jungen Pflanzen nehmen - je älter, desto bitterer.

Heil-Anwendung: Innerlich: Erkrankungen der Atemwege (schwachen Aufguss - oder verdünnen), harntreibend und fäulnishemmend. Äußerlich: sehr gut: zerquetschtes Kraut bei schlecht heilenden Wunden und Geschwüren.

Klebkraut
  • Klebkraut

Verzehr: die jungen Blätter

Heil-Anwendung: Innerlich: - Äußerlich: -

Klee
  • Klee, Wiesenklee - Trifolium pratense

RotkleeHopfenluzerneVerzehr: Blätter und junge Blütenköpfchen (vonApril bis Oktober). Die Blüten schmecken leicht süss, aber nicht so stark wie beim Löwenzahn.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Husten, Rheuma, Gicht, Verdauungsbeschwerden, zur Appetitförderung, zur Anregung der Lebertätigkeit.

 
  • Klette große, filzige - Arctium lapa

Verzehr: junge Blätter und Stengel (von Mai bis September), Wurzel (im Frühjahr und Herbst), Samen

Heil-Anwendung: Innerlich: Magen- und Darmleiden, Drüsenschwellungen, Ekzeme, Flechten, Furunkel. Salat und Gemüse von Blättern und Wurzeln bsind besonders für Diabeteskranke wertvoll ! Äußerlich: bei Haarausfall Tinktur bei Milchschorf auf die Kopfhaut auftragen, bei Hautkrankheiten ins Badewasser.

  • Kriechender Günsel - Ajuga reptans

Verzehr: Oberirdische Teile der Pflanze (das ganze Jahr über).
Günsel (leitet sich vom lat: consolida=Beinheil ab)

Heil-Anwendung: Innerlich: Bei Leberleiden, bei Blutungen, Angina, Weißfluß Äußerlich: als Gurgelwasser, heilend bei Knochenbrüchen und schlecht heilenden Wunden - wirkt festigend.

  • Kümmel, echter - Carum carvi

Verzehr: Wurzeln (im April des ersten Jahres), Blätter (von Mai bis September), Samen (von Juni bis August). Schmeckt lecker als würzendes Kraut in Salaten.

Heil-Anwendung: Innerlich: Blähungen, Magen- und Darmprobleme, Menstruationsstörungen, Krämpfe, fördert die Milchsekretion. Wirkt leicht harntreibend. Äußerlich: Kümmelbäder für schwächliche Kinder.

Labkraut
  • Labkraut, echtes - Galium verum

Verzehr: Oberirdische Teile der Pflanze (von April bis Oktober). Kleinschneiden, fühlt sich auf der Zunge sonst klettend an.

Heil-Anwendung: Innerlich: Leber-, Nieren- und Blasenbeschwerden, Magenleiden, Wassersucht, Hautauschläge. Wirkt harn- und schweißtreibend, und beruhigend. Äußerlich: bei Ekzemen, Flechten und Geschwüren.

Lichtnelke
  • Lichtnelke - aufgeblasenes Leimkraut - Silene vulgaris

Verzehr: Die Blätter und jungen Triebe (von April bis Oktober), grundständige Blätter (das ganze Jahr über). Schmeckt sehr zart und leicht - allerdings schaffe ich es nur sehr schwer, diese lichtgeladene Blume zu essen.

 
  • Löffelkraut, echtes - Cochlearia offincinalis

Verzehr: Die Blätter (das ganze Jahr über), den Blütenstand.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Skorbut, Gicht, Rheuma, Wassersucht, Harnverhaltung, Grießbildung, Erkrankung der Atmungsorgane, Verdauungsbeschwerden, Hautauschlägen, lockeren Zähnen.

Löwenzahn blühend

  • Löwenzahn - Taraxacum officinale

Löwenzahn - PusteblumeLöwenzahnblüteVerzehr: Wurzel (im Frühjahr und Herbst), Blütenknospen und Blüten (von April bis Juni), die Blätter das ganze Jahr. Einer meiner Lieblinge. Der Löwenzahn ist im Frühjahr besonders zart. Es kann schon mal vorkommen, dass ich nur Löwenzahnblüten zu einer Mahlzeit verzehre. Sie schmecken honigsüß und sehr zart, mit einem leicht bitteren Untergeschmack, den ich sehr liebe.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Arterienverkalkung, Erkrankung der Atemwege, Leber- und Gallenleiden sowie Blasensteine, Verstopfung, Zuckerkrankheit, Gicht, Rheuma, Hautunreinheiten, Skrofulose, zur Blutdruckregulierung, Steinerkrankungen. Äußerlich: bei Geschwüren und eitrigen Wunden, Flechten. Löwenzahn gehört zu den sehr wirksamen Allheilmitteln in der Kräuterkunde.

Lungenkraut
  • Lungenkraut, echtes - Pulmonaria officinalis

LungenkrautVerzehr: das blühende Kraut (von März bis Juni).

Heil-Anwendung: Innerlich: Erkrankungen der Atemwege, Bluthusten, Blasenbeschwerden, Blut im Harn. Äußerlich: Fein pulverisierte Blätter auf Wunden und Entzündungen.


Wald- und Wiesen-Kräuter, die ich verwende
M - N
Origano
  • Majoran - Origano, echter Dost - Origanum vulgare

Verzehr: Blätter und Blüten (von Juni bis Oktober). wächst vor allen Dingen in den wärmeren Ländern Europas häufig. Der Geruch dieses Krauts wirkt auf mich sehr beruhigend, besänftigend.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Asthma, Blähungen, Magen- und Darmstörungen, Krämpfen und Menstruationsbeschwerden, wirkt appetitanregend. Äußerlich: Nervenstärkendes Kräuter bad und Kräuterkissen (zusammen mit noch anderen Kräutern: Thymian, Rosmarin, Lavendel...)

wilde Malve
  • Malve, wilde - Malva sylvestris

MalveVerzehr: Die Blätter und jungen Triebe und Blüten (von Mai bis Oktober), die Früchte (ab Juni). Diese Pflanze esse ich für mein Leben gern! Sie hat mich während der schwierigsten Anfangsphase meiner Rohkost ständig begleitet und mir in manch schwieriger Situation (körperliche und seelische Beschwerden bei der Nahrungs-Umstellung) sehr geholfen. Hatte beruhigende Wirkung auf meinen Magen und Darmtrakt und verströmte auch viel Licht in meiner Seele!

Heil-Anwendung: Innerlich: Bronchitis, Blasenleiden, Magen- und Darmgrippe. Äußerlich: bei Hals- und Gaumenmandelentzündung Gurgeln. Bei Mundkrankheiten Spülen, auf Geschwüre auflegen.

 
  • Melde; Rutenmelde; Gemeine Melde -
    Atriplex patula

Verzehr: Blätter (von Mai bis September). Sehr angenehme Salatpflanze - ich esse sie gerne auch in größeren Mengen.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Bronchialkatarrh, Durchfall, bei zu starker Menstruation, Gicht, Rheuma, Blasenentzündung. Hat harntreibende und blutstillende Wirkung.

  • Möhre, wilde - Daucus carota

Verzehr: die Wurzel im ersten Jahr (von Juli bis Oktober). Bei älteren Pflanzen muß der holzige Kern des Stengels entfernt werdenxx, die Blätter (von Mai bis September).

Heil-Anwendung: Innerlich: die Möhren haben besonders bei Sehstörungen roh gegessen besondere Wirkung. Bei Nachtblindheit von Kraftfahrern, bei Magen- und Darmbeschwerden - besonders bei Kindern, bei Menstruationsbeschwerden. Saft gegen Sodbrennen, vorbeugend gegen Infektionen. Gegen Blähungen sind die Samen sehr wirksam. Äußerlich: geriebene Möhren auf Brandwunden und Erfrierungen legen.

Nelkenwurz
  • Nelkenwurz echte; Benediktenkraut - Geum urbanum

NelkenwurzVerzehr: die Wurzel und grundständigen Blätter (das ganze Jahr), die Stengelblätter (von April bis Oktober). Ich persönlich empfinde die Blätter dieser Pflanze ein bißchen zäh.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Leber- und Gallenbeschwerden, Magen- und Darmbeschwerden, Hämorrhoiden, Menstruationsbeschwerden, Durchfall, stärkt die Nerven, wirkt desinfizierend. Äußerlich: bei Hals- und Zahnfleischentzündungen gurgeln.


Wald- und Wiesen-Kräuter, die ich verwende
O - R
Pestwurz
  • Pestwurz - Petasites hybridus

Verzehr: die Wurzel und grundständigen Blätter (das ganze Jahr), die Stengelblätter (von April bis Oktober). Ich persönlich empfinde die Blätter dieser Pflanze ein bißchen zäh.

Heil-Anwendung: Innerlich: im Mittelalter fand diese Pflanze gegen die Pest Verwendung. Weitherhin bei entzündeten Bronchien; bei Nervenschmerzen (Tinktur), bei nervösen Magenbeschwerden und gestörtem Gallenfluß; krampflösend (Wurzelstock). Äußerlich: Umschläge aus zerdrückten, frischen Blättern bei Gelenkschmerzen und Wunden.

 
  • Pfefferminzen - Mentha aquatica

Verzehr: die oberen Blätter und den Blütenstand (von Mai bis Oktober). es gibt viele verschiedene ungiftige Sorten - nur die Poleiminze ist stark giftig. Man erkennt sie an den sehr kleinen fast runden Blättern.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Blähungen, Koliken, Übelkeit, Magen- und Darmkatarrh, Leber- und Gallenbeschwerden, bei Nervosität, Herzklopfen und Schlaflosigkeit.

 
  • Pfennigkraut - Lysimachia nummularia

Verzehr: die oberirdischen Pflanzenteile (von Mai bis Juli).

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Gicht und Rheuma, Durchfall, Fieber, Krampfadern, Skorbut, bei inneren Blutungen. Äußerlich: auf Wunden, Geschwüre und rheumatische Stellen einen Brei des frischen Krautes auftragen.

 
  • Platterbse - Lathyrus tuberosus

Verzehr: die Wurzelknollen (im Frühjahr und Herbst), die Blätter und jungen Triebe (von Juni bis September). Schmeckt mir angenehm mild.

 
  • Rainkohl - Lapsana communis

Verzehr: die Blätter (das ganze Jahr über). Schmeckt kohlartig - esse ich sehr gerne!

Heil-Anwendung: Äußerlich: Beschleunigt die Heilung von Schnittwunden und Entzündungen (als Kräuterbrei auftragen).

Rapunzel
  • Rapunzel - Glockenblume - campanula rapunculus

Verzehr: die Blätter, Knospen und unreifen Früchte (von April bis September), die Wurzel (von Frühjahr bis Herbst). Die herrlich blauen Glockenblumen leuchten mir direkt ins Herz. Ich schaue sie lieber an, als sie zu essen... Die Pflanze wurde früher gelegentlich sogar angebaut, weil damit ein wohlschmeckender Salat zubereitet werden kann.

Heil-Anwendung: Innerlich: wirkt antiseptisch, wundheilend und erfrischend! Äußerlich: den Saft von zerdrückten Pflanzen auf Warzen tupfen.


Wald- und Wiesen-Kräuter, die ich verwende
S - U
Sauerampfer
  • Sauerampfer, grosser - Rumex acetosa

Sauerampfer BlüteVerzehr: die Blätter und den Blütenstand (von März bis November). Ist ein sehr leckerer Zusatz in Kräutersalaten. Ich verwende ihn sehr häufig. Im Frühjahr esse ich ihn fast Sauerampfer Blütetäglich.

Heil-Anwendung: Innerlich: als Frühjahrs-Blutreinigungskur - täglich ein paar Blätter davon verzehren. Ausserdem bei Verstopfung, Spulwürmern, Hautkrankheiten. Wirkt sehr appetitanregend! Äußerlich: bei Hautkrankheiten auch äußerlich!

Schachtelhalm
  • Schachtelhalm - Equisetum arvense

Verzehr: die grünen Triebe (von Mai bis September). Esse ich gerne unterwegs.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Arterienverkalkung, bei Leber- Nieren- und Blasenbeschwerden, bei zu starker Menstruation, Wassersucht, Rheuma, bei Blutungen von inneren Organen. Das Kraut wirkt lungengewebefestigend und keimtötend. Äußerlich: bei Ekzemen, Flechten, Fisteln, Gerstenkorn; bei Mandel- und Zahnfleischentzündungen gurgeln.

Schafgarbe
  • Schafgarbe, gemeine - Achillea millefolium

Verzehr: die Blätter (von April bis November). Die grundständigen Blätter (auch im Winter), den Blütenstand. Ich esse die Blätter wegen des sehr würzigen parfümartigen Eigengeschmacks (ich finde ihn nach so langer Zeit noch immer gewöhnungsbedürftig) nur sehr selten - und bereiche meine Salate lieber mit ein paar der weniger aufdringlich schmeckenden Blütendolden.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Atemwegsbeschwerden, Magen- und Darmerkältung, Gallenleiden, Herzanfälle, Bleichsucht, Bettnässen, schmerzhafter Menstruation, Weißfluss. Es wirkt blutreinigend, blutdrucksenkend, kreislauffördernd, stoffwechselanregend, magenrkräftigend. Äußerlich: bei Hautausschlägen, Frostbeulen, Wunden. Bei Gicht und Rheuma als Badezusatz.

Scharbockskraut
  • Scharbockskraut - Ficaria verna

Verzehr: die Blätter vor der Blüte, nachher enthalten sie einen Giftstoff (Protoanemonin). Ich persönlich kann nicht viel von dieser Pflanze essen. Es verursacht lang anhaltendes Kratzen im Hals bei mir und gibt mir schon nach 2-3 Blättern das Gefühl, nicht gegessen werden zu wollen. Bekannte von mir schwören auf dieses Kraut !

Heil-Anwendung: Innerlich: bei hautleiden, Skorbut. Es wirkt blutreinigend.

wildwachsender Schnittlauch
  • Schnittlauch, (wildwachsender) - allium schoenoprasum

Verzehr: die Halme (von Februar bis...) neben Bärlauch eine gern gesehene Pflanze in meinen Kräutersalaten! Erzeugt nicht so starke Gerüche beim Essen wie der Knoblauch - und verfliegt schnell wieder.

Heil-Anwendung: Innerlich: abführend, antiseptisch, harntreibend, appetitanregend, durchblutungsfördernd, blutdrucksenkend, schleimlösend.

Schöllkraut
  • Schöllkraut - Warzenkraut - Chelidonium majus

SchoellkrautVerzehr: giftig Nicht zum Verzehr geeignet. Bei Heilwirkung ist nur die frische Pflanze wertvoll, da die Wirkstoffe bei Trocknen der Pflanze schnell ihren Wert verlieren.

Heil-Anwendung: Innerlich: der frischgepresste Saft des Krautes sowie der Wurzel als Mittel gegen rasche Abmagerung, bei Wassersucht, bei hellgelben Durchfällen und bösartigen Hauterkrankungen. Äußerlich: den Saft der Pflanze äußerlich bei Hühneraugen, Schwielen und Warzen auftragen.

 
  • Storchenschnabel, Wiesen- - Geranium pratense

Verzehr: Blätter (von Mai bis August), Knospen und Blüten (von Juni bis August).

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Angina, Blutungen verschiedener Art, Gelbsucht, bei schwerer Darmgrippe. Äußerlich: als Gurgelwasser; bei Ausschlägen, Geschwüren und Fisteln Auflagen mit der zerquetschten Pflanze.

Taubnessel

  • Taubnessel, rote - weisse - Lamium album

Verzehr: die zarten Blätter und Blüten (von März bis September). Ich gebe gelegentlich ein paar Blätter als Würzung zum Kräutersalat. Ist für meinen Geschmack manchmal zu bitter.

purpurrote Taubnessel Goldene Taubnessel Taubnessel gefleckte

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Verstopfung und Beschwerden der Verdauungsorgane, Atemwegserkältungen, bei Blutarmut, bei zu früher Menstruation. bei Weißfluss (nur die Blüten), bei Nervosität, Schlaflosigkeit, Blasenleiden. Wirkt blutreinigend und verdauungsfördernd. Äußerlich: Bei Brandwunden und Geschwüren; bei Ohrenleiden - die angedämpfte Pflanze auflegen.

Topinambur
  • Topinambur - Helianthus tuberosus (Sonnenblumenwurzel)

Verzehr: die Wurzelknollen (von Oktober bis März). Sehr leckere, leicht verdauliche Nahrung. Ich bevorzuge sie neben der Süsskartoffel und Löwenzahnwurzel als Wurzelgemüse.

Heil-Anwendung: Innerlich: hat bei Diabetes besonders günstige Wirkung. Wirkt vorbeugend gegen Paradentose, regt die Darmtätgkeit an, beeinflußt die Darmflora günstig, wirkt mild gegen Verstopfung (besonders bei übersäuertem Darmmilieu).


Wald- und Wiesen-Kräuter, die ich verwende
V - Z
  • Vogelknöterich - Polygonum aviculare

Verzehr: wenn der Stengel weich ist, die oberen Teile der Pflanze (von Mai bis Oktober). Ähnlich mild wie die Vogelmiere.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Durchfall, Nierensteinen, Magen- und Darmkatarrh, Rheuma, blutstillend, bei inneren Blutungen, Arterienverkalkung, bei Steinerkrankungen, Diabetes, zur Durstbekämpfung. Wirkt harn- und galletreibend. Äußerlich: Zur Wundbehandlung das zerquetschte Kraut auflegen.

Vogelmiere
  • Vogelmiere - Stellaria media

Verzehr: die ganze Pflanze, das ganze Jahr über. Ist sehr mild und zart und als größerer Anteil in Salaten geeignet.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Bluthusten, Herzklopfen, Hämorrhoiden, bei leichten Katarrhen der Atemwege. Ist blutreinigend und zeigt gute Wirkung bei Blähungen, wirkt harntreibend.Äußerlich: Das zerquetschte Kraut auf Ausschläge, Wunden und Geschwüre legen.

Breitwegerich
  • Wegerich - Breitwegerich Plantago májor

Verzehr: die Blätter (das ganze Jahr über), die Samen (ab Juni). Schmeckt sehr angenehm und leicht bitter, nussig. Stellt einen beständigen Anteil meiner Kräutersalate dar.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Atemwegserkrankungen, Verdauungsstörungen, Blasen- und Steinleiden, Leberleiden. Wirkt blutreinigend (besonders als Frischsaft), harntreibend, stopfend (die Blätter), abführend (die Samen).

Spitzwegerich
  • Wegerich - Spitzwegerich Plantago lanceolata

Verzehr: die Blätter (das ganze Jahr über), die Samen (ab Juni). Schmeckt sehr angenehm und leicht bitter, nussig. Stellt einen beständigen Anteil meiner Kräutersalate dar.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Atemwegserkrankungen, Verdauungsstörungen, Blasen- und Steinleiden, Leberleiden. Wirkt blutreinigend (besonders als Frischsaft), harntreibend, stopfend (die Blätter), abführend (die Samen).Äußerlich: Auf Flechten, Geschwüre und Insektenstiche die zerquetschten Blätter auflegen!

 
  • Flohsamenwegerich Plantago afra

Verzehr: junge Blätter (das ganze Jahr über), die Samen (ab Herbst) Schmecken angenehm nussig. Die jungen Blätter zusammen mit Löwenzahn ergeben einen blutreinigenden Salat.

Heil-Anwendung: Innerlich: wirkt regulierend auf die Darmtätigkeit, blutreinigend. Äußerlich: bei Verbrennungen einen Brei aus zerquetschten Samen auflegen.

 
  • Wegrauke - Sisymbrium officinale

Verzehr: die Blätter (von April bis Oktober).

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Kehlkopfkatarrh, bei Erkrankungen der Atemwege: Heiserkeit und Husten, Athma; bei Gelbsucht, Blasenbeschwerden, Skorbut. Wirkt beruhigend und entkrampfend.

 
  • Wegwarte - Cichorium intybus

Verzehr: die Wurzeln (im Herbst), die Blätter (von Mai bis August).

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Gelbsucht, Verdauungsschwäche, bei Luftwegskatarrhen, bei Hautausschlägen, Furunkeln und Karbunkeln, bei Skorbut. besonders bei Diabeteskranken (die frische Wurzel).

 
  • Weidenröschen; wilder Oleander; Feuerkraut - Epilobium (Chamaenerion) angustifolium

Verzehr: die oberen Teile der Pflanze - wenn der Stengel weich ist (von Mai bis Oktober).

Heil-Anwendung: Innerlich: Arterienverkalkung, Nierensteine, Durchfall, Magen- und Darmkatarrh, Rheuma, innere Blutungen. Wirkt harn- und galletreibend. Äußerlich: das zerquetschte Kraut auf Wunden auflegen.

 
  • Wiesenknopf großer/kleiner - Sanguisorba officinale

Verzehr: die jungen Blätter und Triebe (von April bis Juli), die jungen Blütenköpfchen.

Heil-Anwendung: Innerlich: bei Lungen- Magen- und Darmblutungen; bei Hämorrhoiden, Krampfadern, Venenentzündung, Melancholie, Kopfschmerzen. Bei Wechselbeschwerden und Würmern (die Wurzel). Äußerlich: auf Wunden und Geschwüre die frisch zerstossenen Blätter legen.



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