Früchte
waren schon früher unsere Nahrung...
 

Das Evangelium des Vollkommenen Lebens


Inhalt - Auszüge aus den Kapiteln:
21 * 24 * 28 * 29 * 31 * 33 * 38 * 41 * 48 * 71 * 75 * 87 *

Ein ursprüngliches und vollständiges Evangelium - aus dem Aramäischen Urtext von G.J.R. Ouseley

Regenbogen-Linie

© Regina Franziska Rau
"Himmlische Liebe"

Kapitel 21
Jesus tadelt die Grausamkeit gegen ein Pferd


(2) Das Pferd aber war zu Boden gestürzt; denn die Last war ihm zu schwer, und der Mann schlug es, daß das Blut von dem Körper des Tieres rann. Und Jesus trat zu ihm hin und sprach: "Du Sohn des Greuels warum schlägst du dein Tier? Siehst du denn nicht, daß es für seine Last viel zu schwach ist, und weißt du nicht, daß es Schmerz leidet?" Der Mann aber antwortete und sprach: "Was hast du damit zu schaffen? Ich kann mein Tier schlagen, so viel es mir gefällt; denn es gehört mir... (4) Und einer von den Jüngern antwortete und sprach: "Ja Herr, es ist so, wie er sagt, wir waren dabei, als er das Pferd kaufte." Und der Herr erwiderte: "Sehet ihr denn nicht, wie es blutet, und höret ihr nicht, wie es stöhnt und jammert?" Sie aber antworteten und sprachen: "Nein, Herr, wir hören nicht, daß es stöhnt und jammert!" (5) Und Jesus wurde traurig und sprach: "Wehe euch, ihr Hartherzigen, die ihr nicht hört, wie es um Mitleid klagt und schreit zu seinem himmlischen Schöpfer, und dreimal Wehe dem, gegen den es schreit und stöhnt in seiner Qual!" (6) Und er schritt weiter und berührte das Pferd, und das Tier erhob sich und seine Wunden waren geheilt. Aber zu dem Manne sprach er: "Gehe nun deinen Weg und schlage es künftig nicht mehr, so auch du Mitleid zu finden hoffest."... (8) Und er sagte auch: "Ich bin gekommen, die Opfer und die Blutfeste abzuschaffen, und wenn ihr nicht aufhören werdet, Fleisch und Blut der Tiere zu opfern und zu verzehren, so wird der Zorn Gottes nicht aufhören, über euch zu kommen, ebenso wie er über eure Vorfahren in der Wüste gekommen ist, die dem Fleischgenusse fröhnten und von Fäulnis erfüllt und von Seuchen aufgezehrt wurden." (9) Und ich sage euch, wenn ihr auch versammelt seid in meinem Schoße, haltet aber meine Gebote nicht, so will ich euch verstoßen. Denn wenn ihr nicht die kleinen Mysterien halten wollt, wie soll ich euch dann die größeren geben?"

Kapitel 24
Jesus rügt Grausamkeit, heilt die Kranken und treibt Teufel aus


(4) Und am nächsten Tage kam die Mutter eines jungen Mannes zu Jesus und bat ihn, daß er seinen Arm wieder heile. Und Jesus sprach zu ihnen von dem Gesetze der Liebe und der Einheit alles Lebens in der einen einzigen Familie Gottes. Und er sprach sodann: "Wie ihr in diesem Leben euren Mitgeschöpfen tuet, so wird es euch ergehen im künftigen Leben ......


Kapitel 28
Jesus befreit die Kaninchen und Tauben


(1) Und es geschah eines Tages, da Jesus seine Rede vollendet hatte, in einem Orte nahe von Tiberias, wo sieben Quellen sind, daß ein junger Mann ihm lebende Kaninchen und Tauben brachte, damit er sie mit seinen Jüngern verzehre. (2) Und Jesus blickte den jungen Mann liebevoll an und sprach zu ihm: "Du hast ein gutes Herz, und Gott wird dich erleuchten; doch weißt du nicht, daß Gott am Anfange dem Menschen die Früchte der Erde zur Nahrung gab und ihn nicht geringer machte als den Affen oder den Ochsen oder das Pferd oder das Schaf, daß er seine Mitgeschöpfe töten und ihr Fleisch und Blut verzehren solle? (3) Ihr wisset, daß Moses wahrhaftig befahl, solche Geschöpfe zu opfern und zu verzehren, und so tuet ihr im Tempel; aber siehe, ein Größerer als Moses ist hier und kommet, die Blutopfer des Gesetzes und die Gelage abzuschaffen und wieder herzustellen die reine Gabe und das unblutige Opfer, wie es im Anfang war, nämlich die Körner und Früchte der Erde.
(4) Von dem, was ihr Gott zum Opfer darbringt in Reinheit, sollt ihr essen, aber was ihr nicht opfert in Reinheit, sollt ihr nicht essen, denn es wir die Stunde kommen, da eure Blutopfer und Feste aufhören werden und ihr Gott anbeten werdet in Heiligkeit und mit reinem Opfer. (5) Lasset daher die Geschöpfe frei, daß sie sich in Gott freuen und den Menschen keine Schuld auferlegen." Und der Jüngling setzte sie in Freiheit, und Jesus zerbrach ihre Käfige und ihre Fesseln. (6) Doch siehe, obgleich sie in Gefahr waren, wieder gefangen zu werden, flohen sie nicht. Und er sprach zu ihnen und hieß sie gehen, und sie gehorchten seinen Worten und enteilten voll Freude.


Kapitel 29
Die Speisung der Fünftausend mit sechs Broten und sieben Trauben...


(4) Da nun der Tag fast dahin war, traten seine Jünger zu ihm und sagten: "Es ist wüst hier, und der Tag ist nun dahin. Schicke sie fort, daß sie umhergehen in Dörfer und Märkte und sich Brot kaufen; denn sie haben nichts zu essen." (5) Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: "Gebt ihr ihnen zu essen!" Und sie sprachen zu ihm: "sollen wir denn hingehen und für zweihundert Groschen Brot kaufen und ihnen zu essen geben?" (6) Er aber sprach zu ihnen: "Wie viele Brote habt ihr? Gehet hin und sehet." Und da sie es erkundet hatten, sprachen sie: "Sechs Brote und sieben Trauben Weinbeeren Und er gebot ihnen, daß sie sich alle zu je fünfzig auf das Gras lagerten. Und sie setzten sich nach Schichten zu je hundert und zu je fünfzig. (7) Und er nahm die sechs Brote und die sieben Trauben Weinbeeren und sah auf gen Himmel und dankte, segnete und brach die Brote und ebenso die Trauben und gab sie den Jüngern, daß sie sie den Leuten vorlegten, und sie teilten alles unter das Volk aus. (8) Und sie aßen alte und wurden satt. Und sie huben auf zwölf Körbe voll der Brocken, die übrig blieben. Und die da von dem Brote und den Früchten gegessen hatten, waren fünftausend Männer, Frauen und Kinder, und er lehrte sie viele Dinge...

[Anmerkung: gemeint sind hier vermutlich die "Essener Brote" - man liess damals bei den Essenern Getreide in Wasser keinem, zerquetschte es, machte Teig daraus und formte Fladen davon, die dann in der Sonne getrocknet wurden. Es wurde dazu kein künstliches Feuer verwendet. (Dieses Brot ist ungemein sättigend. Man braucht nur ein Stück in Größe etwa einer Hostie zu essen - und man ist wirklich satt! Dies konnte ich bei meinen vielen Experimenten in der Türkei immer wieder feststellen. Denjenigen, welche dieses Brot zuerst ungläubig probiert hatten, schmeckte es vortrefflich und sättigte - sie kamen immer wieder begeisterte Anfragen, ob ich schon wieder mal "in der Sonne" Brot gebacken hätte.]


Kapitel 31
Das Brot des Lebens und der lebendige Wein - Jesus tadelt den gedankenlosen Treiber


(13) Und als Jesus es sah, sprach er zu ihm: "Warum schlägst du deinen Bruder?" Und der Mann erwiderte: "Ich wußte nicht, daß es mein Bruder ist. Ist es nicht ein Lasttier und dazu gemacht, mir zu dienen?" (14) Und Jesus sprach: "Hat nicht derselbe Gott aus dem gleichen Stoffe dieses Tier und die Kinder, die dir dienen, geschaffen, und habet ihr nicht denselben Atem beide von Gott empfangen?"


Kapitel 33
Die Sünden werden nicht vergeben durch das Blut der Andern


(8) Ich aber sage euch: Vergießet nicht das Blut der Unschuldigen, noch esset ihr Fleisch. Gehet aufrecht, liebet die Barmherzigkeit und tuet das Rechte, und eure Tage werden lange währen. (9) Das Korn, das aus dem Boden wächst mit dem andern, wird es nicht verwandelt durch den Geist in mein Fleisch? Die Beeren des Weinberges und die anderen Früchte, werden sie nichtverwandelt durch den Geist in mein Blut? Lasset dieses mit eurem Körper und eurer Seele ein Andenken sein an den Ewigen. (10) Darin ist die Gegenwart Gottes offenbar als Stoff und als das Leben der Welt. Davon sollt ihr alle essen und trinken zur Vergebung der Sünden, und alle werden das ewige Leben erlangen, so sie meinen Worten gehorchen."


Kapitel 38
Jesus verdammt die Mißhandlung der Tiere


(1) Und mehrere seiner Jünger kamen zu ihm und sprachen zu ihm über einen gewissen Ägypter, einen Sohn des Belial der lehrte, daß es nicht wider das Gesetz sei, die Tiere zu quälen, wenn ihr Leiden den Menschen Nutzen bringe. (2) Und Jesus sprach zu ihnen: "Wahrlich, ich sage euch, die Vorteile ziehen aus dem Unrecht, das einem Geschöpf Gottes zugefügt wird, die können nicht rechtschaffen sein. Noch dürfen alle. deren Hände mit Blut befleckt sind oder deren Mund durch Fleisch verunreinigt ist, heilige Dinge berühren oder die Geheimnisse des Himmels lehren. (3) Gott gibt die Saatkörner und die Früchte der Erde zur Nahrung; und für den Gerechten gibt es keine andere rechtmäßige Nahrung für den Körper. (4) Der Räuber, der in ein Haus einbricht, das von Menschen gebaut ist, ist schuldig; die aber, so in ein Haus, das von Gott gebaut ist (5) alle lebendigen Wesen), einbrechen, sind die größeren Sünder. Deshalb sage ich zu allen, die meine Jünger werden wollen, haltet eure Hände fern vom Blutvergießen und laßet kein Fleisch über eure Lippen kommen, denn Gott ist gerecht und gütig und hat befohlen, daß die Menschen leben sollen allein von den Früchten und den Saaten der Erde....


Kapitel 41
Jesus läßt die Vögel aus ihren Käfigen frei


(1) Und als Jesus nach Jericho ging, begegnete ihm ein Mann mit einem Käfig voller Vögel, welche er gefangen hatte, und jungen Tauben. Und er sah ihren Jammer darüber, daß sie ihre Freiheit verloren hatten und außerdem Hunger und Durst litten. (2) Und er sprach zu dem Manne: "Was tuest du mit diesen?" Ich will mir meinen Lebensunterhalt erwerben, indem ich die Vögel, die ich gefangen habe, verkaufe." (3) Und Jesus sprach zu ihm: "Was denkst du, wenn ein Stärkerer oder Klügerer, als du bist, dich gefangen nehmen und dich fesseln würde oder auch dein Weib oder deine Kinder und dich ins Gefängnis werfen würde, um dich zu seinem eigenen Vorteile zu verkaufen und seinen Lebensunterhalt damit zu verdienen? (4) Sind diese da nicht deine Mitbrüder, bloß schwächer als du? Und sorget nicht derselbe Gott, Vater und Mutter, für sie ebenso wie für dich? Lasse also diese deine kleinen Brüder und Schwestern in Freiheit, und siehe, daß du solches nie wieder tuest, indem du ehrlich für deinen Unterhalt sorgest."...


Kapitel 48
Jesus speist tausend Menschen mit fünf Melonen...


(1) Und es geschah, als Jesus die Menschen lehrte und die Menschen hungrig geworden waren und unter der Hitze des Tages litten, daß eine Frau des Weges kam mit einem Kamel, das mit Melonen und andern Früchten beladen war. (2) Und Jesus erhob seine Stimme und rief: "Oh, ihr die ihr dürstet, suchet das Wasser, welches vom Himmel kommt; denn dieses ist das Wasser des Lebens, und wer es trinket, der wird niemals mehr durstig sein." (3) Und er,nahm von den Früchten fünf Melonen und verteilte sie unter dem Volke, und sie aßen, und ihr Durst wurde gelöscht. Und er sprach zu ihnen: "Wenn Gott die Sonne scheinen läßt und das Wasser füllen diese Früchte der Erde, soll dann nicht derselbe die Sonne eurer Seelen sein und euch mit Wasser des Lebens erfüllen? (4) Suchet die Wahrheit und lasset eure Seelen mit Zufriedenheit erfüllt sein. Die Wahrheit Gottes ist das Wasser, weiches vom Himmel kommt, ohne Geld und ohne Preis, und die es trinken, werden befriedigt sein." Und die er sättigte, waren tausend Menschen - Männer, Frauen und Kinder -, und niemand ging hungrig oder durstig nach Hause. Und viele, die Fieber hatten, waren geheilt worden.


Kapitel 71
Die Reinigung des Tempels

(2) Und als er eine Geißel aus sieben Stricken gemacht hatte, trieb er sie alle zum Tempel hinaus und ließ die Schafe und Ochsen und die Tauben frei... (3) ... "Steht es nicht geschrieben. Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht und es mit aller Art Greuel erfüllt." (4) Und er duldete nicht, daß einer eine Schüssel voll Blutes durch den Tempel trug oder daß Tiere getötet würden...


Kapitel 75
Das letzte Ostermahl

(6) Und Judas Ischarioth sprach zu ihm: "Siehe, das ungesäuerte Brot, den gemischten Wein, das Ol und die Kräuter, doch wo ist das Lamm, das Moses befohlen hat?" Denn Judas hatte das Lamm gekauft; doch Jesus hatte verboten, daß es geschlachtet werde. (7) Und Johannes sprach im Geiste: "Sehet das Lamm Gottes, den guten Hirten, der sein Leben für seine Schafe hingibt." Und Judas war betroffen bei diesen Worten, denn er wußte, daß er ihn verraten werde. Aber Judas sprach abermals: "Stehet nicht geschrieben im Gesetze, daß ein Lamm geschlachtet werden müsse für das Osterfest innerhalb der Tore?" (8) Und Jesus antwortete: "Wenn ich auf das Kreuz gehoben werde, dann wird das Lamm wahrlich geschlachtet sein. Wehe aber dem Menschen, durch den es in die Hände der Schlächter geliefert wird... (9) Wahrlich, ich sage euch, darum bin ich in die Welt gekommen, daß ich alle Blutopfer und das Essen von Fleisch der Tiere und Vögel abschaffe. (10) Am Anfang gab Gott allen die Früchte der Bäume und die Saaten und die Kräuter zur Nahrung, doch die sich mehr liebten denn Gott oder ihre Genossen, verdarben ihre Sitten und schufen Krankheiten ihren Körpern und füllten die Erde mit Lüsten und Gewalttätigkeit. (11) Nicht durch das Vergießen von unschuldigem Blut, sondern durch ein frommes Leben werdet ihr den Frieden Gottes finden. Ihr nennet mich Christus, und ihr sprechet wahr; denn ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.


Kapitel 87
Jesus erscheint seinen Jüngern

(7) Dann sprach Jesus wieder zu ihnen:... "Lehret sie das heilige Gesetz der Liebe, das ich euch überliefert habe. Welche ihre Sünden aufgeben, denen sind sie erlassen, und weiche fortfahren in ihren Sünden, denen sind sie vorbehalten. (8) Taufet sie, die glauben und bereuen, segnet und salbet sie, und bringet dar das reine Opfer der Früchte der Erde, das ich eingesetzt habe zu meinem Gedächtnis. (9) Siehe, ich habe meinen Leib und mein Blut am Kreuze geopfert zur Erlösung der Weit von den Sünden gegen die Liebe, und von den Blutopfern und Festen der Vergangenheit. (10) Ihr sollt das Brot des Lebens und den Wein der Erlösung früher eingedickter Traubensaft verdünnt mit Wasser) der Erlösung in einer reinen Gabe mit Weihrauch opfern, wie es geschrieben stehet von mir, und ihr sollt essen und trinken davon zum Gedächtnis, daß ich alle, die an mich glauben, befreit habe von der alten Knechtschaft eurer Vorväter. (11) Denn diese hatten einen Gott aus ihrem Bauche gemacht und opferten ihrem Gotte die unschuldigen Geschöpfe dieser Erde statt der eigenen fleischlichen Natur. (12) Und sie aßen das Fleisch und tranken das Blut zu ihrem eigenen Verderben, zerstörten ihre Körper und verkürzten ihr Leben ebenso wie die Helden, die die Wahrheit nicht kannten, oder die sie kannten und zu einer Lüge gemacht haben.

Heilige Schriften - Übersicht