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| Fethiye |
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Im Jahr 1989
reisten Mehmet und ich mit Zelten bepackt zum ersten Mal nach Lykien. In
Fethiye machten wir Zwischenstation, um später nach Ölüdeniz
weiterzufahren. Wir sahen uns ausgiebig in Fethiye um - und kamen später
sehr oft hierher, um Früchte und Gemüse zu kaufen - oder am Quai
zu spazieren. Später verkauften wir hier unsere selbst geknüpften
Bänder.
Kemal Atatürk, der Begründer der heutigen Türkei, hat die
wilde, zerklüftete und stark bewaldete Region Lykien als die schönste
der Türkei bezeichnet.
Unser Ziel in Lykien war Fethiye und die schöne Strandlagune Ölüdeniz,
von der wir schon so viel gehört hatten. Aber zuerst wollten wir uns
noch in Fethiye umsehen. Fethiye mit seinen ca. 20.000 Einwohnern liegt
auf der Landkarte zwischen Rhodos und Antalya. Die Stadt bettet sich inmitten
von Bergriesen und liegt am Fuße einer schroffen Felswandtief in einer
zerklüfteten Bucht . |
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| Die
Legende von Telmessos - Fethiye |
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Fethiye
war in der Zeit der Antike bekannt als Telmessos und ist die wichtigste
Lykische Stadt - eine der ältesten anatolischen Zivilisationen - an
der westlichen Grenze von Caria. Trotz eines Informationsmangels bezüglich
seiner Begründung, ist es in der Geschichte verzeichnet, dass sie weit
hinter das 5te Jahrhundert vor Christus zurückreicht.
Eine Lykische Legende erklärt den Ursprung des Namens Telmessos wie
folgt: ''Gott Apollon verliebt sich in die jüngste Tochter des Königs
von Finike (Phoenike), Agenor. Er verwandelt sich selbst in einen kleinen
Hund und erlangt so die Liebe des scheuen, zurückgezogenen Mädchens.
Nachdem er sich in den schönen Mann zurückverwandelt, nennen sie
ihren Sohn ''Telmessos'', was ''das Land des Lichts'' bedeutet.
Die Stadt Telmessos glaubte, dass ihr Name von Telmessos - dem Sohn des
Gottes Apollon stammte. Sie formt den ersten Staat der Persier nachdem sie
vom Persischen König Harpagos im Jahr 547 vor Christus zusammen mit
all den anderen lykischen und carischen Städten erobert wurden. Dann
trat Telmessos der Attik-Delos Union bei, die Mitte des 5ten Jahrhunderts
vor Christus gegründet wurde - und obwohl sie später die Union
als eine unabhängige Stadt verließ, ging die Beziehung zur Union
bis zum 4ten Jahrhundert vor Christus weiter.
Ein Gerücht, dass die Stadt sich Alexander dem Großen auf seinem
Asiatischen Eroberungskreuzzug im Winter 334-333 vor Christus freiwillig
ergeben hat. Eine andere Legende sagt, dass Alexander der Große auf
einer Mission um Anatolien zu erobern - den Hafen von Telmessos mit seiner
Flotte einlief. Ihr Kommandeur Nekros bat den Regenten der Stadt - Antipatrides
- um Erlaubnis, dass seine Musiker und Sklaven in die Stadt Einlass bekämen.
Sie bekamen die Zustimmung - und die in den Flötenkisten versteckten
Krieger mit ihren Gewehren eroberten die Acropolis während des Festes
das in dieser Nacht gefeiert wurde.
Die Stadt wurde im Jahr 240 vor Christus von Ptolomy dem III-ten an den
Sohn von Lysimachos übergeben. Nach dem Magnasischen Krieg überliessen
die Römer mit dem Vertrag - der im Jahr 189 vor Christus unterzeichnet
wurde - die Stadt Eumenos, dem König von Bergama (Pergamon). Das Königreich
zerbrach und 133 vor Christus trat Telmessos der Lykischen Federation bei
und war eine der sechs wichtigsten Städte in der Gruppe. Im 8ten Jahrhundert
wurde ihr Name Anastasios II. Die Stadt wurde um 1284 von Menteseogullari
übernommen - und erhielt nach der Aufnahme in das Ottomanische Land
um 1424 den Namen Megri - was ''ferne Stadt'' bedeutet . Um 1934 wurde der
Name der Stadt in Fethiye umgeändert, um Fethi Bey - einen Märthyrer
Pilot zu ehren. |
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| Das
Wrack des versunkenen Traumschiffes |
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Ausserdem
gibt es am Rand der Bucht von Fethiye eine richtige Attraktion für
Taucher. Ein riesiges Wrack - „Das versunkene Traumschiff“ - das man im
flachen Wasser finden kann. Die Geschichte soll sich - laut der Auskunft
der hiesigen Türken so zugetragen haben: ''Bis
Ende 1984 lag das Hotelschiff „Florita“ fest vor Anker.Das Traumschiff mit
2 Swimmingpools, 222 Kajüten, mit Restaurants und Diskotheken mußte
aber irgendwann den Yachten weichen und erhielt einen unattraktiven Standort.
Das Geschäft ging den Umständen entsprechend schlecht. Eines Nachts
im Jahr 1985 explodierte das Schiff und sank. Es war vollkaskoversichert.
Und die Besitzer freuten sich schon auf die erträgliche Schadenszahlung.
Die Versicherung witterte jedoch den Betrug und zahlte keinen müden
türkischen Lira aus. |
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