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Im Jahr 1959 erblickte ich als
erste von 4 Geschwistern im Krankenhaus "Rechts
der Isar" in München das Licht der Welt.
Schon früh begann ich mich für alles zu interessieren,
was meinen Eltern Sorgen bereitete. Stets fand man mich
irgendwo gerade dabei, irgendwelche Pflanzen zu probieren,
Erde zu essen und Steine in den Mund zu nehmen.
Eine
Zeit lang lebte ich als Kind auf dem Bauernhof. Wenn
man mich suchte, brauchte man nur dort nachzusehen,
wo es am gefährlichsten war. Entweder in den unterirdischen
Gängen der Mühle. Oder in den eigens von den
Kindern angelegten Gängen im Heu des Schobers.
Manchmal saß ich stundenlang dort drin - und genoß
es, daß hier kein "Großer" Zutritt
fand, weil hier wirklich nur ein Mops durchkonnte.
Ich stellte mich hinter eine Kuh, um genau zu sehen,
wie sie es machte, wenn sie "mal mußte".
Natürlich war es ein bißchen zu nah - wie
man sich denken kann.
Oder
man mußte mich aus der Güllegrube fischen,
weil ich sie im Übereifer übersehen hatte
- und im vollen Lauf mitten hineingerannt war. Man kam
gerade noch rechtzeitig, als mir der Kram schon bis
über das Kinn stand...
Später, als durch die Schule alles in ''geregeltere''
Bahnen lief, und für Abenteuer vorerst nicht
mehr so viel Raum war, habe ich diese Vorliebe für
das Wundern und Staunen in meine Welt der Farben und
Formen verlegt. In dieser Tätigkeit fand ich oft
Zuflucht und Geborgenheit, wenn es "draussen"
mal wieder stürmte.
Nachdem
ich die Mittlere Reife im Alter von 15 Jahren bestanden
hatte, zog es mich hinaus in die große weite Welt.
Es kam eine sehr schwere dunkle Episode für mich,
während der ich tiefe, dunkle Täler durchschritt.
Und während all dieser Zeit begleiteten mich stets
meine Farben und Worte, aus welchen ich die Welten formte,
in welchen ich neue Kraft und Zuversicht fand.
Es kam eine Zeit, in welcher
ich mich fast nur auf Reisen in fernen Länder befand,
wo ich mich zum Teil sehr lange aufhielt.
Dort kam ich der Natur auch mit dem Herzen wieder so
nah, wie ich ihr nur in meiner Kindheit gewesen war.
Es kam eine Zeit während der ich fast ausschließlich
im Zelt wohnte, davon 8 Monate im tiefsten Wald in der
Türkei. Ein Jahr lang zog ich mit dem Rucksack,
mit Zelt und Schlafsack durch Indien und andere Länder.
Während dieser Exkursionen ohne Plan und Ziel kam
es zu großen Veränderungen in meinem Leben.
So lernte ich z.B. von dem zu leben, was die Natur mir
bot, begann mich von der weltlichen Lebensform immer
mehr zu distanzieren. Ich stellte z.B. meine Ernährung
komplett auf Natur um, verzichtete gänzlich auf
Seifen, Cremes und Shampoos, schlief nur noch im Zelt
oder unter freiem Himmel, badete mich in den herrlichsten
Wildwassern...
So kam ich der Natur sehr nahe und lernte sie besser
zu verstehen, hatte bemerkenswerte Begegnungen mit Menschen,
Tieren, Pflanzen und Steinen...
Mehr dazu bei
- "Welt
der Reisen" in der
Einleitung der Galerie
- "Prosa"
auf der Lesewiese
- "Rohkost"
und andere bei Themen: Ganzheitliche Nahrung
Im
Alter von ca. 38 Jahren fühlte ich mich "wie
Phönix aus der Asche" aus den Tiefen steigend
-
und ich fing an, die Räume in welchen ich Licht
und Zuflucht fand, ganz bewußt auch für Andere
sichtbar zu machen.
Nach meinen Auslandsreisen lebte ich lange Zeit im Bayrischen
Wald. Seit 2005 wohne ich nun wieder in meiner Heimatstadt
Geretsried in der Nähe meiner geliebten Berge.
Zwar halte ich nicht mehr die extreme Richtung, aber
meine Rohkost- und Wildpflanzen-Ernährung habe
ich mir erhalten - ich schlafe noch immer lieber auf
dem blanken Boden, als im Bett und dusche lieber eiskalt
als warm... und an meine Haut darf nur Wasser und frische
Luft...
Inzwischen
bin ich 50 Jahre jung und erfreue mich einer blühenden
zweiten "Jugend". Seit einigen Jahre stelle
ich meine Bilder auch öffentlich aus - und freue
mich über die herrliche, unerwartete Resonanz...
Was
ich mit diesen Seiten bezwecke
Überall um uns herum
blüht und wächst es - dass einem das Herz
lacht. Betörende Farben und Düfte der Natur
laden uns ein, für einen Moment zu verweilen...
Doch
meistens haben wir den Kopf so voll, dass wir es gar
nicht bemerken. Wir hasten durch diese Welt, wir mühen
uns damit ab, die schönen Augenblicke des Lebens
für immer festzuhalten, schöne Momente einzufrieren.
Dabei ist es ein herrliches Gefühl, sich einfach
nur baumeln zu lassen...
Wie wunderbar sind die Juwelen der Tautropfen in einem
Spinnennetz anzusehen, vom Glanz der Morgensonne ganz
und gar erfüllt... wie erfrischend ist das Lachen
eines Kindes...
In der heutigen, lauten, schrillen und ruhelosen Zeit
wird es für viele Menschen immer schwieriger, sich
auch dem stillen Aspekt in sich selbst zu widmen. Sie
hasten und eilen ihrem Leben davon - und vergessen die
schönen Oasen, die in ihnen schlummern am Ende
fast ganz.
Schöngeistigkeit
verströmen
So viel Gewalt, dunkle
Energien, schwarze Magien, schwere Gemüter, ausweglose
Situationen, depressive Anklagen... gibt es auf dieser
Welt.
Ich will sagen, daß es auch die andere Seite gibt.
Es hängt davon ab, was wir sehen und annehmen wollen
und können... ob wir bereit für das Schöne
sind!
Nicht immer war mein Herz voll Freude. Doch die Besinnung
auf meine innere Mitte hat mich stets zu meinem Ort
des Friedens geführt. Der Tanz der Farben - Tanz
unserer Herzen... gemeinsam - All-eins...

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