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Open-Air
baden im Winter ?!
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| 2000
bei einer Wanderung im Bayerischen Wald zum Fakenstein |
Angefangen
hat es mit einer Beobachtung, die ich als Jugendliche einmal
an der Isar beim Spazieren gehen gemacht hatte. Ich stand
da inmitten verschneiter Landschaft und bewunderte das weiße
Treiben, als mir ein Handtuch am Ufer auffiel, das fein
säuberlich ausgebreitet da lag. Ich sah niemanden und
fragte mich, wer es wohl hingelegt hatte. Da entdeckte ich
einen Schopf, der aus den Fluten des eisigen Wassers ragte...
"...das konnte doch nicht wahr sein - oder?!"
Nach ein paar Sekunden stieg dieser Mensch aus den Fluten,
als sei es höchster Sommer und legte sich auch noch
ein paar Minuten auf sein Badetuch! bevor er sich genüsslich
abtrocknete, anzog und ging.
Das
hat mir keine Ruhe mehr gelassen. Dieses Bild hat mich sehr
lange begleitet und ich dachte in vielen Lebenssituationen
daran. So auch später beim Bergwandern. Immer, wenn
ich heiße Füße hatte und schwitzte, kam
mir das Plätschern der Bäche noch munterer vor,
lud mich ein, ein Bad zu nehmen. Anfangs war meine Scheu
noch zu groß. Erstens wegen der Kälte, und zweitens
wegen meiner Scheu, einfach so ins Wasser zu steigen.
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| 1988
Anfang Dezember am Starnberger See |
Irgendwann
lief mir bei der Betrachtung eines kühlen Bergbaches,
der türkisblau schimmerte, das Wasser so im Mund zusammen
- und meine Haut lechzte so sehr nach dem kühlen Nass,
dass ich einfach kühn meine Klamotten fallen ließ
und mich in die einladenden und erfrischenden Gumpen warf.
Es war ein herrliches Erlebnis! Und die Wanderung ging anschließend
richtig frisch und munter weiter.
Das
habe ich später bei etlichen Wanderungen wiederholt
- und nicht selten habe ich erlebt, dass nachdem ich mich
ungeniert entblößt hatte und fröhlich in
den Wellen plantschte, plötzlich auch die anderen Lust
hatten sich so wie Gott sie schuf, der kühlen Frische,
die sich bot, hinzugeben.
Später
fing ich an zu laufen - und nahm anschließend stets
ein Bad in kalten Flüssen. Und ich bemerkte, dass bei
richtiger und angemessener Abkühlung: vorigem Benässen
der Beine, Arme und des Oberkörpers - und sofortigem
Anziehen der Kleider auf unabgetrocknete Haut - der Körper
sehr positiv auf so ein Bad reagierte.
Im
Sommer fühlt ich mich angenehm frisch - und im Winter
reagiert der Körper sofort in den warmen Kleidern mit
einer angenehmen Hitze und es kribbelt angenehm am ganzen
Leib. So kommt der Kreislauf richtig in Schwung.
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| Eisbad
in meiner Wanne im Garten vor dem Haus - 1996 - es war
ein sehr kalter Winter. Hier hatte es -15°C. |
Auf
den Bildern seht ihr mich beim Bergwandern im Eisbach
zum Falkenstein (Bayrischer Wald), 1988 Anfang Dezember
am Starnberger See - und in einer Eiswanne 1996 in meinem
Garten in Dösing bei Deggendorf. Das, wo man auf dem
Bild nur die Eiskristalle am Rand nach oben ragen sieht,
ist in Wirklichkeit eine regelrechte Burg aus Eis, die aber
auf dem Foto nicht zu sehen ist, weil sie durchsichtig war.
Darum habe ich Striche gemacht, wo das Eis die Wanne überdeckt.
Man sieht kann es an den großen Eiskristallen vorne
am Rand der Schneedecke erkennen.
Die
Nebenerscheinungen sind, dass ich mich gegenüber den
zahllosen Krankheitswellen, die Sommers wie Winters die
Menschen plagen - sehr resistent fühle, dass ich anschließend
oft einen viel klareren Kopf habe - und neuen Tatendrang.
Allerdings
würde ich abraten davon, ohne Vorbereitung von "jetzt
auf jetzt" in die kalten Fluten eines Winterbaches
zu springen. Denn das ist unvorbereitet eine sehr große
Stress-Situation für den Körper und die Organe,
auf die der Körper mit negativen Antworten reagieren
kann.
So
hatte ich es einmal erlebt, als ich mich nach Monaten ohne
Bad im Freien - im Winter in einen Bach legte. Ich bekam
anschließend Nierenschmerzen. Das passiert dir nicht,
wenn du es richtig machst und es dir schrittweise angewöhnst.
Wenn du dich ausserdem vorher jeweils richtig abkühlst,
bevor du ins Wasser hineinsteigst. Ausserdem sollte der
Körper vorher richtig vorgewärmt sein, also wenn
du vorher ein paar Runden Joggst oder in flottem Schritt
wanderst und dein Körper Lust auf das kühle Nass
verspürt, ist der Augenblick richtig..
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| Bad
im Hirschbach 2009 bei Lenggries |
Manchmal
waren mir auch so die Kleider zu viel. Ich hatte einen großen
Garten und grub im Januar im Bikini und Gummistiefeln draussen
meinen Garten um. Manchmal waren die Leute, die in ihren
Autos vorbeifuhren so verblüfft, und sie starrten so
ungläubig - und kamen deshalb aus der Bahn, dass ich
befürchtete, sie würden gleich mitsamt ihrem Auto
ein Bad in meiner Wanne nehmen. Deshalb dachte ich auch
darüber nach, mir wieder Kleider anzuziehen. Doch das
hielt ich nicht lange aus - die frische Luft auf meiner
Haut war einfach unentbehrlich für mich.
Hier
nehme ich ein Bad im eisigen Hirschtalbach auf dem Weg zum
Fockenstein (bei Lenggries) Wenn ich auf meinen Bergwanderungen
einen Eisbach sprudeln sehe, kann ich mich kaum halten.
Wenn ich dann nicht recht bald hineinspringe, habe ich ständig
das Bild eines durstigen Hundes vor meinen Augen, der neben
einem herrlichen Bach an der Leine seines Herrchens traben
muss und nicht hinein darf. Es kommt aber nur sehr selten
vor, dass ich es aus Höflichkeit vor den Leuten nicht
tue, denn die schaun mir meist höchstens neidig zu
;-))
Im
Dezember 2009 hielt ich es bei einem ausgiebigen Spaziergang
an der Isar nicht mehr aus. Ich tauchte 3 Mal hinein und
zog mich dann unabgetrocknet wieder an. Anschließend
ging ich mit meinem Schatz in meinen halbfeuchten Klamotten
8km nach Hause. Da wir einen flotten Schritt drauf hatten,
wärmten die feuchten Kleider umso stärker.
Und
hier die aktuellsten Bilder vom 24. Januar 2010. Ich nehme
mangels Wassers - die Seen sind überall zugefroren
- ein herrliches Schneebad an einem Bach in der Nähe
des Lautersee am Kranzberg bei Mittenwald. Überall
auf den Steinchen im Wasser standen Eisrosen - und ein Posing
auf dieser herrlichen "Bank" im romantischen Bach
konnte ich mir doch nicht entgehen lassen ;-)
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| 2010
24. Januar - Schneebad am Bach in der Nähe des
Lautersee - am Kranzberg bei Mittenwald |
Vielleicht
habt ihr Lust, es auch einmal zu probieren... der Bergbach
ruft ! Ich wünsche euch viel Freude dabei
Eure
Regina
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