Wasser - Kaltbaden

Open-Air Baden im Winter?
Gesundheit durch kaltes Wasser
©
Regina F. Rau

Open-Air baden im Winter ?!

Bergwandern im Eisbach  - am Falkenstein Bayrischer Wald - 1999
2000 bei einer Wanderung im Bayerischen Wald zum Fakenstein

Angefangen hat es mit einer Beobachtung, die ich als Jugendliche einmal an der Isar beim Spazieren gehen gemacht hatte. Ich stand da inmitten verschneiter Landschaft und bewunderte das weiße Treiben, als mir ein Handtuch am Ufer auffiel, das fein säuberlich ausgebreitet da lag. Ich sah niemanden und fragte mich, wer es wohl hingelegt hatte. Da entdeckte ich einen Schopf, der aus den Fluten des eisigen Wassers ragte... "...das konnte doch nicht wahr sein - oder?!" Nach ein paar Sekunden stieg dieser Mensch aus den Fluten, als sei es höchster Sommer und legte sich auch noch ein paar Minuten auf sein Badetuch! bevor er sich genüsslich abtrocknete, anzog und ging.

Das hat mir keine Ruhe mehr gelassen. Dieses Bild hat mich sehr lange begleitet und ich dachte in vielen Lebenssituationen daran. So auch später beim Bergwandern. Immer, wenn ich heiße Füße hatte und schwitzte, kam mir das Plätschern der Bäche noch munterer vor, lud mich ein, ein Bad zu nehmen. Anfangs war meine Scheu noch zu groß. Erstens wegen der Kälte, und zweitens wegen meiner Scheu, einfach so ins Wasser zu steigen.

im Starnberger See - Anfang Dezember 1988
1988 Anfang Dezember am Starnberger See

Irgendwann lief mir bei der Betrachtung eines kühlen Bergbaches, der türkisblau schimmerte, das Wasser so im Mund zusammen - und meine Haut lechzte so sehr nach dem kühlen Nass, dass ich einfach kühn meine Klamotten fallen ließ und mich in die einladenden und erfrischenden Gumpen warf. Es war ein herrliches Erlebnis! Und die Wanderung ging anschließend richtig frisch und munter weiter.

Das habe ich später bei etlichen Wanderungen wiederholt - und nicht selten habe ich erlebt, dass nachdem ich mich ungeniert entblößt hatte und fröhlich in den Wellen plantschte, plötzlich auch die anderen Lust hatten sich so wie Gott sie schuf, der kühlen Frische, die sich bot, hinzugeben.

Später fing ich an zu laufen - und nahm anschließend stets ein Bad in kalten Flüssen. Und ich bemerkte, dass bei richtiger und angemessener Abkühlung: vorigem Benässen der Beine, Arme und des Oberkörpers - und sofortigem Anziehen der Kleider auf unabgetrocknete Haut - der Körper sehr positiv auf so ein Bad reagierte.

Im Sommer fühlt ich mich angenehm frisch - und im Winter reagiert der Körper sofort in den warmen Kleidern mit einer angenehmen Hitze und es kribbelt angenehm am ganzen Leib. So kommt der Kreislauf richtig in Schwung.

und in einer Eiswanne 1996 in meinem Garten. Das, was so frei aussieht - ist in Wirklichkeit eine regelrechte Burg aus Eis, die aber auf dem Foto nicht zu sehen ist, weil sie durchsichtig war. Darum habe ich Striche gemacht, wo das Eis die Wanne überdeckt. Man sieht kann es an den großen Eiskristallen vorne am Rand der Schneedecke erkennen.
Eisbad in meiner Wanne im Garten vor dem Haus - 1996 - es war ein sehr kalter Winter. Hier hatte es -15°C.

Auf den Bildern seht ihr mich beim Bergwandern im Eisbach zum Falkenstein (Bayrischer Wald), 1988 Anfang Dezember am Starnberger See - und in einer Eiswanne 1996 in meinem Garten in Dösing bei Deggendorf. Das, wo man auf dem Bild nur die Eiskristalle am Rand nach oben ragen sieht, ist in Wirklichkeit eine regelrechte Burg aus Eis, die aber auf dem Foto nicht zu sehen ist, weil sie durchsichtig war. Darum habe ich Striche gemacht, wo das Eis die Wanne überdeckt. Man sieht kann es an den großen Eiskristallen vorne am Rand der Schneedecke erkennen.

Die Nebenerscheinungen sind, dass ich mich gegenüber den zahllosen Krankheitswellen, die Sommers wie Winters die Menschen plagen - sehr resistent fühle, dass ich anschließend oft einen viel klareren Kopf habe - und neuen Tatendrang.

Allerdings würde ich abraten davon, ohne Vorbereitung von "jetzt auf jetzt" in die kalten Fluten eines Winterbaches zu springen. Denn das ist unvorbereitet eine sehr große Stress-Situation für den Körper und die Organe, auf die der Körper mit negativen Antworten reagieren kann.

So hatte ich es einmal erlebt, als ich mich nach Monaten ohne Bad im Freien - im Winter in einen Bach legte. Ich bekam anschließend Nierenschmerzen. Das passiert dir nicht, wenn du es richtig machst und es dir schrittweise angewöhnst. Wenn du dich ausserdem vorher jeweils richtig abkühlst, bevor du ins Wasser hineinsteigst. Ausserdem sollte der Körper vorher richtig vorgewärmt sein, also wenn du vorher ein paar Runden Joggst oder in flottem Schritt wanderst und dein Körper Lust auf das kühle Nass verspürt, ist der Augenblick richtig..

Hier nehme ich ein Bad im eisigen Hirschtalbach auf dem Weg zum Fockenstein (bei Lenggries)
Bad im Hirschbach 2009 bei Lenggries

Manchmal waren mir auch so die Kleider zu viel. Ich hatte einen großen Garten und grub im Januar im Bikini und Gummistiefeln draussen meinen Garten um. Manchmal waren die Leute, die in ihren Autos vorbeifuhren so verblüfft, und sie starrten so ungläubig - und kamen deshalb aus der Bahn, dass ich befürchtete, sie würden gleich mitsamt ihrem Auto ein Bad in meiner Wanne nehmen. Deshalb dachte ich auch darüber nach, mir wieder Kleider anzuziehen. Doch das hielt ich nicht lange aus - die frische Luft auf meiner Haut war einfach unentbehrlich für mich.

Hier nehme ich ein Bad im eisigen Hirschtalbach auf dem Weg zum Fockenstein (bei Lenggries) Wenn ich auf meinen Bergwanderungen einen Eisbach sprudeln sehe, kann ich mich kaum halten. Wenn ich dann nicht recht bald hineinspringe, habe ich ständig das Bild eines durstigen Hundes vor meinen Augen, der neben einem herrlichen Bach an der Leine seines Herrchens traben muss und nicht hinein darf. Es kommt aber nur sehr selten vor, dass ich es aus Höflichkeit vor den Leuten nicht tue, denn die schaun mir meist höchstens neidig zu ;-))

Im Dezember 2009 hielt ich es bei einem ausgiebigen Spaziergang an der Isar nicht mehr aus. Ich tauchte 3 Mal hinein und zog mich dann unabgetrocknet wieder an. Anschließend ging ich mit meinem Schatz in meinen halbfeuchten Klamotten 8km nach Hause. Da wir einen flotten Schritt drauf hatten, wärmten die feuchten Kleider umso stärker.

Und hier die aktuellsten Bilder vom 24. Januar 2010. Ich nehme mangels Wassers - die Seen sind überall zugefroren - ein herrliches Schneebad an einem Bach in der Nähe des Lautersee am Kranzberg bei Mittenwald. Überall auf den Steinchen im Wasser standen Eisrosen - und ein Posing auf dieser herrlichen "Bank" im romantischen Bach konnte ich mir doch nicht entgehen lassen ;-)

2010 Januar 24 - Schneebad im Bach am Lautersee am Kranzberg bei Mittenwald
2010 24. Januar - Schneebad am Bach in der Nähe des Lautersee - am Kranzberg bei Mittenwald


Vielleicht habt ihr Lust, es auch einmal zu probieren... der Bergbach ruft ! Ich wünsche euch viel Freude dabei
Eure Regina



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