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| Regina
im August 2012 in der Nähe des Kärlinger-Haus in
den Berchtesgadener Bergen am Königssee |
VORWORT
Es
gibt viele Besucher meiner Web-Seite, welche meine Autobiografie
lesen. Und ich erhalte viele Briefe, in welchen mir die Menschen
schreiben, wie erschüttert sie über meine Erlebnisse
aus meiner Kindheit sind, da diese Erlebnisse aus den ersten Lebensjahren
prägend sind.
Viele
haben ein gemischtes Gefühl, wenn sie diese Erlebnisse lesen
und fragen mich, warum ich es veröffentliche, ob ich profilierungssüchtig
sei. Manchmal greifen sie mich an. Alles ist mir lieb und recht.
Ja - es gibt diesen schrägen Blick - auf die vielen in meinem
Leben enthaltenen Tabuthemen.
Und
oft antworte ich dann: wenn ich nicht so angenommen werden kann,
was mich ausmacht, was ich bin - was wäre ich dann noch?
Das ist mein Leben - so war es und dazu stehe ich. Es macht keinen
Sinn für mich, mich zu verdrehen. - eine Andere sein zu sollen
- um jenen zu gefallen, die selbst nichts von sich preis geben
wollen.
Was für einen Sinn würde es für mich machen, mit
Menschen zusammen sein zu wollen, die sich nicht öffnen wollen
- und wo ich mich nicht öffnen darf?! Mit Menschen zusammen
zu sein, die alles für sich behalten - und behalten wollen,
auch ihr Umgehen mit dem Erlebten, mit den Lebensanschauungen?!
Da wähle ich lieber meinen eigenen Weg - wo ich selbst bestimme,
was ich für gut finde und was nicht.
Und
diese Einstellung brachte mir schon viele, wirklich tiefe Verbundenheiten
mit wunderbaren Menschen verschiedenster Art, die sich auf den
Weg gemacht haben...
Ich
liebe meine Eltern, und mit dieser Liebe respektiere und würdige
ich alles, was sie mir gegeben haben. Auch die sehr schlechten
Zeiten. Es ist ein Teil von mir, ich durfte diese Erfahrungen
transformieren und zur Entfaltung bringen:
Über die Jahre durfte ich die schweren Zeiten, die es einmal
gegeben hat - als meinen eigenen Samen zu erkennen, den ich einst
- in anderen Existenzen gesät hatte. Ich habe mir selbst
und meinen Mitmenschen verziehen und mich mit - sofern sie es
zuliessen und wollten - mit ihnen versöhnt. Da wo es mir
nicht möglich war, habe ich mir selbst vergeben, es nicht
geschafft zu haben.
Mir wurde klar, das die Zeiten von Krieg und Zerstörung uns
in eine Richtung formten, wo Entbehrung, Härte und Strenge
aus Angst vor neuem Verlust gelebt und gelehrt wurde, nicht aber
aus vermeintlicher Ablehnung gegen uns - als wir noch Kinder waren.
Wir sind geliebt - und haben in unserem Leben die Möglichkeit
unsere Flügel wieder auszubreiten, die tief sitzenden Ängste
zu überwinden. Wir können uns selbst heilen und diese
Heilung auf unsere Eltern, Kinder, Großeltern, Enkel, unsere
Nachbarn ... auf alle Menschen überfließen lassen!
Doch dafür müssen wir uns unseren gegebenen Lebenssituationen
stellen und zu ihnen stehen. Und das tue ich mit der Veröffentlichung
meines Lebens, so wie es war und ist. Wir müssen Ja zu dem
sagen, was einmal war (wahr)
- und was jetzt ist. Und wir
können und sollen frei entscheiden, was wir damit "Jetzt"
tun.
Ich
wähle die Veröffentlichung meines Lebens und der darin
enthaltenen Erfahrungen, , weil es mir selbst hilft, mit manchem,
was noch in der Tiefe brodelt besser umzugehen. Ich kann es dann
immer wieder lesen und sehen, was ich schon umgewandelt habe.Und
- ich schreibe es nieder, weil ich anderen Menschen, welchen es
ähnlich ergangen ist - Mut machen möchte. Ich möchte
einen Horizont aufzeigen - eine Möglichkeit, wie man mit
all diesen Erfahrungen aus einer dramatischen Kindheit fertig
werden kann - und etwas Positives aus seinem Leben machen kann
- sich freuen und glücklich sein kann, auch wenn es alle
anderen nicht sind - oder nicht sein wollen.
Ich
glaube, dass meine Lebensaufgabe - und auch die Lebensaufgabe
vieler anderer darin besteht, die Schatten der Vergangenheit ans
Licht zu holen - und in Liebe aufzulösen. Das ist nicht immer
leicht, weil ja die anderen nicht immer mitmachen wollen. Aber
es wird immer leichter ... wenn wir den Mut für die ersten
Schritte dennoch nützen und mutig unseren Weg in die Freiheit
gehen. Wenn wir es schaffen, uns mit allem, was uns ausmacht zu
öffnen - und das ist nicht nur das Jetzt
- es ist auch das Erleben aus der Vergangenheit
- geben wir uns selbst und vielen Menschen, welchen es ähnlich
ergeht - eine echte Chance. Es ist eine echte Chance, die Katakomben
und Verliesse der Dunkelheit zu verlassen und den neuen Weg zum
Licht und in die eigene persönliche Freiheit zu beschreiten:
der Weg der inneren und äußeren Heilung...
Liebe
Grüße, Licht und Liebe
Regina
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