Meine Autoiografie
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Regina F. Rau
von der Geburt 1959 bis 1984

VORWORT

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Regina im August 2009
Regina im August 2012 in der Nähe des Kärlinger-Haus in den Berchtesgadener Bergen am Königssee

VORWORT

Es gibt viele Besucher meiner Web-Seite, welche meine Autobiografie lesen. Und ich erhalte viele Briefe, in welchen mir die Menschen schreiben, wie erschüttert sie über meine Erlebnisse aus meiner Kindheit sind, da diese Erlebnisse aus den ersten Lebensjahren prägend sind.

Viele haben ein gemischtes Gefühl, wenn sie diese Erlebnisse lesen und fragen mich, warum ich es veröffentliche, ob ich profilierungssüchtig sei. Manchmal greifen sie mich an. Alles ist mir lieb und recht. Ja - es gibt diesen schrägen Blick - auf die vielen in meinem Leben enthaltenen Tabuthemen.

Und oft antworte ich dann: wenn ich nicht so angenommen werden kann, was mich ausmacht, was ich bin - was wäre ich dann noch? Das ist mein Leben - so war es und dazu stehe ich. Es macht keinen Sinn für mich, mich zu verdrehen. - eine Andere sein zu sollen - um jenen zu gefallen, die selbst nichts von sich preis geben wollen.

Was für einen Sinn würde es für mich machen, mit Menschen zusammen sein zu wollen, die sich nicht öffnen wollen - und wo ich mich nicht öffnen darf?! Mit Menschen zusammen zu sein, die alles für sich behalten - und behalten wollen, auch ihr Umgehen mit dem Erlebten, mit den Lebensanschauungen?!

Da wähle ich lieber meinen eigenen Weg - wo ich selbst bestimme, was ich für gut finde und was nicht.

Und diese Einstellung brachte mir schon viele, wirklich tiefe Verbundenheiten mit wunderbaren Menschen verschiedenster Art, die sich auf den Weg gemacht haben...

Ich liebe meine Eltern, und mit dieser Liebe respektiere und würdige ich alles, was sie mir gegeben haben. Auch die sehr schlechten Zeiten. Es ist ein Teil von mir, ich durfte diese Erfahrungen transformieren und zur Entfaltung bringen:

Über die Jahre durfte ich die schweren Zeiten, die es einmal gegeben hat - als meinen eigenen Samen zu erkennen, den ich einst - in anderen Existenzen gesät hatte. Ich habe mir selbst und meinen Mitmenschen verziehen und mich mit - sofern sie es zuliessen und wollten - mit ihnen versöhnt. Da wo es mir nicht möglich war, habe ich mir selbst vergeben, es nicht geschafft zu haben.
Mir wurde klar, das die Zeiten von Krieg und Zerstörung uns in eine Richtung formten, wo Entbehrung, Härte und Strenge aus Angst vor neuem Verlust gelebt und gelehrt wurde, nicht aber aus vermeintlicher Ablehnung gegen uns - als wir noch Kinder waren. Wir sind geliebt - und haben in unserem Leben die Möglichkeit unsere Flügel wieder auszubreiten, die tief sitzenden Ängste zu überwinden. Wir können uns selbst heilen und diese Heilung auf unsere Eltern, Kinder, Großeltern, Enkel, unsere Nachbarn ... auf alle Menschen überfließen lassen! Doch dafür müssen wir uns unseren gegebenen Lebenssituationen stellen und zu ihnen stehen. Und das tue ich mit der Veröffentlichung meines Lebens, so wie es war und ist. Wir müssen Ja zu dem sagen, was einmal war (wahr) - und was jetzt ist. Und wir können und sollen frei entscheiden, was wir damit "Jetzt" tun.

Ich wähle die Veröffentlichung meines Lebens und der darin enthaltenen Erfahrungen, , weil es mir selbst hilft, mit manchem, was noch in der Tiefe brodelt besser umzugehen. Ich kann es dann immer wieder lesen und sehen, was ich schon umgewandelt habe.Und - ich schreibe es nieder, weil ich anderen Menschen, welchen es ähnlich ergangen ist - Mut machen möchte. Ich möchte einen Horizont aufzeigen - eine Möglichkeit, wie man mit all diesen Erfahrungen aus einer dramatischen Kindheit fertig werden kann - und etwas Positives aus seinem Leben machen kann - sich freuen und glücklich sein kann, auch wenn es alle anderen nicht sind - oder nicht sein wollen.

Ich glaube, dass meine Lebensaufgabe - und auch die Lebensaufgabe vieler anderer darin besteht, die Schatten der Vergangenheit ans Licht zu holen - und in Liebe aufzulösen. Das ist nicht immer leicht, weil ja die anderen nicht immer mitmachen wollen. Aber es wird immer leichter ... wenn wir den Mut für die ersten Schritte dennoch nützen und mutig unseren Weg in die Freiheit gehen. Wenn wir es schaffen, uns mit allem, was uns ausmacht zu öffnen - und das ist nicht nur das Jetzt - es ist auch das Erleben aus der Vergangenheit - geben wir uns selbst und vielen Menschen, welchen es ähnlich ergeht - eine echte Chance. Es ist eine echte Chance, die Katakomben und Verliesse der Dunkelheit zu verlassen und den neuen Weg zum Licht und in die eigene persönliche Freiheit zu beschreiten: der Weg der inneren und äußeren Heilung...

Liebe Grüße, Licht und Liebe

Regina

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