Reinkarnation
Wie ich die Reinkarnation entdeckte

mein Weg durch die Hölle ... zum Weg ins Licht...
©
von Regina F. Rau

Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts verstanden -
und nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden.
Sören Kierkegaard

Meine inneren Beweggründe für die Veröffentlichung dieser Seite

Der Impuls dafür, meinen spirituellen Weg so offen und ungeschminkt zu schreiben, kam mir erst jüngst, nachdem ich "zufällig" einen Artikel des Magazins Zeitenschrift (siehe nächster Absatz) entdeckt hatte. Schon lange hatte ich den Gedanken mit mir herumgetragen, meine Erfahrungen und Entdeckungen einmal zu veröffentlichen. Doch dann hatte ich es jeweils wieder verworfen, weil ich dachte, dass es darin zu viele Schatten gab, zu phantastisches und unglaubliches, als dass es einen ernsthaften Leser erreichen könnte. Doch durch die Offenbarungen, die ich durch die Rückführungsbücher der namhaften Reinkarnationstherapeuten Jan Erik Sigdell, Trutz Hardo und Roger Woolgers - sowie durch das Medium James van Praagh erfuhr, fühlte ich mich ermutigt, dies alles in einer möglichst kurzen und doch ausführlichen Form für Interessierte zu veröffentlichen. Diese Geschichte ist nur ein kurzer Überflug über ein Leben in einem zunächst nicht enden wollenden Lebenskampf. Doch der stete und unbeirrliche Glaube an meinen Schöpfer und an seine allumfassende Liebe hat mir letztendlich den Weg aus diesem Chaos gezeigt.

Ich habe viele tragische Geschichten - aber auch viele Wunder - in Deutschland und bei meinen vielen Auslandsreisen erlebt, die mir einmal mehr in Erinnerung rufen, wie wichtig es ist, dass Menschen, "die ihre Höllen überwunden" haben, sich ihren Mitmenschen mitteilen, um so auch anderen Mut zu machen.

Das gegenwärtige Leben präsentiert uns unter anderem die unaufgelösten "Highlights" dunkler Episoden aus früheren Existenzen wie "Spitzen von Eisbergen, die über dem Wasser herausragen". Wir spüren, dass etwas dramatisches und schicksalhaftes auf uns zu kommt - aber wir ahnen nicht, dass es die Wiederholung aus Unversöhntem aus diesen früheren Existenzen ist. Gelegentlich gesellen sich Fremde Seelen zu uns, wir sprechen von Besetzung. Auch diese sind wie ein Richtungspfeiler, um uns auf gewisse Situationen und unerlöste Energien, Verhaltensweisen und Gefühle aufmerksam zu machen, die wir in uns erlösen müssen. Haben wir das in ganzer Liebe getan, so lösen sich die in diesen uralten Situationen festgefrorenen negativen Energien in dieser Liebe auf, wir müssen die negativen Gefühle, Verhaltensweisen, Denkmuster nicht weiter in uns behalten - auch sie lösen sich auf. Die festgehaltenen unerlösten Seelen können dann ihren Weg ins Licht weitergehen. Ganz egal, ob es sich dabei um die Seelen Verstorbener handelt oder um negative Wesenheiten. Denn alle Wesenheiten haben ihren Ursprung im Licht...

Während dieser Phasen der Auflösung, Erlösung und Versöhnung der negativen Energien aus früheren Existenzen - oder auch jüngeren Ereignissen, die sich aus einem Nichterkennen oder Nichtbewältigen der herausragenden Eisbergspitzen ergeben haben - können wir auch die positiven Energien unseres "Energie-Kontos" aus diesen Existenzen nützen. Wir bekommen auch die positiven Auswirkungen zu spüren. Oft kommen sie genauso überraschend und unerwartet, wie die negativen Wogen. Je weiter wir in der Auflösung kommen, desto bewusster können wir diese positiven Energien anwenden und desto bewusster werden wir uns der Bewältigung widmen.

Je weiter wir kommen, desto klarer entwickeln sich auch unsere spirituellen Fähigkeiten, desto klarer können wir sehen, was zu tun ist. Desto klarer können wir unsere Talente so einsetzen, dass wir tiefe Freude, tiefen Frieden und tiefes Glück empfinden.

So ist diese Seite für mich eine Anteilnahme am Schicksal Anderer. Und ich möchte sie allen Menschen widmen, die sich in den Geschichten wiederfinden, dass sie den Mut finden, sich aus den Fesseln von negativen und zerstörenden Gewohnheiten und Kreisläufen zu befreien. Ich selbst habe mich jahrelang von einer Angst steuern lassen, die mich letztlich wirklich zu zerstören drohte. Seitdem ich nun mittels der Reinkarnations-Therapie und vielen begleitenden Erlebnissen auf meinem Weg die Erfahrungen, die ich während meines Lebens gemacht habe, besser verstehen kann, habe ich endlich den Mut gefunden, zu mir und zu allem zu stehen, was ich erlebt habe. Seither wendet sich das Blatt... mein Leben - das bisher ein Weg durch die Hölle war, ist jetzt ein Weg zum Licht...

Ich möchte den Lesern Mut machen, zu ihrer eigenen persönlichen Lebensgeschichte zu stehen und den Mut zu haben, sie so anzusehen, wie sie wirklich ist, und nicht, wie wir sie gerne hätten, um möglichst viele Stimmen einer Öffentlichen Meinung einzufangen. Ich möchte ermutigen, auch unschöne Dinge, die wir getan haben, endlich ans Licht zu bringen - mit allen dazugehörigen Gefühlen. Denn nur, was ans Licht kommt, können wir wahrhaft umwandeln und transformieren. Alle unschönen Dinge, die wir im Verborgenen mit uns herumtragen, führen uns zu immer größer werdender innerer Vereinsamung, zu immer mehr Entfremdung voneinander. Denn jeder trachtet danach, seine Geheimnisse möglichst vor dem anderen geheim zu halten, um nicht schlecht vor ihm dazustehen. Und genau das ist falsch. Denn wir haben alle mehr oder weniger große Schatten, die wir verbergen wollen. Und viele sind in solchen Verstrickungen verhaftet, dass es den Anschein haben mag, sie könnten sich nie daraus befreien. Doch ich möchte mit dieser Seite zeigen, dass das nicht stimmt. Wie das möglich ist, zeigt die Geschichte.

Wir können uns aber gegenseitig helfen, sie ans Licht zu bringen, und uns gegenseitig zu verzeihen. Das befreit und macht Mut, sich dem Licht in sich selbst und dem kosmischen Licht wieder zu nähern! Wir können Kindern und Erwachsenen helfen, ihre Verletzungen und ihren Schmerz zu erzählen, um sie in Liebe aufzulösen.

Und ich möchte den Leser in seiner Einzigartigkeit bestärken! Ich weiß, wie viele Menschen es gibt, die nach außen hin stark wirken - und innen so verunsichert sind, ihren eigenen Fähigkeiten nicht trauen - ihrer eigenen Stimme aus Angst vor Fehltritten nicht folgen. Ich selbst bin solch ein Mensch und ich möchte mit dieser Seite zeigen, dass es sich lohnt, es immer wieder zu versuchen: der inneren Stimme, zu folgen. Sie ruft uns so lange, bis wir ihr endlich lauschen und uns von ihr leiten lassen...

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Dieter Duhm (*1942) zitiert in seinem Vortrag »Befreiung von der Besetzung« (2004)
auch Claude AnShin Thomas (*1947)

"Ich dulde in mir keine Feindschaft mehr!
Das ist meine Antwort
auf all die grauenhaften Dinge, die ich gesehen habe:
Ich dulde in mir keine Feindschaft mehr, auch nicht gegenüber den Tätern!"

Claude AnShin Thomas (*1947), Veteran des Vietnamkriegs und Soto-Zen-Priester

INHALT

Nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir getan hatten,
sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes...
Bibel: Titus 3,5

Der Gedanke an eine Wiedergeburt

Der Gedanke an eine Wiedergeburt - oder das Erleben der Reinkarnation als Wahrheit begannen mir erst richtig bewusst zu werden, als ich bereits 23 Jahre alt war. Davor erlebte ich Dinge, die mir selbst sehr mystisch und unglaublich vorkamen, von welchen ich aber kaum jemanden in Kenntnis setzte. Meiner Mutter muss vieles, was sie mit mir erlebte sehr obskur vorgekommen sein. Sie hatte, nachdem sie es geschafft hatte, mit 14 Jahren bei den "Zeugen Jehovas" auszutreten - den katholischen Glauben angenommen und war ihm von Herzen treu geblieben. Die katholische Kirche verwarf den Gedanken an die Reinkarnation und verfolgte Jahrhunderte lang jeden, der es versuchte, ihr auf die Spur zu kommen. Noch heute wird versucht Menschen zu belächeln, die den Mut aufbringen, dieser für die meisten noch immer ungeheuerlichen Wahrheit auf die Spur zu kommen und sie aufzudecken.

In dem von mir - mit freundlicher Genehmigung des Zeitenschrift-Verlages - veröffentlichten Artikel "Reinkarnation - die größte Lüge der Kirche
" der schon 1995/9 vom Zeitenschriftverlag herausgegeben worden war, und auch in dem "Und die Wüste wird grünen" dem bedeutenden Werk von "Dr. Franz Susman" (bekannter slovenischer Kirchenhistoriker), wird deutlich, wie die Kirche sich über die Jahrhunderte durch "Verblendung ihrer Schafe" an der Macht hielt. Ähnlich verhielt es sich auch in anderen Religionen.

Doch es war mir gegeben, mich wie eine sich windende und zappelnde Raupe im Spinnennetz, endlich doch zu befreien. Und es gab Menschen, die nicht unerheblich daran beteiligt waren, dass ich es "schaffte" !!

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"Je weiter man zurückblicken kann, desto weiter wird man vorausblicken ...",
Sir Winston Churchill

Frühe Jahre meiner Kindheit

Seit frühen Jahren meiner Kindheit erlebte und erlebe ich Dinge, die für die meisten Menschen ungewöhnlich und mitunter auch unglaublich oder "haarsträubend" sind. Auch ich selbst habe lange Zeit gebraucht, bis ich mit den Phänomenen, die sich in meinem Leben einstellten, einiger Maßen umgehen konnte. Da waren Gegenstände, die sich in der Wohnung bewegten; Kratz- und Gehgeräusche, die mich überallhin zu begleiten schienen und scheinen. Ich sah Dinge, die andere nicht sehen konnten, hörte Dinge, die andere nicht hören konnten. Ich nahm "Parallelgesichter" bei Menschen wahr, wenn ich mich mit ihnen unterhielt oder sie einfach nur so betrachtete. Ich hatte schon in frühen Jahren viele "Tagträume" und später Parallel-Wahrnehmungen über Dinge und Situationen, die mir Einblick in die tiefere Bedeutung von dem gaben, was man mit dem bloßbewussten Augen sehen konnte.

Anfangs glaubte ich selbst, dass irgendetwas mit mir nicht stimmen könnte. Aber mit der Zeit wurden solche Situationen für mich auch durch das Leben in der freien Natur klarer und die Zusammenhänge immer deutlicher Sichtbar. Zuletzt - und das kam schon während meiner Schwangerschaft mit meinem Sohn - und wurde noch deutlicher durch einige bahnbrechende Erlebnisse mit meinem Sohn und mit meinem damaligen türkischen Ehemann in der Türkei - erkannte ich, dass all diese Phänomene etwas mit einem "Drüben" zu tun hatten. Und ich erkannte, dass ich selbst nicht das erste Mal auf dieser Welt lebte.

Seither hatte ich so manche bestätigte Wahrnehmung über Menschen, die wir normaler Weise nicht bemerken. Und ich stellte mit der Zeit fest, dass es sich nicht nur um ein angeborenes Talent handelt, sondern dass es gezielt erlernbar ist. Ich beschäftigte mich viel mit Farben, Formen, und sinnierte oft tagelang über deren Bedeutung, erkannte Zusammenhänge und Verbindungen. Oft dachte ich über etwas nach - und sah in einem einzigen Moment alle bisher "bewusst" gemachten Erfahrungen, die ich je in meinem Leben gemacht haben konnte - die in Verbindung mit der zu durchleuchtenden Sache standen. Da fielen mir Dinge aus meiner jüngsten Kindheit - bis hin zurück zum ersten Lebensjahr wieder ein. Und da war so ein Gefühl, als ob mir so etwas wie ein Bewusstseins-Liquid von "Außen" dazugeschüttet würde. Denn plötzlich erkannte ich Zusammenhänge, die mir aus eigener Erfahrung, aus eigenem Wissen und Gelerntem aus diesem Leben nie hätten entstehen können.

Mir wurde klar, dass der Mensch ein ganzheitliches Wesen ist, das sich seines eigenen Bewusstseins bewusst werden muss.
Und dass dies über die Beobachtung und Achtung seines Selbst und seiner Umwelt geschieht.

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"Blicke in dein Inerstes... Da drinnen ist eine Quelle des Guten,
die niemals aufhört zu sprudeln, so lange du nicht aufhörst danach zu graben...",

Marc Aurel

"Parallelwelten"

Weil ich ständig "Parallelwelten" wahrnahm, die oft sehr beängstigend waren, und in welchen Feuer, Blut, Schmerz und Dunkelheit eine große Rolle spielten, litt ich sehr lange Zeit in vielen Lebenssituationen solche seelische Pein, dass es mir kaum möglich war, ein normales Leben zu führen. Schon als Kind erlebte ich den Krieg fast lebensecht in vielen Situationen parallel zu meinem Alltagsleben. Oft hatte ich Fieberträume - und später, gegen Ende der Schulzeit in der Realschule, musste ich von vielen Fächern "freigestellt" werden, weil ich permanent von Kriegs-Szenen heimgesucht wurde, wenn Kriegsthemen behandelt wurden. Meiner Mutter und den anderen erzählte ich nicht genau, was ich erlebte. Aber sie wussten, dass ich Alpträume und Fieberträume hatte, die sich oft noch tagsüber auswirkten. Aber am meisten setzten mir in meinem Leben meine Beziehungen zu. Manchmal glaubte ich nicht, es noch weiter aushalten zu können und versuchte mehrmals, mir das Leben zu nehmen. Als ich das letzte Mal 40 Schlaftabletten genommen hatte, träumte ich in der Nacht, dass ein Engel zu mir sagte, ich hätte eine offene Wunde im Herzen. Ich solle genau hinsehen. Ich schaute hin und wirklich: da klaffte ein großes Loch und Blut schoss in Strömen heraus. Und ich weinte bitterlich im Traum. Ich konnte es kaum glauben, dass ich erwachte. Da wusste ich: ich war in der Nacht von Engeln gerettet worden!

Erste Erinnerungen als Kind?
Tod eines Babys im Wildwesten
Ich erinnere mich daran, dass ich als kleines Kind einmal ein Bild in der Fernsehzeitung meiner Mutter sah. Es war eine Bilderstory - und Szenen aus dem wilden Westen. Die Fotos waren in Farbe und wirkten auf mich so echt, dass ich mich augenblicklich in dieser Welt sah.
Die Wiesen waren satt und grün, die Sonne schien klar und strahlend am blauen, wolkenfreien Himmel. Cowboys mit Tüchern vor den Gesichtern ritten den Hügel heran, auf dem die Frau - und offensichtlich auch ich mich befanden. Die Reiter saßen auf braunen Pferden. Eine Frau rannte weinend über den Hügel. Es lagen einige Gefallene auf den Wiesen des Hügels. Die Frau hatte ein dunkles langes Kleid in der Tracht der Siedler an - mit weißer Schürze. Sie hielt ein Baby fest an sich gedrückt, es war blutüberströmt. Die Frau weinte verzweifelt und schien den Cowboys etwas zuzurufen.
Ich war von diesem Bild so ergriffen - und hatte ein grässliches Gefühl des Sterbens (des unvorbereiteten Verlassen-Müssens oder des Verlassenseins) im Bauch, dass ich es fortwährend betrachten musste. Ein unbeschreiblicher Schmerz lag in meinem Herzen. Das ging ein paar Tage lang so.

Sehr viel später, während meiner Beschäftigung mit der Reinkarnation - kam mir die Ahnung, dass ich mich damals durch diese Bilder an etwas erinnert gefühlt hatte, das so - oder ähnlich wirklich einmal stattgefunden hatte. Und das Fazit aus diesem Erlebnis hatte ich bei meinem damaligen Tod gezogen: "Ich will nie mehr ein Kind haben". Das musste zu den schlimmen Komplikationen mit meinem Sohn in diesem Leben (weiter unten zu lesen) auch einen Bezug haben.

Ich träume zuvor, was ich dann ganz plötzlich kann - oder ich tue es einfach
Ich kann schwimmen (im Alter von ca. 5 Jahren im Ferienlager)
Ich träume, dass ich schwimmen kann. Ich versuche es in einem Freibad im Ferienlager- bin vielleicht 5 Jahre alt. Ich schwimme einfach drauf los - aber gehe unter. Wenige Zeit später versuche ich es in einem Schwimmbad nochmal, weil eine Betreuerin wissen will, ob ich schon schwimmen kann. Ich schwimme einfach los, es geht nicht - ich tauche weiter. Das funktioniert, wenig später kann ich schwimmen.

Weihnachts-Trauma - die Schreckenskrippe
Es trug sich zu, als ich etwa 6 Jahre alt war. Papa und Mama gingen mit mir in ein Krippenmuseum, das jedes Jahr in München extra zur Weihnachtszeit aufgestellt und gezeigt wurde. Irgendwie gruselten mich diese Grippen. Auch, wenn sie mit sehr viel Liebe gemacht waren. Als wir zu den letzten kamen, stand da statt einer Krippe eine männliche nackte Figur (bis auf einen Lendenschurz). Sie brach - das Gesicht offensichtlich vor Schmerz verzerrend und schreiend - in der Mitte an der Hüfte auseinander, Blut und schwarze kleine Teile ergossen sich in hohem Bogen aus der Wunde. Ich konnte dieses Erlebnis sehr lange nicht überwinden. (vermutlich war es eine unbewusste Rückerinnerung an ein traumatisches Erlebnis aus einem anderen Leben)

Krieg, Plünderungen, Totschlag - die Schlächter des Krieges
So träumte ich fast jede Nacht, dass der Krieg ausgebrochen war und es nun jede Menge Menschen gab, welche die Stadt plünderten. Es gab welche die Menschen jagten. Das taten sie mit einer Serie von Hämmern im "Gepäck". Sie kamen an die Wohnungen und erschlugen die Menschen. Überall sah ich Blut. Als ich wesentlich später den Film "Shining" mit Jack Nicholson sah, wurde mir klar, dass dies nicht nur ein bloßer Film war, sondern dass es unglaubliche Grausamkeiten auf der Welt gab, die niemand glauben wollte. Und die Träume wollten offensichtlich, dass ich mich erinnerte. Als ich bereits 40 Jahre alt war, sah ich bei meinem damaligen türkischen Ehemann einen Film über den bosnischen Krieg, in welchem ich genau diese Szenerien mit dem Hammer wiederfand. Der Film wühlte mich derart auf, dass ich viel weinen musste. Die letzte Szene des Films erinnerte mich an das, was ich bisher für ich zum Thema Sterben gelernt hatte: "mich völlig hinzugeben, wenn der Augenblick gekommen ist - um durch das "Tor hinüber" zu gehen!" Eine Frau, die als nächste ausgewählt war, begann ungeachtet aller Angst und Pein in sich selbst - vor allen anderen ängstlichen Menschen und vor den Schlächtern ein bosnisches Wiegenlied zu singen... Das bereitete in meinem Herzen einen unglaublichen Frieden und gab mir echten Mut!

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"Wer sein ganzes Leben lang gewohnt war,
sich selbst und andere zu täuschen, sei es bewusst oder unbewusst,
bei dem nützt auch die Konfrontation mit der absoluten Wahrheit nach dem Tod nichts.
Er torkelt blind weiter, von Wiedergeburt zu Wiedergeburt."
Monika Hauf

Die "Kreuzigung Paulus"
Rembrandt: Apostel Pauluswww.oil-painting-portrait.comEines Nachts träumte ich, dass ich anwesend war, als Menschen gekreuzigt wurden. Sie trugen Kleidung, die ich nur aus Jesus-Filmen kannte. Ein Mann wurde gerade an einen Pfahl kopfüber gehängt. Als ich es sah, war ich vom Schmerz überwältigt, konnte es kaum ertragen. Selbst als ich erwachte, weinte ich noch lange. Ich konnte es mir nicht erklären. Wenig später hatte ich die Vision eines Mannes, der mit seinem Gesicht wie durch eine mitten im Raum stehende Wand aus weichem Material durchwollte. So, als wolle er von einer anderen Welt in diese. Ich sprach mit einem Freund darüber, der im Vatikan studiert hatte. Er erklärte mir spontan, dass der Apostel Paulus kopfüber gekreuzigt worden war. Einem anderen Freund erklärte ich denselben Traum und das Bild. Wir sahen in einem Lexikon nach, den er in der Wohnung hatte. Und ich fand nicht weit von der Definition für den Apostel Paulus ein Bild, das genau dem glich, das ich in der Vision gesehen hatte!

frühe Kriegserinnerungen - (im Alter von ca. 15 Jahren)
Ich sah die Truppen kommen
Eines Tages sahen wir in der Schule den Film "Tagebuch der Anne Frank". Anschließend hatte ich tagelang starkes Fieber und zitterte "ohne Grund" am ganzen Leib. Ich konnte kaum noch essen oder schlafen. Niemand wusste, was mit mir war - noch nicht einmal ich selbst. Aber ich sah nächtens die Panzer vor der Stadt stehen, hörte wie die Truppen marschierten - und ich hörte Flugzeuge.
Es verging Zeit und ich "vergaß" es wieder. Dann sah ich die Filme "Hunde wollt ihr ewig Leben" (Das in Deutschland wohl bekannteste Werk Wisbars beschreibt den Kessel von Stalingrad. Die Brutalität der Kriegslogik gegenüber dem Einzelnen und das Aufbäumen der Menschlichkeit gegen sinnlose Entscheidungen, die den Menschen lediglich als für Kriegsfutter zu verschleißendes Material betrachten, stehen im Vordergrund dieses Films.) und den Antikriegsfilm "die Brücke" (1959) von Bernhard Wicki, der um 1945 spielt (Kurz vor Kriegsende werden sieben Jungen im Volkssturm von der Wehrmacht verheizt). Letzterer wurde uns von unserem Klassenlehrer in der Schule vorgeführt. Das war zur Zeit der Abschlussphase in der Realschule.
Nach dem Film ging ich nach Hause und bekam sofort wieder hohes Fieber. Ich sah die Truppen, hörte die Panzer nachts anrollen. Ich hörte die Schüsse der Panzerfäuste... Es wurde so schlimm, dass das Fieber auf über 40 stieg und ich in Fiebertrance fiel. Als es wieder besser zu werden schien, ließ meine Mutter mich von den Unterrichts-Fächern: Deutsch, Geschichte, Englisch, Sozialkunde und Wirtschaftskunde befreien. Denn in all diesen Fächern wurde - manchmal auch nur am Rande - die Kriegsthematik behandelt.

Niemand wusste, dass ich dennoch jede Nacht vor Angst zitterte und fror und kaum ein Auge zu tat. Ich entwickelte einen regelrechten Tick, bei dem ich nächtens Kerzen anzündete und betete - und Angst hatte, dass ich die Nacht nicht überleben würde, wenn die Kerze vor dem Morgengrauen verlosch. Aber ich hatte glück und sie brannte morgens noch, bevor ich geweckt wurde, so dass ich sie ausblasen konnte. Ich wunderte mich, dass meine Mama sich nie fragte, wo die Kerzen hinkamen...

Eines Tages - es war kurz vor der "Mittleren Reife" - eröffnete uns unser Klassenlehrer, dass er uns noch einen Film über Hiroshima zeigen wolle. Ich erklärte ihm meine Bedenken, aber er wehrte ab und sagte freundlich und beruhigend, dass ich ruhig dableiben könne, weil der Film rein informativ sei. Ich blieb da - der Sprecher im Film erklärte die Zusammenhänge des Krieges - man sah tatsächlich nichts arges, bis plötzlich die Sirenen heulten, die Atombombe explodierte. Ich sah deutlich die GAMMA-Strahlen - erkannte sofort, dass dieser "Pilz" ein ECHTES grauenvolles Wesen war, das sich selbst aus der Wut der Menschen erschaffen hatte. Ein Blitz durchzuckte mich, ich fühle es wie einen stechenden Schmerz ganz durch mich hindurchfahren. Ich zuckte zusammen, krümmte mich und rannte schreiend aus dem Klassenzimmer auf die Toilette, wo sie mich so fanden.

Ich war mit ca. 16 Jahren von zu Hause ausgezogen und war im Überlebenskampf im Millieu gelandet. Dort erlebte ich die meisten Dinge "rot". Das bedeutet, dass ich hautnah viele sehr unschöne und gewalttätige Szenen - vor allen Dingen ausserhalb der Bars - aber innerhalb der "Szene" miterlebte, die Anderen widerfuhren, während mir nie ein Haar gekrümmt wurde, ausser einem einzigen Mal, wo ich von einem Zuhälter eine heftige Watsche bekam, weil ich gelogen hatte. Und diese Watsche hatte ich zurecht verdient. Das ließ ich ihm auch ausrichten, bevor ich seinen Laden verließ. Privat erfuhr ich dieselben Menschen oft von einer viel weicheren, bislang unbekannten Seite. Ich wurde mit vielen Dingen konfrontiert, die eher dem Tod näher stehen als dem Leben. Später begegnete mir ein Mann, den ich hier meinen ersten "Engel" nennen möchte, da ich ihn nie gesehen hatte, er jedoch meinen Namen und einige wichtige Aspekte meines Lebens kannte. Er schaffte es in wenigen Sätzen, mich dazu zu motivieren, mich aus dem Milieu zu befreien.

So führte ich ein paar Jahre lang ein relativ normales Leben. Bis ich, als ich schon mitten im Arbeitsleben stand, und in Geldnot kam - wieder in die Szene geriet - diesmal aber auf einer wesentlich höheren Ebene. Ich arbeitete für die Dauer eines halben Jahres für einen Münchner Begleitservice. Diese Zeit sollte mir gewissermaßen die Erfahrungen aus der Bar- und Nacht-Club-Zeit wieder entschädigen. Denn hier lernte ich viele sehr umgängliche und niveauvolle Männer kennen, die gelegentlich sogar nur mit mir ausgehen wollten, um den Abend nicht alleine zu verbringen.

Auch hier hatte ich sehr wichtige Begegnungen, wie z.B. eine Gruppe von sehr reichen arabischen Kaufleuten, von welchen ich sehr viel über die Religionen und die Machenschaften von Politischen Religionsführern erfuhr. In dieser Zeit, die ich mit Politikern, arabischen Ölprinzen und Kaufleuten, Prominenten und reichen Münchnern erlebte, erfuhr ich auch, dass der Unterschied von Reichtum und Armut nicht in der Anhäufung oder dem Mangel an materiellen Gütern lag, sondern im Mangel oder an der Fähigkeit, Liebe zu geben oder auch anzunehmen. Nachdem ich eine Weile lang erfahren hatte, dass alle Menschen "unter der Kleidung nackt sind", legte ich durch eine innere Entscheidung diese Art, mir meinen Lebensunterhalt zu verdienen, schließlich ganz ab.

Im normalen Arbeitsleben arbeitete ich anfangs im Büro, hatte mit Textcomputern und Textverarbeitung zu tun und arbeitete im Einsatz von Zeitarbeit bei verschiedenen bekannten Unternehmen. Während dieser Zeit hatte ich oft solch heftige und schmerzhafte "Wahrnehmungen" an meinem Arbeitsplatz, dass ich mich oft versetzen lassen musste. Ständig waren Flieger unterwegs, Bomben fielen und überall war Feuer. Viele Jahre lang sah ich den Münchner Himmel in Feuersbrünste und Rauchschwaden gehüllt. Von diesen "Wahrnehmungen" war ich so gelähmt, dass ich oft nur schwer aus dem Haus gehen konnte. Ich tat es, aber es war, als hätte ich "Blei an den Füssen", als sei ich ständig zu einem Schlachtfeld unterwegs.

Kriegserinnerungen - bei Dornier in Neuaubing München (im Alter von ca. 20 Jahren)
Ich arbeite von Zeitarbeit Manpower aus bei der Firma Dornier in Neuaubing. Ich sitze in einer Baracke am Bildschirm und muss Zahlen eingeben. Nach ein paar Tagen leide ich derart unter den Visionen, die mich nun immer häufiger überfallen, dass ich Manpower bitte, mich zu versetzen, was sie auch tun. Ich fühlte einen unerklärlichen Schmerz und roch so etwas wie Krieg oder Blut - oder auch Tod. Ich konnte mir nicht erklären, woher diese entsetzlichen Wahrnehmungen stammen. Ich dachte, es hinge vielleicht mit dem zusammen, was dort hergestellt wird bzw. wurde: Kriegsflugzeuge und Kriegsmaschinerie.

Mehrere Vergewaltigungen - München
Als ich mir einmal - noch minderjährig - in München die Zweitwohnung eines in einem renommierten Lokal arbeitenden Kellners ansehen wollte, kam es zu einer Vergewaltigung, die offensichtlich geplant war. Ich fand mich unversehens in einem Raum wieder, aus dem es kein Entrinnen gab: Gitterstäbe vor einem 3-fachen Fenster. 3-fache Wohnungstüre mit dazwischen angebrachten Polsterungen gegen Lärm. Abgeschirmte Wände... Es war in einem völlig normal anmutenden Wohnhaus, in welchem auch ein Kinderwagen unter der Haustreppe stand, und ein Mann nett grüßend gerade die Treppe herunter kam, als der Mann, mit welchem ich gekommen war, die Türe zur Wohnung aufschloss. Als ich die dreifach Türe bemerkte, war es schon zu spät. Er schubste mich vor sich in das Zimmer, in welchem nur ein Bett und ein Schrank standen. Frisch gewaschene Bettwäsche und weiße Tapeten waren die einzige "Zierde".
"So, nun kannst du schreien, niemand wird dich hören!" sagte er gleich zu Beginn. Natürlich versuchte ich es zunächst mit Humor und Neckerei. Dann wurde mir schnell klar, dass er es ernst meinte, wenn er sich auch eine Weile geduldig zeigte. Aber nach einer halben Stunde, während derer ich versucht hatte, ihn ins Gespräch zu bringen, wurde er sehr grob und ich wusste, er würde keinen Spaß machen. Er hatte auch eine Waffe. Ich weiß nicht mehr, ob es ein großes Messer - oder eine Pistole war - aber ich hatte vor beidem einen Heidenrespekt, vor allem, weil sein Gesicht immer steinerner und kälter wurde. Irgendwann durchfuhr mich der Gedanke: "Gib dich hin - und liebe ihn von ganzem Herzen, so gut du kannst!" Und das tat ich auch. Eigentlich tat es sehr weh, weil er sehr grob war. Aber ich umschlang seinen Hals mit meinen Armen und drückte ihn an mich und stellte mir vor, es sei jemand, den ich von ganzem Herzen liebe.
Da ging es sehr schnell und er stand auf und war wie gehetzt. Er sah mich an. Ich sagte zu ihm: "Ich vergebe dir, was du getan hast - aber tue es nicht mehr!". Da fiel er auf seine Knie und begann haltlos und bitterlich zu weinen, raufte sich die Haare und schrie: "Bitte verzeih mir - - - warum habe ich das getan, ach - warum habe ich das nur getan!" Aber ich wusste, dass er es schon öfter getan haben musste, sonst wäre das Zimmer nicht so hergerichtet gewesen. Ich erklärte ihm von meinem Glauben an Jesus und dass er sich bessern solle. Dann fuhr ich mit ihm in der Straßenbahn dorthin zurück wo wir gemeinsam zur Wohnungsbesichtigung eingestiegen waren - am Stachus. Die ganze Zeit über weinte er wie ein Kind - und die Leute schauten uns fragend an. Ich sagte nichts, weil ich sicher war, dass die Antwort für ihn "von oben" bzw. "von innen" kommen würde.

Italien
Durch mehrere verstrickte Umstände wurde ich abends von mehreren Italienern in einen dunklen Keller gebracht, wo sie mich an Händen und Füssen festhielten, und sich der Reihe nach abwechselten. Ich weinte stumm vor mich hin. Es tat sehr weh. Als der letzte "an der Reihe" war, wunderte ich mich sehr. Er sagte irgendetwas sehr zärtlich in mein Ohr und umarmte mich so voller Zärtlichkeit und Liebe, dass ich glaubte, von Engeln geheilt zu werden. Was ich dann fühlte, war unbeschreiblich. Inmitten dieser unwürdigen und unglaublich demütigenden Szene wurde ich geliebt. Er sagte es immer wieder - und ich glaubte es! Ich glaubte es Gott! Und ich nahm es an! Und heute verstehe ich, dass ich etwas gezeigt bekam, das ich wohl in einer anderen Existenz einer anderen Seele zuleide getan haben musste. Und ich weinte, weil ich sah, auf welche sanfte Weise der Himmel eingreift, wenn der Wille da ist, alles in Liebe zu wandeln!

Türkei
Ähnlich erging es einem Türken in der Türkei - Er kam in einer Vollmondnacht - gegen Mitternacht in unser Zelt, das wir an einem Steilhang direkt hinter einem Abgrund in eine Sandgrube aufgestellt hatten. Er war völlig nackt und ich erwachte davon, dass er am Reissverschluß bei dem Licht eines Feuerzeugs herumnestelte. Als ich es merkte, sagte er barsch: "Sei still, sonst schlitze ich dich auf!" Am Nachmittag hatte ich noch mit meinem Mann darüber diskutiert, dass es besser sei, kein Messer unter das Kopfkissen zu legen, weil ich wusste, dass mir das ein möglicher Täter sofort entreißen würde und selbst eine Waffe gegen mich in der Hand hätte.
Er befahl mir mit kalter Stimme: "Mach sofort auf, sonst schlitze ich auf!" Ich war nackt - hatte am Nachmittag noch alles fein sortiert "für den Fall der Fälle, damit ich schnell etwas zum Überziehen fände". Aber ich fand nichts vor Aufregung. "Ja, ruhig - ich mach ja gleich auf!" sagte ich flüsternd. Endlich fand ich was und zog es in Windeseile über. Ich hatte schreckliche Blähungen und öffnete.
Da stand ein unglaublich muskulöser Mann sehr erregt vor mir. Er hielt ein stehendes Messer in der Hand. "Oh Gott, was mache ich nur?" Dachte ich. Er sagte barsch: "Los, hinlegen". Ich antwortete: "Das geht nicht, ich bin schwanger!" Im gleichen Augenblick erschrak ich über mich selbst: "Oh mein Gott - bitte verzeih mir, ich habe gelogen, das wollte ich nicht. Ich wollte doch in allen Situationen immer ehrlich bleiben. Es war mondhell. Er zeigte auf die Matte am Boden: "Los leg dich hin, du kannst es auch anders machen. Aber ich sagte bei mir: "Nein, ich hatte Gott versprochen, meinen Körper und auch meine Seele nicht mehr auf diese Weise beschmutzen zu lassen!" Und ich wusste, dass ich dann lieber sterben wollte. Aber ich hatte furchtbare Angst. Da sah ich vor meinem Auge, wie er sein Messer zückte, weil ich mich zierte - und es mir in den Bauch stach und wie das Blut aus mir schoss - ich fühlte, wie ich langsam kraftlos wurde und sah mich auf den Boden sinken. Das passierte innerhalb von Sekunden-Bruchteilen. Er stand noch immer da und wartete darauf, dass ich mich angstvoll ergab. Aber ich hatte meinen Tod gesehen und hatte keine Angst mehr. Ich begann laut zu lachen. Dann sah ich ihm kerzengerade in die Augen und packte ihn am Oberarm an seinen prall gerundeten Muskeln: "Glaubst du an Allah?!" ... "wir werden jetzt gar nichts mehr tun, wir werden jetzt nach draußen gehen und uns über Allah unterhalten!" sagte ich ungerührt. Und drängte ihn nach draußen. Er war sprachlos. Dann musste ich ihn festhalten, weil er über ein gespanntes Seil an der Türe stolperte, sonst wäre er in die Grube gefallen. Das Mondlicht erhellte sein Gesicht: "ähhh .... ooh, ja!" sagte er stotternd. "Und wie kommt es dann, dass du solch unwürdige Taten vollüben kannst, wo du doch weißt, dass der Glaube eines jeden Menschen an den wahren Gott - von ihm darselbst reichlich belohnt wird?!" Er starrte mich aus weit aufgerissenen Augen an und stammelte etwas. "Ich verspreche dir, wenn du dich von jetzt an dem Glauben an deinen Gott widmest und solche Taten in Zukunft unterlässt, dann wird er dir auch eine Frau schenken, die mit dir all das, was du dir so sehnlichst wünscht in Liebe tun wird - dann musst du es dir nicht mit Gewalt holen!" Er sah mich an, als sei ihm soeben ein Engel erschienen und rief plötzlich laut, dass es an den Bergwänden widerhallte: "Aman Allahim - oh mein Gott! Was habe ich getan?! Geh wieder hinein, ich werde nicht wiederkommen!" Und er rannte, als ob er von einer Tarantel gestochen worden wäre.

Seit meinem 15. Lebensjahr trampe ich mehr oder weniger häufig. Mehrere Male wurde ich dabei schon behelligt. Einer fuhr sogar mit mir in einen abgelegenen Wald und hielt mir eine Waffe hin. Er schien ein wenig geistesgestört zu sein. Ich sagte zuletzt zu ihm: "Ich sehe, dass du gewillt bist, mir weh zu tun! Da ich nichts dagegen tun kann, will ich dir noch folgendes sagen: Du kannst es natürlich tun, denn niemand kann dich davon abhalten! Aber ich würde es dir nicht raten, denn erstens bin ich nicht allein, und zweitens wird es dir nicht wirklich gut tun. Es wird dir später in der Seele Schmerzen bereiten! Er fragte höhnisch: wer soll den da bei dir sein? Ich sagte: "Ich habe Jesus und eine Schar Engel bei mir!" Da wurde er ganz merkwürdig - schaute sehnsüchtig drein und sagte: "Bleib sitzen, ich fahre dich sofort nach Hause!" So und so ähnlich erging es auch bei anderen Gelegenheiten.

Im Licht der Liebe - ist alles möglich ! Licht und Erleuchtung sei für die ganze Welt

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"Und es wird Frieden sein - und das Lamm wird neben dem Löwen liegen..."



Auch in meinem Privatleben ging es sehr verstrickt zu
Tiefe Erkenntnisse

Ich zog zunächst in München von Wohnung zu Wohnung, nachdem ich zuerst im Englischen Garten "gewohnt" hatte. Das war mir aber zu mühselig geworden, zumal ich auch gelegentlich arbeitete - und man dort von der Polizei schon morgens um 4.30 Uhr geweckt wurde, weil es dort kein Schlafplatz sei... Irgendwann lernte ich im Englischen Garten einen netten Musiker kennen und lieben. Bald beschaffte mir seine Mutter eine tolle Arbeit und meine erste Wohnung, in welcher ich dann 10 Jahre lang glücklich wohnen sollte. Er war sehr zärtlich und liebevoll. Doch immer, wenn wir uns liebten, geschah etwas merkwürdiges:

Der Folterknecht und die Folterkammer (im Alter von ca. 17 Jahren, München)
Immer wenn wir intim waren, sah ich mich in einer Quetschkammer, aus der es kein Entrinnen gab. Ich sah, wie sie mit Schwertern bezackt war. Die Wände kamen langsam aber unaufhörlich auf mich zu. Eines Tages sah ich mich bei einem Intimen Akt wieder in diesen Raum. Ich bekam kaum Luft vor Angst - fiel in eine Art Trance, wenn er mich umarmte - und ich sah meinen Freund oberhalb des Raumes stehen, wie er einen Hebel bediente. Dieser Vorgang wiederholte sich ab da jedes Mal.

Ich wurde 3 mal von ihm schwanger und musste wegen körperlicher und sozialer Indikation abtreiben. Er nahm Drogen und trank Unmengen Alkohol. Ich wurde drei Mal von ihm schwanger. Und jedes Mal musste ich den ganzen Tag lang fast ohne Unterlass erbrechen. Auch während dieser Zeit wollte ich nicht mehr leben. Die Ärzte diagnostizierten Lebensgefahr für mich und das Ungeborene und "soziale Indikation". Erst später verstand ich, welche Auswirkungen diese Eingriffe für mein Leben haben würden - und mit welchen Verbindungen zu ehemaligen Leben sie hatten. Es war alles in allem eine sehr dramatische Verbindung, mit vielen Drogen- und Alkoholszenen. Die Beziehung zerbrach, weil er zu einer anderen ging, die ebenfalls sofort ein Kind von ihm bekam.

Hardrock-Szene - Bands und berühmte Musiker
Damals fühlte ich mich aus unerfindlichen Gründen - und sehr zum Leidwesen meiner Mutter - stark zu Musikern aus der Hardrockszene hingezogen. Ich trug eine lange Zeit lang Gürtel, die an Patronengürtel erinnerten, kleidete mich von Kopf bis Fuß in schwarzes Leder. Zuletzt färbte ich mir die Haare und lackierte mir die Fingernägel schwarz. Meine Wohnung tapezierte ich mit teurem schwarzen Plüschstoff und verzierte sie mit Spiegelleisten, Endlosspiegel, Bronze-Totenkopf und goldenen Rosen sowie schwarzen Möbeln mit Rauchglas-Tisch und Chrom-Stühlen. Eine Seite war, damit es nicht ganz "schwarz" wurde, mit hellcremefarbenen Seidendamast tapeziert. Mein langjähriger Freund hatte sein eigenes Zimmer zu Hause ebenfalls in schwarz. Er hatte sich dazu schwarze PVC-Glanzfolie besorgt, die er mit weißer und roter Schrift mit der Sprühdose in großen Buchstaben mit den Namen seiner Band und seiner Songs versah. Um nachts nicht allein zu sein, ging ich viel in die Discos und traute mich kaum nach Hause.

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Phil LynottDurch mehrere merkwürdige Umstände lernte ich berühmte Musikgruppen und Musiker kennen. (Deep Purple, Richi Blackmoore, Manowar (Männer im Krieg), Pretty Maids, Judas Priest, Thin Lizzy (Phil Lynott -ich war die zweite, die direkt nach seinem Tod durch seinen persönlichen Manager davon erfuhr, kurz zuvor hatte ich mir zum xten Mal sein Stück "The Night, when the King died angehört. Und es traf mich wie ein Schlag, als ich die Nachricht erfuhr, obwohl ich mit ihm eigentlich - zumindest in diesem Leben - keinen direkten Kontakt gehabt hatte, dafür aber intensiven seelischen Kontakt). Thin Lizzy
Phil Lynott - von Thin Lizzy
 
Thin Lizzy
Ich durfte bei den Bands mit Backstage-Pässen "hinter die Kulissen" und während dem Auftritt zusammen mit meiner Schwester hinten auf der Bühne stehen. Wir fuhren im Tourwagen mit, durften z.B. bei Judas Priest, Deep Purple oder Manowar später bei romantischer Runde in einer Lokalität (mit Manowar auch auf dem Oktoberfest) oder im Hotel sitzen, wo sie in absolut familiärer Atmosphäre über Schwänke aus dem Leben erzählten... Und ich wurde oft gefragt, ob ich nicht Lust hätte, als Näherin für Bühnenklamotten dauerhaft mitzureisen. Ich lehnte ab, weil ich stets dachte, nicht wirklich gut genug zu sein.
Deep Purple 1984
Deep Purple
Während der vielen Erlebnisse in den Konzerthallen sah ich immer wieder Szenen, die mich merkwürdig berührten. Auf der einen Seite war ich von der Musik und den Musikern begeistert. Auf der anderen Seite kam mir vor, als seien diese Menschen Sklaven von irgendetwas, das ich später erst tiefer verstehen sollte. Ich hatte immer wieder während der Auftritte parallele Bilder - oder parallele Empfindungen von Exekutionen vor großem Publikum im Mittelalter, von Folterungen, mittelalterlichen Kriegen und Plünderungen... aber ich verstand nicht, was ich da sah und fühlte. Erst viele Jahre später erkannte ich, wer da auf der Bühne stand. Die Fotos, die Lyriks und die Gebärden der Bands aus der "Metall- und Hardrock-Szene" sind selbstredend. Man könnte Bücher darüber schreiben... Manowar 2007
MAN O WAR
So lange man selbst in einer Szene steckt, sieht man den Wald vor Bäumen nicht. Es kam vor, dass ich parallel, während sie auf der Bühne standen sah, wie diese Musiker - wie Vandalen in irgendwelchen Ecken von Burgen lagen und tranken, bis sie nicht mehr richtig denken konnten, wie sie brandschatzend und mordend durch die Dörfer und Städte anderer Herren zogen... Und so singen sie heute so manche Ballade auf diese alte Zeit. Es gibt etwas, das mir Tränen der Freude und der Rührung auf die Wangen treibt: wenn einen dieser "Fürsten der Finsternis" - wie sie sich gerne oft selbst darstellen und auf verschiedenste Art nennen - plötzlich durch ein tragisches Erlebnis ein Funken des Himmels traf - und er darüber singt. Judas Priest 2007
Judas Priest

Oftmals waren die Texte vormals: "Alles ist in Finsternis, es gibt keinen Ausweg - wir sind verloren...!" Oder Titel wie "The Darkness" - "Oneway-Ticket to Hell". Und plötzlich verwandeln sie sich in Texte der Hoffnung - oder sogar einer echten Botschaft des Lichts. Einer der besten davon ist von Ozzy Osbourne. Ich habe viel geweint für seine Seele - weil er trotz dieser extremen Drogen-Sucht und dem Gang durch eine echte, schier endlose Hölle den Weg zur Hoffnung fand:

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Pretty Maids 2007

 

 

Pretty Maids

DREAMER von Ozzy Osbourne -
     weitere Lyrics von Ozzy Osbourne

Gazing through the window at the world outside
Wondering will mother earth survive
Hoping that mankind will stop abusing her sometime

After all there's only just the two of us
And here we are still fighting for our lifes
Watching all of history repeat itself
Time after time

I'm just a dreamer
I dream my life away
I'm just a dreamer
Who dreams of better days

I watch the sun go down like everyone of us
I'm hoping that the dawn will bring a sign
A better place for those Who will come after us ...
This time

I'm just a dreamer
I dream my life away oh yeah
I'm just a dreamer
Who dreams of better days

Your higher power may be God or Jesus Christ
It doesn't really matter much to me
Without each others help there ain't no hope for us
I'm living in a dream of fantasy
Oh yeah, yeah, yeah

If only we could all just find serenity
It would be nice if we could live as one
When will all this anger, hate and bigotry ...
Be gone?

I'm just a dreamer
I dream my life away
Today
I'm just a dreamer
Who dreams of better days
Okay
I'm just a dreamer
Who's searching for the way
Today
I'm just a dreamer
Dreaming my life away
Oh yeah, yeah, yeah

Übersetzung:
Ozzy Osbourne - Träumer


Ich starre aus dem Fenster auf die Welt da draussen,
frage mich ob Mutter Erde überleben wird
Und hoffe, das die Menschheit einmal aufhören wird, sie zu mißbrauchen.


Nach allem was war, gibt es nur noch uns beide
Und wir kämpfen immer noch um unser Leben
Wir sehen, wie die ganze Geschichte sich selbst wiederholt
Immer und immer wieder.

Ich bin nur ein Träumer,
der sein Leben lang vor sich hin träumt
Ich bin nur ein Träumer,
Der von besseren Tagen träumt.

Ich beobachte die Sonne, wie sie untergeht - wie jeder von uns
Ich hoffe, dass die Dämmerung ein Zeichen bringen wird.
Einen besseren Ort für die, die nach uns kommen werden...
Dieses Mal!


Ich bin nur ein Träumer,
der sein Leben lang vor sich hin träumt
Ich bin nur ein Träumer,
Der von besseren Tagen träumt.

Deine Höhere Macht mag Gott sein oder Jesus Christus
Es ist nicht wirklich wichtig für mich.
Ohne gegenseitige Hilfe gibt es keine Hoffnung für uns.
Ich lebe einen fantastischen Traum
Oh yeah, yeah, yeah

Wenn wir nur alle Gelassenheit finden könnten
Es wäre schön, wenn wir leben könnten wie Eins
Wann wird all diese Wut, dieser Hass und dieser Fanatismus
vergangen sein?

Ich bin nur ein Träumer,
der sein Leben lang vor sich hin träumt
Heute

Ich bin nur ein Träumer,
Der von besseren Tagen träumt.
Okay

Ich bin nur ein Träumer,
der nach dem Weg sucht
Heute

Ich bin nur ein Träumer,
der sein Leben lang vor sich hin träumt
Oh yeah, yeah, yeah

   
zum Vergleich hier meine 2002 und 20009 entstandenen Gedichte  

Wanderer

Raum um Raum kannst du durchschreiten,
streifen durch verschiedne Zeiten
auf Straßen wo Historie reich
ob Mittelalter - Drittes Reich
ob Hunnenkriege Keltensage
Römersieg und Niederlage
Moderne hier, Antike dort
zur gleichen Zeit am selben Ort.

Du glaubst, du lebst in der Moderne
das andre schon in weiter Ferne -
und andre Zeit längst schon verblichen
Antike neuer Zeit gewichen
Was du auch siehst, wo du auch bist
ein kleiner Teil vom Ganzen ist's.

Vom Eisberg siehst du ganz bestimmt
Die Spitze, die stets oben schwimmt.
Der Teil, tief unten existiert
Doch sind wir Menschen stark fixiert
auf das, was unser Auge kennt,
Die Tiefe drunter ist uns fremd.

Zur gleichen Zeit ist beides wahr
Das was wir sehn - was unsichtbar.
Es existiert zur gleichen Stelle
stets das Wasser und die Quelle.
Ohne Wurzel wächst kein Baum
vereinen beide Raum am Raum.

Wir müssen in die Tiefe schweifen,
um unsere Wurzeln zu begreifen.
Dort ist, was wir für gestern halten
Dort finden sich die Urgestalten
Die Kriege führten, Welt verbogen
Wüst durch alle Länder zogen...

Nicht Fremde müssen wir bekehren
Missionieren und belehren
Unsren eignen Schatten sehn
einen neuen Weg begeh'n.
Du kannst täglich neu bedenken
Den Wagen neue Bahnen lenken.

Sich selbst verachten, andre hassen?
Sich selbst annehmen, leben lassen!
Das ist die Wandlung, ist der Sinn
Transformation und Neubeginn.
Im Selbst, Vergangenheit verdrängt
der Schlüssel in die Zukunft hängt.

Wenn alles Hier im Jetzt vereint
Dann ist es Zeit, dass wir geeint
Vergangnes Unrecht uns verzeihen
gegenseitig uns befreien.
Eisberg schmilzt als ob nichts bliebe
gelöst im Ozean der Liebe...

© Regina Franziska Rau
10. Juli .2002 - Deggendorf

Für die Väter dieser Welt

Es ist nicht leicht etwas zu schreiben
Und Prosadichtung zu betreiben
Für die, die uns so oft gefehlt
Es hätte doch so viel gezählt!

Erst heute können wir verstehn,
warum wir euch so selten geseh'n!
Ihr habt da draußen in der Welt
Die wicht'gen Dinge für uns bestellt.

Politik, Technik und Philosophische Sachen
Das konnten die Mütter für uns nicht machen.
Schlimme Erinnerung ist's für viele,
die Position in einem grausamen Spiele.

Eine Flucht nach hinten könnt man es nennen
wie Männer vor den Gefühlen wegrennen!
Mann tarnt es als Arbeit, Pflicht und Krieg
Und glaubt ganz innig an den totalen Sieg.

Die Männer verstanden die Welt nicht mehr:
Warum kämpfen die Frauen nur so sehr
um ihre Freiheit, um inneren Frieden,
der früher uns nur durch Gewalt beschieden.

Ein helles Licht erscheint am Horizont
Ihr müsst jetzt nicht mehr an die Front!
Ihr braucht jetzt Heilung für euer Herz -
Balsam und Liebe für euren Schmerz.

Jahrtausende lang haben Männer geglaubt,
Sieg wird errungen durch Macht und Raub.
Selten haben sie nach innen gelauscht.
wo stets die Brandung der Sehnsucht gerauscht.

Die Sehnsucht nach Gefühl und Liebe -
sie hatten Angst vor seelischer Hiebe.
Gefühle für Männer waren niemals erlaubt
So ham sie sich stets ihrer Seele beraubt.

Einst fragte mich jemand in den Dünen:
"Wann wird die Wüste wieder grünen?"
zur Antwort gab ich ihm dies uralte Wissen:
"Wenn Tränen des Fühlens dürfen wieder fließen!"

Wir ham' euch geliebt, gesehnt und vermisst,
während ihr die Vaterlandsfahne gehisst.

Es ist an der Zeit, das Herz zum Himmel zu heben,
statt den Kriegen jetzt wieder Gefühle zu leben
Heute umarme ich alle Väter der Welt
dass eure Liebe Kindergesichter erhellt!

Denn nur durch eure Gefühle kann leben
Was ihr euren Kindern in Liebe könnt geben!
Harmonie, Lieb und Freude soll nun werden,
ab heute mit allen Menschen auf Erden...

© Regina Franziska Rau
07.05.2009 - Geretsried

Und plötzlich begriff ich auch, dass all diese Menschen in diesem Dasein eine echte Chance haben, die in alten Existenzen verübten Taten hier wieder ins "rechte Licht" zu bringen... und all jenen, die schon damals "zu ihnen aufblickten" (allerdings mehr aus Machtgründen) - und heute wieder "zu ihnen aufblicken" - die Macht, die sie haben, im positiven zu Nutzen, um die Botschaft des Lichts zu all jenen zu bringen, die keine Hoffnung haben, oder die - aus welchen Gründen auch immer - in den "Sümpfen und Finsternissen der Welt" stecken geblieben sind. Es gibt noch viele solcher Beispiele - aber ich möchte es hier nur bei wenigen belassen. Tina Turner - die Rock-Ikone, die z.B. von ihrem damaligen Ehemann Ike Turner geschlagen wurde, erklärt in ihrer Autobiografie, dass sie eine ihrer Inkarnationen auf einer Reise im Flugzeug erkannte. Eine Freundin hatte ihr ein Buch über Ägyptologie auf den Schoß gelegt. Auf einem Foto war Königin Hatschepsut (altägyptische Königin, regierte 1479 - 1458) abgebildet - und sie hatte sofort das Gefühl, dass das sie selbst sei. So wurde ihr klar, warum ihr Mann sie in diesem Leben geschlagen hatte: er war damals ihr Bruder gewesen. Und sie hatte ihn in den Kerker werfen lassen, damit er nicht statt ihrer auf den Thron käme. Ich wunderte mich nicht darüber, sondern fühlte sofort Gänsehaut - zum Zeichen der Bestätigung. Denn ich hatte mich oft über ihre Bühnen-Aufmachung (pharaonische Frisur, königliche pharaonische Kleidung) gewundert. Und das Zujubeln der vielen Fans kam mir oft vor wie die Bejubelung der geliebten Königin!

Auch der Text von "Black Sabbath - TYR: "Anno Mundi - The vision" gehört zu diesen Botschaften:



The Vision

Can you see me, are you near me?
Can you hear me crying out for life?
Can you tell me, where's the glory?
Ride the days and sail the nights
When it's over you'll find the answer
Running in the whispering rain

Anno Mundi? Can you wonder!
Truth of thunder, life or blame

Do you see a vision of a perfect place?
Does it make you laugh, put a smile on your face?
Do you need a mirror, do you see it well?
Does the hand of God still toll the bell?
There are people laughing
They're all laughing on you
If only they could see what you're saying is true
Still generals fighting, making war on the world

Don't they know, don't they know?
No, no, no

CHORUS
The wind in the night blows cold
Your eyes are burning
As the sands of our time grow old
Anno mundi

Do you follow the path that so many tread?
Are you among the blind so easily lead?
Do you join the war, do you fight for the cause?
Depend on another to fight it alone

CHORUS

Can you see me now, can you hear me now?
Can you tell me, where's the glory?
Ride the days and sail the nights
When it's over, you'll find the answer
Runnin' in the rain

There's a hope that's growing and a vision too
All those angry hearts now reach out for you
Do you look to the dawn, see a new day begun?
No longer the fool, the vision is done

 

Übersetzung:

Die Vision

Kannst du mich sehen, bist du mir nah?
Kannst du mich hören wie ich nach Leben schreie?
Kannst du mir sagen, wo der Glanz hin ist?
Reite die Tage und segle die Nächte.
Wenn es vorbei ist, wirst du die Antwort finden
die im wispernden Regen rinnt

Anno Mundi (Jahr der Welt)? Kannst du dich wundern!
Wahrheit des Donners, Leben oder Schmach

Siehst du die Vision eines perfekten Ortes?
Macht sie dich lachen
- legt sie ein Lächeln auf dein Gesicht?
Brauchst du einen Spiegel, um es deutlich sehen zu können?
Schlägt die Hand Gottes immer noch die Glocke?
Da sind lachende Menschen
,
sie lachen dich alle aus.
Wenn sie nur sehen könnten, dass das was du sagst, wahr ist.

Immer noch kämpfen die Generäle, machen Krieg auf der Erde.
Wissen sie nicht? Wissen sie nicht?
Nein, nein, nein

CHORUS
Kalt wehen die Winde in der Nacht.
Deine Augen brennen,
während die Sande der Zeit alt werden
Anno mundi (Jahr der Welt)

Folgst du dem Pfad, den so viele treten?
Bist du unter den Blinden, die sich so leicht herumführen lassen?
Begleitest du den Krieg, kämpfst du für den Grund?
Abhängig von einem anderen, um ihn allein zu kämpfen?

CHORUS

Kannst du mich jetzt sehen, kannst du mich jetzt hören?
Kannst du mir sagen - wo ist der Glanz?
Kannst du mir sagen, wo der Glanz hin ist?
Reite die Tage und segle die Nächte.
Wenn es vorbei ist, wirst du die Antwort finden
die im wispernden Regen rinnt

Da ist eine Hoffnung die wächst - und auch eine Vision
All diese wütenden Herzen strecken sich nun nach dir aus
Siehst du hin zu dieser Dämmerung - siehst du den Neuen Tag, der begonnen hat?
Nicht länger der Narr, die Vision ist vollbracht!

Die seit 1973 bestehende Gruppe Rush, zu welcher auch der Halbindianer Geddy Lee gehört, bringt von Anfang an Texte vor das Publikum, die von Existenzen aus anderen Zeiten - anderen Sternen... sprechen, die dem Zuhörer das Bewusstsein wachrütteln will: "Der Brunnen von Lamneth - The Fountain of Lamneth" und Cygnus I+II sind sehr niveauvolle Texte über das Leben, den Tod und die ewige Wiederkehr. Darin spiegelt sich, dass das Leben mit dem Tod nicht zu Ende ist - aber auch nach dem Tod noch viele Zweifel bestehen, die von Leben zu Leben ausgelebt und überwunden werden, bis man zuletzt erkennt, dass man ewig lebt. Mit dieser Erkenntnis werden alle Kriege überflüssig, ob im Aussen oder im Innern. Alle Diskussionen im Kampf um das Leben verlieren an Bedeutung und es wird klar: das Leben begegnet uns ganz nach dem Grad unserer Bewußtwerdung über unseren Ursprung und dementsprechender Handlung. Krieg und Verwüstung - oder lautere Freude und endlose Schöpfung!

The Fountain Of Lamneth

I. In the Valley

I am born
I am me
I am new
I am free
Look at me
I am young
Sight unseen
Life unsung

My eyes have just been opened
And they're open very wide
Images around me
Don't identify inside
Just one blur I recognize
The one that soothes and feeds
My way of life is easy
And as simple are my needs

Yet my eyes are drawn toward
The mountain in the east
Fascinates and captivates
Gives my heart no peace
The mountain holds the sunrise
In the prison of the night
'Til bursting forth from rocky chains
The valley floods with light

Living one long sunrise
For to me all things are new
I've never watched the sky grow pale
Or strolled through fields of dew
I do not know of dust to dust
I live from breath to breath
I live to climb that mountain
To the Fountain of Lamneth

Yet my eyes are drawn toward
The mountain in the east
Fascinates and captivates
Gives my heart no peace
The mountain holds the sunrise
In the prison of the night
'Til bursting forth from rocky chains
The valley floods with light

II. Didacts and Narpets (and the shouting may not be perfect...)

Stay! Go!
Work! No!
Learn! Live!
Earn! Give!
Stay or fight? What's right?
Listen!

III. No One At the Bridge

Crying back to consciousness
The coldness grips my skin
The sky is pitching violently
Drawn by shrieking winds
Seaspray blurs my vision
Waves roll by so fast
Save my ship of freedom
I'm lashed helpless to the mast

Remembering when first I held
The wheel in my own hands
I took the helm so eagerly
And sailed for distant lands
But now the sea's too heavy
And I just...I just don't understand
Why must my crew desert me?
When I need...I need a guiding hand...

Call out for direction
And there's no one there to steer
Shout out for salvation
But there's no one there to hear
Cry out supplication
For the maelstrom is near
Scream out desperation
But no one cares to hear

IV. Panacea

The whiteness of confusion
Is unfolding from my mind
I stare around in wonder
Have I left my life behind?

I catch the scent of ambergris
And turn my head, surprised
My gaze is caught and held and I
Am helpless...mesmerized

Panacea, liquid grace
Oh let me touch your fragile face
Enchantment falls around me
And I know I cannot leave

Here's a meaning for my life
A shelter from the storm
Pacify my troubles with
Her body, soft and warm

Naked in our unity
A smile for every tear
Gentle hands that promise me
Comfort through the years

Yet I know I must be gone
Before the light of dawn

Panacea, passion pure
I can't resist your gentle lure
My heart will lie beside you
And my wandering body grieves

V. Bacchus Plateau

Another endless day
Silhouettes of grey
Another glass of wine
Drink with eyes that shine
To days without that chill at morning
Long Nights, time out of mind

Chorus
Draw another goblet
From the cask of '43
Crimson misty memory
Hazy glimpse of me
Give me back my wonder
I've something more to give
I guess it doesn't matter
There's not much more to live

Another foggy dawn
The mountain almost gone
Another doubtful fear
The road is not so clear
My soul grows ever weary
And the end is ever near

Chorus

VI. The Fountain

Look! The mist is rising
And the sun is peaking through
See the steps grow lighter
As I reach their final few
Hear the dancing waters
I must be drawing near
Feel, my heart is pounding
With embattled hope and fear

Now, at last I fall before
The Fountain of Lamneth
I thought I would be singing
But I'm tired...out of breath
Many journeys end here
But, the secret's told the same:
Life is just a candle, and a dream
Must give it flame

The key, the end, the answer
Stripped of their disguise
Still it's all confusion
And tears spring to my eyes
Though I've reached a signpost
It's really not the end
Like Old Sol behind the mountain
I'll be coming up again.

I'm in motion
I am still
I am crying
I am...still.
I'm together
I'm apart
I'm forever
At the start

Still... I am.


Cygnus X-1, Book One: The Voyage
Cygnus X-1, Book II: Hemispheres

"Natural Science"

[1. Tide Pools]

When the ebbing tide retreats
Along the rocky shoreline
It leaves a trail of tidal pools
In a short-lived galaxy
Each microcosmic planet
A complete society

A simple kind mirror
To reflect upon our own
All the busy little creatures
Chasing out their destinies
Living in their pools
They soon forget about the sea...

Wheels within wheels in a spiral array
A pattern so grand and complex
Time after time we lose sight of the way
Our causes can't see their effects

[2. Hyperspace]

A quantum leap forward
In time and in space
The universe learned to expand

The mess and the magic
Triumphant and tragic
A mechanized world out of hand

Computerized clinic
For superior cynics
Who dance to a synthetic band

In their own image
Their world is fashioned
No wonder they don't understand

[3. Permanent Waves]

Science, like nature
Must also be tamed
With a view towards its preservation
Given the same
State of integrity
It will surely serve us well

Art as expression
Not as market campaigns
Will still capture our imaginations
Given the same
State of integrity
It will surely help us along

The most endangered species
The honest man
Will still survive annihilation
Forming a world
State of integrity
Sensitive, open and strong

Wave after wave will flow with the tide
And bury the world as it does
Tide after tide will flow and recede

Übersetzung:

Der Brunnen von Lamneth

I. In the Valley

Ich bin geboren
ich bin ich selbst
ich bin neu
ich bin frei
schau mich an
ich bin jung
unbesehen
unbesungenes Leben

Meine Augen wurden erst geöffnet
und sie sind sehr weit offen
Bilder um mich herum
identifizieren sich nicht in meinem Innern
Ich erkenne nur eine Unschärfe,
die beruhigt und sättigt
Meine Art zu leben ist leicht
und so einfach wie meine Bedürfnisse

Doch meine Augen werden angezogen von
den Bergen im Osten
es fasziniert und besticht
Gibt meinem Herzen keinen Frieden
Der Berg hält die Morgendämmerung zurück
In der Gefangenschaft der Nacht
Bis er aus felsigen Ketten hervorbricht
und das Tal sich mit Licht flutet.

Ich lebe einen langen Sonnenaufgang
Denn für mich sind alle Dinge neu
Ich habe den Himmel nie grau werden gesehen
- nie striff ich durch die Tau-Felder
Ich weiß nichts von "Staub zu Staub"
Ich lebe von Atemzug zu Atemzug
Ich lebe, um dieses Gebirge zu besteigen
zum Brunnen von Lamneth

Doch meine Augen werden angezogen von
den Bergen im Osten
es fasziniert und besticht
Gibt meinem Herzen keinen Frieden
Der Berg hält die Morgendämmerung zurück
In der Gefangenschaft der Nacht
Bis er aus felsigen Ketten hervorbricht
und das Tal sich mit Licht flutet.

II. Didacts and Narpets (and the shouting may not be perfect...)

Bleib stehen! Geh!
Arbeite! Nein!
Lerne! Lebe!
Verdiene! Gebe!
Bleiben oder kämpfen? Was ist richtig?
Hör zu!

III. No One At the Bridge

Ich schreie zurück nach Bewußtheit
Die Kälte ergreift meine Haut
Der Himmel verändert seine Farbe schrecklich
Getrieben von schreienden Stürmen
Seegischt macht meine Vision unscharf
Wellen wälzen sich rasend schnell vorbei
Rette mein Schiff der Freiheit
Ich bin hilflos an den Mast gebunden.

Ich erinner mich, als ich zuallererst
das Rad in meinen eigenen Händen hielt
Ich nahm das Ruder so eifrig
und segelte nach fernen Ländern.
Aber nun ist die See zu schwer
Und ich ... ich verstehe einfach nicht
warum muß meine Mannschaft mich gerade dann verlassen?
wenn ich ...wenn ich eine begleitende Hand brauche...

Ruf nach der Richtung
und da ist niemand, der lenken würde
Ein Schrei nach Rettung
aber da ist niemand, der hören könnte
Ein flehendes Rufen
Denn der Strudel ist nahe
Ein Schrei der Verzweiflung
Aber kein Mensch kümmert sich, niemand hört es

IV. Panacea

Das Weiß der Verwirrung
Entfaltet sich aus meinem Gedächtnis
Ich starre verwundert herum
Habe ich mein Leben hinter mir gelassen?

Ich rieche den Duft von Ambra
und drehe meinen Kopf überrascht herum.
Mein Blick ist gefangen und gehalten und ich
bin hilflos ... hypnotisiert

Panacea, flüssige Gnade
Ach lass mich dein zerbrechliches Antlitz berühren
Verzauberung fällt nieder um mich herum
Und ich weiß, ich kann hier nicht fort

Hier ist eine Bedeutung für mein Leben
Ein Schutz vor dem Sturm
Sie beruhigt meine Probleme mit
ihrem Körper, weich und warm

Nackt in unserem Einssein
Ein Lächeln für jede Träne
Sanfte Hände, die mir Behaglichkeit,
während der Jahre versprechen.

Doch ich weiß, ich muss
vor dem Licht der Dämmerung weg sein

Panacea, Leidenschaft pur
Ich kann deinem sanften Locken nicht widerstehen
Mein Herz wird neben dir liegen
Und mein wandernder Körper schmerzt

V. Bacchus-Ebene

Eine weiterer endloser Tag
Graue Silhouetten
Noch ein Glas Wein trinken
mit leuchtenden Augen
zu Tagen ohne diese Frische am Morgen
Lange Nächte, verrückte Zeit

Chorus
zapfe ein weitereren Weinbecher
Vom Fass '43
Purpurneblige Erinnerung
Dunstiger Blick von mir
Gib mir mein Staunen zurück
Ich habe noch mehr zu geben
Ich denke, es spielt keine Rolle
Es gibt nicht viel mehr zu leben

Eine andere neblige Morgendämmerung
Der Berg ist fast verschwunden
Eine weitere zweifelhafte Angst
Die Straße ist nicht so klar
Meine Seele wird immer müde
Und das Ende ist immer in der Nähe

Chorus

VI. Der Wasserfall

Schau, der Nebel steigt hoch
Und die Sonne schaut hindurch
Sieh, wie die Schritte leichter werden
Als ich die letzten Stufen erreiche.
Ich höre die tanzenden Gewässer
ich komme wohl näher
Fühle mein Herz schlagen
mit entfesselter Hoffnung und Furcht.

Jetzt, falle ich schließlich vor
Den Brunnen von Lamneth
Ich dachte, Ich würde singen
Aber ich bin müde ... außer Atem
Viele Reisen enden hier
Aber, das Geheimnis ist dasselbe:
Das Leben ist nur eine Kerze an, und ein Traum
Es muss eine Flamme geben!

Der Schlüssel, das Ende, die Antwort
von ihrer Maskerade entkleidet
Noch ist alles Verwirrung
Und Tränen schiessen in meine Augen
Obwohl ich einen Wegposten erreicht habe
Es ist nicht wirklich das Ende
Wie "Old Sol" hinter dem Berg
Ich werde wiederkommen.

Ich bin in Bewegung
Ich bin immer noch
Ich weine
Ich bin ... noch.
Ich bin zusammen
Ich bin getrennt
Ich bin für immer
am Beginn

ich bin ... immer noch

Cygnus X-1, Buch I: die Reise
Cygnus X-1, Buch II: Hemisphären

"Naturwissenschaften"
[1. Pool der Gezeiten]

Wenn die Ebbe sich
entlang der felsigen Küste zurückzieht
Es bleibt eine Spur der Becken der Gezeiten
In einer kurzlebigen Galaxie
Jeder mikrokosmische Planet
Eine komplette Gesellschaft

Eine einfache Art Spiegel
Um auf uns selbst zu reflektieren
Alle die geschäftigen kleinen Kreaturen
die ihren Schicksalen nachjagen
Leben in ihren Becken
Sie vergessen den Ozean schnell ...

Räder innerhalb von Rädern in einer Spiralen Anordnung
Ein Muster, so groß und komplex
Immer wieder verlieren wir die Sicht über unseren Weg aus den Augen
Unsere Ursachen können die Auswirkungen nicht sehen
(Anmerkung von Regina: Karma)

[2. Hyper-Raum]

Ein Quantensprung nach vorn
Iin Zeit und Raum
Das Universum hat gelernt sich zu erweitern

Das Chaos und die Magie
Triumphierend und tragisch
Eine mechanisierte Welt aus der Hand

Computerisierte Klinik
Für noch bessere Zyniker
die um ein synthetisches Band tanzen

In ihrem eigenen Bild
ist ihre Welt in und gestyled
Kein Wunder, dass sie nicht verstehen

[3. gleichbleibende Wellen]

Wissenschaft, wie die Natur
Muss auch gezähmt werden
Mit dem Blick auf ihre Erhaltung
Wenn wir ihr den gleichen Status
von Einheit und Rechtschaffenheit geben
wird sie uns sicherlich gut dienen

Kunst als Ausdruck
Nicht als Vermarktungs-Kampagnen
Wird noch immer unsere Vorstellungen im Bild festhalten
Wenn wir ihr den gleichen Status
von Einheit und Rechtschaffenheit geben
wird sie uns sicherlich gut dienen

Die meisten bedrohten Arten
Der ehrliche Mann
Will die Vernichtung noch überleben
Die Formung einer Welt
Status von Einheit und Rechtschaffenheit
Sensitiv, offen und stark

Welle um Welle wird mit dem Strom fließen
und die Welt aufs neue begraben
Gezeiten um Gezeiten -Ebbe um Flut - werden fließen und zurückweichen

Auch viele Texte von z.B. "Depeche Mode" sind erfüllt von einem Stoff, der leuchtet. Monika Antonie (sie ist auch eine Lichtheilerin) hat eine herrliche Seite über Depeche-Mode gemacht, wo diese Texte, die teilweise "unter die Haut gehen", nachzulesen sind:


Es gibt Filme, die solche Szenen am besten ausdrücken, sowie auch die Wandlung von einigen darin vorkommenden harten Helden, unter anderem "Der 13. Krieger" mit Antonio Banderas.

Natürlich darf man wissen, dass viele, bevor sie zu dieser erhellenden Einsicht kommen, zuerst ihre besten Freunde (auch viele unter den Musikern) auf oft recht dramatische Art sterben sehen mussten, oder z.B. ihre Söhne und Töchter oder Frauen auf tragische Art und Weise verloren.

Zu manchen Musikern verbanden mich innige Gefühle, die ich mir nicht erklären konnte. So träumte ich z.B. eines Nachts von "Jimmy Page" von der Band "Led Zeppelin", zu dem mich im Traum innige Gefühle verbanden. Ich sah im Traum, dass ich ihn umgebracht hatte. Das stimmte mich sehr merkwürdig, da mich die Musik dieser Band nicht besonders ansprach - und ich auch kein Fan von ihnen war. Von "Mark Bolan" von der Band "T.Rex" träumte ich dasselbe. Und ich las später, dass seine eigene Frau ihn versehentlich mit dem Auto überfahren hatte. Das stimmte mich sehr nachdenklich. (In späteren Jahren hatte ich Träume mit Clint Eastwood und Robert Redfood, sowie Barbara Streisand, mit dem Musiker Sting hatte ich eine äußerst lebendig wirkende Begegnung, die nicht reell stattfand).

Zuletzt lernte ich den Leadsänger "Barry Hay" der weltweit erfolgreichsten niederländischen Rockband und die am längsten bestehende Rockband der Welt kennen. Ich glaubte meinen bis dahin innigsten Wunsch erfüllt: einen großen Musiker zu heiraten. Er hielt um meine Hand an - und ich fühlte mich überglücklich. Aber ich merkte bald, dass er dem Alkohol verfallen war. Als ich ihm sagte, dass ich nicht mit einem Alkoholiker leben könne, nahm er - als ich in der Arbeit war - alle meine Backstage-Pässe, Erinnerungsfotos, und zwei meiner besten Lederjacken mit. Das war das Ende meines langjährigen Traumes und Ende eines Lebensabschnittes in der Welt der "Schatten".

In meinen Beziehungen wurde ich mit Dingen konfrontiert, die ich allenfalls einem billigen Horrorszenario aus dem Kino zugeschrieben hätte. Es war mir lange Zeit unmöglich, mit irgendjemandem darüber zu sprechen. Aber als ich dann nach Jahren doch den Mut aufbrachte, kam Licht in die Sache. Denn nun stellte sich heraus, dass ich nicht die Einzige war, die so etwas erlebte.

London - in den Strassen von Soho - und der London Tower (im Alter von 22 Jahren)
Mit einem anderen langjährigen Lebensgefährten fuhr ich einmal nach London. Dort gingen wir in das "London Dungeon", einem "Verließ im Tower", wo noch heute lebensgroße Darstellungen von Folterungen unglaublich grausamer Art, die vormals im Tower stattgefunden haben sollen, zu besichtigen sind. Während ich diese Szenen sah, kamen Bilder hoch, dass mein Freund dort anstelle der Figuren gefoltert wurde. Besonders ergriff mich die lebend echt nachgebildete Formation (in Lebensgröße) von Folterknechten, die einen Mann ans Kreuz genagelt hatten - seinen Bauch aufgeschlitzt hatten. Sein Gedärm hing heraus auf einen Grill, auf dem Feuer brannte und sein Gedärm schon angebraten hatte. Er schrie erbärmlich und schien noch immer zu leben. Ich fühlte mich an die Hölle erinnert. Ich sah meinen eigenen Freund wie eine Leiche, die ich verzweifelt in meinen Armen barg - wobei ich stets die Worte: "oh - mein armer Geliebter (Sohn?!)" formulierte. Später besuchten wir noch das "Madame Tussauds Wachsfiguren-Kabinett". In der selben Nacht konnte ich kein Auge zumachen.

London TowerNach dem Besuch des London Dungeon (im Londoner Tower) und des Wachsfigurenkabinetts - konnte ich nicht mehr schlafen, war wie in Trance. Ich sah mich selbst in einem uralten London herumlaufen, roch den Gestank der Pest Ich sah die Stadt voller Häscher, welche die Menschen nach der Willkür der Regenten verhafteten und folterten.
Als wir durch die Straßen von Soho spazierten, überkamen mich Gefühle von Beklemmung und ich fühlte, dass ich schon einmal dort gewesen war - und so etwas wie ein "Zeuge der Zeit" für schreckliche Ereignisse geworden war, die sich dort zugetragen hatten. In der selben Nacht bekam ich Schüttelfrost vor Angst und wir mussten am nächsten Tag unverrichteter Dinge wieder abreisen.

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"Der Augenblick ist so kostbar wie das Leben eines Menschen."
Friedrich Schiller

Erste frühe Rückführungstherapie
bei Eberhard Prinz - am
17.12.1988

Schweben über dem Kosmos - lösen von der Erde
Ich schwebe über den Kosmos, blicke über die Stratosphäre. Meine Kindheit kommt mir in den Sinn. Ich sehe viele dramatische Bilder aus dieser Zeit vor mir. Mir wird ganz weh ums Herz. Ich fühle, dass ich mich nicht von der Erde lösen kann, da mich noch viele ungeklärte Dinge festhalten. Ich löse mich von diesen Bildern.

Höher geht meine Reise. Da sehe ich meinen Mann Kemal und meinen Sohn Baris und ich steige höher und höher. Eine unbegreifliche Traurigkeit überkommt mich. Wieder hindert mich eine Kraft daran, hinwegzuschweben. Ich fühle mich hingezogen zu meinem Mann und meinem Kind. Sehnsucht nach ihrer Begleitung macht sich in mir breit. All diese Reisen soll ich nun alleine machen? Nein, ich schaffe es nicht. Ich möchte zu gerne die beiden mitnehmen, sie sollen teilnehmen dürfen an den atemberaubenden Erlebnissen, die im Kosmos auf uns warten. Ich kämpfe mit mir, zittere am ganzen Körper,. Tränen laufen mir über das Gesicht, als ich mir klarmache, dass ich Vertrauen fassen müsste, um auch ihnen den Weg zu zeigen, dass ich für diesen Augenblick loslassen müsste.

Loslösung von meiner Zeit mit den Bands und der Hard-Rock-Szene
Da sehe ich die Gesichter der berühmten Musiker aus der Hard-Rock-Szene, die ich während der letzten Jahre kennen gelernt hatte. Und ich sehe die Gesichter der Bands - ebenfalls aus der Hard-Rock-Szene, die ich selbst betreute. Ich sehe sie alle da stehen, sich gebärden - von Kopf bis Fuß in Schwarz gekleidet, wie von Pech und Russ umschwelt. Ich rieche Rauch und Feuer, sehe die grottenhaften Lichter der Rampenlichter von den Traversen auf sie herabstrahlen... ich sehe sie lachen, grölen, ihre Bierflaschen in den Händen schwenkend , die sie sich gelegentlich gegenseitig über die Köpfe gießen. Ich sehe sie eingehüllt in die Schwaden der Marihuana-Orgien. Betäubt von Kokain und Drogen lachend, hoffend - sich gegenseitig darin bestärkend, keine Memmen zu sein - und wie ein Fels in der Brandung zu stehen... und nicht zu wanken - stumm innerlich nach Liebe schreiend. "Oh mein Gott - was für eine Hölle" denke ich, mein Herz krampft sich zusammen. Ich fühle unsägliche Schmerzen als ich das alles sehe. Ich fühle, dass die Zeit für mich gekommen ist, mich auch davon zu lösen. Und ich fühle einen Schmerz, als müsste ich mich selbst gebären. Es tut so weh. Es ist, als ob ich selbst neben mir stünde und zusähe, wie zwei Seelen in meiner Brust kämpfen: "Ich kann nicht!" sagt die eine Stimme in mir. "Du musst, wenn du weiter wachsen willst!" sagte die andere Stimme in mir. "Ich werde umkommen vor Schmerz, wenn ich all das hier verlassen soll!" sagt die eine Stimme. Ich sehe die Konzerte, die losgelassene Wildheit der Musiker auf den Bühnen - und mich selbst, wie ich mich im Rhythmus der harten Riffs wiege, wie ich mich bei diesen Gelegenheiten aus meinem engen Korsett befreie, das ich während meines Alltagslebens tragen muss. "Das ist nicht die Wahrheit!" sagt die eine Stimme, "Das ist nicht wirklich Freiheit!"
"Aber wie soll ich ohne das alles leben?", wehrt sich die zweite Stimme, "es ist alles für mich. Dafür lebe ich!" Der Kampf in mir tobt. Ich sitze auf dem Stuhl - aber ich winde mich innerlich wie in einem heftigen Zweikampf mit einem sehr starken Gegner. "Lass das alles los - und du wirst wahre Freiheit erfahren!" sagt die eine Stimme in mir! "Komm mit und schau dir alles von ganz ganz oben an, dann wirst du verstehen!"

In diesem Augenblick lasse ich los - ich steige höher und höher. Und ich sehe die Erde wie ein Astronaut - tiefblau und wunderschön! Unendlicher Frieden durchströmt mich - ein Gefühl tiefer Liebe erfüllt mich, Geborgenheit und Wärme hüllen mich ein. Plötzlich kommt mir alles ganz leicht vor. Ungeahnte Kraft durchströmt mich: jetzt werde ich es schaffen!

Nach dieser Rückführung verkaufte ich tatsächlich all meine Schallplatten (ich hatte damals über 600 Raritäten in meinem Vinyl-Scheiben-Regal und etliche Kassetten. Ich verabschiedete mich von meinen Musikern und von meinen Reisen mit ihnen. Noch Monate lang träumte ich fast jede Nacht von den Konzerten, von den Lichtermeeren, die ich auf der Bühne hinter den berühmten Musikern stehend erleben hatte dürfen. Es war eine sehr schmerzhafte Loslösung. Ich schaffte es, weil ich mir immer wieder die Bilder aus der Rückführung vor Augen holte - und das unsagbar freie Gefühl, wenn ich es geschafft hatte. Die Befreiung gelang - und mein Leben änderte sich nachhaltig in eine Richtung, in welcher ich mir selbst und der Natur wieder sehr nahe kam.

"in einem Brunnenschacht gestorben" - "die Pest in Italien"
Auch gruselige Angst vor der Dunkelheit - und starke körperliche Reaktionen wie kalter Schweiß, Frieren bei kleinsten Temperaturschwankungen und überdimensionale Angst vor dem Verlassenwerden prägten mein Leben. Bis ich eines Tages von einem guten Freund zu "Prinz Eberhard" mitgenommen wurde, der so etwas wie eine "Rückführung" mit mir machte. Eberhard hatte damals einen Elektroapparat, an den wir an den Händen, Füssen und am Kopf mittels Drähten angeschlossen wurden. Dann konnte Eberhard während er uns führte sehen, wann wir uns innerlich erregten, auch wenn wir das nicht selbst merkten. Und er konnte dann gezielt auf diese Situationen eingehen.
Dort erlebte ich, wie ich auf einen Mann zuging, der wie ein König gekleidet war. Er lächelte mich an wie eine strahlende Sonne. Als Eberhard mich fragte, was mich mit ihm verband, sah ich Tausende von Kreuzen, an welchen Menschen hingen - unter vielen brannten Scheiterhaufen. Eberhard fragte, in welcher Verbindung ich darin mit dem König und dem Gesehenen stünde. Ich sah mich im Streit mit dem König. Ich war eine wunderschöne Frau mit sehr langen blonden Haaren, in weitem wallenden Gewand. Wiedereinmal hatte er Menschen kreuzigen und verbrennen lassen. Ich erklärte ihm, dass das nicht im Sinne Gottes sei - und er wurde sehr böse. Dann sah ich mich sehr lange in einem Brunnenschacht sitzen, wo man mich eingesperrt hatte, bis ich starb. Als Eberhard mich fragte, was es damit auf sich habe, sah ich, dass der König mich in dieses Brunnenverlies hatte bringen lassen. Ich sah, wie Menschen mir grölend und grinsend Gemüseabfälle hinabwarfen und hämisch lachten. In diesem Brunnenschacht war es dunkel, kalt und sehr einsam. Dort unten starb ich auch.

Ich sah mich zu einem anderen Zeitpunkt bei der Pest in Italien mit anderen Menschen vor Verzweiflung tanzen.

Nach diesen und einigen anderen "Rückblicken" waren plötzlich die Angst vor der Dunkelheit, die Reaktionen bei Kälte verschiedene andere Phänomene verschwunden!

Schlangenphobie: Erinnerung aus einem anderen Leben
grüne MambaDer Freund, der mich mitgenommen hatte, machte auch eine Rückführung. Er hatte, wie er sagte zeitlebens eine Phobie vor Schlangen. Er besaß ein Fotoalbum aus Indien von Gustav Mann (1836-1916), einem deutschen Pflanzenbiologen, der auch in Indien - Darjeeling (1863–1891) forschte. Er hatte mir die Bilder bei sich zu Hause gezeigt, und hatte mir gesagt, dass ein Foto aus dem Buch fehle - und er suche es überall. Es sei ein Bild von dem Atelier, in welchem Gustav damals in Indien gearbeitet hatte. Während der Rückführung sah er sich plötzlich in einem Urwald, wo eine giftige grüne Schlange plötzlich von oben auf ihn fiel und ihn biss. An diesem Biss starb er kurz darauf. Als Eberhard ihn dann auf meinen stummen Fingerzeig in der Zeit wieder ein wenig nach vorne gehen ließ, um zu sehen, was er dort in diesem Dschungel gemacht hätte, erklärte er: "Ich bin Botaniker und Fotograf. Und ich habe ein Atelier in Indien am Rande des Dschungels!"

Gustav Mann

1990 Der Ägyptische Priester - Zahlenmagier
Eine andere Geschichte war die eines Mannes, der sehr intelligent war - aber mit sehr mit Gewaltproblemen zu kämpfen hatte. Er hatte ständig Gedanken an Gewalt. Eines Tages saßen ich wieder bei meinem befreundeten Bekannten. Wir sprachen darüber, wie wir uns verhalten würden, wenn Endzeit wäre. Unser gemeinsamer Bekannte erklärte, dass er sich dann sofort Waffen besorgen würde. Ganz viele Handgranaten und Maschinenpistolen - und dann würde er sich sofort einen großen Lebensmittelladen suchen und den mit Gewalt einnehmen, sich dort im Keller verbarrikadieren.
Ich saß eine Weile da, und betrachtete ihn. Plötzlich sah ich einen Mann und die Pyramiden von Giseh. Er war in das Gewand der alten ägyptischen Priester gekleidet. Er sah mächtig aus und war ein Magier der Zahlen.
Da sagte ich zu ihm, dass er wohl einmal viel Macht inne hatte, und dass ihm viele Menschen untertan waren. Dass er diese Macht wohl missbraucht hätte, so dass er heute nicht mehr in der Lage sei, die Menschen durch Bedrohung und Macht für sich zu gewinnen, sondern dass er sich nun in diesem Leben mit dem Thema Nächstenliebe auseinandersetzen müsse. Dass er nun lernen müsse, den Menschen ohne Machtposition und ohne die Rückenstärkung eines noch Mächtigeren zu begegnen.
Mitten in meinem Satz stand er auf und setzte sich hinter den Vorhang, der eine Nische verbarg, in welcher ein Computer stand. Die anderen Anwesenden fanden das nicht sehr freundlich von ihm, aber ich beruhigte sie, dass sie ihn ruhig machen lassen sollten. Also unterhielten wir uns ungestört weiter. Die anderen meinten, dass es ein bisschen gewagt von mir sei, ihm solche Dinge zu sagen. Ich ließ sie reden, fühlte mich jetzt aber doch ein wenig unsicher. Unser Bekannter spielte derweil am Computer Schach. Wir waren gerade mitten im Gespräch, als er plötzlich laut rief: "Oh Mann, jetzt kapier ich es! Jetzt verstehe ich, warum ich mit seit Jahren immer das Auge des Pharao über mein Bett male und die Pyramiden." Ich war selber überrascht und alle sahen sich an. Aber dann klingelte es: eine weitere Freundin meines befreundeten Bekannten kam herein und schnurstracks auf den Tisch zu, an dem wir saßen. Sie hatte ein Buch in Händen, das sie vor dem jungen Mann - der sich inzwischen wieder zu uns gesetzt hatte - auf den Tisch knallte und sagte: "Da - das ist für dich! Schenke ich dir!" Es trug den Titel "Einweihung" und hatte als Titelbild die grüne mächtige Sphinx von Giseh vor dunkelblauem Hintergrund, vor welcher eine weiße Frau in einem durchscheinenden hauchdünnen weißen Schleiergewand stand. Sie greift sich wie im Traum an die Stirn (Seele, die sich erinnert?!). Jetzt hatten wir alle Gänsehaut. Das war's. Der junge Mann wurde plötzlich sehr still - und verabschiedete sich bald, das Buch wie einen Schatz unter seinem Arm tragend.

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"Wenn wir unsere Lieben nicht in Fleisch und Blut vor uns sehen,
heißt das nicht im geringsten, dass sie nicht mehr leben.
Im Gegenteil, sie leben, ebenso wie wir für immer leben werden."
Norman Vincent Peale

"Nicht geisteskrank"

Zuletzt waren meine seelischen Zustände nicht mehr tragbar - inzwischen hatte ich auch schon mehrfach versucht, mir das Leben zu nehmen. Und so ging ich zu verschiedenen Psychologen, um mir Hilfe zu holen. Aber ich bekam dort damals die verschiedensten schrecklichen Tabletten verschrieben, die mich kurioser Weise fast wirklich umbrachten, bis ich mich weigerte, sie weiter zu nehmen. Und bei den Gesprächen merkte ich schnell, dass ich nicht wirklich verstanden wurde. Seit meiner frühen Kindheit litt ich unter einem extrem niedrigen Blutdruck. Der war manchmal so niedrig, dass Ärzte sich später wunderten, dass ich "noch unter den Lebenden" weile.

Ich arbeitete damals von einer Zeitarbeit aus bei Siemens in Neuperlach. Eines Tages fühlte ich mich so elend und schwindelig, dass ich zum Arzt ging. Ich fühlte mich der Ohnmacht nahe und wollte nach Hause, um mich hinzulegen. Aber der Arzt erklärte mir, dass ich mich nicht hinlegen dürfe. Ich hätte einen solch niedrigen Blutdruck, dass er befürchten würde, dass ich nicht mehr erwachen würde, wenn ich mich hinlegte. Er weigerte sich strikt, mich krank zuschreiben. Ich weinte, fühlte nur den unwiderstehlichen Drang, mich hinzulegen. Er gab mir die Überweisung zu einer Psychologin. Nach einigem Hin und Her, bei dem ich auch ein paar "Geheimnisse" preisgab, entschloss ich mich, ihrem Wunsch mich in eine Klinik einzuweisen, wo ich eine Therapie mit fähigen Psychologen machen solle, nachzugeben. Erstens wollte ich mich endlich hinlegen - und zweitens dachte ich, dass eine Therapie möglicher Weise wirklich nicht schaden könne. Die ersten Wochen dort ging ich viel spazieren und malte. Nach einiger Woche begann man mich zu bedrängen, dass ich mir eine "Depot-Spritze" geben lassen solle, die 12 Tage lang wirke - und die mir helfen würde, depressive Stimmungen zu überwinden. Ich weigerte mich standhaft 5 Wochen lang. Dann erklärte mir mein damaliger Freund am Telefon, das "Schluß sei" - und er eine andere habe. Das war der Auslöser dafür, dass ich mir die Spritze nun doch geben ließ.

Was ich dann erlebte, war sehr dramatisch. Ich spürte am ersten Tag, wie sich meine Seele immer wieder vom Körper löste. Das machte mir damals große Angst. Ich spürte, dass ich durch das Mittel, das in mir wirkte - irgendwie von meinem Körper abgeschnitten - wurde. Am zweiten Tag setzten Lähmungen ein. Ich wiederholte ständig unsinnige Mantras über Dinge, die ich gerade noch wahrnehmen konnte, damit die "Schnur" nicht ganz abreissen sollte. (Das Gras ist grün, die Sonne ist gelb, der Stuhl ist viereckig...). Dann setzten am vierten Tag die Erinnerungen teilweise aus. Freunde erklärte mir später, dass sie mich besucht hätten, sie mit mir sogar Ausgang bekommen hätten und mit mir in meine Wohnung gefahren seien, wo ich "nach etwas gesucht hätte". Ich konnte mich an nichts mehr erinnern. Nach über einer Woche kam meine beste Freundin und sah meinen Zustand. Sie weinte. Dann ging sie zum Oberarzt und erklärte ihm, dass sie die "Sache an die Öffentlichkeit bringen würde", wenn ich nicht sofort ein Gegenmittel bekäme. Und sie wollte wissen, warum man dieses Experiment mit mir gemacht habe. Der Arzt erklärte ihr, dass man habe herausfinden wollen, ob meine Wahrnehmungen halluzinogen oder sogar schizophren seien. "Und - ist sie es?!" fragte meine Freundin. "Nein, wir konnten nichts dergleichen feststellen! Ihre Wahrnehmungen scheinen echt zu sein!" Später las ich, dass das Mittel bei Menschen, die nicht geisteskrank sind, zuerst zu Lähmungen des Bewegungsapparates verursacht und zuletzt durch Lähmung des Herzens zum Tod führen kann.Das war unglaublich! Aber so wusste ich endlich, dass ich nicht verrückt war!

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"Es konnte den Anschein haben, als sei die Philosophie an die Künstler übergegangen;
als gingen von ihnen die neuen Impulse aus.
Als seien sie die Propheten der Wiedergeburt.

Wenn wir Kandinsky oder Picasso sagten, meinten wir nicht Maler, sondern Priester;
nicht Handwerker, sondern Schöpfer neuer Welten, neuer Paradiese."

Hugo Ball

Der Himmel brennt - WirkungsystemLange Zeit schreckliche Träume und Gefühle während des Tages

Der Himmel über München brennt. Ich war ca. 22 Jahre alt und ging durch eine sehr schwere Zeit. Die Herbst- und Wintermonate waren schier unerträglich für mich. Monatelang sah ich während dieser Perioden den Himmel über München brennen. Die Stimmung in und außerhalb von war kaum zu ertragen. Es roch nach Rauch! Ich fühlte überall den Tod, Krieg, Hoffnungslosigkeit. Da ich nicht wusste, wie ich mit diesen quälenden Gefühlen und "Visionen" fertig werden konnte, quälte ich mich massiv mit Selbstmordgedanken!

Horrorerlebnisse - Rattenberg Österreich (im Alter von 26 Jahren)
Ich schlafe in einem Zimmer bei Leuten, die häufig Haschisch rauchen und LSD nehmen, auch schon mal Heroin. Kemal der Vater des Kindes in meinem Bauch - hält sich hier auf. Ich bin immer nur für 1-3 Tage hier, dann fahre ich wieder nach München. Ich warte ab, bis Kemal endlich bereit ist in die Türkei zu fahren. Er wurde von den Deutschen Behörden nach 6 Jahren Gefängnis abgeschoben.
Es gibt ein Pärchen das über wohnt. Manchmal fliegt Nachts die Türe aus dem Türstock, Scheiben klirren, Geschrei... Manchmal kommen "Freunde" des Paares, wo ich wohne. Es kam vor, dass ich mich gänzlich blutlos fühlte, wenn ein solcher Freund da war (LSD-süchtig). Das fühlte sich immer so an, als wüsste ich plötzlich, wie der andere sich fühlt, weil ich mich genau so fühlte, wie dieser just in diesem Augenblick.
Das ganze Haus ist sehr verwinkelt. Man muss über eine Brücke (im Haus!) hinüber zur Wohnung unserer Gönner. Unser Zimmer ist über eine 2-stufige Treppe mit einer Schiebetür zu erreichen. Das ganze Zimmer ist mit sehr dunklen - fast schwarzen, großen Holztafeln ausgetäfelt. Am Boden liegen 2 Matratzen. Nach einem Streit gehe ich früher zu Bett. Ich bin hochschwanger. Ich bin noch nicht richtig eingeschlafen, höre, wie schwere Stiefel auf mich zukommen. Ich bekomme Angst, öffne meine Augen und kann gerade noch eine bläuliche, sehr schmale Silhouette eines großen starken und grob gebauten Mannes sehen, die sich zu einer Kugel blitzschnell zusammen-komprimiert und dann wie ein Kugelblitz in der hölzernen Wand verschwindet.

Es gibt auch später etliche solche Erlebnisse, als mein Sohn schon geboren ist. Es hört erst auf, als ich mit der Rohkost beginne und die Finger von Drogen, Kaffe, Zigaretten und Alkohol lasse.

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"Die Reinkarnation und die in ihr enthaltene Gnade,
alle Fehler wieder ausgleichen zu können, gibt uns die Kraft,
auf dem mühsamen und oft einsamen Weg nach oben durchzuhalten."
Pieter Barten

Logik - und die Erkenntnis: die Welt steht auf dem Kopf

Ich hoffte, dass sich mein Zustand bessern würde, wenn ich einen richtigen Beruf hätte - und so schulte ich mit 25 Jahren an der "Berufsfachschule für Datenverarbeitung" in München zur "Wirtschaftsinformatikerin" um. Damals war ich fast bis zuletzt die einzige Frau unter Männern - etliche von ihnen waren Zeitsoldaten. Auch dieser Umstand fiel mir sofort auf. Die Umschulung brachte, dass ich mit dem Wesen der LOGIK vertraut wurde und so viele Zusammenhänge und Verknüpfungen noch klarer für mich wurden.

Nachdem ich meinen Wirtschaftsinformatiker absolviert hatte, arbeitete ich in namhaften Unternehmen und es ging mir zunächst deutlich besser. Ich lernte den Vater meines Sohnes kennen und geriet in einen Strudel aus Verstrickungen. Er wurde aus Deutschland ausgewiesen und ich folgte ihm. Wir wohnten im Zelt. Ich arbeitete gelegentlich in Deutschland, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen - in der Zwischenzeit nahm er sich andere Frauen, die Beziehung zerbrach.

Während dieser Zeit schienen mich die Ereignisse wieder einzuholen. Während eines Aufenthalts in München hatte ich eines Tages eine Vision, bei der ich erfuhr, dass wir Menschen einen grundlegenden Fehler machten: zu töten! Egal was. Ich erkannte sofort und verschenkte noch am selben Tag alle Würstchen, Koteletts, etc. die ich noch im Vorrat hatte. So wurde ich buchstäblich "über Nacht" zum Vegetarier. Ab dieser Zeit kamen mir ständig Erinnerungen aus meiner Kindheit, Jugendzeit und im Erwachsenenalter, die mir zeigten, dass ich immer schon einen Widerwillen gegen diese Ernährungsform gehabt hatte.
Und dass bis auf wenige Ausnahmen, allen Kinder einen angeborenen Ekel vor dem Verzehr von tierischer Nahrung haben, bis sie von den Erwachsenen "langsam herangeführt" werden.

Mir wurde bewusst, dass ich offensichtlich von einer unsichtbaren Hand langsam darauf hingeführt worden war, mich immer klarer zu erinnern.

Wenige Zeit später erfuhr ich, dass wir "unsere Nahrung töten" - und dass wir aus diesem Grunde "falsch funktionierten". Zu diesem Thema berichte ich ausführlich auf meiner Seite mein Rohkosterfahrungsbericht sowie ich zur FRoh-Kost kam (und andere).

Von diesem Zeitpunkt an sah ich die bisher erlebten parallelen Bilder noch deutlicher.

Der Mensch und seine Nahrung...
Das Fleisch von verbrannten Menschen riecht wie das von gegrillten Tieren So ging ich z.B. auf ein Stadtfest in München Schwabing, wo überall gegrillt wurde. Ich traf viele Bekannte und war guter Dinge. Plötzlich "hörte" ich laute Schreie. Ich sah Flieger-Bomber über mir und wie neben mir eine Bombe einschlug, die einige Menschen zerfetzte. Ihre Körperteile flogen durch die Luft - überall stank es nach verbranntem Menschenfleisch. Da kam ich wieder "zu Bewusstsein" und sah, dass dort, wo die Bombe eingeschlagen hatte, ein Grill stand, auf dem Koteletts brieten...

Ein andermal ging ich durch die Straßen Schwabings. Da kam ich an mehreren Metzgereien vorbei. Jedes Mal, wenn ich in das Fenster schaute, sah ich Tiere nebeneinander in der Auslage liegen. Sie waren gehäutet und bluteten und schauten mich mit verdrehten Augen an. Sie riefen: "Und wer erbarmt sich unser? Wer wird für uns die Stimme erheben?!"

Es waren so viele Botschaften, die sich mir zeigten, dass wir selbst und unsere Welt förmlich auf dem Kopf stehen. So veränderte ich mein Leben dramatisch. Nachdem ich einen letzten Traum aus der Musikerwelt gehabt hatte, von welchem ich weinend erwachte, sagte ich der "Welt des Hardrock" ade, baute meine Wohnung komplett um und beschloss aus dem normalen Arbeitsleben auszusteigen.

Ich beschloss wenig später, ganz in die Türkei zu gehen. Dort knüpfte ich Freundschaftsbänder am Strand, bemalte Steine mit hübschen Motiven, oder fertigte schönen Schmuck aus Silberdraht und Edelsteinen, was wir sehr erfolgreich in der Stadt an die Touristen verkauften.

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"Wenn man einmal den Tod erlebt hat, wie ich es getan habe, dann weiß man in Innersten:
es gibt gar keinen Tod. Man geht immer nur weiter von einem zum nächsten -
wie man weitergeht von der Grundschule zur Oberschule zur Hochschule."
Zitat aus Raymond A. Moody

Türkei - Geburt meines Sohnes und Heirat meines türkischen Ehemannes
Die "Götterdämmerung" beginnt

Als ich mit meinem Sohn schwanger wurde, und meinen türkischen Ehemann damals heiratete, begann eine neue Strecke der "Auflösung", wie ich sie heute nenne. Aus ihr stammen einige Gedichte aus meiner Leseecke: Karma, Erinnerung, Dämmerung.

Gefallen im Krieg
Ein erstes Erlebnis, das meine Ahnung über frühere Leben noch bewusster werden ließ, erfuhr ich mit meinem damals erst ca. 2 Jahre alten Sohn. Da es in der Türkei damals noch nicht möglich war, allein als Türke genug Geld zu verdienen, um eine Familie zu ernähren, fuhr ich gelegentlich nach Deutschland und verdiente dort für kurze Zeit das Geld, mit welchem wir dann monatelang in der Türkei lebten. Als ich wieder einmal von Deutschland zurückkam, erlebte ich folgendes: es war ein wunderschöner sonniger Tag. Wir dösten vor dem Zelt, als mein Sohn weinend und kreischend eine Deckung suchte und sich auf den Boden warf. Der Vater meines Sohnes und der anwesender Freund, der später mein Ehemann werden sollte, erklärten mir, dass er das schon oft so gemacht habe. Im selben Augenblick wurde mir bewusst, dass ein Sport-Flugzeug über uns kreiste. Ich sah Bilder aus dem Krieg, wie Bomber über meinen Kopf flogen und wie ich und mein Sohn, der damals wohl mein Kamerad gewesen war, getroffen wurden. Sofort rannen mir die Tränen über die Wangen. Ich versuchte das Phänomen den anderen zu erklären, die mich nur ungläubig ansahen. An einem anderen Tag geschah dasselbe wieder. Wieder zog der Sportflieger über unseren Köpfen seine Kreise. Und Baris fing ängstlich zu weinen an und kroch hinter einen Campingstuhl. Aber diesmal reagierte ich sofort: ich lief zu meinem Sohn hin, nahm ihn auf den Arm
und drückte ihn sanft an mich: "Ist ja gut. Jetzt ist alles vorbei ! Ja, wir sind beide umgekommen in diesem Krieg - ich war an deiner Seite und wir sind beide erschossen worden. Aber nun ist kein Krieg mehr und ich bin bei dir und du kannst nun wieder ohne Angst herumlaufen!" Sofort hörte mein Sohn zu weinen auf - und er bekam keine Angst mehr, wenn ein Flieger über uns flog...

Als ich meinen türkischen Ehemann kennen lernte, und wenige Wochen später heiratete begann sich nach kurzer Zeit meine Haut zu verändern. Ich bekam quasi über Nacht Neurodermitis, die mir vor allem im Gesicht, an den Füssen - und im Intimbereich zusetzte. Zeitweise ließ die Sehkraft so stark nach, dass ich kaum noch etwas lesen konnte.
Es gab auch Träume, die mir auffielen, weil sie mit Symbolen und Botschaften gespickt waren. Darunter war auch der folgende:

Navaho: ein Häuptling der Wüste - - Navaho: A chief of the desertDer Wampum-Gürtel - war mein Mann in einer anderen Existenz ein Navaho?
Eines Tages träumte ich, dass mein Mann an einen Baum gelehnt stand, mit einem wunderschönen Gürtel um die Hüfte, reich bestickt mit kleinen Muscheln. Er lächelte mich an. Dann sah ich uns auf einem weißbraun gescheckten Pferd davon reiten. Ich verstand es nicht gleich. Aber es dauerte nicht lange, da wurde ich mit einer indianischen Historie konfrontiert, der mich stutzig machte: Der Wampum-Gürtel war für den Häuptling, dem er übergeben wurde, wenn sich unausweichlicher Krieg anbahnte - der es erforderlich machte, dass mehrere Stämme sich zusammentaten - die Bedeutung, dass er aufgefordert war, mit seinen Kriegern am Krieg teilzunehmen. Meine eigenen und besonders auch die Träume meines eigenen Ehemannes wiesen darauf hin, dass wir uns aus mindestens einer anderen Existenz kannten. Auch mein Sohn hatte Erinnerungen aus gemeinsame Leben in anderen Zeiten. Etliche Jahre später, als wir schon lange geschieden waren, befasste ich mich intensiv mit den Bildern aus dem Fotoband von E. Curtis: Indianer Nordamerikas. Ich hatte es mir Jahre zuvor gekauft - aber nie wirklich angesehen. Und als ich das Foto des Navaho-Häuptlings mit dem Titel "Navaho: ein Häuptling der Wüste" (Navaho: A chief of the desert) sah, glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen. Da war mein türkischer Ehemann abgebildet, wie er leibte und lebte.

Der Verrat - in einer anderen Exisitenz?
In vielen Träumen sah sich mein Mann im Gefängnis sitzen, während ich mit seinem besten Freund - der in diesem Leben wieder sein bester Freund war -
schmusend draußen vor den Toren des Gefängnisses stand. Dieser Freund hatte er in diesem Leben im Gefängnis kennen gelernt - und er wurde in diesem Leben der Vater meines Sohnes. Er selbst wurde in diesem Leben mein Mann.

Ein andermal sah sich mein Mann im Traum auf einer Party im Freien auf einer Wiese bei einem reichen Gönner. Plötzlich sah er ein großes Becken inmitten der Wiese, in welchem aber kein Wasser war. Und ebenso plötzlich waren überall Leute in weißer Kleidung, die sich um ihn kümmerten. Mir dämmerte es. Auch damals hatte es eine verstrickte Liebesgeschichte gegeben, die mir und meinem Geliebten auf normalem Wege "nicht lösbar" erschienen war. Entweder hatte ich - oder sein bester Freund - ihn in einem anderen Leben bei dieser Gelegenheit ins Becken gestürzt, was er nicht überlebt hatte.

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Ich weigere mich aufzugeben.
Fest, standhaft und beharrlich mache ich weiter, bis mein Erfolg in Erscheinung tritt

Catherine Ponder

Schattenzeiten I

Es gab viele derartige Erlebnisse und Träume. Es war eine besonders reiche und schöne Zeit, teilweise sehr spannend und aufregend. Aber es trugen sich auch Dinge zu, mit welchen ich nicht mehr umgehen konnte. Die Ehe mit meinem türkischen Ehemann verlief zunächst traumhaft und sehr romantisch. Ich war überglücklich. Aber je länger wir zusammen waren, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass irgendeine unsichtbare Kraft ihn mehr und mehr in den Bann der materiellen Welt zog, von der ich mich gerade löste. Es gab viele Auseinandersetzungen, bei welchen auch mein Sohn, den ich aus der ersten türkischen Beziehung mit in die Ehe gebracht hatte, in Mitleidenschaft gezogen wurde. Er fing wieder an Drogen zu nehmen. Dabei hatte er wegen der Drogen viele Jahre im Gefängnis verbracht und gelobt, dass er nichts mehr anfassen würde. Wir verstanden uns nicht mehr. Und dennoch schaffte ich es nicht, mich von ihm zu lösen. Das machte mich sehr aggressiv im meinem Umgang mit meinem Sohn. Ich konnte ihm nicht die Liebe geben, die ich ihm gerne gegeben hätte. Und ich fühlte mich in der Situation völlig zerrissen und überfordert.

Ich brauchte dringend eine Zeit des Rückzugs, um mich wieder zu sammeln. Unter Absprache mit dem Jugendamt fand ich eine liebevolle Pflegefamilie im Kinder- und Jugenddorf Salem Kovahl in Lüneburg.
Ich erklärte meinem Sohn, dass er mich nun für eine Zeit nicht wiedersehen würde. Aber dass ich ganz bestimmt wieder kommen würde, um ihn nach Hause zu holen.

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Nur die Angst stirbt!
Barry Long

Reise nach Indien

So trennte ich mich von meinem Sohn und von meinem Ehemann und reiste nach Indien, um dort auf die Suche nach mir Selbst - und nach einer Lösung für all die Dinge, die da vor sich gingen zu finden. Wenn ich auch noch nicht die Wurzel allen Anfangs entdeckt hatte, so wurde mir doch klar, dass die Antwort nicht zu finden war bei Gurus, nicht in Tempeln und Ashrams, sondern, dass sie verborgen und immer bereit entdeckt zu werden: in mir selbst lag.

Zuerst machte ich von Bombay nach "Tamil Nadu" und dessen Hauptstadt Madras (heute: Chennai) eine 1027 km lange Zugfahrt durch Indien, auf der ich viel über das Land, die Menschen, und die Religionen und Götter erfuhr. Dort verbrachte ich die ersten Tage nachts am Bahnhof von Madras (Chennai). Tagsüber suchte ich nach einer Bleibe. Während dieser Suchaktion lernte ich eine junge Frau kennen, mit der ich mich anfreundete und die mich zu ihren Eltern 491 km von Madras (Chennai) entfernt mit aufs Land nach Coimbattore nahm, wo ich später drei Monate verbrachte.
Ich fand
ein "Youth Hostel" in Madras (Chennai), wo ich längere Zeit im Zelt im Garten wohnte. So schnell hatte ich mich mit der "Fremdartigkeit" dieses Landes angefreundet. Ich kaufte mir einen schlichten Stoff und nähte mir einen Kaftan, für den ich mir eine einfache Kordel drehte, mit welcher ich ihn zusammenband. Diesen Kaftan trug ich fast jeden Tag.

Ich besuchte in Madras (Chennai) - Adyar wochenlang regelmäßig die Theosophische "Schule der Weisheit. Der "Lehrer", Dr. Ravi Ravindra war ein Mann, der in drei Themenbereichen promoviert hatte: Mathematik, Sprach- und Literaturwissenschaft, Philosophie. Die "Schüler" waren fast ausnahmslos Religionslehrer, Philosophen und Priester aus allen Ländern. Dort fühlte ich mich ausgesprochen wohl. Es kam zu verschiedenen Ereignissen, die ein weiteres Mal mein Leben nachhaltig verändern sollten.

KrishnamurtiDie Schule der Weisheit - das Nirvana und Krishnamurti
Eines Tages saß ich wieder einmal im Unterricht. Es wurde über "Bodhisattva" (nach höchster Erkenntnis strebende Wesen) und "Buddha" (Buddha bedeutet (Sanskrit wörtlich „Erwachter“, auch „Erleuchteter“ und bezeichnet im Buddhismus jemanden, der Bodhi (wörtlich „Erwachen“ oder auch „Erleuchtung“) erfahren hat) gesprochen. Die Fenster der Räume waren geöffnet und man sah die fächerartig ausgebreiteten Blätter der Palmen, die auf mich wie faserfeine Filter wirkten. Die Papageien kreischten lustig. Und ein laues Lüftchen briste durch den Raum, als ein Mann den Lehrer fragte, was denn nun das Nirvana sei. Es sei bisher niemand da gewesen, der diese Frage zufriedenstellend beantwortet hätte.

Schön öfter hatte ich mich zu Wort gemeldet, um ein paar einfache Worte zu schwierig erscheinenden Themen zu sagen. So meldete ich mich auch diesmal schüchtern und fragte, ob ich eine etwas kindliche Antwort zu diesem Thema geben dürfe. Man forderte mich zum Reden auf und so sagte ich: "Wenn wir für einen Augenblick still werden - und uns all dessen bewusst werden, was da lebt und vibriert und uns erfreuen möchte; wenn wir einen Augenblick still werden - und den Frieden erfühlen, der uns erfüllen möchte; wenn wir einen Augenblick still werden, unsere ewig geschwätzigen Gedanken zum Schweigen bringen - und unser "Gefäss" mit Licht auffüllen lassen; ... dann ist das Nirvana!" Es wurde augenblicklich so still, dass man eine Stecknadel auf den Boden hätte fallen hören. Es gab keine weiteren Kommentare, nur minutenlanges Schweigen. Nach dieser Unterrichtsstunde kamen einige Teilnehmer auf mich zu und erklärten mir, dass ich unbedingt Krishnamurti (1895-1986) hätte kennenlernen müssen. Er habe noch vor einigen Jahren die gleichen Worte an dieser Schule gesprochen...
In der Pause setzte sich ein Mann im Anzug neben mir. Er sagte mir, dass sie aus dem indischen Land, aus dem er käme, solche Leute wie mich dringend bräuchten. Ich könnte in einem Zentrum gegen Kost und Logis lehren... Ich war bass erstaunt über solche Worte. Dann sah ich im Geiste Trauben von Menschen vor mir, die ihr Vertrauen ins Leben an mir festmachten. Sofort antwortete ich: "Nein - meine Schule ist der lebendige Weg. Wo ich gehe, da rede ich. Und jeder kann die einfache Wahrheit in sich selbst entdecken, wenn er nur still genug wird. Wenn ich in einem solchen Zentrum arbeiten würde, würde ich von meinem eigenen Weg flüchten. Und ich wäre noch zu schwach, um der machtvollen Verführung schon widerstehen zu können, Macht über oder auf Menschen auszuüben."

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Nimmer vergeht die Seele, vielmehr die frühere Wohnung tauscht sie
mit neuem Sitz und lebte und wirkt in diesem.
Alles wechselt, doch nichts geht unter.

Der große Philosoph, Mathematiker und Astronom Pythagoras

Die Heilung eines unheilbar an Kehlkopfkrebs erkrankten Mannes
Als ich am übernächsten Tag wieder die Schule besuchte, kam ein Mann aufgeregt zu mir und erklärte mir, dass man mich schon seit 2 Tagen suche. Jemand habe ihn geschickt habe, mir zu sagen, dass ich dringend zu einem Mann kommen solle. Ich fragte, warum dieser nicht hierher käme, wenn er mit mir sprechen wolle. Er sagte, dieser sei so krank, dass er nur schwer selbst kommen könne. Also ging ich hin. Er wohnte bei den Räumen, die den Mitgliedern der "Theosophischen Gesellschaft" kostenlos für die Dauer einer Schulung zur Verfügung gestellt werden. Ich klopfte zaghaft an der Holztüre an. Es wurde gleich geöffnet. Ein kleiner, unglaublich hagerer Mann stand lächelnd vor mir. "Endlich bist du gekommen", sagte er. Ich verstand nicht. Er sprach so vertraut mit mir, als kenne er mich schon lange. Ich fragte ihn nach seinem Begehr. Er erklärte mir, dass er an Kehlkopfkrebs erkrankt sei. Jetzt erst sah ich das fast faustgroße Geschwulst an seinem Hals. Ich fragte ihn, was ich nun für ihn tun könne. "Du sollst mich heilen! Die Ärzte haben mir erklärt, dass ich nur noch etwa 3 Wochen zu leben habe!" Das klang so grotesk und absurd für mich, dass ich grinsen musste. "Wie kommst du darauf, dass ich dich heilen könnte. Ich habe weder Medizin studiert, noch irgendeinen Kurs im Heilen belegt. Ich bin ein einfacher Mensch mit vielen Schattenseiten. Nein, ich kann dich auf gar keinen Fall heilen!" "Doch - ich habe es gesehen. Ich habe von dir geträumt, sagte er. Ich habe gesehen, dass du mich heilst!" Ich versuchte noch einmal ihm zu erklären, dass ich über keinerlei Kenntnisse oder Fähigkeiten auf dem Gebiet der Heilung verfüge. Da sah er mich aus unglaublich gütigen Augen an und sagte voller Demut: "Bitte heile mich!" Ich fühlte mich sehr unwürdig, da ich die letzten Tage von meiner inzwischen 2-jährigen Rohkosternährung einen deftigen Rückfall erlitten hatte, mich völlig überfressen hatte. Ich fühlte mich träge und mir war bei dem Gedanken sehr unwohl. "Am Ende wäre es Frevel - oder gar ein Akt gegen den lieben Gott", ging es mir durch den Kopf. Doch eine innere Stimme schien mir zu sagen: "warum läufst du davon, wenn ich dich rufe?" Ich zögerte, dann sagte ich innerlich: "Wie kann ich wissen, wer mich verführen will?" "Wenn du es in meinem Namen tust, will ich dir meine Natur zeigen!", war die Antwort. Ich sagte zu dem Mann, dass ich es versuchen würde. Ich hatte keine Ahnung, was ich tun sollte und vertraute nur noch auf meine innere Eingebung.

Ich ließ den Mann seine Ringe abnehmen und ihn auf den Boden knien und seine Augen schließen. Dann versuchte ich mich zu konzentrieren. Langsam verschwanden die äußeren Wahrnehmungen, das Völlegefühl und die Unsicherheit. Da bekam ich den Impuls von einem alten Gebet, das mir vom Heiligen Franziskus einmal in die Hände gefallen war. Er hatte jeden Morgen die Engel zur Begrüßung des Tages gerufen. Und so tat ich es jetzt.
Ich bat sie darum, mir zu helfen, diesen Mann zu heilen. Und ich betete inbrünstigst zu Gott. Dabei hielt ich stets meine rechte Hand über das faustgroße Geschwulst am Hals des Mannes. Nach einer Weile spürte ich eine sehr starke Energie im Raum und ein Licht das den Mann ganz einzuhüllen schien. Es dauerte ungefähr eine halbe Stunde, als ich spürte, dass die Energie nachzulassen schien. Da bat ich den Mann seine Augen wieder zu öffnen. Ich erklärte ihm, dass er nun am besten 3 Tage fasten solle. Er schaute mich ungläubig an. "Ich werde mit dir fasten!" - "das willst du für mich tun?!" - "Ich habe es selbst nötig - und da wird es mir leicht fallen, es mit dir zusammen zu tun!" erklärte ich ihm. Dann verließ ich ihn.
Am übernächsten Tag kam wieder der Mann, der mich zu dem Kranken geführt hatte und sagte, dass dieser mich wieder zu sprechen wünsche. Ich dachte bei mir: "Jetzt bekomme ich die Rechnung für das, was ich da getan habe. Es war bestimmt nicht recht, es zu tun und mir anzumaßen, ich könnte heilen." Aber ich ging mit mulmigem Gefühl wieder hin und klopfte an. Der Mann öffnete und stand mit strahlendem Gesicht vor mir. "Sieh mich an!", sagte er. "Ich sehe dich an!" - "Nein, ich meine richtig, sieh her". Und er deutete auf seinen Hals. Da stand ich nun mit aufgesperrtem Mund und konnte ihn eine Weile nicht wieder zumachen. Das Geschwulst hatte sich bis auf einen haselnussgroßen Knopf zurückgebildet. "Ich habe dich nur rufen lassen, weil ich dir sagen wollte, das ich kurzfristig abreisen muss. Meine Familie braucht mich. Und ich wollte dir das noch zeigen. Du hast mich geheilt." Ich sagte ihm, dass nicht ich, sondern sein Glaube ihn geheilt hätten und ging sehr nachdenklich gestimmt nach Hause.

Später erfuhr ich während einer Pause von einem sehr weisen indischen Mann, der ebenfalls am Unterricht teilnahm, dass ich in einem anderen Leben als Rischi gelebt habe (Rischis: große indische Weise). All das machte mich sehr nachdenklich und veränderte die Sicht über viele Dinge grundlegend.

Eines Tages lud mich meine indische Freundin ein, mit ihr nach Coimbattore zu ihren Eltern zu reisen. Dort verbrachte ich ein paar Wochen - und später mit meinem Mann zusammen fast 3 Monate. Hier erlebte ich Menschen, die absolut nichts hatten, und so glücklich waren, als hätten sie alles.

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Lebe so, wie wenn Du nochmals leben könntest - dies ist Deine Pflicht. Denn Du wirst in jedem Falle nochmals leben!
Friedrich Nietzsche

Die innere Stimme am Flughafen in Sri Lanka
Mein noch vor der Indienreise geschiedener Ehemann reiste mir nach Indien nach. Wir trafen uns an meinem 32. Geburtstag in Colombo am Flughafen. Man wollte mir einreden, dass es verboten sei, dass man sich nachts in der Wartehalle aufhielte, obwohl ich die Ankunft meines geschiedenen Mannes mitten in der Nacht erwartete. Man erklärte mir - und "bewies" mir mittels ausgedruckter Tabellen, dass der von meinem Mann durchgegebene Flug nicht bestätigt sei. Ein Kloß machte sich in meinem Hals breit. Eine Stimme in mir sagte vehement: "glaub ihnen nicht!" Und eine andere sagte: "Aber wenn sie es mir doch schriftlich an einem amtlichen Schalter beglaubigt gezeigt haben. Wenn sie mich am Ende hier rauswerfen..." Und so gelang es einem Taxifahrer nebst Sohn, mich unter hartnäckigen Parolen zu überreden, mich von ihnen endlich in ihr Hotel fahren zu lassen, was nebst Taxigebühren obendrein nicht gerade billig gewesen wäre. Nachdem einige Kilometer hinter uns waren, schüttelte mich ein extremes Gefühl, dass jeden Augenblick das Flugzeug aus München eintreffen müsste. Ich bekam einen Weinkrampf vor Aufregung und verlangte von den beiden, die mir partout nicht zuhören wollten, dass ich zum Flughafen zurückgebracht würde. Endlich willigten sie unwirsch ein und fuhren zurück.

Als ich mich in der Ankunftshalle endlich erleichtert hinsetzte, um auf den "nichtstattfindenden Flug" meines geschiedenen Mannes zu warten, kam er auch schon mit einem breiten Grinsen auf mich zu!! Die Bewusstheit darüber, dass ich mich diesmal von meiner Intuition hatte führen lassen - und dass wir uns sonst in jedem Fall verfehlt hätten - machte mich so betroffen, und erfüllte mich mit solch einer Demut und Freude, dass ich meine Tränen auch diesmal nicht zurückhalten konnte.

Wiedersehen per Intuition
Mein Mann hatte wieder mit den Drogen begonnen - und hatte mir dafür die Schuld gegeben. Er kapselte sich ab oder war streitsüchtig. Nicht lange - und ich hatte mich mit ihm wieder einmal so in unsinnige Streitigkeiten verstrickt, dass ich es für besser empfand, dass wir uns vorerst 3 Monate trennen, um zu sehen, wie wir uns jeder für sich fühlten. Nach 3 Monaten war der Groll, den ich in mir trug noch nicht verflogen. Und so ließ ich noch eine Zeit verstreichen. Heute weiß ich, dass ich sehen wollte, ob er mich suchen würde, was er aber nicht tat.
Mit den Tagen wurde meine Sehnsucht danach, meinen Mann wiederzusehen so groß, dass mir manchmal das Herz bis zum Hals schlug, wenn es klingelte oder das Telefon bei unserem Vermieter schrillte.

In dieser Zeit schrieb ich in einem kleinen Zimmer in Madras (Chennai), das ich zusammen mit einer netten Berlinerin für 30 Mark im Monat gemietet hatte - mein Buch Der Wille des Menschen. Während ich so da saß, kam ich plötzlich ins Träumen und malte dabei gedankenverloren mit dem Bleistift auf ein Papier. Nach ein paar Minuten wurde ich wieder "wach" und merkte, dass ich meinen Mann zusammen mit einer blonden Frau gemalt hatte. Und eine Stimme in mir sagte deutlich: "Hole ihn heim!" Diese stimme wiederholte sich wie ein Mantra während der nächsten Stunden und wurde so dominant, dass ich meine Sachen zusammenpackte und meiner deutschen Freundin kurzfristig Lebewohl sagte, um ins Blaue hinein nach meinem Mann zu suchen. Das einzige, was ich von ihm hatte, war ein Brief, der vor etlichen Wochen aus Colva gekommen war. So beschloss ich kurzer Hand, zunächst einmal dorthin zu fahren. Meine Freundin begleitete mich zum Busbahnhof, bis ich den richtigen Bus gefunden hatte, dauerte es eine Weile, dann sahen wir, dass er gerade losgefahren war. Ich schrie und hüpfte und rannte, da hielt er an und nahm mich mit. Ich musste auf dieser Fahrt drei Mal umsteigen. Und drei Mal passierte mir das gleiche. Ich dachte bei mir: "Du hast schon zu lange gewartet, nun wird es so sein, dass ich am Ende gerade noch zur rechten Zeit komme." Zuletzt musste ich in Mapussa umsteigen (Michael Jackson erwähnt diesen Ort in einem seiner Songs). Hier setzte sich ein Mann neben mich, der unentwegt auf mich deutete und dabei etwas merkwürdiges murmelte, das sich so anhörte, als ob es etwas sein könnte, das ich verstehen konnte. Der Mann schien geisteskrank zu sein. Und dennoch hatte ich das dringende Gefühl, dass das, was er mir zeigen wollte, etwas mit mir zu tun hatte, oder dass Wesen ihm etwas über mich sagten, das für mich von Bedeutung sein konnte. Ich fand es nicht heraus.
Als ich in Colva am Busbahnhof ankam und alle möglichen Leute nach dem Namen meines Mannes fragte, schüttelten alle den Kopf. Da kam mir die glorreiche Idee, dass ich das von mir gemalte Bild herzeigen könnte. Da strahlte einer übers ganze Gesicht und gab mir die genaue Adresse. Ich ging dort hin und erfuhr, dass er bis vor einer Woche dort gelebt habe. Aber er war zuletzt mit zwei Frauen weitergereist. Mich durchfuhr ein heißer Blitz und gleichzeitig wurde mir eiskalt. Ich fragte nach der weiteren Adresse und erfuhr, dass er erwähnt hatte, nach Goa zu fahren. Ich fuhr also sofort nach Goa weiter und zeigte dort mein Bild herum. Wieder sagte man mir, dass man diesen Mann gesehen habe - dass er aber vor ein paar Tagen mit zwei Frauen weitergereist sei - er habe nach Delhi fahren wollen. Ich glaubte, dass ich dieses "Rennen" verloren hatte, da fragte ich noch einmal in einem Cafe nach, wo man mir erklärte, dass er für ein paar Tage mit zwei Frauen nach Calangute Beach gefahren sei. Man erklärte mir, dass man dort nur mit dem Auto hinkäme, und kein Bus mehr fahre. Nun hatte ich kaum noch Geld in der Tasche - aber ich setzte alles auf eine Karte. Ich gab meine letzten Kröten einem Taxifahrer und ließ mich dorthin fahren. Ich stieg an einem recht lauschigen Örtchen aus, wo im Vergleich zum restlichen Indien erstaunlich wenig Menschen waren. Ich ging zum Campingplatz und fragte den Besitzer, zeigte ihm sofort das Bild - und sagte ihm, dass ich meinen Mann suche. Er sagte zu mir: "Ja, dieser Mann hat sein Zelt hier auf dem Campingplatz - aber ich muss dir etwas sagen - du solltest dich innerlich wappnen.... er ist gestern mit zwei Frauen auf dem Motorrad für unbestimmte Zeit weggefahren. Vielleicht wird er in einer Woche wieder da sein!" Als er das sagte, übermannte mich ein tiefer Schmerz. Aber ich war angekommen. Und ich wollte warten, bis er wieder auftauchen würde. Ich stellte mein Zelt direkt hinter seinem auf. Es wurde Nacht und ich ging mit einem Gebet in meinem Herzen schlafen. Mitten in der Nacht erwachte ich von Motorradgeräuschen und dem Lachen von zwei Frauen. Es dauerte nicht lange, da hörte ich Schritte im Sand auf mein Zelt zugehen. Ich kam heraus und fiel meinem Mann direkt in die Arme.

Am nächsten Tag erzählte ich ihm, wie ich in gefunden hatte - und er erzählte mir, was vorgefallen war. Er hatte sich nach Colva zurückgezogen, wo er ein paar Wochen alleine mit sich im Gebet und fastend verbracht hatte. Er habe dann doch wieder Drogen genommen. Und dann hätte er, als er alleine im Zimmer war, plötzlich Stimmen vor der Türe vernommen. Und es klang, als ob die Polizei vor der Türe stünde, um ihn zu verhaften. Er hatte solche Angst bekommen, dass ihm der Schweiß auf der Stirne gestanden war. Zuletzt hatte ihn die Panik ergriffen, dass er wirklich glaubte, die Türe würde aufspringen und man würde ihn erschießen. Aber die Türe sei aufgegangen und ich hätte dagestanden, in ein strahlendes Licht gehüllt - und ich hätte laut gesagt: "Verschont ihn in Jesu Namen!" Danach habe er sich geschworen, nie wieder etwas anzufassen.

Eines Tages habe er solche Sehnsucht verspürt - und sei am Strand spazieren gegangen, da habe er die beiden Frauen kennengelernt. Es habe nicht lange gedauert, da hätten die der beiden Frauen und er sich ineinander verliebt. Aber auch die andere sei in ihn verliebt gewesen. Es dauerte nicht lange, da habe er wieder mit den Drogen begonnen und die Frau hätte auch wegen ihm angefangen. Sie vertrage es überhaupt nicht, aber sie wolle nun nicht mehr aufhören.

Da verstand ich, warum ich "gerufen" wurde.

Es gab ein paar Tage, während derer ich mich ständig ermahnte, nicht zu beten, dass mein Mann wieder zu mir zurückkäme, sondern dass er das für ihn Beste und richtige tun würde, was mir nicht immer gelang. Dann entschied sich mein Mann für mich und für einen Neuanfang. Es folgten tränenreiche Tage des Abschieds für die zwei Frauen. Wir verbrachten gemeinsam noch ein paar friedliche Tage in Calangute, dann reisten wir zusammen nach Delhi. Dann flogen die beiden Frauen nach Deutschland zurück. Ein paar Tage später wollten auch wir uns auf den Rückweg machen. Die Rückreise aus Indien verlief sehr abenteuerlich. Es war die Zeit direkt nach dem Ende des 2. Golfkrieges Irak-Iran. Mein Mann war in Delhi kurz vor unserer Ausreise seiner Brieftasche beraubt worden und so hatten wir nur noch sehr wenig Geld und er keinen Pass mehr.

Der Übergang an den Grenzen war voller Spannungen und Überraschungen, wo es wieder zu zahlreichen gefährlichen Situationen und Erfahrungen kam, die einmal mehr zeigten, was ein unerschütterlicher Glaube bewirken kann. Es war deshalb so gefährlich, weil mein Mann ja seinen Pass vermisste - und er aber an den Grenzen als ehemaliger Inhaftierter zu erkennen war.

Im Iran lieh uns ein supernetter Beamter vom deutschen Konsulat an einem Feiertag, an dem niemand außer ihm anwesend war, 50 Mark. Es war das Geld, das uns noch für die Durchreise durch Iran fehlte. Wir kamen ohne Geld bis nach Side, Manavgat, wo ich mit den letzten 3 Mark Farben, Lack und Pinsel kaufte und Steine bemalte. Am Abend hatten wir bereits so viel Geld, dass wir üppig ausgehen hätten können. Wir verbrachten noch viele Wochen in der Türkei, bis wir schließlich wieder nach München in Deutschland reisten. Von dort zogen wir bald nach Achslach in den Bayrischen Wald, wo wir per "Zufall" ein herrliches kleines Häuschen entdeckt hatten, das wir für 300 Mark im Monat mieten konnten.

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"Ich bin gewiss, wie Sie mich hier sehen, schon tausendmal dagewesen und hoffe wohl noch tausendmal wiederzukommen."
Johann Wolfgang von Goethe 25.1.1813 an Johann Daniel Falk

Schattenzeiten II

Kurz darauf holten wir auch meinen Sohn wieder aus Kovahl ab - und wir freuten uns sehr, nun endlich wieder eine kleine Familie zu sein. Doch das "kleine Glück" währte nicht lange. Mein Mann wurde wieder merkwürdig, nahm Drogen und wir stritten uns viel. Die Meinungsverschiedenheiten wurden so groß, dass ich beschloss, zusammen mit meinem Sohn eine eigene Wohnung zu nehmen. Eines Tages fand ich per "Zufall" und unter sehr merkwürdigen Umständen ein kleines Häuschen im Bayrischen Wald.

unser Häuschen in Dösing bei Lalling im Bayrischen WaldDer Fund in der Scheune - die Besetzung
Während einer Zeit, in der ich allein mit meinem Sohn im Bayrischen Wald in einem "Hexenhäuschen" am Wald wohnte, erfuhr ich ein weiteres Mal Dinge, die ich kaum verarbeiten konnte. Der nächste Nachbar, ein Bauer, hatte sein Haus 200 Meter weiter, und sonst gab es erst nach einem Kilometer wieder kleine Siedlungen. Das Haus war in einem recht chaotischen Zustand und so hatte ich das Angebot gemacht, es gegen einen ordentlichen Mietnachlass wieder in Ordnung zu bringen. Es gab auch eine Scheune. Dort entdeckte ich eines Tages, als ich mich daran gemacht hatte, den alten vertrockneten Schweinemist mit einer Spitzhacke vom Boden zu entfernen - eine Treppe, die ich gänzlich freimachte. Sie führte in einen Kellerraum, der mit feuchtem modrigem Gerümpel voll stand. Die Scheune hatte eine zweite Etage, auf welcher der Bretterbelag große Lücken aufwies.

Ich kletterte wie ein Akrobat auf den Balken herum und legte den Belag aus 3 Meter langen, 30 cm breiten und 3 cm dicken Brettern neu aus, so dass sich oben wieder ein hübscher Raum bildete. Bei dieser Arbeit entdeckte ich die metallene Marke eines Soldaten aus dem 3. Reich. Ich sah Soldaten und Szenen aus dem Dritten Reich vor mir. Ich schaute die Marke lange ungläubig an. Und ich fühlte eine merkwürdige gefühlsmäßige Veränderung mit mir vorgehen. Da kam mein Sohn durch das Scheunentor und fragte mich: "Mama, warum hat denn Hitler damals seine Leute nicht anständig behandelt. Dann hätten sie ihm doch viel lieber gedient?!" Ich war platt. Wie kam es, dass mein Sohn gerade jetzt, wo ich diesen Fund gemacht hatte, zu dieser Frage kam?! Und meine Reaktion war unglaublich. Ich fühlte, dass ich etwas nettes sagen wollte, um ihn zu bestätigen. Aber ich musste unfähig zusehen, wie mein Körper nicht mehr mir gehörte und völlig andere Dinge tat, als ich es wollte. Ich schrie meinen Sohn an, wie er dazu käme eine solch unsinnige Frage zu stellen... und ich sah, wie sich mein rechter Unterarm dabei steif auf- und ab bewegte, wie ich es in vielen Dokumentationen von "Joseph Goebbels" Reden gesehen hatte...

Die Ereignisse überschlugen sich. Wochen und Monate vergingen, während derer ich mich selbst nicht im Griff hatte. Verzweifelt rang ich mit mir selbst, teilweise aus Angst, dass ich in eine Irrenanstalt gesteckt würde, wenn ich mich um Hilfe umsah, teilweise aus Angst davor, meinen Sohn dann nie mehr wieder zu sehen. Teilweise aus Angst davor, dass herauskommen würde, dass ich ihn inzwischen auch mehrfach schlimm geschlagen und misshandelt hatte. Ich fühlte mich eine zeitlang wie ein Schwerverbrecher, der sich vor jedem und allem fürchtete, was den Schrecken ans Licht bringen könnte. Wenn Menschen kamen, gelang es mir, diese von mir sogenannte 2. Persönlichkeit so lange zu unterdrücken, bis sie wieder fort waren. Mein Sohn sagte nichts, weil er Angst hatte, seine Mama zu verlieren. Eines Tages, nachdem ich wieder einmal die Kontrolle über mich verloren hatte, beschloss ich, meinem Sohn zu erklären, dass dieses Horrorszenario ein Ende haben müsse. Eine Seite in mir liebte ihn aus ganzem Herzen - und die andere Seite in mir konnte ihn kaum ertragen. So entschied ich mich für die Liebe. Ich wusste, dass ich mich für eine Zeit von meinem Sohn trennen musste, um alleine in Ruhe wieder die Liebe in mir und zu ihm zu finden. Er wollte mich schützen. Doch ich erklärte ihm, dass er dabei selbst zum Täter würde, weil er nicht zuließe, dass ich mich stellte und in der Öffentlichkeit um Hilfe bat.
Schweren Herzens gingen wir zum Jugendamt - und erfuhren dort, dass man mir das Sorgerecht nicht entzöge, weil ich mich selbst gestellt hatte. Man machte mir die Auflage, mit meinem Sohn zu einer Mutter-Kind Therapie zu gehen, was ich auch tat. Doch es reichte nicht aus. Ich erkannte, dass ich mich noch nicht einmal selbst lieben konnte - und nicht reif war, meinen Sohn in diesem Gefühlschaos alleine großzuziehen und ihm die Liebe zu geben, die er brauchte. Mein Mann kam mich oft besuchen und wollte, dass ich sein Freundschaftsangebot annehme. Doch dieser Versuch scheiterte immer daran, dass er diese Freundschaft nicht leben konnte, sondern stets Intimität suchte. Ich konnte den Kreislauf nicht durchbrechen. Das Jugendamt half mir, einen Platz für meinen Sohn in einem nahegelegenen Heim zu finden, wo wir ihn so oft wie möglich besuchen kamen. Diese Momente verliefen sehr harmonisch.

Die nachfolgende Zeit verlief sehr chaotisch und verstrickt. Immer wieder zog es mich zu meinem Exmann hin. Weil der Vermieter meines Häuschens Eigenbedarf anmeldete zog ich wieder dorthin, wo er wohnte. Es kam zu erneuten Trennungen und Wiedersehen. Er zog fort, ich besuchte ihn oft. Er ging in eine Psychosomatische Klinik und machte dort eine Therapie - lernte dort eine junge Frau kennen, fühlte sich hin und hergerissen. Der Bruch zwischen uns war nicht mehr zu kitten. Er lernte häufiger neue Frauen kennen - ich versuchte immer wieder, Freundschaft mit ihm zu halten, was nicht gelang. Dann zog ich nach Deggendorf. Dort sagte ich ihm zuletzt in aller Ernsthaftigkeit, dass ich keine intime Verbindung mehr wünsche. Das war das letzte Mal, dass ich etwas von ihm gehört hatte.

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Auch sagen sie: "Wie sollten wir, wenn wir Gebein und Staub geworden sind, wieder zu neuen Geschöpfen auferweckt werden können!" Antworte: "Ja, und wärt ihr auch Stein oder Eisen oder sonst ein Geschaffenes, das nach eurer Meinung noch schwerer zu beleben ist...."
Koran, Sure 17 Vers50-52

Die erste große Entscheidung in die innere Freiheit

Die kommenden Monate verliefen sehr friedlich und angenehm, wenn ich auch bisweilen die Nähe eines Menschen vermisste. Ich baute begeistert meine Homepage aus, und unternahm mehr in der Natur, suchte mir Leute, und trat dem Seniorenclub Deggendorfs bei mit welchen ich in die Berge des Bayrischen Walds fuhr. Das machte mir große Freude.

Eines Tages lernte ich über meine Internetseite, meinen neuen Gefährten kennen. Er war auf mich aufmerksam geworden und hatte mich angeschrieben. Es dauerte nicht lange, da kam er unvorhergesehen nach Bayern gereist, um mir einen Überraschungsbesuch abzustatten. Ich hatte an diesem Tag vor einem Handarbeitsladen gesessen und am Freundschaftsband für ihn geknüpft. Und dabei war mir der Gedanke gekommen: "Wenn das fertig ist, dann kommt er!" Und da wurde mir bewusst, dass es bereits fertig war. Ich ging wie ferngesteuert zum Bahnhof und fragte mich, warum ich das tat. Auf diesem Weg hatte ich das unfehlbare Gefühl, dass "er" ganz in der Nähe war. Und als ich nach Hause kam, überraschte er mich zusammen mit den Kindern - mit welchen er sich einen kleinen Streich für mich ausgedacht hatte... wenige Monate später zog er bei mir ein.

Ab da häuften sich merkwürdige Träume und ich erwachte Nachts schreiend, weil ich das Gefühl gehabt hatte, dass mich eine unsichtbare, mächtige dunkle Kraft lähmte und ich nicht mehr um Hilfe rufen konnte.

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"Wir sehen uns wieder ..."
in vielen Western-Filmen der letzte Satz des sterbenden Cowboys

Das Erwachen - Zusammenhänge mit anderen Leben

Nach einiger Zeit stellte es sich heraus, dass mein Freund ein extremer Borderliner war. Diese Krankheit ist inzwischen anerkannt. In dieser Zeit begann ich zum ersten Mal in meinem Leben zu erahnen, dass die Hintergründe für mein bisher so chaotisches Leben nicht in der Verursachung von anderen lag - sondern an meiner eigenen Verursachung - und zwar aus anderen Existenzen. Je mehr ich versuchte, diesem Menschen Liebe zu geben, desto mehr lehnte er sie ab. Je mehr ich versuchte aus der Situation zu fliehen, desto schneller holte sie mich wieder ein. Und mir dämmerte, dass es einen anderen Weg geben musste, wie ich mit diesen Unebenheiten in meinem Leben umgehen konnte.

Er erklärte mir z.B. dass andere sagten, ich sähe aus wie eine Hexe, er schrieb mir E-Mails mit dem Pseudonym anderer Namen, die so echt aussahen, dass ich es lange Zeit nicht merkte - die zuerst voller Liebe und Anerkennung waren, und sich dann zuletzt darin offenbarten, dass er mir den Untergang meines Freundes anlastete; dass ich ihn umbringen würde mit meinem Heilgefasel und meiner Aufarbeitungsarbeit. Er inszenierte geschickt Effekte, die mich glauben ließen, dass jemand im Raum sei, während ich niemanden sah - oder dass Geistwesen anwesend wären. Oft erschreckte er mich so, dass mir das Herz lange bis zum Kopf schlug... mit der Zeit kannte ich alle Effekte und Tricks und das enttäuschte ihn manchmal so sehr, dass er bockig reagierte. Er wurde böse, wenn ich Interesse für seine Aktivitäten und Ideen zeigte. Er wurde böse, wenn ich sie nicht zeigte, weil er sonst böse wurde. Wenn ich ihn einlud, etwas mit mir zu tun, lehnte er ab, wenn ich ihn nicht einlud, reagierte er gekränkt. Er fuhr auffällig häufig zu seiner Mutter, um dann zurückzukommen und zu schildern, wie sie ihn wieder seelisch fertig gemacht hätte. Oft blieb er wochenlang fort - oder suchte sich Beschäftigungen, die außerhalb waren, wo er lange Zeit fortbleiben musste. Es gab viele Dinge die mir zeigten, dass er selbst innerlich so verknotet war und dass er selbst unter diesem Verhalten litt. Dogmatische religiöse Vorstellungen, mangelnde Liebeszuwendung in der Kindheit etc. mochten in diesem Leben dazu geführt haben.

Und doch ahnte ich, dass es auch auf meiner Seite etwas geben musste, das die Reaktion meiner bisherigen Lebensgefährten auf mich so ausfallen ließ. Es musste eine Verbindung dazu geben, die mir nur noch nicht bewusst und verständlich geworden war. Und ich erkannte, dass es
nur ein einziges Mittel für eine Heilung gab: bedingungslose Liebe

Einmal mehr in meinem Leben übte ich mich, die unglaublichen Dinge, die mir durch meinen Freund widerfuhren in Liebe zu baden. Es tat oft schrecklich weh, weil ich mich so "ungerecht" behandelt fühlte und Wut in mir aufsteigen wollte. Oft sagte ich mir: "Das habe ich nicht verdient - warum sollte ich mich mit ihm weiter herumschlagen?!".
Woraufhin sich die Situation sofort weiter verschlechterte. Wenn ich aber hingegen der zweiten Stimme folgte, die sagte: "Versuche es noch einmal, vielleicht hast du noch etwas übersehen!" - und wenn ich weiterhin mein Herz offen hielt und liebte, egal welcher Spiegel mir entgegen gebracht wurde, dann wurde es heller in mir und um mich herum. Und die selbst zerstörerischen und destruktiven Handlungen hörten für kurze Zeit auf.

Totenschädel-Säulen und Schreien!

Als ich die erste Zeit mit ihm in einem Bett schlief, hatte ich immer wieder ähnliche Träume, aus welchen ich stöhnend und wie in einem "gebannten" Zustand erwachte. Immer wieder sah ich riesenhafte Säulen aus Totenschädeln (wie Kleeblätter aneinander gereiht, 50zig-fach übereinander gestapelt. Ich sah diese Säulen und hatte so etwas wie eine "unbewusste Erinnerung", das heißt Ahnung - vielleicht aus einer Zeit der Azteken oder ähnlichen Völkern, die Menschen opferten.

Häufig vorkommende Situationen von Schatten-Erinnerungen

Manchmal gibt es Fälle, wo Menschen täglich mit ihren Ängsten und emotionalen Behaftungen konfrontiert werden, so dass sie sich in Therapeutische Hilfe begeben müssen - oder nicht ohne Medikamente auszukommen scheinen.

Ein Beispiel, das durch Jürgen Fliege's Sendung an die Öffentlichkeit kam, ist der Mann, der täglich neu erlebt, wie er von einer Kreissäge in der Mitte auseinander gesägt wird. Und das auch, während er Auto fährt!

Ich selbst habe oft erlebt, wie mir jemand auf den Rücken schlug, als ich an ihm vorbei ging, oder wie mir jemand mitten ins Gesicht schlug, obwohl er lächelnd an mir vorbei ging. Manchmal spürte ich ein Messer drohend hinter mir. Aber ich denke dann nicht etwa, dass sie in Wirklichkeit Groll auf mich hegen, sondern ich habe gelernt anzunehmen, dass es wohl eine unbewusste Rückerinnerung in eine Zeit ist, wo ich geächtet und geschändet worden war - und zuletzt auch daran starb. Und ich habe es geschafft, dass diese Emotion mich nicht in der Hand hat. Wenn ich es erlebe, beruhige ich mich selbst, nehme mich an der Hand und sage: "Wer weiß, was du in anderen Leben alles angestellt hast!" und nehme die Situation an. Meistens löst sich das Gebilde sofort auf.

Früher war es manchmal so, dass ich mir in Angstsituationen vorstellte, wie es wäre, wenn nun das Licht ausginge - und ich bekam Schweißausbrüche und Herzklopfen, mir wurde siedend heiß. Wenn ich Schnupfen hatte, war er augenblicklich verschwunden. Und dann ging tatsächlich das Licht aus. Einmal war die Angst so schlimm, dass ich glaubte mir würde das Herz stehen bleiben. Das lag wohl auch daran, dass ich ja auch schon als Kind Erlebnisse mit geisthaften Wesen gehabt hatte. Aber diese stehen vermutlich auch in Zusammenhang mit vergangenen Leben. Oft konnte ich nächtelang nur mit offenem Licht schlafen - auch als Erwachsene. Oder ich schlief vor dem Fernseher ein - Hauptsache es wurde nicht dunkel - und still!

Wenn ich nachts zur Toilette gehe - das geht schon viele Jahre so, sehe ich stets einen unsichtbaren Schatten hinter einer Türe stehen. Früher konnte ich mich nächtens nur zur Toilette wagen, wenn ich vorher Licht gemacht hatte. Heute kann ich dennoch auf die Toilette gehen - gehe auch manchmal sogar im dunkeln durchs Treppenhaus, wenn ich noch außer Haus gehe - oder nachts nach Hause komme. Und es macht sogar Spaß. Die Erscheinungen sind noch da - aber sie machen mir nur noch sehr selten Angst! Der Schatten hinter der Türe ist seit ca. 4 Wochen verschwunden! (aufgeschrieben am 15.02.2008)

Als "die Zeit reif" zu sein schien, kam es zu einem Manöver, das zum Teil von meinem Freund selbst gesteuert schien, das zum Teil aber auch von "höheren Mächten" eingeleitet worden war. Er ging für sein Leben gerne in die Berge. Er fuhr auf mein Anraten hin, dass er einmal eine Woche lang in die Berge wandern gehen solle, um sich über sich selbst und unsere Beziehung Gedanken zu machen, mit dem Rucksack nach München. Von dort aus wollte er in die Berge fahren. Nach ein paar Tagen kam eine E-Mail, dass es Licht würde und eine Entscheidung nahe. Ich solle mich nicht fürchten, es sei alles gut. Als eine weitere Mail dieser Art folgte, spürte ich plötzlich einen tiefen Schmerz in mir. Das schrieb ich ihm, und fragte ihn, ob er mir sagen könne, warum es so weh tue. Er schrieb zurück, dass er es mir hätte später sagen wollen. Es stellte sich heraus, dass er sich schon zu Beginn mit einer Frau verabredet hatte, die ihm oft E-Mails geschickt hatte, in welchen sie ihm erklärte, dass sie ihn schon aus vielen Leben kannte und liebte. Viele Frauen hatten ihm geschrieben. Und alle hatten den gleichen Wunsch gehabt: ihn für sich zu gewinnen. Es war schwer für mich, loszulassen, denn ich fühlte mich belogen und hintergangen, bloßgestellt und verlassen. Deshalb verlängerte sich der Prozess um einige schmerzhafte Erkenntnisse - aber auch um einige schöne Erfahrungen mehr. Zuletzt konnte ich meinen Freund in Liebe gehen lassen.

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Müssen wir, weil die Schildkröte einen sicheren Gang hat,
die Flügel der Adler beschneiden?
Edgar Allen Poe

Neubeginn im bewussten Erkennen und Leben mit der Reinkarnation

Hilfe dafür hatte ich zuletzt auch "von oben" bekommen. Auch ich lernte während dieser Zeit einen neuen Mann kennen. Er hatte mich in einem Freundeforum entdeckt. Ich hatte mich bei den Männern umgesehen, welche die Schlagworte Vegetarier, Wandern und Meditation bei sich eingegeben hatten. Und da war mir ein Mann besonders aufgefallen. Wenige Tage später schrieb er mir, dass er mich kennenlernen wolle und dass wir ja mal in den Bergen wandern gehen könnten. Ich schaute mir das Bild noch einmal an und wieder hatte ich dieses merkwürdige Gefühl, als ob sich in mir ein großes Tor öffnen würde. Ungefähr zwei Wochen später trafen wir uns - und eine merkwürdige Fügung wollte, dass es ganz unverkrampft passierte. Innerlich hatte ich mir so eine Art Schutzplan aufgestellt. Ich wollte nur eine Bekanntschaft mit ihm... aber es kam anders. Schnell wurde mir klar, dass auch diese Verbindung eine tiefere Bedeutung hatte, die ich noch nicht bewusst begriff. Oft wusste ich gar nicht, warum ich etwas tat. Aber ich hatte mir fest vorgenommen, nicht mehr meinen Verstand zu fragen, sondern mein Herz. Und so sagte ich ihm, dass ich ihn liebe, egal wie er das empfinde. So lange ich mich neutral gab, floss er über vor Begeisterung und redete wie ein Wasserfall. Aber sobald ich Gefühle zeigte, verhielt er sich verschlossen und unnahbar. Ich gab nicht auf. Nach zwei Wochen schrieb er mir, dass er mich sehen wolle, ich könne ihn ja besuchen.

Ich zog ein herrlich luftiges Kleid an, was ich äußerst selten tue und machte mich in meinem schönsten "Fetzen" auf den Weg. Weil die S-Bahn nur bis zwei Stationen früher fuhr - und die nächste erst in einer dreiviertel Stunde kommen sollte, entschloss ich mich zu Fuß zu gehen. Der Weg entpuppte sich als ein endloser Schlauch an vielbefahrenen Schnellstrassen entlang. Dann kam ich auch noch an der elend langen Mauer des KZ-Dachau vorbei - und ein unbestimmtes Gefühl, dass es einen tieferen Grund gab, warum meine Entscheidung zu Fuß zu gehen, mich ausgerechnet hier vorbeilaufen ließ. Vielleicht hatte es eine Verbindung zu einer anderen Existenz? - und diese wieder zu unserer Verbindung!? Bei unserem ersten Treffen hatte er zu mir gesagt: "Du hast mich gerettet!" und "du bist mir vom Himmel geschickt!" Warum hatte er das gesagt?

Viele Bilder kamen in mir hoch und ich fragte mich allen Ernstes, "wo ich da hinwanderte!!! Und warum in aller Welt ich mir das antat!" Immer wieder sagte ein trotziges Kind in mir: "Mensch, geh doch wieder nach Hause. Was hat das alles überhaupt für einen Sinn. Der ist doch sowieso verschlossen wie ein Banksafe. Vielleicht hat man den mal eingemauert... Das hast du doch gar nicht nötig!" Und die andere Stimme sagte: "Es ist doch gar nicht wichtig, ob er dich liebt. Du weißt doch, wenn du die Liebe hast, dann ist es immer gut! Hast du Gefühle für ihn?! Wenn ja, dann geh jetzt hin, du kannst ja jederzeit nach Hause fahren. Also geh hin!" Ich ging hin und nahm mir vor, ganz kühl zu sein und sachlich. Er machte die Tür auf, und empfing mich ziemlich "verheiratet". Da waren meine Vorsätze schon recht kleingeschmolzen... und ich blieb. Ich erfuhr so viel Zärtlichkeit und sanfte Liebe - fühlte mich mit meinen Gefühlen angenommen und geliebt. Ich spürte zwar, dass er in bestimmten Situationen gewisse Schwierigkeiten hatte, aber die hatte ich ja auch. Und ich war sicher, dass die Liebe fähig war, all das zu heilen. Und mir fiel auf, dass wir in sehr vielen ungewöhnlichen Dingen die gleichen Interessen hatten.

Aber diese wunderbare Offenheit von ihm blieb nicht lange. Schon nach kurzer Zeit erkannte ich durch die 3-jährige Erfahrung zuvor, dass auch er Borderliner war. Doch diesmal sagte ich mir: "Ok, diesmal werde ich mich stellen. Und ich werde nichts unversucht lassen. Ich will nicht mehr fortlaufen, wenn es unangenehm wird. Ich will nicht mehr aus Angst schweigen, wenn es sich ungerecht anfühlt. Ich will mich nicht mehr von meinen Ängsten beugen lassen - aus Angst verlassen zu werden, wenn ich nicht zu allem gleich "ja" sage.

Und ich will lieben, was auch kommen mag,
ich will nie mehr "nie wieder" sagen -
und will immer wieder aus ganzem Herzen lieben!

Und die Prüfungen blieben nicht aus. Aber die bewusste Beobachtung und tiefe Meditation während der Vorkommnisse brachte immer wieder Erkenntnisse und führte mich immer wieder in den Fluss der Liebe zurück.

Er versuchte bald, die schönen Gefühle, die er während wir uns liebten empfand - und die er auch während unseres Zusammenseins erfuhr zu unterdrücken. Ich hatte stets das Gefühl, als würde er sie sich nicht erlauben. Auch hier erwachte ich öfters schreiend, weil ein dunkler Geist im Schlaf versuchte mich zu bannen. Ich hatte des öfteren tatsächlich Träume, die mich sehr an die Nazizeit erinnerten. Irgendwann besuchten wir seine Eltern und Geschwister in Frankfurt und dort spürte ich noch klarer, dass es eine Verbindung mit der Nazizeit oder zumindest mit einer Zeit in einem Krieg - aus der neueren Zeit gab. Ein andermal hatte ich ihn auf der Couch liegen sehen - und ich sah, wie er schwerverwundet auf einer Bahre lag - es war in einem Raum, das mich an ein U-Boot erinnerte. Und ein Gefühl sagte mir, dass er sehr viel Verantwortung auf sich genommen hatte - und zuletzt einen Fehler gemacht hatte, der ihm und vermutlich auch vielen Anderen, denen er vorgestellt war - das Leben gekostet hatte. Und im Zeitpunkt seines Todes hatte er sich vermutlich "geschworen": ich will nie wieder einen Fehler machen!

Und so wurde er tatsächlich in diesem Leben ein Perfektionist, der sich für jeden kleinsten Fehler selbst bestrafen wollte - und auch keine Fehler bei anderen duldete. Und so sah ich meinen Teil der Übung darin, wenn er Fehler machte, ihm zu sagen, dass es nicht tragisch sei - und ihm das auch tatkräftig zu zeigen - und wenn ich einen Fehler gemacht hatte, dazu zu stehen und es mir selbst zu verzeihen, auch wenn es ihm schwer fiel. Das führte dazu, dass ich in vielen Situationen gelassen blieb. Aber das gelang mir nicht immer. Vor allen Dingen dann nicht, wenn er in einer Trotzphase in Worten sehr ungerecht und äußerst verletzend wurde, indem er "weit unter die Gürtellinie" zielte.

Nachts lag er im Bett plötzlich am äußersten Rand, so dass über 1 Meter Platz zwischen uns wurde - gefühlsmäßig wurde es eiskalt. Er wurde an seinem Geburtstag und anderen Festtagen sehr merkwürdig, arbeitete schwer und ich half ihm. Auf Gratulationen und Zärtlichkeiten reagierte er kalt und abweisend. Mehrere Male konnte ich es kaum aushalten und wollte nach Hause gehen. Aber er hielt mich fest. Und er sagte, er wolle doch nicht mehr zerstören... er sei zu lange einsam gewesen. Ja - er hatte auch in seinen Beziehungen oft eisige Kälte gelebt - bis die Frauen von selbst fortgingen. Er hatte sich die Liebe regelrecht verboten. Das musste tiefe Gründe haben, und ich hatte den unerschütterlichen Wunsch und die Vorstellung in mir, dass wir es zusammen schaffen würden.

Ich schaute mich nach Therapiemöglichkeiten um. Und ich sagte zu mir selbst: "Wirklich helfen kannst du nur, wenn du - egal was er tun wird - vor allen Dingen auf dich selbst schaust, und es hauptsächlich für dich tust. Wenn er nicht mitmachen will, machst du es alleine - und schaust, was für Aspekte du alles in dir selbst erlösen kannst. Das wird dir in jedem Fall weiterhelfen. Es wird helfen, dich entweder richtig von ihm zu lösen, oder dass es plötzlich besser in der Beziehung läuft. Und wenn er mitmachen will, dann ist es noch besser, weil du ihn nicht gezwungen hast!" Diese Erkenntnis hielt ich mir in schwierigen Situationen so oft wie möglich vor Augen.

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Es gibt viele Tiere die sich vor Gott verneigen oder beten. Du musst nur darauf achten wenn du Tiersendungen anschaust.
Es verneigen sich sogar Sterne und Pflanzen.
Siehst du nicht, wie sich jeden Abend die Blumen verneigen bevor sie schlafen?
Das ganze Weltall verneigt sich vor Gott.
Nur der Mensch ist hochmütig.

Aus einem Forum im Internet

Die Feuerzeremonie

Ich begann selbst damit, "Feuerkreise" zu machen. In dieser Zeremonie durchtrennte ich die Nabelschnur zwischen mir und allen Möglichen Personen, von welchen ich spürte, dass eine negative Verbindung bestand. Diese Zeremonie hilft das zu trennen, was negativ ist. Das was aus dem Stoff der Liebe zwischen zwei Menschen besteht, bleibt erhalten. Ich machte das mit jeder Person einzeln. Ich stellte mir vor, wie sie im einen Kreis einer liegenden goldenen 8 vor mir saß, und ich im anderen Kreis. Ich hatte Weihrauch entzündet und einen Bergkristall dabei liegen, manchmal auch einen schwarzen Turmalin. Ein Papier zerschnitt ich in 1cm breite Streifen. Darauf schrieb ich an einem Ende meinen Namen, am anderen Ende den Namen der anderen Person. Manchmal tat ich das auch mit meinen Krankheiten, Ängsten, Befürchtungen, Unguten Angewohnheiten.
Und jedes behandelte ich einzeln.
Ich dachte an Verwandte, Freunde oder andere Personen, die ich in einer negativen Verbindung mit mir spürte. Dann stellte ich mir die Verbindung (ein paar fingerbreit oberhalb des Bauchnabels) vor. Manchmal sah ich ein dünnes Seil. Manchmal war eine starke metallene Seiltrosse, ein anderes Mal einen Betonstrick. Nun bat ich die Engel Gabriel und Michael diese Verbindung mit ihrem Feuerschwert zu durchtrennen - und ich half dabei imaginär, indem ich mit der Hand einen symbolischen Schnitt durch die Verbindung machte. Und dadurch, dass ich den Papierstreifen anzündete und dafür sorgte, dass er bis zum letzten Fitzel abbrannte. Mir fiel dabei auf, dass tatsächlich die Streifen mit den Namen derer, wo es besonders schwierig zu sein schien, auch länger brauchten - oder mehrere male entzündet werden mussten, bis sie vollständig abbrannten.
Dann sagte ich dazu, was ich zu dieser Verbindung immer mal hatte sagen wollen, was mir wehtat, wie ich auch den anderen verstand - und bat um Vergebung für alles, was ich dieser Person je in allen Dimensionen, allen Zeiten oder Ebenen angetan haben könnte. Auch die Dinge, die mir nicht bewusst waren. Und ich vergab für alles, was diese mir je in allen Dimensionen, allen Zeiten oder Ebenen angetan haben könnte. Jetzt legte ich auf die Stelle der Person, an welcher diese Verbindungsschnur zuvor gewesen und nun eine "Wunde" war, eine Lotusblüte zur Heilung. Ebenso auf meine "Wunde". Ich bedankte mich für die Heilung und beendete die Zeremonie.

Und immer, wenn ich das tat, stellte sich ein fröhliches, warmes, sehr erleichtertes Gefühl bei mir ein. Und nicht selten erlebte ich plötzlich auch mein Gegenüber in einer freundlicheren Haltung. Auch zu Sonnwendfeiern - oder auch zur Sonnenfinsternis habe ich immer wieder solche Zeremonien bewusst gemacht! Und es half!!!

Barbara Ann Brennan - Energetische Verbindungen   Barbara Ann Brennan: Die Aura Liebender
Illustrationen: Barbara Ann Brennan

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Mein Gutes ist nicht verloren...
Mein Gutes zeigt sich - jetzt !
mein Gutes siegt jetzt in meiner Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft!

Erste Früchte mit der neuen Erkenntnis

An Weihnachten machte mein Liebster dann in der Nacht "richtig" Schluss. Er erklärte mir, dass er mir alles, was mir gehören würde - und was von mir sei - nachschicken würde. Er wolle nichts davon. Das tat furchtbar weh! Es tat immer am meisten weh, wenn er nicht einmal das stehen lassen konnte, was zuvor schön gewesen war. Ich lag neben ihm im Bett und konnte nicht schlafen. Aber diesmal wollte ich das nicht "unbewusst" vorbeigehen lassen. Ich spürte tief hinein in dieses Gefühl und erkannte: ich "brannte"! Brennen - Feuer! Und jetzt wollte er sich unbewusst für diese Taten rächen. Doch diese "alte Rechnung" hätte keinen Sinn gehabt, wenn ich nicht gespürt hätte, dass es da ein paar Vorexistenzen gegeben haben musste, in welchen ich ihm selbst zugesetzt hatte. In welcher Form auch immer. Es dämmerte mir, dass ich in einer anderen Existenz wohl als Hexe mein Leben gelassen hatte, weil ich ihm nicht willig gewesen war. Auch hier gab es wieder eine Verbindung zu meinem Dasein als Hexe. Vermutlich hatte ich auch ihm irgendwann einmal einen Bann gemacht, der ihm nicht nützte, sondern tödlich schadete.

Diese Erkenntnisse gaben mir neuen Mut und neue Kraft. Und so hörte ich nicht auf, es immer wieder neu zu versuchen. Aber in den ersten Fällen versagte mir oft meine Geduld - was wohl noch Überbleibsel aus der Zeit, die ich mit meinem Sohn geschildert hatte, herrührte. Vor Verzweiflung klebte ich ihm eine in verschiedenen Situationen. Einmal zerknickte ich ihm seine teure Brille, woraufhin er völlig stur blieb - und auch nicht einsehen konnte, dass er mich zutiefst beleidigt hatte - und er wollte, dass "endlich Schluss" ist.

Nun - diesmal ließ ich ein paar Tage verstreichen, was mir sehr schwer fiel. Während dieser Zeit übte ich mich darin, mich selbst zu lieben - mich selbst daran zu erinnern, wie schön es mit mir ist. Ich tat schöne Dinge und genoss sie. Dann fuhr ich am Abend wieder zu ihm. Schon auf dem Weg hatte ich mich in der innerlichen Vorstellung in goldenes Licht gehüllt und die Engel um Beistand gebeten - auf eine Weise, in welcher ich mich schon dafür bedankte, dass sie mir halfen - und mich innerlich auf ein Gelingen einstellte. Die sonst um diese Zeit längst verschlossene Haustüre stand offen - und so kam ich bis vor seine Wohnungstüre. Er öffnete und wirkte sehr nüchtern und kühl - und ich blieb klar und ruhig. Er meinte, dass es nichts mehr zu sagen gäbe und hielt die Türe nur einen Spalt offen. Ich sagte ihm, dass es in Ordnung sei, wie er sich entscheiden würde - denn ich hätte ihm nur zu sagen, dass er recht hätte - und dass ich falsch gehandelt hatte. Und ich bat hereinkommen zu dürfen, um ihm das näher zu beschreiben. Da ließ er mich herein.

Überall standen Kisten herum, die er schon für mich gepackt hatte. Er hatte wohl seit Tagen nichts gegessen, denn er sah recht mitgenommen aus. Und es standen noch viele offene Kisten und Sachen herum, die er wohl gerade hatte einpacken wollen.

Er meinte, dass ich doch die Wahrheit gesagt hätte - und dass er immer alles zerstören wolle - und dass er unter diesem Verhalten diese Watsche wohl verdient gehabt hätte. Aber ich sagte ihm, dass es wohl so sein möge, dass ich aber für meinen Teil dennoch nicht richtig gehandelt hatte. Und ich müsse ihm noch etwas wichtiges sagen: Es sei recht, dass er mir die Sachen alle schicke, denn ich hätte schon wichtige Verwendung dafür: "Die Bettdecken werde ich alle selbst unter und über mich legen - und werde dabei voller Liebe an dich denken! Die Kerzen werde ich entzünden und lauter heilende Gedanken an dich schicken. Ich werde das Licht ganz besonders für dich brennen lassen!" ... und so erklärte ich es ihm für jeden Gegenstand. Und zuletzt sagte ich: "Wenn der Satz, dass ich deine Rettung bin, den du mir gleich bei unserem Ersten Treffen sagtest - stimmen sollte, dann kann es nur deshalb sein, damit ich dir immer wieder sage, wie wertvoll du bist. Und dass es ganz egal ist was du tust. Denn du bist immer geliebt!"

Und dass ich nur gekommen sei, um ihm das zu sagen - dass ich auch gleich wieder gehen würde... Diesen Abend ging ich nicht mehr von ihm fort. Er hatte sich mir während dem ich ihm das alles gesagt hatte, langsam genähert und ließ mich zuletzt nicht mehr fortgehen.

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Liebe verändert
Liebe wandelt
Liebe erfüllt
Liebe heilt

noch einmal Feuerzeremonie: Heilung meiner Neurodermitis

Eines Tages gab es wiedereinmal einen Vorfall der mich so schmerzte, dass ich beschloss, sofort zu handeln. Ich wollte die ganze geballte Verzweiflung in Liebe umwandeln!

Ich erkannte, dass es nicht wichtig ist, dass wir uns behalten, oder dass ich ihn behalte,
sondern dass ich die Liebe in mir - für mich selbst und für andere strahlend erhalte!!!

Dazu wollte ich jetzt gleich unbedingt die Feuerzeremonie machen

So bereitete ich alles vor: meine Weihrauchschale, Kerzen, einen kleinen Teppich, auf dem ich mich geborgen fühle - eine ansprechende, meine Gefühle ansprechende Musik. Ich stellte mich vor mein Gemälde Du bist nicht allein (es hängt im Wohnzimmer über dem Esstisch), und konzentrierte mich auf das strahlende Licht. Ja - das war es, das wollte ich! Ich wollte meine Verbindung zu Gott - der Liebe in mir Selbst, die Geborgenheit, die in mir wohnte - wieder spüren!

Ich betete zu den Engeln, um ihren Beistand und ihre Führung. Dann schrieb ich viele Papierstreifen: "für meine Eltern, meinen Papa und meine Mama. Für meinen Sohn, für meine ungeborenen Kinder. Für meinen Ehemann und meine ehemaligen Geliebten. Für meinen Ahnen. Für meinen verstorbenen Bruder. Für meine "Feinde" und für alle Menschen, die mit mir in Verbindung stehen. Für meine innere Not und meine Angst. Für meine Krankheiten. Und jedes behandelte ich einzeln.
Dann bat ich den Erz-Engel Gabriel um seine Kraft und darum, dass er mit seinem Feuerschwert diese negative Verbindungen mit seinem Feuerschwert zu durchtrennen - und ich half dabei imaginär, indem ich mit der Hand einen symbolischen Schnitt durch die Verbindung machte. Und dadurch, dass ich den Papierstreifen anzündete und dafür sorgte, dass er bis zum letzten Fitzel abbrannte. Dann sagte ich dazu, was ich zu dieser Verbindung immer mal hatte sagen wollen, was mir wehtat, wie ich auch den anderen verstand - und bat um Vergebung für alles, was ich dieser Person je in allen Dimensionen, allen Zeiten oder Ebenen angetan haben könnte. Auch die Dinge, die mir nicht bewusst waren. Und ich vergab für alles, was diese mir je in allen Dimensionen, allen Zeiten oder Ebenen angetan haben könnte. Jetzt legte ich auf die Stelle der Person, an welcher diese Verbindungsschnur zuvor gewesen und nun eine "Wunde" war, eine Lotusblüte zur Heilung. Ebenso auf meine "Wunde".
Ich bedankte mich für die Heilung und beendete die Zeremonie. Während dieser Sitzung wurde ich plötzlich von einem ergreifenden Gefühl erfaßt und musste bitterlich weinen. Ich ließ es zu und machte weiter. Auch die aufgestellten Kerzen halfen mir dabei.

Und als ich am nächsten Morgen erwachte, hatte ich eine Haut wie ein Baby im Gesicht!!! Und das ist bis heute so geblieben.

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Es wird mir zu jeder Zeit und in jeder Situation gezeigt, was zu tun ist.
Jeder Grashalm - jedes kleine Od kann mir Zeichen und Wunder sein!

Weitere hilfreiche Heilmethoden

In der Zwischenzeit lernte ich noch andere hilfreiche Heilmethoden kennen, die ich dankbar annahm:

Schwitzhüttenzeremonie: hier versöhnt man sich selbst unter der Hilfe der "Mediziner" (der glühend heißen Steine), die in der Mitte der Schwitzhütte liegen - und mit dem Element Wasser (Aufgüsse) mit den Ahnen und anderen - ähnlich wie bei der Feuerzeremonie.

Familienstellen mit Personen: hier werden aktuelle Familiensituationen aufgestellt. Die Personen werden dabei im gefühlsmäßigen Verhältnis miteinander aufgestellt

Rückführungstherapie: (auch mein Schatz ließ sich zurückführen)

Geistheilung: ein Geistheiler führt anhängende, besetzende oder umsitzende Wesen (Geister, Verstorbene oder auch Dämonen) mit Hilfe der Engel ins Licht

Diese Vorfälle haben sich wiederholt - immer etwas abgewandelt, so dass ich es nicht immer gleich merkte. Und ich reagierte zunehmend gelassener darauf. Wenn "es vorbei war", war es meist wie nach einem herrlichen Gewitterregen, wo alles frisch erstrahlt und wunderbar riecht und leuchtet! So wusste ich, dass es richtig gewesen war, dass ich es immer wieder in Liebe versuchte.
Nur einmal kam es zu einem Verhalten, wo ich das deutliche Gefühl hatte, dass es nicht richtig wäre, wenn ich mich in dieser Situation unter meine innere Würde stellen müßte, um das auf mich nehmen zu können. Ich spürte, dass es nun eine Situation war, in welcher er selbst sich einen Schubs geben müßte, um auf mich zuzugehen. Ich blieb ein paar Tage fort, dann fuhr ich wieder zu ihm hin und sagte ihm das. Er verstand es und freute sich wie ein kleines Kind, dass ich gekommen war.

Seither hat es immer wieder Situationen gegeben in welchen Ansätze zu alten Verhaltensmustern auf beiden Seiten zu erkennen waren. Aber es gelingt uns immer besser, diese durch neue Verhalten, die von Liebe erfüllt sind zu ersetzen...

hier geht es weiter zum Thema: Reinkarnationstherapie, wo ich näher darauf eingehe, was bei dieser Therapieform geschieht.

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