Neue Wege
Wie ich zur FRohkost kam
 

© Regina F. Rau


FRohkost-Übersicht
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Als kleines Kind war ich sehr oft damit beschäftigt, alles, was es im Garten gab, zu probieren. Meine Mutter hatte ihre liebe Not damit, wenn sie mich fand, wie ich gerade eine giftige Eiben-Frucht probierte - oder das Blatt eines Gummibaums. Sie erklärte mir, dass ich das nicht tun dürfe, weil manche Pflanzen sehr sehr giftig seien und ich davon sterben könne.
Zugegeben, ein bißchen bange machten mich diese Aussichten schon, wenn ich wieder auf kulinarische Entdeckungsreise ging. Aber die Neugier war eben größer. Wie wohl dieses blaue Blütenblatt der Hortensien schmeckte? Oder die Rose dort drüben? Und die roten Früchtchen der Eibe, mit der verführerischen Vertiefung, wo nicht selten ein Tröpfchen golden schimmernden Nektars daran hing. Natürlich habe ich mir damals keine Gedanken über die Namen der Pflanzen gemacht.

Bauchweh? Nein - das habe ich nie erlebt. Ich probierte winzig kleine Stückchen - gerade mal so viel, daß ich den Geschmack in mir aufnehmen konnte. Ich mußte einfach wissen, wie die herrlich unterschliedlichen Farben und Düfte schmeckten. Es kam auch vor, daß ich mit einem Löffel aus der Küche in der Erde grub, um ein bißchen davon zu essen. Ich kann mich heute noch so deutlich an die Entdeckungen erinnern, die ich da machte - als wäre es gerade eben passiert.

Freude am Essen

Ohne Sonne sind die Tage
grau und verhangen
dein Gemüt beweint sich selbst
empfindet den Wind... den Regen
als Belastung -
sehnt sich nach Sonne

Ich esse die Sonne
behalte die Sonne in mir
auch wenn es regnet und stürmt
sehe die Schönheit auch hier
freue mich sogar,
dass der Mensch nicht alles besiegt.

Ich kann warten auf die Sonne,
denn ich trage die Sonne in mir
Autor unbekannt
Früchte angerichtet

Exotisches Früchte-Banquet

Möglicher Weise habe ich deshalb heute das deutliche Gefühl des Geschmacks, wenn ich Farben betrachte. Ich erlebe immer wieder, wie ich von der Betrachtung mancher Bilder, oder auch nur farbiger Gegenstände - vor allen Dingen aber von den herrlichen Farben, die die Natur hervorbringt - Geschmack spüre... satt werde. Auch der Anblick von Schnee und Eis weckt in mir einen bestimmten Geschmack, den ich über alles liebe.

In der Schule war ich etwas außerhalb der Gruppen, weil ich mich mehr für die Natur und den Grund meines Daseins interessierte, als für die herkömmlichen Spiele und Unternehmungen. Immer saß ich da und dachte über irgendwelche Zusammenhänge nach.
Viele Jahre später - ich mag so um die 13 Jahre alt gewesen sein, hörte ich ein paar Nachbarkinder über Drogen reden. Auch meine Mutter hatte mich eingehend vor Drogen gewarnt. Da saß ich - und vor mir tauchten die seltsamsten Bilder auf. Da plötzlich kam mir der Gedanke, daß eigentlich alles Droge sein müsse - was der Mensch nicht wirklich zum Leben braucht. Und es dämmerte mir,daß auch unsere Nahrung eine Droge sei, an die wir uns gewöhnt hatten, die wir aber nicht wirklich zum Leben bräuchten. Bei diesem Gedanken erinnerte ich mich plötzlich auch daran, wie ich als Kind das, was mir meine Mutter fütterte, ständig erbrach. Ich sehe manche Bilder deutlich vor mir. Dass sie mich zuletzt in eine Klinik hatte einweisen müssen, und ich dort an einem Tropf zwangsernährt wurde, hat sie mir später selbst erzählt.
Einige Zeit später kam ich wieder zur Betrachtung über dieses Thema. Ich hatte meine erste Zigarette probiert. Und danach war es mir so übel ergangen, daß ich mich hatte übergeben müssen. Da war doch ein wichtiger Hinweis?! Ich dachte - so ähnlich müsse das mit dem Essen auch sein - aber wie - das konnte ich nicht erkennen. Es bereitete mir einige Zeit Kopfzerbrechen. Da ich aber keine Erklärung und Lösung für mich fand, gab ich es vorerst auf.


Mit 27 Jahren brachte ich im April 1987 meinen Sohn in der Türkei zur Welt. Er war es, der mich wieder über die Zusammehänge nachdenken lies, die mich schon als Kind und Jugendliche beschäftigt hatten. Denn mein Sohn erkrankte schon in den ersten Monaten an einer sehr schmerzhaften Hautkrankheit, für die die Ärzte damals noch keinen Namen hatten - und die sie infolge dessen auch für unheilbar erklärten. Einige Zeit später gesellte sich noch ein chronischer Durchfall hinzu. So war ich dann auch nach langem Hadern mit unserem Schicksal und unserem Schöpfer am Ende meines Lateins angekommen.

Genau in diesem Augenblick wo ich mich fallen fühlte - wo ich keinen Halt mehr zu finden glaubte - wandte ich mich mit der Frage: "Was machen wir denn falsch?" nach "innen". Ich dachte über die Natur nach, über das Verhalten von uns Menschen, die Schöpfung und den möglichen Sinn, den Zusammenhang hinter allem.

Ich war wirklich verzweifelt - wusste keinen Weg mehr. Da kam es mir in den Sinn, Ihm diese Frage zu stellen: "Hast Du uns wirklich so unperfekt geschaffen? Hast Du wirklich die Natur so unzureichend ausgestattet, dass wir von dem, was Du uns gibst, krank werden sollen? Dass wir früh und unter Schmerzen sterben sollen? Dass wir uns unser tägliches Brot wirklich im Schweiße unseres Angesichts verdienen müssen?"

Noch im selben Augenblick durchströmte mich ein unglaubliches Gefühl des Geliebtseins und der Geborgenheit - wie ich es zuvor noch nie erlebt hatte. Gleichzeitig durchfuhr es mich: "Habe ich nicht gesagt: solange Ihr ignorant seid, müsst ihr so leben?!" Und dann sah ich das Bild eines Baumes, an welchem Töpfe, Pfannen, Teller, Messer und Gabeln und Geschirr allerlei Art hingen. Das schien mir zuerst recht seltsam. Doch ich fragte mich, was denn nun dieses Gleichnis bedeuten solle. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen:

Da, wo jetzt diese Dinge am Baum hingen, hängen sonst die Früchte des Baumes. Da war es mir mit einem Schlag klar: wir kochen das, was unser Schöpfer uns für unseren Unterhalt gibt "zu Tode" - oder wir holen uns sogar Dinge aus der Natur, die wir eigentlich gar nicht essen sollten und machen sie uns durch kochen "essbar". Mir wurde klar, dass hier einer unserer Hauptirrtümer begraben liegen mußte.

So kam es, dass ich im Herbst 1988 sofort das, was ich verstanden zu haben glaubte, schrittweise für mich und meinen Sohn umzustellen begann.

Und siehe da - die Krankheitssymptome meines Sohnes verschwanden binnen weniger Wochen und kamen auch nicht wieder! Wir hatten mit dieser Art der Ernährung solche Freude, dass ich gar nicht daran dachte, wieder damit aufzuhören. Inzwischen hatte ich ja sogar den erlebten Beweis für das, was ich in meiner Vision gesehen hatte, erhalten. Diese Form der Ernährung fiel mir denkbar leicht und ich fühlte mich körperlich und seelisch vollkommen wohl damit. Auch mein Sohn machte einen sehr vergnügten Eindruck dabei. Er kannte bereits mit drei Jahren alle einheimischen und auch exotischen Früchte, hatte seine Freude damit, allen zu erklären, wie diese Früchte heissen. Und wenn er aß, wenn wir unterwegs waren, kam es nicht selten vor, dass sich die Leute um uns herum sammelten und sich gar nicht satt sehen konnten an dem Vergnügen, mit welchem mein Sohn seine Früchte aß. Seine Wangen waren immer rosig und seine Augen strahlten vor Vitalität und Freude.

Es folgte eine Zeit, während der ich mich intensiv der
FRohkost zuwandte. Da fielen mir auch wieder all die Erfahrungen meiner Kindheit und Jugendzeit ein - die ich in dieser Richtung bisher gemacht hatte. Auch die Krankheits-Symptome, das ewige Erbrechen und Schwindeligsein bis zu meiner Ernährungsumstellung - die Erfahrung mit der ersten Zigarette und später auch mit meinem ersten Alkohol fielen mir wieder ein. So fand ich für mich meine schon als Kind gemachte Entdeckung bestätigt:

die normale zivilisierte Ernährungsform ist eine Droge!


Wir verbrachten immer wieder längere Zeit in der Türkei, wo die Menschen mit ihren Zweifeln, Ängsten und Befürchtungen auf mich zukamen. Sie meinten, dass für mich diese Form des Lebens wohl in Ordnung sei, dass ich dies aber meinem Sohn nicht antun dürfe. Selbst Familienangehörige begannen sich meinen Kopf zu zerbrechen. Und so fing ich an, in den Schriften nach Spuren zu suchen, die meine Entdeckung festigen konnten. Und ich wurde fündig. Ich entdeckte sogar, dass sich in jeder Religionsschrift, die ich gelesen hatte, für mich eindeutige Hinweise für meine Entdeckung fanden. Auch in anderen Büchern aus alter Zeit fand ich äußerst interessante Spuren und Hinweise. Diese findet ihr bei "Hinweise aus Schriften" unter dem Menü: "Frohkost-Inhalt"

Auch heute ernähre ich mich mit kleinen Ausnahmen wieder von der Rohkost. Allerdings wurde ich zwischenzeitlich 2 mal rückfällig. Das letzte Mal dauerte diese Phase fast 2 Jahre. Den Berichht über diese Zeit könnt ihr im "Erfahrungsbericht-Rohkost" nachlesen unter: "Frohkost-Inhalt" .

Nach dieser langen Rückfallphase begann ich mit frischer Kraft und neuer Zuversicht meinen einmal eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Dabei hatte ich eine einschneidennde Erfahrung mit einem Versuch in die Richtung der "Lichtnahrung". Wie es dazu kam - und wie dieser Versuch verlief, könnt ihr in " Mein Weg - zur ersten Erfahrung mit der Lichtnahrung" im Menü "Lichtnahrung-Inhalt" nachlesen.

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