II.
Vom Töten, Quälen, Geniessen und Heilen
1.
Vom Töten, Quälen, Genießen und Heilen
Wir haben unsere Ess-Gewohnheiten so
weit gebracht, dass wir nicht einmal mehr den Ursprung
unserer Nahrung erkennen können. Besonders deutlich
wird dies bei manchen Fertiggerichten aus der Dose und
bei Fleischgerichten. Schon lange haben wir dieses Thema
so tief in uns versteckt, dass wir selbst dann wenn
wir darauf angesprochen werden, nicht erkennen, was
wir eigentlich tun.
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''Das
Kind lerne alles tierische Leben heilig halten.''
Jean Paul
''Gott
will, dass wir den Tieren beistehen, wenn sie
der Hilfe bedürfen.
Ein jedes Wesen in Bedrängnis hat das gleiche
Recht auf Schutz.''
Franz von Assisi
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Wir
haben Tiere, die fröhlich umhersprangen eingesperrt.
Wir haben ihnen demütigende Käfige gebaut. Wir
haben ihren Lebensraum auf kleinste Weideflächen,
Gehege und Reservoirs eingeschränkt. Der Anblick
von Käfigen und Umzäunungen ist so normal für
uns geworden, dass wir darüber keine Regung mehr
in uns spüren. Durch die Futtermittelherstellung
werden die Tiere verzüchtet und gepeinigt - bis zum
bitteren Ende. Sie werden in Gebär- Aufzucht- und
Mordmaschinen gehalten.
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'Ich
kann das Leid der Tiere nicht von dem Leid der
Menschen unterscheiden.''
Lilly Lehmann
''Zur
Moralität welches Menschen werdet ihr mehr
vertrauen? Im Unglück desjenigen,
der die geknebelten Tiere befreit, oder desjenigen,
der sie knebelt, um sie zu foltern?''
Richard Wagner
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Wir
haben unseren Mitgefährten das Leben genommen und
sie verspeist. Es schien uns vor langer Zeit noch lebensnotwendig.
Doch heute tun wir es aus Lust! Wir essen es nicht so,
wie wir es vom Tier abschnitten. Wir haben uns, um uns
abzulenken, sonderbare Namen und Zubereitungen ausgedacht:
Wurst, Fleisch, Rose, Nuss, Medaille . Wenn wir 'Fleisch'
sagen, ist unser Bewusstsein abgelenkt und wir erkennen
nicht ...
Wir
haben es mit allen möglichen Mitteln gewürzt,
behandelt, verarbeitet. Wir haben unsere Sinne verwirrt
und unsere Seele betrogen, so, wie wir es auch in vielen
anderen Dingen tun!
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''Der
Seuchen gab es drei zuvor: Begierde, Hunger, Greisentum.
Seit nun das Vieh geschlachtet ward, entstanden
achtundneunzig neu.''
Suttanipata
''Alles, was Du dem geringsten Wesen tust, hast
Du auch mir getan'' das sind die Worte Jesu
(Matth. 25:40).
''Seid menschlich gegen Tiere. Tut weder Insekten
noch Pflanzen und Bäumen ein Leid an. Zwingt
die Insekten nicht, ihre Gehäuse und Wohnungen
zu verlassen. Stört die auf den Bäumen
schlafenden Vögel nicht auf. Tötet keinen
Vogel, denn die noch im Neste befindlichen Jungen
harren der Rückkunft von Vater und Mutter.
Zerstört keine Nester der Vögel, noch
vertilgt ihre Eier. Hetzt weder Mensch noch Tiere,
noch fügt ihnen ein Leid zu.''
Aus dein chinesischen Buch der Belohnungen
und Bestrafungen.
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Hier
eine Begebenheit, die ich während eines Türkeiaufenthaltes
auf einem kleinen Hof erlebte:
Zwei
Hähne stritten so verbittert miteinander, dass
der eine schlimm blutete. Im Laufe des Gefechts
sahen beide buchstäblich nur noch rot. Ein
Bekannter und ich versuchten, die Tiere auseinander
zu bringen. Als auch Stockhiebe nichts halfen, kam
der Bauer und bereitete ein kurzes Ende. Er schlachtete
die zwei Hähne und einen dritten, der sich
in der Zwischenzeit eingemischt hatte. Doch nun
ging das grausame Schauspiel erst los. Die Hennen,
die zuvor noch als Zuschauer aufgeregt gackernd
umher gestanden waren, rannten wie besessen auf
das Blut los, das von den geschlachteten Hähnen
stammte. Selbst mit Stöcken ließen sie
sich nicht davon abbringen, wie wild darauf einzupicken.
Erst, als ich einen dicken Erdwall darauf geschüttet
hatte, den die Hühner nicht mehr aufgraben
konnten, wurde es wieder einigermaßen erträglich.
Ich konnte noch lange Zeit beobachten, wie die Tiere
völlig außer sich ziellos hin und her
liefen.
Auch
wir Menschen merken unsere Veränderung nicht. Wir
handeln gottvergessen, werden immer gehässiger
und rachsüchtiger. Unsere Triebe arten aus und
wir sind nicht mehr zur Liebe fähig. Wir suchen
die Antwort in den Fehlern der Anderen, anstatt in uns
selbst. Wir verstehen den Zusammenhang der Welt nicht
mehr.
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''Bedenkt!
Der Tod kommt, der uns alle gleich macht. Lasst
uns, während wir in diesem irdischen Leben
stehen, Menschlichkeit üben! Lasst uns
nicht eine Ursache der Furcht und Gefahr für
irgendeines unserer Mitgeschöpfe sein!''
Seneca
''Mit welch einer Blut- und Qualschuld hat die
Menschheit sich durch ihre Sünden in der
Tierwelt befleckt. Wer ein Tier liebt, nicht
die Gattung, sondern das Individuum, dem kann
dieses Tier sehr viel vom Geheimnis der Welt
offenbaren.''
Friedrich Hebbel
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Ich
sprach einmal mit Soldaten, die sich freiwillig für
den Vietnamkrieg entschieden hatten.
Von
ihnen erfuhr ich, dass sie dies nicht aus Politischer
Überzeugung getan hatten. Die geliebte Freundin
hatte sie verlassen, ein enger Angehöriger war
gestorben und andere Gründe hatten sie in die Verzweiflung
und innere Aggression, in den Hass gegen die Mitmenschen
gebracht. Sie hatten den Zusammenhang der Geschehnisse
mit sich selbst in diesem Augenblick nicht erkennen
können, weil sie blind vor Hass gewesen seien.
Sie schilderten, dass sie immer wie kopflos handelten,
wenn ein Mensch getötet wurde. Sie hatten, wenn
sie das Blut sahen oder wenn ein gequälter Mensch
um Gnade bat, nur noch Hass verspürt und den Wunsch,
zu töten.
Ein
anderer sagte, als er über die Geschehnisse nachdachte,
er habe erkannt, dass alles nur ein Kampf mit sich selbst
gewesen war, mit den Ängsten und Erwartungen die
einen Menschen bewegen und deren Sinn und Ursprung er
nicht begreift.
An
solchen Erzählungen wird deutlich, wie sehr wir
uns durch unsere egoistischen und eigennützigen
Wünsche und deren 'Verwirklichung' verblenden.
Wie wollen wir etwas erkennen, wenn wir blind sind!
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''Unsere
Zeit braucht nicht Gewalt gegen Gewalt! Was wir
brauchen ist: Verständnis und werktätige
Liebe.''
Rabindranath Tagore
''Soldaten sind Mörder - die Rolle von Helden
und Deserteuren im Krieg. Was hält die Menschen
davon ab, in den grausigsten Situationen, die
Gewehre fortzuwerfen? Schuld ist, was jeder für
sich selbst empfinden muss, um frei zu werden!
Unbetroffenheit macht dagegen schamlos und unfrei.
Erst der Gang durchs Fegefeuer des eigenen Gewissens
bewirkt Selbstreinigung.''
Gerhard Zwerenz, freier deutscher Schriftsteller
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2.
Der Mensch, das Tier und seine Nahrung
Ich komme
noch einmal auf das Thema des Tötens zurück.
Im Hinduismus begeht z.B. derjenige eine schwere Sünde,
der ein Tier tötet und verzehrt. Dazu zählt
der Kauf des Fleisches ebenso wie das Zubereiten desselben.
In der Bibel finden wir das Gebot: "Du sollst nicht
töten " (2.Moses 23:13)
[vergleiche: Matth. 19:18]
Das
Friedensevangelium der Essener
Dann
sagte ein anderer: ''Moses, der größte
in Israel, erlaubte unseren Vorvätern,
das Fleisch von 'reinen' Tieren zu essen und
verbot nur das Fleisch der unreinen Tiere. Warum
verbietest du uns das Fleisch aller Tiere? Welches
Gesetz ist von Gott? Das von Moses oder Dein
Gesetz?''
Und
Jesus antwortete: ''Gott gab euren Vorvätern
durch Moses zehn Gebote. ''Diese zehn Gebote
sind schwer'' sagten eure Vorväter und
konnten sie nicht halten. Und darum gab er ihnen
zehn mal zehn Gebote, weniger schwer, dass sie
diese befolgen könnte.'' ... Und Jesus
fuhr fort: ''Gott befahl euren Vorvätern:
''Ihr sollt nicht töten''. Aber ihre Herzen
waren verhärtet, und sie töteten.
Dann forderte Moses schließlich, sie sollten
keine Menschen töten, und duldete, dass
sie Tiere töteten.
Und
dann verhärteten sich die Herzen eurer
Vorväter noch mehr, und sie töteten
Menschen und Tiere gleichermaßen. Aber
ich sage euch: Tötet weder Mensch noch
Tier, noch die Nahrung, die euer Mund aufnimmt.
Denn wenn ihr lebendige Nahrung esst, wird sie
euch beleben, aber wenn ihr eure Nahrung tötet,
wird euch die tote Nahrung ebenfalls töten.
Denn Leben kommt nur von Leben und vom Tod kommt
immer nur Tod ... Esst darum nichts, was Feuer
oder Frost oder Wasser zerstört hat. Denn
gekochte, erfrorene und verfaulte Nahrung wird
euren Körper ebenso verbrennen, erfrieren
oder verfaulen lassen.''...
Dann
sagte ein anderer: ''Moses, der größte
in Israel, erlaubte unseren Vorvätern,
das Fleisch von 'reinen' Tieren zu essen und
verbot nur das Fleisch der unreinen Tiere. Warum
verbietest du uns das Fleisch aller Tiere? Welches
Gesetz ist von Gott? Das von Moses oder Dein
Gesetz?''
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Es
ist unnötig zu erwähnen, dass alle beseelten
Wesen gemeint sind. Doch wie können wir dies verstehen,
wenn wir noch gar nicht erkannt haben, dass alle Geschöpfe
Gottes beseelt sind. Sonst wären sie doch nur Maschinen
- oder ferngesteuerte Roboter. Doch solche Dinge zu machen,
bleibt uns Menschen 'vorbehalten'...
'Blicke
deinem Hund ins Auge, und sage dann noch, das
Tier habe keine Seele.''
Victor Hugo
''Was
für ein Ort ist dies?'' fragte Taran mit
verhaltener Stimme. ''Bist du wirklich Medwyn?
Du sprichst von den Menschen, als gehörtest
du nicht zu ihnen.'' ''Dies ist ein Ort des Friedens.''
antwortete der Alte. ''Deshalb ist für Menschen
kein Platz hier, zumindest jetzt noch nicht. Vorerst
ist es ein Tal der Zuflucht für alle Tiere
des Waldes, der Luft und des Wassers. Wenn ihre
Kraft dazu ausreicht, suchen sie in der Todesangst
Schutz bei mir. Auch Tiere kennen den Schmerz
und fürchten den Tod, sie haben es oft nicht
leicht in der Welt des Menschen.'''
Lloyd Alexander, aus: Taran und das Zauberschwein.
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Wir
Menschen glauben, selbst Mittelpunkt der Welt zu sein. Dabei
hat Galilei schon eine kleine Korrektur vorgenommen, als
er bemerkte, dass nicht die Erde Mittelpunkt unserer Welt
sei, sondern die Sonne. Auch das ist nun widerlegt. Ein
jeder ist Mittelpunkt seines eigenen Universums. Und er
ist selbst Mitgestalter seines Universums. Wenn wir also
Leid, Schmerz und Kummer erfahren, haben wir irgendwo in
Muster unserer Gedanken und Handlungen diese Erfahrungen
eingebaut - programmiert.
Und
so dürfen wir langsam erkennen, dass wir nur der Teil
einer großen Einheit sind... und alles dreht sich
um die Liebe - das Licht Gottes.
''Oh
lass doch der armen, liebebedürftigen Tierwelt
etwas abfallen von deiner Liebe! Dem Kätzchen,
das seine Pfoten auf deine Schulter legt und um
Liebe bettelt. Dem Hunde, der freudig an dir empor
springt und dem ein freundlich gesprochenes Wort
Labsal ist. Der Kuh im Stall, die dich treuherzig
anblickt, deine Hände leckt und ihren Hals
darbietet, um sich von dir kraulen zu lassen. Der
Henne, der dein Ruf Tischgebet und deren Piepen
Danksagung ist. ...Und wenn du ein Wesen nicht schätzen
kannst seiner Gestalt wegen, so schätze es
um der Liebe willen, die seine Mutter daran gewendet
hat, oder um der Liebe willen, die es selber zu
spenden fähig gewesen wäre!''
Christian Wagner
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Wir
glauben noch immer, dass das 'Protein' unserer Mitgeschöpfe
uns erhalten könnte. Wir Menschen haben einen riesigen
Fleischkonsum. Wir machen das Geschäft mit dem Tod.
Genauer betrachtet sieht das ganze so aus: Um Weideflächen
für die Steakproduktion etc. zu erhalten, töten
wir den Urwald! Wir stören auf diese Weise zwei Regelkreise
auf einmal. Wir rauben der Natur das einzige Organ, dass
das lebensbedrohende Kohlendioxid in den Kreislauf der Natur
gebunden wieder einschleusen kann und uns dagegen den lebensspendenden
Sauerstoff freimacht und anbietet. Und durch die systematische
Beraubung dieses Organs schwächen wir selbst die Organe
unseres Körpers, der nun nicht mehr genug Sauerstoff
zugeführt bekommt. Wir alle dürfen uns Gedanken
darüber machen, dass wir uns um alles 'in der Welt'
eher kümmern, als um unser eigenes Leben! Dabei macht
unser Körper uns unser irdisches Leben erst möglich.
Dieses Kümmern geschieht durch die Achtung und Erhaltung
alles Lebens in uns und um uns herum!
''Der
Gerechte erbarmt sich seines Viehes, aber das Herz
des Gottlosen ist unbarmherzig. Tue deinen Mund
auf für die Stummen und für die Sache
aller, die verlassen sind.'''
Heilige Schrift
font color="midnightblue"> ''in dem Wasser, das
Gott vom Himmel strömen lässt, die Erde
nach ihrem Todschlafe neu zu beleben; in der Verbreitung
der vielerlei Tiergattungen; in der Winde- und Wolkenbewegung,
die ohne Lohn zwischen Himmel und Erde dienen, gibt
es für nachdenkliche Menschen der Wunder genug.''
Koran, Sure 2
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Wir
könnten einwenden, dass wir schon seit Anbeginn der
Schöpfung Fleisch gegessen haben. Mag sein, dass wir
uns auch zur damaligen Zeit schon artfremd ernährten.
Mag sein, dass wir damals wirklich nicht anders konnten.
Wir wissen es nicht. Aber dass es heute anders ist, wissen
wir.
Das Gebiss der damaligen Menschen zeigt jedoch sehr deutlich,
dass wir auch zu dieser frühen Zeit eigentlich reine
Fruchtesser waren. Auch ein Vergleich mit dem Magen- und
Darmtrakt und anderen Organen und Drüsen hat erwiesen,
dass wir Fruchtesser waren und sind. Nebenbei gesagt: es
ist nicht so wichtig zu wissen, wer wir wirklich einmal
zur vorsintflutlichen Zeit waren! Es ist viel wichtiger
zu erkennen, was wir jetzt sind, was unser Körper und
unsere Seele heute brauchen!
Wir füllen unseren Körper mit allen nur erdenklichen
Mitteln ab, die wir uns selbst herstellten. Unser Körper
muss die Energiebomben ertragen, die wir uns ununterbrochen
einverleiben. Der Körper gibt uns Signale und warnt
uns. Aber selbst die Mediziner, die es eigentlich besser
wissen müssten, verschreiben uns 'Medizinen', durch
die wir diese störenden Warnsignale unterdrücken
bzw. ausschalten. Wir glauben dann, dass es uns besser geht,
doch wir haben lediglich die 'Warnglocke' (Schmerzen, Unwohlsein)
abgestellt. Wir wollen die Falsch- und Fehlverteilung an
Vitaminen, Mineralen, Proteinen und Kalorien in unseren
selbstgemachten 'Lebensmitteln' durch Medikamente wieder
zurechtbiegen. Wir unterstützen unsere eigene Zerstörung!
Dabei könnten wir anfangen, etwas für unseren
Körper, für unsere Seele zu tun - und z.B. zu
lebensspendender Nahrung greifen. Dann bräuchten wir
die 'Klingel' unseres Körpers nicht mehr abzustellen,
die uns manchmal nächtelang mit Schmerzen wach hält.
3.
Gentechnologie - Segen für die Menschheit?
Wir
haben einen Kassettenrekorder zu Hause und haben ein Kassettenband
schon näher betrachtet. Mit Hilfe eines Magnetkopfes
werden die 'Wahrnehmungen' des Kassettengerätes vom
Mikrofon auf das Band gespielt. Es werden dabei die winzigen
Magnetteilchen auf dem Band so ausgerichtet, dass sich z.B.
ein Lied auf dem Band abzeichnet. Ebenso werden sie wieder
abgetastet und abgespielt, so dass wir das Lied hören
können.
Es ist eine spannende Vorstellung, dass wir selbst so ein
Aufnahme- und Abspiel-Gerät sind. Mit dem Unterschied,
dass .wir durch Gottes Gaben selbst für unsere Erhaltung
sorgen können.
Wir werden geboren - erleben und halten das Erlebte in unserem
Gedächtnis fest. Und irgendwann, wenn ein Schlüsselerlebnis
wie z.B. ein bekanntes Gesicht, ein Duft oder eine Melodie
auf eine 'unsichtbare' Taste in uns drückt, dann spielt
sich in uns das Erlebte noch einmal ab. Selbst dann, wenn
das Erlebnis schon viele Jahre zurückliegt und wir
es schon 'vergessen' hatten.
In unserer 'Forschung' haben wir entdeckt, dass die Gen-Ketten
fast wie Bücher zu lesen sind, wenn die dazugehörigen
Buchstaben einmal enträtselt sind. Alle Lebewesen bestehen
aus diesen unvorstellbar langen Gen-Ketten. Es sind die
sogenannten Informationsketten. Diese Informationen, die
aus den Erlebnissen, Wahrnehmungen und Eindrücken vergangener
'Generationen', also Lebenszeitaltern bestehen, werden nun
in diesem Leben durch die neuen, dazugespeicherten 'Daten'
ergänzt und erweitert. So ist das Lebewesen imstande,
das nächste Leben mit dem neuesten Stand des Wissens
zu betreten. Und aus all diesen verschiedenen Informationen,
die ein jedes Wesen aufnahm, bildet sich die eigene Gestalt.
Wir sind alle Bücher. Besser gesagt wir sind das gesprochene
Wort Gottes. So wie alles Leben um uns herum. Wir alle bekamen
ein Buch in unsere 'Herzen' gelegt, das uns offen steht,
damit wir darin lesen. Es ist kein Buch, das zu Papier geschrieben
wurde - wie die 'toten' Schriften die wir Menschen verfassen.
Es ist ein lebendiges Buch und wird uns - wenn wir darin
lesen - immer an unseren Ursprung beim Schöpfer erinnern
und uns mit ihm verbinden...
Wir können die 'Niederschriften in unserem Buch' auch
mit den Ausrichtungen der Magnetteilchen auf dem Kassettenband
vergleichen. Wir zeichnen unsere Erfahrungen, Erlebnisse,
Wahrnehmungen, Eindrücke und unseren Glauben darauf
auf. Zu gegebenem Zeitpunkt werden wir dieses Band wieder
abspielen, um zu sehen, wie weit wir mit unserer eigenen
Melodie schon gekommen sind - oder was wir daraus gemacht
haben.
Wir glauben, dass es schon damit getan sei, eine misslungene
Melodie künstlich 'gerade' zu biegen - oder gar von
Anfang an künstlich zu erstellen. Das glauben wir,
weil wir kleingläubig und kurzsichtig geworden sind.
Wir wurden unfähig, selbst etwas zu unserer Heilung
beizutragen. Viele von uns kommen behindert oder krank zur
Welt. Mit Medikamenten und rein äußerlichen Methoden
versuchen wir die 'angeborenen Defekte' zu beheben oder
zu mildern. Wir sehen nicht den tieferen Sinn dahinter,
suchen künstlich zu verbessern, reparieren.
Ich sage nicht, dass wir uns nicht generell nach äußeren
Möglichkeiten umsehen können, um eine Heilung
oder Besserung zu erzielen. Aber wir dürfen den seelischen
Hintergrund, den seelischen Aspekt nicht vergessen und müssen
uns auch in dieser Richtung forschen, heilen, verbessern.
Wir
dagegen forschen an der Gentechnologie herum, um die Informationsketten
direkt zu beschreiben. Wir könnten 'das Lied unseres
Lebens' so lange üben, bis es uns gelingt, es fehlerfrei
und voller Freude zu singen. Doch wir machen künstliche
Musik ... Wir machen Menschen im Labor. Wir können
dieses Bild mit dem vergleichen, was wir an allem Leben
tun.
Klingt solch eine Melodie nicht sehr leblos? Wie anders
dagegen klingt ein Lied, das wir aus ganzer Seele singen.
Es lebt und vibriert, es schwingt beglückt. Wie aufmunternd
und tröstend sind dagegen die Gesänge der Tiere
in der freien Natur - ihre Gebete an die Mutter und den
Vater... Wie ergreifend klingen die Laute des Windes, der
alle Oktaven kennt mal sanft und mal brausend, mal Dur und
mal Moll...
Wir machen uns alles künstlich. Und die Folgen: können
wir die auch selbst tragen? Wir können gar nicht Überschauen,
was wir alles mit unserem Leben tun. Das sehen wir sehr
deutlich an unseren 'Erfindungen', wie z.B. der Kernkraft,
den vielen chemischen Waffen oder an den HIV-Viren, AIDS,
und ...
Als ein Reporter einen Forscher der Genforschung für
Südfrüchte in den USA aufforderte, die gezüchteten
schalenlosen Früchte bzw. Wucherungen selbst einmal
vor der Kamera zu kosten, wandte er sich entsetzt ab und
erklärte, dass dies Wahnsinn sei.
''Ja, ich
war zweifellos einmal Befürworter von Atomkraftwerken.
Mein Widerstand ist eigentlich erst aus der Beschäftigung
mit dem Problem der Wiederaufbereitung gekommen.
Dabei habe ich gemerkt, wie sehr man irregeführt
wird. Und das hat dazu geführt, dass ich dann
in der wissenschaftlichen Originalliteratur zurückgegangen
bin auf die Problematik der Atomkraftwerke. Seither
bin ich der Ansicht, dass die Kerntechnologie nicht
verantwortbar ist.''
Prof. Dr. Armin Weiß
''Ich habe keine Hoffnung, mein
Gewissen zu reinigen. Die Dinge, an denen wir arbeiten,
sind so grauenhaft, dass alles Protestieren oder
Einmischen in die Politik unsere Seelen nicht retten
wird.''
Edward Teller, Chef der amerikanischen Waffenforschung
|
Hören
wir auf, in unseren Labors alle Gaben künstlich nachzuahmen.
Wir machen uns materielle Dinge, die der Schöpfung
Gottes noch nicht einmal annähernd ähneln können.
Und sie entbehren das Licht des Lebens, das uns nährt!
Fangen wir an, alles Leben auf dieser Erde wieder zu achten
und zu erhalten. Gottes Liebe und alles Leben, das von ihm
kommt schenken unserer Seele Freude und Erquickung. Beim
Betrachten seiner Schöpfung beruhigt sich unser Herz
und erfüllt sich unsere Seele. Er lässt uns durch
seine Kraft auf dieser Erde die Früchte zu unserem
Unterhalt gedeihen, und es liegt an uns, dieses Geschenk
anzunehmen und zu leben...
>>>
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